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Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) und weitere Arten: Früchte, Blüte und Anbau

Gewöhnliche Traubenkirsche, Kirschlorbeer, Spätblühende und Virginische Traubenkirsche — wie Sie sie unterscheiden, ob die Früchte essbar sind und wie man den Baum pflegt

Die Traubenkirsche ist einer der ersten Bäume, die im Frühjahr auf einen Schlag ganz weiß werden — und zugleich eines der am häufigsten verwechselten Gehölze. Unter dem Namen „Traubenkirsche“ verbergen sich nämlich gleich mehrere Arten der Gattung Prunus: die heimische Gewöhnliche Traubenkirsche, der immergrüne Kirschlorbeer, die amerikanische Spätblühende und die Virginische Traubenkirsche. Dieser Artikel geht sie der Reihe nach durch und beantwortet auch die Frage, die am häufigsten gestellt wird — ob man die Früchte der Traubenkirsche essen kann.

Traubenkirsche — Schönheit, Bedeutung und Vielfalt: die Gattung Prunus und ihre Vertreter

Blühende Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) mit weißen, traubigen Blütenständen

Die Traubenkirschen gehören zur Gattung Prunus aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die eine breite Palette von Arten umfasst — bekannt sind sie für ihre prachtvollen Blüten und Früchte. Zur Gattung zählen Bäume und Sträucher, die sowohl im Gartenbau als auch in der Natur und in der Kultur eine Rolle spielen. Beliebt sind sie wegen ihres Zierwerts, historisch hatten sie aber auch in der Küche und in der Volksheilkunde ihre Bedeutung.

Artenvielfalt und Aussehen

Zur Gattung Prunus gehört eine breite Palette von Arten, darunter Kirschen, Aprikosen, Pflaumen, Sauerkirschen und weitere. Die Blüten sind für ihre Schönheit bekannt und gelten oft als Symbol des Frühlings und des Neubeginns. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa bis Dunkelrot, und die Blüten stehen meist in Büscheln oder in Blütenständen zusammen.

Die Blätter sind wechselständig, einfach oder gesägt und färben sich im Herbst oft attraktiv. Auch die Früchte unterscheiden sich je nach Art deutlich. Kirschen und Sauerkirschen bilden kleine, kugelige Früchte, während Aprikosen und Pflaumen größere Steinfrüchte tragen.

Bedeutung in Gartenbau und Kultur

Im Gartenbau spielen die Prunus-Arten eine wichtige Rolle, denn sie sind eine beliebte Wahl für Ziergärten, aber auch für Obstgärten. Die Blüten der Traubenkirschen sind ein willkommenes Zeichen des Frühlings und werden gern als Dekoration bei Festen und Hochzeiten verwendet.

Die Gattung ist außerdem eine Nahrungsquelle. Früchte wie Kirschen, Sauerkirschen, Aprikosen und Pflaumen sind beliebtes Obst, das frisch gegessen oder zu Marmelade, Kompott und anderen Erzeugnissen verarbeitet wird. Öl aus Aprikosenkernen findet in der Kosmetik- und Pharmaindustrie Verwendung.

Geschichtliche und heilkundliche Bedeutung

Die Gattung hat auch eine reiche Geschichte in der traditionellen Heilkunde. Verschiedene Pflanzenteile — Blüten, Blätter und Früchte — wurden früher dafür genutzt. Ein Auszug aus den Blüten galt traditionell als beruhigend.

Symbolik und Bedeutung der Traubenkirsche

Die Traubenkirsche hat in verschiedenen Kulturen eine unterschiedliche Symbolik. Ihre Blüten werden oft mit dem Beginn des Frühlings und der Erneuerung des Lebens verbunden. In der japanischen Kultur wird die Sakura — die Zierkirsche, eine weitere Art derselben Gattung Prunus — als Sinnbild für die Kürze des Lebens und die Schönheit der Blüte gefeiert, beim Hanami-Fest.

Traubenkirsche als Baum oder Strauch? Größe, Wuchs und Platz im Garten

Die Gewöhnliche Traubenkirsche wächst je nach Standort auf beide Arten. In der freien Landschaft und auf feuchterem Boden wird aus ihr ein Baum mit einem Stamm von acht bis fünfzehn Metern Höhe, an einem trockeneren und helleren Platz oder nach einem Rückschnitt ein breiter Strauch mit mehreren Stämmchen. Entscheidend ist vor allem, ob Sie ihr einen Haupttrieb lassen oder sie von unten austreiben lassen.

  • Wuchsgeschwindigkeit: Sie gehört zu den schnell wachsenden Gehölzen — in der Jugend legt sie über einen halben Meter im Jahr zu, ein geschlossener Bestand entsteht also in wenigen Saisons.
  • Wurzeln: flach und weit streichend, mit Neigung zu Wurzelbrut. Pflanzen Sie sie nicht dicht an Pflaster oder an Fundamente.
  • Platz: eine feuchtere Ecke des Gartens, ein Teichufer oder der Rand des Grundstücks. Im Schatten blüht sie merklich schwächer.
  • Abstand: als Solitär mindestens fünf Meter zu den Nachbarbäumen, in einer frei wachsenden Hecke genügen zwei Meter.

Wenn Sie ein kleineres Gehölz für denselben Standorttyp suchen, schauen Sie sich die Felsenbirne, den Schneeball oder die Schlehe an; das allgemeine Vorgehen beim Pflanzen fasst der Artikel über das Pflanzen von Bäumen zusammen.

Traubenkirsche pflanzen und pflegen: Standort, Pflanzung, Schnitt und Düngung

Der Anbau der Traubenkirsche lohnt sich, wenn Sie ein paar wichtige Punkte beachten. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen zu einem gesunden Wuchs und zu einem reichen Behang.

  1. Standortwahl:

    • Die Traubenkirsche bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der ihr genug Licht für Wuchs und Blüte gibt.
  2. Boden:

    • Pflanzen Sie die Traubenkirsche bevorzugt in einen gut durchlässigen Boden, der keine Staunässe hält.
    • Der Boden sollte einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert haben.
  3. Pflanzung:

    • Setzen Sie die Traubenkirsche im Herbst oder im Frühjahr, wenn der Boden ausreichend feucht ist.
    • Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwas größer ist als der Wurzelballen, und füllen Sie es mit gut verrottetem Kompost gemischt wieder auf.
  4. Gießen:

    • Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen wichtig, damit die Wurzeln gut anwachsen.
    • Ältere Pflanzen kommen mit Trockenheit meist zurecht, in längeren Trockenperioden sollten sie aber durchdringend gegossen werden.
  5. Düngung:

    • Düngen Sie die Traubenkirsche im Frühjahr und am Ende des Sommers.
    • Verwenden Sie einen ausgewogenen, nährstoffreichen Dünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium.
  6. Schnitt:

    • Ein regelmäßiger Schnitt erhält Form und Gesundheit der Pflanze.
    • Das Auslichten alter oder kranker Äste verbessert den Luft- und Lichtdurchlass in der Krone.
  7. Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten:

    • Schauen Sie die Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten durch.
    • Befallene Triebe schneiden Sie heraus, entfernen Sie das Falllaub und sorgen Sie für einen luftigen Stand — eine kräftige, gut mit Nährstoffen versorgte Pflanze steckt Störungen leichter weg.
  8. Fruchtertrag:

    • Wenn Sie eine Traubenkirsche mit nutzbaren Früchten anbauen, richten Sie den Erntezeitpunkt nach Sorte und Reifegrad.
  9. Winterschutz:

    • Junge Traubenkirschen brauchen in rauen Lagen unter Umständen einen Winterschutz. Häufeln Sie Erde an oder decken Sie sie mit geeignetem Wintervlies ab.

Der Schnitt der Traubenkirsche gelingt am besten gleich nach der Blüte, solange der Baum noch im Wachstum ist — im Herbst und Winter trocknen die Wunden nur langsam ab. Technik und Zeitpunkt behandelt ausführlicher der Ratgeber zum Baumschnitt.

Gewöhnliche Traubenkirsche — Prunus padus: Beschreibung, Früchte und Vorkommen

Detail eines weißen, traubigen Blütenstands der Gewöhnlichen Traubenkirsche

Die Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus), im Englischen bird cherry genannt, ist ein anmutiger Baum oder Strauch, den man häufig an Waldrändern, in feuchten Lagen und entlang von Gewässern findet. Diese Art ist einer von vielen Vertretern der Gattung Prunus und hat ihre eigenen Merkmale und ihre Bedeutung für Natur, Kultur und Ökologie.

Aussehen und Merkmale

Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist ein Baum oder Strauch von bis zu etwa 10 Metern Höhe. Sie hat auffällig wechselständige Blätter mit gesägtem Rand und dunkelgrüner Farbe. Im Frühjahr blüht sie reich mit weißen bis cremefarbenen Blüten, die in aufrechten Blütenständen stehen. Diese Blüten sind eine wichtige Nektarquelle, vor allem für Bienen und Schmetterlinge.

Achtung beim Namen: Die wörtliche Übersetzung des englischen bird cherry führt in die Irre und wird mit der Vogelkirsche (Prunus avium) verwechselt, die eine andere Art ist. Im Deutschen heißt sie Gewöhnliche oder Gemeine Traubenkirsche, regional auch Ahlkirsche oder Sumpfkirsche — der Name kommt von den traubigen Blütenständen, an denen man sie von den Kirschen auf den ersten Blick unterscheidet.

Die Früchte der Gewöhnlichen Traubenkirsche sind dunkle bis schwarzviolette Steinfrüchtchen und eine beliebte Nahrung für Vögel — daher der englische Name bird cherry. Das Fruchtfleisch ist essbar, aber ziemlich sauer und wird von Menschen deshalb nicht so häufig gegessen.

Ökologische Bedeutung

Die Gewöhnliche Traubenkirsche spielt in den Ökosystemen eine wichtige Rolle. Ihre Blüten liefern Nektar für Bestäuber und tragen damit zur Bestäubung verschiedener Pflanzen bei. Die Früchte sind Nahrung für viele Vögel, darunter Drosseln, Stare und Amseln. Diese Vögel verbreiten die Samen wiederum in neue Gebiete und helfen so bei ihrer Ausbreitung.

Nutzung und Symbolik

Die Gewöhnliche Traubenkirsche hat nicht nur ökologische, sondern auch kulturelle und historische Bedeutung. Früher wurden ihre Früchte in der traditionellen Heilkunde verwendet. In manchen Kulturen wurden ihre Blüten mit Fruchtbarkeit und Erneuerung verbunden.

Schutz und Pflege

Die Gewöhnliche Traubenkirsche lässt sich gut in die Pflege des Gartens oder des öffentlichen Grüns einbeziehen. Sie eignet sich für feuchte, zugleich gut durchlässige Böden und kann als attraktives Ziergehölz dienen. Beim Anbau kommt es auf die richtigen Bedingungen und die passende Pflege an, damit sich die Pflanze voll entwickeln kann.

Früchte der Traubenkirsche: Sind sie essbar und was macht man daraus?

Die häufigste Frage rund um die Traubenkirsche lautet, ob man ihre Früchte essen kann. Die Antwort hängt von der Art ab — und bei einer davon ist sie entscheidend.

  • Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus): Die kleinen schwarzen Steinfrüchtchen von Erbsengröße reifen im August. Das Fruchtfleisch ist essbar, aber stark zusammenziehend und säuerlich, roh isst man sie deshalb eher zum Probieren. Die Kerne werden nicht zerbissen — wie bei allen anderen Steinobstarten enthalten sie cyanogene Verbindungen.
  • Virginische Traubenkirsche (Prunus virginiana): englisch chokecherry, also „Würgekirsche“. Roh ist sie genauso zusammenziehend wie die vorige, gekocht und passiert gehört sie aber zu den traditionellen Zutaten der nordamerikanischen Küche.
  • Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina): die süßeste der ganzen Gruppe, in Amerika macht man daraus Gelee und Wein.
  • 🚨 Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): Früchte und Blätter sind giftig und gehören überhaupt nicht in die Küche. Ausführlich gehen wir weiter unten auf ihn ein.

Was aus der Traubenkirsche gemacht wird

Der herbe Geschmack der Früchte verliert sich beim Kochen und mit Zucker, deshalb wird die Traubenkirsche fast immer erhitzt verarbeitet:

  • Marmelade und Gelee — die Früchte werden mit etwas Wasser gekocht und durch ein Sieb passiert, damit keine Kerne in der Masse bleiben.
  • Sirup und Likör — in Osteuropa ein Klassiker; Traubenkirschsirup hat eine dunkel rubinrote Farbe.
  • Getrocknete und gemahlene Früchte — in Russland und Skandinavien mahlt man daraus Mehl fürs Backen.
  • Blütenaufguss — er wird in der Vollblüte gesammelt, traditionell zur Beruhigung.
  • Bienenweide — die Traubenkirsche blüht früh, wenn es sonst wenige Nektarquellen gibt, und ist für Imker deshalb auch ohne Ernte wertvoll.

Beim Sammeln gilt eine einzige Regel: Nehmen Sie nur voll ausgereifte, dunkle Früchte. Unreife sind hart, bitter und schlechter verdaulich.

Kirschlorbeer — Prunus laurocerasus: immergrüner Strauch für die Hecke

Kirschlorbeer-Hecke mit glänzenden ledrigen Blättern und gelb-orangem Neuaustrieb

Der Kirschlorbeer, botanisch Prunus laurocerasus, ist ein sehr beliebter immergrüner Strauch oder niedriger Baum, den man vor allem in Gärten, Parks und im öffentlichen Grün findet. Er ist vielseitig einsetzbar, bildet ein dichtes, attraktives Grün und lässt sich auf viele Arten verwenden. Lesen Sie mehr über diese schöne Pflanze und ihre Bedeutung.

Aussehen und Merkmale

Der Kirschlorbeer ist ein immergrünes Gehölz mit glänzenden, dunkelgrünen Blättern. Sie sind ledrig, glänzend und ähneln den Blättern des Lorbeers — daher sein Name. Die Blüten sind klein, weiß und stehen in aufrechten Trauben. Die Früchte sind runde, dunkle Beeren, die für den Menschen ungenießbar sind, für Vögel aber eine beliebte Nahrung darstellen.

Verwendung in Garten und Landschaft

Wegen seiner Vielseitigkeit ist der Kirschlorbeer bei Gärtnern und Landschaftsplanern beliebt. Er bildet dichte, kompakte Sträucher oder niedrige Bäume, die sich ideal für Hecken, grüne Wände oder für Solitärpflanzungen eignen. Dank des immergrünen Laubs ist er das ganze Jahr über attraktiv.

In Gärtnereien und Onlineshops begegnet er Ihnen fast immer unter dem Namen Kirschlorbeer, gelegentlich auch als Lorbeerkirsche — es ist dieselbe Pflanze. Der Sortenwahl für die Hecke, dem Schnitt und der Pflege widmen wir eigene Artikel.

Verwendung als Hecke und Sichtschutz

Dank seines dichten, kompakten Wuchses wird der Kirschlorbeer oft für Hecken und grüne Abgrenzungen verwendet. Solche Hecken sind nicht nur ein gestalterisches Element in der Landschaft, sondern dienen auch als Abgrenzung und als Sichtschutz.

Robustheit und Pflege

Der Kirschlorbeer ist dafür bekannt, mit unterschiedlichen Bedingungen zurechtzukommen, auch mit Schatten und Trockenheit, und ist deshalb für viele Standorte geeignet. Er sollte aber an einem Platz mit gutem, gut durchlässigem Boden stehen. Wichtig ist, den Wuchs im Auge zu behalten und rechtzeitig zu schneiden, damit Form und Größe erhalten bleiben.

Reizende Blätter und giftige Früchte

Man sollte wissen, dass die Blätter des Kirschlorbeers Stoffe enthalten, die Haut und Schleimhäute reizen können — beim Arbeiten mit der Pflanze sind Handschuhe und lange Kleidung sinnvoll. Die Früchte sind für den Menschen giftig, Kinder und Tiere sollten deshalb keinen Zugang zu ihnen haben.

Fazit

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) wird für sein immergrünes Laub, seinen dichten Wuchs und seine vielseitige Verwendung in Garten und Landschaft geschätzt. Dass er sich zu Hecken ziehen lässt und ganzjährig gut aussieht, schätzen Gärtner wie Landschaftsplaner. Trotz einiger giftiger Pflanzenteile ist er bei richtigem Umgang eine ausgezeichnete Bereicherung für viele Außenbereiche.

Spätblühende Traubenkirsche — Prunus serotina: invasive Art aus Nordamerika

Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) mit glänzenden Blättern und dunklen reifen Früchten

Die Spätblühende Traubenkirsche, botanisch Prunus serotina und auch Späte oder Amerikanische Traubenkirsche genannt, ist ein Baum oder Strauch aus Nordamerika. Kennzeichnend für sie sind die dunklen Früchte, die charakteristische Rinde und der schnelle Wuchs. Bedeutung hat sie nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern auch wegen ihrer umstrittenen Rolle in verschiedenen Ökosystemen.

Aussehen und Merkmale

Die Spätblühende Traubenkirsche hat glänzende Blätter mit gesägtem Rand und dunkelgrüner Farbe. Die Blüten stehen in kurzen Blütenständen und sind weiß bis cremefarben. Die Früchte sind kleine, kugelige Beeren, anfangs rot und später dunkel ausgereift. Die dunklen reifen Früchte sind eine beliebte Nahrung für Vögel und andere Tiere.

Invasive Art und Kontroverse

In manchen Regionen, in die sie eingeschleppt wurde, ist die Spätblühende Traubenkirsche zu einem umstrittenen Thema geworden. In Teilen Europas gilt sie als invasive Art, das heißt, sie verdrängt heimische Pflanzenarten und stört die Ökosysteme. Ihr schneller Wuchs und der reiche Fruchtansatz führen dazu, dass sie sich in neue Gebiete ausbreitet, wo sie sich negativ auf die Artenvielfalt auswirken kann.

Verwendung in Tischlerei und Möbelbau

Das Holz der Spätblühenden Traubenkirsche hat eine attraktive braune Farbe und eine feine Textur, was es zu einem beliebten Material für Tischlerei und Möbelbau macht. Es wird für Möbel, Böden, Verkleidungen und andere Holzerzeugnisse verwendet.

Schaden für die Ökosysteme

Die Spätblühende Traubenkirsche ist dafür bekannt, dichte Bestände zu bilden, die das Wachstum anderer Pflanzen unterdrücken können. Das kann sich negativ auf die heimische Vegetation und die Umwelt an den Orten auswirken, an denen sie eine invasive Art ist.

Fazit

Die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) ist eine interessante Art, die ästhetischen Wert mit ernsten ökologischen Fragen verbindet. Ihre Eigenschaften, darunter der schnelle Wuchs und der reiche Fruchtansatz, können sich vielschichtig auf die örtlichen Ökosysteme auswirken. Es ist wichtig, alle Faktoren und Herangehensweisen im Umgang mit dieser Art abzuwägen, um ihre negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt zu begrenzen und das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.

Virginische Traubenkirsche — Prunus virginiana

Virginische Traubenkirsche (Prunus virginiana) mit cremeweißen, walzenförmigen Blütentrauben an einem beblätterten Zweig

Die Virginische Traubenkirsche, botanisch Prunus virginiana, ist ein anmutiger Baum oder Strauch aus Nordamerika. Bekannt ist diese Art für ihre attraktiven Blüten und Früchte, die in der Natur eine wichtige Rolle spielen und für die Ureinwohner des Kontinents historische Bedeutung hatten.

Aussehen und Merkmale

Die Virginische Traubenkirsche ist ein Baum oder Strauch, der meist fünf bis fünfzehn Meter hoch wird, mit ovalen, am Rand gesägten Blättern. Die Blüten sind weiß, oft mit einem rosa Hauch, und bilden prachtvolle Blütenstände, die im Frühjahr und Sommer die Landschaft schmücken. Die Früchte sind runde, rote bis dunkelviolette Beeren und eine beliebte Nahrung für Vögel und andere Tiere.

Ökologische Bedeutung

Die Virginische Traubenkirsche hat in der Natur eine wichtige ökologische Bedeutung. Sie ist eine Pflanze, die sich schnell ausbreitet und neue Flächen besiedelt. Ihre Blüten ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an, und die Früchte sind Nahrung für viele Vögel und Säugetiere.

Geschichte und Bedeutung für die Kulturen

Für die Ureinwohner Nordamerikas spielte die Virginische Traubenkirsche historisch eine wichtige Rolle. Die Früchte waren Teil der traditionellen Ernährung und wurden auch in der Heilkunde genutzt. Manche Stämme verwendeten sie bei verschiedenen Beschwerden, unter anderem bei Verdauungsproblemen und Schmerzen.

Verwendung in Landschaftsbau und Garten

Dank ihrer schönen Blüten und der attraktiven Früchte ist die Virginische Traubenkirsche bei Landschaftsplanern und Gärtnern beliebt. Sie wird häufig in öffentlichen Parks und Gärten gepflanzt, für ihren ästhetischen Wert und ihren ökologischen Nutzen.

Fazit

Die Virginische Traubenkirsche (Prunus virginiana) ist eine bemerkenswerte Baum- und Strauchart, die Schönheit und ökologischen Nutzen in die Landschaft Nordamerikas bringt. Ihre Blüten und Früchte haben nicht nur ästhetischen, sondern auch historischen und ökologischen Wert. Als wichtiger Teil des örtlichen Ökosystems und des Erbes der indigenen Kulturen verdient sie unsere Aufmerksamkeit und ihren Schutz.

Blüte der Traubenkirsche: Aufbau der Blüte und Blütezeit

Die Gewöhnliche Traubenkirsche blüht Ende April und im Mai, meist noch vor den meisten Obstbäumen, und die Blüte hält rund zwei Wochen an. Erkennen können Sie sie an den überhängenden, traubigen Blütenständen und am ausgeprägten, süßlich-mandeligen Duft, den man auf mehrere Meter wahrnimmt.

Weiße Prunus-Blüten mit Staubblättern und Narbe aus der Nähe an einem Frühlingszweig

Die Blüte der Traubenkirsche (Prunus) ist eine komplexe Struktur, die die Fortpflanzungsorgane der Pflanze trägt. Die Traubenkirsche gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und hat eine typische Blüte aus mehreren wesentlichen Teilen:

  1. Kelch: Der Kelch ist die äußere, meist grün gefärbte Hülle der Blüte und besteht aus mehreren Kelchblättern. Bei der Traubenkirsche sind die Kelchblätter klein und unscheinbar.

  2. Krone: Die Krone ist der Teil der Blüte mit den farbigen Kronblättern; ihre Aufgabe ist es, Bestäuber wie Bienen oder Schmetterlinge anzulocken. Bei der Traubenkirsche sind es weiße, rosa oder rote Kronblätter, die die Blütenhülle bilden.

  3. Staubblätter: Die Staubblätter sind die männlichen Fortpflanzungsorgane der Blüte. Es sind dünne Stiele mit Staubbeuteln an der Spitze, die den Pollen enthalten. Sie sind die wichtigste Pollenquelle, die Bestäuber sammeln und auf andere Blüten übertragen.

  4. Narbe und Fruchtknoten: Narbe und Fruchtknoten sind die weiblichen Fortpflanzungsorgane der Blüte. Die Narbe sitzt im oberen Teil der Blüte und nimmt den Pollen der Bestäuber auf. Der Fruchtknoten ist der untere Teil der Blüte, er enthält die Samenanlagen und entwickelt sich später zur Frucht.

Bei der Traubenkirsche stehen die Blüten in einem Blütenstand, einer Traube, in der die Blüten entlang der Achse aufgereiht sind. Der Blütenstand kann sehr reich sein und bietet während der Frühjahrsblüte einen prächtigen Anblick.

Sträucher und Bäume düngen: So düngen Sie die Traubenkirsche

Die Traubenkirsche ist ein anspruchsloses Gehölz und kommt im freien Boden allein zurecht. Eine Düngung lohnt sich vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung, bei Bäumen im Rasen, wo ihr das Gras Nährstoffe wegnimmt, und bei Sorten, die auf reiche Blüte gezogen werden. DÜNGEE ist ein granulierter organischer Dünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt und deshalb die ganze Saison über wirkt.

  • Sie können DÜNGEE rund um den Stamm bis zur Breite der Krone ausstreuen. Streuen Sie so, dass keine dicke Schicht entsteht, sondern nur ein feiner Belag.
  • Für Bäume und Sträucher mit Laub eignet sich die Blattgabe hervorragend. Rühren Sie einen Teelöffel DÜNGEE in 1 l Wasser ein und sieben Sie die Lösung ab.

Der Zeitpunkt richtet sich nach dem, was weiter oben im Artikel steht: im Frühjahr vor dem Austrieb und ein zweites Mal am Ende des Sommers. Die genauen Mengen für die einzelnen Arten finden Sie auf der Seite Dosierung, über Zusammensetzung und Wirkprinzip schreiben wir beim Universaldünger. Das Vorgehen für die ganze Gehölzgruppe fasst der Artikel über Laubgehölze zusammen.

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Bei einem ausgewachsenen Baum reicht eine Packung für mehrere Saisons. Das gesamte Sortiment finden Sie im DÜNGEE-Katalog.

Häufige Fragen zur Traubenkirsche

Sind die Früchte der Traubenkirsche essbar?

Bei der Gewöhnlichen Traubenkirsche ja — das Fruchtfleisch ist essbar, aber stark zusammenziehend und säuerlich, deshalb verarbeitet man die Früchte erhitzt zu Marmelade, Sirup oder Likör. Die Kerne werden nicht zerbissen. Beim Kirschlorbeer sind Früchte und Blätter giftig und gehören nicht in die Küche.

Ist die Traubenkirsche giftig?

Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist keine Giftpflanze, nur ihre Kerne enthalten — wie bei allen anderen Steinobstarten — cyanogene Verbindungen, sie sollten also weder zerkleinert noch geschluckt werden. Anders ist es beim Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): Seine Blätter reizen Haut und Schleimhäute und die Früchte sind für den Menschen giftig.

Wann blüht die Traubenkirsche?

Die Gewöhnliche Traubenkirsche blüht Ende April und im Mai, etwa zwei Wochen lang, und gehört zu den ersten weiß blühenden Bäumen in der Landschaft. Die Spätblühende Traubenkirsche blüht erst einige Wochen später — daher ihr Name.

Was ist der Unterschied zwischen Traubenkirsche und Kirschlorbeer?

Der Kirschlorbeer ist eine eigene Art derselben Gattung — Prunus laurocerasus, auch Lorbeerkirsche genannt. Anders als die Gewöhnliche Traubenkirsche ist er immergrün, hat feste, ledrige Blätter und wird vor allem für Hecken verwendet.

Ist die Traubenkirsche ein Baum oder ein Strauch?

Beides. In der freien Landschaft und auf feuchtem Boden wird aus ihr ein Baum von acht bis fünfzehn Metern Höhe, nach einem Rückschnitt oder an einem trockeneren Standort wächst sie als breiter, mehrstämmiger Strauch.

Warum gilt die Spätblühende Traubenkirsche als invasive Art?

Sie wächst schnell, fruchtet reich, und Vögel verbreiten ihre Samen in die Umgebung. Sie bildet dichte Bestände, die das Wachstum heimischer Pflanzen unterdrücken — deshalb wird sie in Mitteleuropa für neue Pflanzungen nicht empfohlen.

Wie düngt man die Traubenkirsche?

Zweimal im Jahr — im Frühjahr vor dem Austrieb und am Ende des Sommers. Streuen Sie DÜNGEE rund um den Stamm bis zur Breite der Krone, oder verwenden Sie den Auszug (ein Teelöffel auf einen Liter Wasser) als Blattgabe.