Septoria-Blattfleckenkrankheit an Sellerie
Die Septoria-Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola) befällt Knollen-, Stauden- und Blattsellerie sowie Dill. Symptome erkennen, Ausbreitung stoppen, Ernte und Lagerung retten.
Inhalt
Blattflecken an Knollensellerie, Staudensellerie und Blattsellerie

(Septoria apiicola)
Die Septoria-Blattfleckenkrankheit an Sellerie (Septoria apiicola) trägt auch den Namen Septoriose. Sie befällt alle Sellerieformen – Knollensellerie, Staudensellerie und Blattsellerie – und gelegentlich auch Dill. Verursacht wird sie vom Erreger Septoria apiicola, der Blätter und Stiele des Selleries besiedelt.
Septoria apiicola ruft die typischen Flecken auf den Sellerieblättern hervor. Auf den Blättern erscheinen kleine, runde bis elliptische Flecken mit braunem oder dunklem Zentrum und hellerem Rand. Die Flecken vergrößern sich allmählich und fließen zu größeren Herden zusammen. Befallene Blätter vertrocknen nach und nach und fallen ab, was den Ertrag drückt.
Die Blattfleckenkrankheit breitet sich vor allem bei feuchter Witterung aus, besonders in längeren Regenperioden. Der Erreger überdauert an befallenen Pflanzenresten, im Saatgut und im Boden. Übertragen wird er vor allem durch Spritzwasser und durch Wind, der die Pilzsporen verfrachtet.
Der Septoria-Blattfleckenkrankheit vorbeugen können Sie mit gesundem Saatgut, trockenem Laub (also an den Wurzelhals gießen statt über die Blätter) und ausreichendem Pflanzabstand für eine gute Durchlüftung. Bei Befall hilft es, befallene Blätter und Pflanzenreste zu entfernen und ein geeignetes Fungizid einzusetzen, das die weitere Ausbreitung bremst.
Blattflecken am Sellerie: Folgen für Ernte, Lagerung und Fruchtfolge

Die Blattfleckenkrankheit zeigt sich vor allem am Laub. Die Blätter sind damit unbrauchbar, was bei Stauden- und Blattsellerie besonders schwer wiegt – dort ist das Laub die Ernte. Bei starkem Befall bleiben auch die Knollen kleiner und länglicher: verwendbar zwar, aber schlechter lagerfähig und kaum verkäuflich.
Sellerie sollten Sie auf derselben Fläche höchstens alle 3 Jahre anbauen, denn so lange überdauert der Erreger im Boden – eine weite Fruchtfolge ist deshalb die wirksamste Maßnahme. Es hilft außerdem, widerstandsfähigere Sorten zu wählen und weit genug zu pflanzen. Eine praktische Vorbeugung ist der Anbau zwischen Gurkenjungpflanzen: der Abstand stimmt dann von selbst, und Gurken bekommen diese Blattflecken nicht.
Was tun gegen die Septoria-Blattfleckenkrankheit an Sellerie (Septoria apiicola)
Gegen Blattflecken am Sellerie werden überwiegend Präparate auf Kupferbasis eingesetzt. Behandelt wird ab den ersten Symptomen oder vorbeugend ab Ende Juni im Abstand von rund 14 Tagen. Infrage kommen je nach Zulassung:
- Kupferoktanoat (Kupferseife) – Formulierungen für den Haus- und Kleingarten,
- Kupferhydroxid oder Kupferoxychlorid – Aufwandmenge nach Gebrauchsanleitung.
Auch Sellerie aus dem Gewächshaus lässt sich behandeln, dort gelten allerdings häufig eigene Auflagen und Aufwandmengen. Ob ein Mittel bei Sellerie überhaupt angewendet werden darf, steht in der Zulassung – maßgeblich ist das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL, nicht die Wirkstoffgruppe.
Denken Sie aber immer daran, dass Spritzmittel Chemikalien sind, die für Menschen, Tiere und die umgebende Natur gefährlich sein können.
Tragen Sie stets Schutzhandschuhe, Schutzbrille und Schutzkleidung. Während der Anwendung nicht trinken, essen oder rauchen.
Spritzen Sie nur bei windstillem Wetter.
Im Gewächshaus gründlich lüften – während der Anwendung und danach.
