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Thuja wird braun: Pilzkrankheiten an Trieben und Schuppen

Braune Schuppen und absterbende Triebe an Thuja und Scheinzypresse kommen nicht nur von Trockenheit. So erkennen Sie die Thuja-Blattbräune und das Kabatina-Triebsterben.

Wenn die Thuja (Lebensbaum) braun wird oder die Scheinzypresse braune Stellen bekommt, steckt nicht immer nur Trockenheit oder Frost dahinter. An Trieben und Schuppen sind häufig Pilzkrankheiten beteiligt. Ähnliche Symptome verursachen auch die Thujenminiermotte und der Wacholderbastkäfer.

Thuja-Blattbräune (Schuppenbräune)

Thuja-Blattbräune

Didymascella thujina, syn.: Keithia thujina

Wirtsgehölze: Thuja (Lebensbaum), Zypressen-Lebensbaum (Thujopsis), Scheinzypresse.

Symptome: primäre Symptome: an den jüngsten Trieben einzelne braune Schuppenblättchen (Winter bis Frühjahr); bei starkem und wiederholtem Befall können die Triebe absterben; vor allem der untere Teil der Pflanzen sieht wie verbrannt aus. Nach dem Abfallen der Triebe bleiben die Äste kahl.

Erreger: mikroskopisch kleiner Schlauchpilz; ab Mai bilden sich auf den befallenen Schuppenblättern kleine, dunkelbraune, rundliche Fruchtkörper mit zunächst gelbbraunen, später dunkelbraunen Sporen; die Sporen reifen von Mai bis September.

Verwechslungsmöglichkeiten: weitere pilzliche Nadelerreger an Thuja, Thujenminiermotte (Argyresthia thuiella).

Schädlichkeit: in Baumschulen können bei starkem, wiederkehrendem Befall die jüngsten, bis zu 4-jährigen Sämlinge absterben; mehr oder weniger starkes Verkahlen der Pflanzen im unteren Bereich, besonders in Hecken.

Schutz: Baumschulen: Aussaat von zertifiziertem Saatgut, regelmäßiger Wechsel der Anzuchtbeete; keine staunässen Standorte; wiederholte Anwendung kupferhaltiger Fungizide.

Braunwerden und Absterben der Thuja-Triebe (Kabatina)

Braunwerden und Absterben der Thuja-Triebe

Kabatina thujae

Wirtsgehölze: Arten der Gattungen Thuja, Chamaecyparis und Cupressus.

Symptome: Triebe und Zweige sterben ab, oft nur die Triebspitzen, nur vereinzelt werden ganze junge Pflanzen befallen. An der Basis der abgestorbenen Triebe sowie auf den graubraun verfärbten, abgestorbenen Stellen finden sich punktförmige, aufreißende kleine, schwarze Fruchtkörper.

Erreger: Mikromyzet; ein stärkeres Auftreten zeigt sich auf Böden mit unzureichender Versorgung mit Calcium und Magnesium; den Pilzbefall fördern ein feuchter Standort und ein zu dichter Bestand.

Verwechslungsmöglichkeiten: Schäden durch die Thujenminiermotte (mehr), durch Frost (mehr) und durch Lichtmangel.

Schädlichkeit: den Pflanzen droht keine ernste Gefahr, mit Ausnahme junger Pflanzen, die absterben können.

Schutz: Befallene Teile sollten entfernt und dichte Bestände ausgelichtet werden, bei starkem Befall (besonders bei Hecken) werden im Herbst Fungizide ausgebracht. Eine gleichmäßige Nährstoffversorgung auf Basis einer Bodenanalyse hält die Pflanzen vital.

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