Phoma-Fäule der Kartoffeln
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Phoma-Fäule der Kartoffeln - Lagerfäule
(Boeremia exigua, syn. Phoma foevata)
Die Phoma-Fäule der Kartoffeln wird durch den Pilz Boeremia exigua verursacht. Diese Krankheit ist relativ weit verbreitet und kann erhebliche Verluste bei der Kartoffelernte verursachen. Sie tritt jedoch als Lagerfäule auf, also erst bei der Lagerung der Kartoffeln.
Die Phoma-Fäule der Kartoffeln äußert sich in braunen nekrotischen Flecken auf den Kartoffeln. Diese Flecken können sich nach und nach vergrößern und auf der Oberfläche der Kartoffeln ausbreiten. Sie gehen häufig mit einem fauligen Geruch einher. Die äußere Oberfläche der Kartoffeln ist am häufigsten betroffen, doch wenn die Krankheit in das Innere der Kartoffeln eindringt, kann sie eine innere Bräunung und den Zerfall des Kartoffelgewebes verursachen.
Die Phoma-Fäule der Kartoffeln verbreitet sich hauptsächlich über infizierte Kartoffelknollen und verbleibt im Boden. Die Symptome der Krankheit zeigen sich in der Regel nach der Ernte, können sich jedoch auch während der Lagerung der Kartoffeln entwickeln.
Die Vorbeugung der Phoma-Fäule der Kartoffeln umfasst die Verwendung von gesunden Kartoffelknollen, die von zuverlässigen Lieferanten bezogen werden. Es ist außerdem wichtig, gute landwirtschaftliche Praktiken einzuhalten, wie etwa Fruchtfolge und die Entfernung von Ernterückständen aus den Beeten. Im Falle eines Krankheitsbefalls ist es wichtig, die betroffenen Kartoffeln sofort zu entfernen und nicht einzulagern.
Phoma-Fäule der Kartoffeln - Schadwirkung
Die Phoma-Fäule der Kartoffeln kann einen erheblichen Einfluss auf den Kartoffelertrag haben und wirtschaftliche Verluste verursachen. Sie gilt als eine der Hauptkrankheiten von Kartoffelkulturen.
Die Krankheit befällt nicht nur die äußere Oberfläche der Kartoffeln, sondern kann auch in ihr Inneres eindringen, was zu einem Zerfall des Kartoffelgewebes und innerer Bräunung führen kann. Dies beeinträchtigt die Qualität der Kartoffeln erheblich und macht sie für den Verzehr oder die Verarbeitung ungeeignet.
Die Phoma-Fäule der Kartoffeln trägt auch zu einer schnelleren Verschlechterung der Kartoffeln bei der Lagerung bei, was zu weiteren Ertragsverlusten führen kann.
Die Ausbreitung der Krankheit kann sich auch negativ auf die ökologische Nachhaltigkeit des Kartoffelanbaus auswirken, da der Einsatz chemischer Fungizide zur Verlustsenkung erforderlich sein kann.
Ist eine Kartoffel, an der Phoma-Fäule aufgetreten ist, essbar?
Kartoffeln, die von Phoma-Fäule befallen sind, sind in der Regel nicht zum Verzehr geeignet. Die Krankheit verursacht Bräunung und Zerfall des Kartoffelgewebes, was deren Qualität und Geschmack negativ beeinflusst. Flecken und Schäden durch Phoma-Fäule bedeuten häufig, dass die Kartoffeln für den Verzehr ungeeignet sind.
Bei Phoma-Fäule ist es wichtig, die befallenen Kartoffeln zu entfernen und sie nicht zum Verzehr zu verwenden. Es ist besser, gesunde Kartoffeln ohne Krankheitsanzeichen auszuwählen, die zum Verzehr geeignet sind.
Im gewerblichen Umfeld ist es ebenfalls wahrscheinlich, dass von Phoma-Fäule befallene Kartoffeln nicht zur Verarbeitung zu Lebensmittelprodukten wie Kartoffelchips oder Instant-Kartoffelpüree akzeptiert werden, aufgrund ihrer verminderten Qualität und unerwünschten Auswirkungen auf das Endprodukt.
Es ist wichtig, die Sicherheitshinweise zum Verzehr von Kartoffeln zu beachten und einzuhalten und im Zweifelsfall über deren Zustand lokale Landwirtschafts- oder Lebensmittelexperten zu konsultieren.
Schutz vor Phoma-Fäule der Kartoffel
Als guter Schutz erweist sich nicht nur die Verwendung von gesundem Saatgut, sondern auch die Ernte ausschließlich ausgereifter Knollen, die Begrenzung mechanischer Beschädigungen der Knollen beim Ernten, Transport und Lagern sowie die Lagerung ausschließlich trockener Knollen (d. h. sie in einer wärmeren Umgebung /15 °C/ über einen Zeitraum von 4 Wochen trocknen lassen). Anschließend empfiehlt sich die Lagerung der Kartoffeln bei einer Temperatur von 3 bis 5 °C (ideal ist ein Keller oder Kühlschrank).
Eine weitere Möglichkeit, die Phoma-Fäule der Kartoffel einzuschränken, besteht darin, die Kartoffeln mit organischem Dünger zu düngen – zum Beispiel mit Hnojík. Der Dünger kann streufähig verwendet und in den Boden eingearbeitet werden, oder als Lösung, mit dem Sie die Kartoffeln gießen oder bei Bedarf auch besprühen können. Beachten Sie stets die Hinweise auf der Verpackung. Überschreiten Sie die angegebene Dosierung nicht; wenn Sie sich für das Besprühen entscheiden, genügt dies 3x pro Woche.
Quellen:
- Böhmig, Franz – Peleška, Stanislav: 2000 Ratschläge für Gartenfreunde, Ottovo nakladatelství, Praha 2001.
- Rod, Jaroslav: Krankheiten und Schädlinge im Garten. Grada, Praha 2017
- www.wikipedia.org
- www.ireceptar.cz
- www.abecedazahrady.cz
- www.sazenicka.cz
- www.agromanual.cz
