Schlehe
Schlehen (Prunus spinosa) ernten und verarbeiten: Schlehenlikör, Schlehenmarmelade und Schlehenwein selbst gemacht. Dazu Standort, Schnitt und die Schlehe als Hecke.
Die Schlehe – eine reizvolle Obstpflanze mit vielen Gesichtern

Prunus ist eine artenreiche Pflanzengattung mit vielen Arten, die für ihre Früchte, ihre Zierblüten und ihr Laub geschätzt werden. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird vom Menschen weltweit seit Langem genutzt. Arten der Gattung Prunus sind in Nordamerika, Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Manche von ihnen sind beliebte Obstbäume und -sträucher geworden, andere gelten außerhalb ihrer Heimat als invasive Arten in den neuen Ökosystemen.
Am bekanntesten sind diese Pflanzen für ihre Früchte – kleine, runde Steinfrüchte in Farbtönen von Rot über Blau bis fast Schwarz. Die Früchte sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, was sie für Menschen wie für Tiere attraktiv macht. Aus ihnen werden häufig Marmeladen, Konfitüren, Kompotte und weitere Leckereien zubereitet. Sie sind außerdem eine beliebte Nahrungsquelle für viele Vogel- und Säugetierarten, was der Verbreitung der Samen in der Natur hilft.
Die Gattung Prunus umfasst viele Arten mit eigenen Merkmalen und eigener Verwendung. Zu den bekanntesten gehören:
Schlehe (Prunus spinosa): Diese Art ist in Mittel- und Westeuropa verbreitet. Bekannt ist sie für ihre spitzen Dornen und ihr sehr hartes Holz, das traditionell für Werkzeuge und Griffe verwendet wurde. Die Früchte des Schlehdorns dienen der Herstellung von Likören, Wein, Marmeladen und Sirupen.
Steinweichsel (Prunus mahaleb): Diese Art stammt aus Südeuropa und Südwestasien. Bekannt ist sie für ihre kleinen Steinfrüchte, die zur Reife hin schwarz werden und bitter schmecken. Der Extrakt aus den Samenkernen (Mahlab) wird zum Aromatisieren von Speisen und Likören verwendet.
Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus): Diese Art ist in Europa und Asien heimisch. Sie trägt cremeweiße Blüten in hängenden Trauben und blauschwarze Früchte. Die Früchte sind leicht giftig, Vögel fressen sie jedoch problemlos. Auch die Traubenkirsche hat Bedeutung in der traditionellen Heilkunde.
Kulturpflaume (Prunus domestica): Die Kulturpflaume ist eine Hybride, die im Raum Kaukasus und Kleinasien wahrscheinlich aus Schlehe und Kirschpflaume entstanden ist. Sie ist ein beliebter Obstbaum, bekannt für ihre süßen Früchte, die roh gegessen oder zu allerlei Köstlichkeiten verarbeitet werden.
Zierwert
Diese Gehölze gelten wegen ihrer schönen Blüten und ihres Laubs auch als attraktive Gartenpflanzen. Manche Arten haben stark duftende Blüten, die bei Bienen und anderen Bestäubern beliebt sind. In Gärten werden sie als Solitärbäume oder in Hecken gepflanzt – für den ästhetischen Wert und als Nahrungsquelle für Tiere.
Invasive Arten
So beliebt diese Gehölze für ihre Früchte und ihren Zierwert sind: Einige Arten sind außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets invasiv geworden. Sie neigen dazu, sich rasch auszubreiten und dichte Bestände zu bilden, die heimische Pflanzen verdrängen und die Artenvielfalt der Ökosysteme gefährden können.
Schlehe anbauen – Standort, Düngung, Schnitt und Ernte

Der Anbau der Schlehe (Prunus spinosa) ist verhältnismäßig einfach, denn sie ist robust und passt sich unterschiedlichen Bedingungen an. Die Schlehe ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum, beliebt für ihre schönen Blüten, ihren markanten Wuchs und ihre schmackhaften Früchte. Hier die wichtigsten Schritte und Tipps für einen erfolgreichen Anbau:
1. Standortwahl: Die Schlehe ist sehr anspruchslos, am besten gedeiht sie jedoch an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie kommt mit verschiedenen Bodentypen zurecht, bevorzugt aber mäßig feuchte und gut durchlässige Erde.
2. Pflanzung: Gepflanzt wird die Schlehe üblicherweise im Herbst oder im Frühjahr, wenn der Boden ausreichend feucht ist. Wählen Sie gesunde Jungpflanzen mit gut entwickelten Wurzeln. Heben Sie das Pflanzloch großzügig aus, damit die Wurzeln Platz zum Wachsen haben – mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen. Nach dem Pflanzen gründlich wässern.
3. Gießen: Die Schlehe ist trockenheitsverträglich, in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung sollten Sie sie jedoch regelmäßig gießen, besonders in heißen und trockenen Phasen.
4. Düngung: Die Schlehe braucht nicht viel Dünger, im Frühjahr lohnt es sich jedoch, Nährstoffe im Boden zu ergänzen, um Wachstum und Entwicklung zu unterstützen.
5. Schnitt: Geschnitten wird die Schlehe üblicherweise nach der Blüte. Das hilft, ihre Form zu halten, und fördert die Bildung von Blütenknospen für das kommende Jahr. Entfernen Sie trockene und beschädigte Zweige, damit die Luft besser um die Pflanze zirkuliert.
6. Krankheiten und Schädlinge: Die Schlehe ist für Krankheiten und Schädlinge meist wenig anfällig, befallen werden kann sie jedoch von der Monilia-Spitzendürre sowie – als Viruserkrankung – von der Scharka-Krankheit. Wenn Sie Anzeichen eines Befalls bemerken, entfernen Sie die betroffenen Pflanzenteile und achten Sie darauf, dass der Boden ringsum nicht zu nass ist.
7. Ernte: Die Schlehenfrüchte reifen im Herbst, meist im September und Oktober. Ernten Sie sie, wenn sie reif, dunkelblau bis schwarz sind und sich leicht vom Zweig lösen. Nach den ersten Frösten verlieren sie einen Teil ihrer Herbheit.
Denken Sie daran, dass die Schlehe strauchig wächst – Sie können sie also auch als Hecke oder als Solitärgehölz im Garten ziehen. Wegen ihrer Eigenschaften und des unkomplizierten Anbaus ist die Schlehe eine beliebte Pflanze, die Ihren Garten schmückt und schmackhafte Früchte für vielerlei kulinarische Zwecke liefert.
Die Schlehe – Prunus spinosa
Der Schlehdorn (Prunus spinosa) ist eine faszinierende Art mit einer langen Geschichte der Nutzung in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen. Die Pflanze gilt in Europa als heimisch und reicht bis nach Westasien. Dank ihrer charakteristischen Eigenschaften und ihrer besonderen Früchte wurde sie zu einem festen Bestandteil der Landschaftsgestaltung, der Ernährung und der traditionellen Heilkunde.
Der Schlehdorn ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum und erreicht Höhen bis etwa 4 Meter. Er bildet eine dichte, stark verzweigte Krone mit ausgeprägten Dornen, was ihm seinen wehrhaften Charakter verleiht. Die Blätter sind oval mit gesägtem Rand und nehmen im Herbst schöne Gelb-, Orange- bis Rottöne an. Die Blüten sind weiß, einfach und öffnen sich zeitig im Frühjahr noch vor dem Blattaustrieb. Für Bienen und andere Bestäuber sind sie sehr wertvoll, denn diese erwachen zu dieser Zeit aus der langen Winterruhe.
Die Früchte des Schlehdorns sind rund und dunkelblau bis schwarz. Sie sind verhältnismäßig klein und schmecken herb, was bei der Zubereitung vielerlei Delikatessen jedoch sehr geschätzt wird. Schlehen sind reich an Vitamin C und K, Ballaststoffen und weiteren Nährstoffen und damit ein attraktiver Rohstoff für Marmeladen, Konfitüren, Kompotte, Sirupe und traditionelle Liköre. Geerntet werden kann im Herbst, wobei die Früchte leicht bitter schmecken können – das lässt sich bei der Zubereitung mit ein paar Kniffen leicht ausgleichen.
Dank ihres kompakten Wuchses und der attraktiven Blüten und Blätter wird die Schlehe in Gärten häufig als Zierpflanze gepflanzt. Sie eignet sich für Hecken oder dient als Solitärgehölz in verschiedenen Gartenecken. Ihre Dornen setzen einen reizvollen Struktur-Akzent, mit dem sich der Garten beleben lässt.
Der Schlehdorn hat eine lange Tradition in der Volksheilkunde. Heute werden die Früchte vor allem in der Küche verwendet – sie enthalten Gerbstoffe, die ihnen den herben Geschmack geben, den die ersten Fröste mildern.
Früher rankten sich um den Schlehdorn zahlreiche Sagen und Aberglauben. Weil er sehr zeitig im Frühjahr blüht, galt er als Symbol für Neubeginn und Erneuerung. Er wurde außerdem mit Schutz und Entschlossenheit verbunden, was seinem dornigen Wesen entspricht.

Steinweichsel – Prunus mahaleb

Die Steinweichsel, wissenschaftlich Prunus mahaleb und auch Felsenkirsche genannt, ist ein kleiner Baum oder Strauch aus der Gattung Prunus, Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Pflanze ist in Südosteuropa und Südwestasien heimisch, wurde aber auch in anderen Teilen der Welt eingeführt und ist dort eingebürgert. Die Steinweichsel hat eine lange Nutzungsgeschichte in verschiedenen Bereichen, vor allem in der Lebensmittelherstellung und in der Holzverarbeitung.
Die Steinweichsel ist ein laubabwerfender Baum oder Strauch und wird meist 4 bis 8 Meter hoch. Sie hat eine glatte graue Rinde und kleine ovale Blätter, die oberseits glänzen und unterseits heller sind. Die Blüten der Steinweichsel sind weiß und stehen in reichen Blütenständen, die im Frühjahr erscheinen. Die Früchte sind kleine, runde Steinfrüchte, die bei der Reife von Rot nach fast Schwarz umfärben und einen eigenen Duft und Geschmack haben.
Geschätzt wird die Steinweichsel vor allem für ihre Früchte, die in der Küche verwendet werden. Die gemahlenen Samenkerne (das Gewürz Mahlab) haben ein feines, aromatisches Aroma, das mitunter als mandelartig mit einem Hauch von Sauerkirsche beschrieben wird. Die Steinweichsel ist in der traditionellen Küche einiger Länder des Nahen Ostens und Südosteuropas beliebt. Verwendet wird sie vor allem in Gebäck, Kuchen, Desserts, Konfitüren und Likören, um ihnen einen unverwechselbaren Geschmack und Duft zu geben.
Das Holz der Steinweichsel ist hart, schwer und feinfaserig, was es für die Holzverarbeitung attraktiv macht. Genutzt wurde es für kleine Holzgegenstände, Messergriffe, aber auch für Musikinstrumente wie Flöten und Dudelsäcke. Ein weiteres wichtiges Erzeugnis ist das Öl aus den Kernen, das kräftig nach Bittermandeln schmeckt und vor allem in der traditionellen Heilkunde und in der Aromatherapie verwendet wird. Die Steinweichsel hat in einigen Kulturen eine lange Tradition in der Volksheilkunde. Verwendet wurden dabei das Kernöl und der Blütenextrakt.
So beliebt Früchte und Extrakte der Steinweichsel wegen ihres Geschmacks auch sind – es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass einzelne Pflanzenteile Stoffe mit potenziell toxischer Wirkung enthalten können. Der Verzehr der Früchte und die Anwendung von Extrakten sollten deshalb mit Vorsicht und im Einklang mit fachlichen Empfehlungen erfolgen.
Schlehe und Steinweichsel als Unterlagen, Vermehrung aus Samen
Steinweichsel als Unterlage. Sämlinge der Steinweichsel werden vor allem als Unterlage für Sauerkirschen verwendet. Sie eignen sich für trockene, sandige, steinige und kalkhaltige Böden, auf denen Sauer- und Süßkirschen auf Vogelkirschsämling leiden würden. Bäume auf Steinweichsel bleiben kleiner. Mit vielen Süßkirschsorten verwächst die Steinweichsel aber schlecht, deshalb wird sie für Süßkirschen seltener verwendet.
Schlehe als Unterlage. Schlehensämlinge wirken stark wuchshemmend. Früher wurden sie als Unterlage für die kleinsten Aprikosenformen erprobt, heute werden sie in Baumschulen üblicherweise nicht angeboten. Für Aprikosen und Pflaumen verwendet man stattdessen die Unterlagen Myrobalane, St. Julien A oder die schwach wachsende WaVit, siehe Obstbaum-Unterlagen.
Wurzelausläufer. Die Schlehe bildet viele Ausläufer und aus den Wurzeln einen dichten Bestand. Begrenzen Sie ihren Platz im Garten deshalb mit einer Wurzelsperre oder entfernen Sie die Ausläufer regelmäßig. Im Herbst können Sie sie dagegen ausgraben und an anderer Stelle pflanzen.
Vermehrung aus Samen. Die Steine von Schlehe und Steinweichsel haben eine lange Keimruhe. Trockene Steine, im Frühjahr gesät, keimen erst nach einem Jahr, manche nach zwei. Schneller geht es mit Stratifikation:
- Lassen Sie die vom Fruchtfleisch befreiten Steine etwa 3 Tage in Wasser quellen.
- Mischen Sie 1 Teil Steine mit 3 Teilen feuchtem, gewaschenem Sand.
- Lagern Sie die Mischung kühl bei 4 bis 8 °C, im Keller oder im unteren Teil des Kühlschranks. Alle 10 bis 15 Tage durchmischen und bei Bedarf befeuchten. Sie darf weder austrocknen noch gefrieren.
- Schlehen lassen Sie 150 bis 180 Tage in der Kälte, Steinweichsel 120 bis 150 Tage. Angekeimte Steine sofort etwa 3 cm tief säen.
Einfacher ist es, frische Steine gleich im Herbst nach dem Sammeln ins Beet zu säen, die Stratifikation übernimmt dann der Winter. Decken Sie das Beet mit Drahtgeflecht gegen Mäuse ab. Sämlinge von Steinobst haben ein reiches Wurzelwerk und vertragen das Umpflanzen schlecht, säen Sie sie deshalb direkt dorthin, wo sie wachsen sollen, oder in tiefe Töpfe. Weitere Vermehrungsarten beschreibt der Artikel Veredlung von Obstbäumen.
Schlehen Rezepte – Marmelade, Kuchen und Likör aus Schlehen
Schlehen sind schmackhafte Früchte mit unverwechselbarem Aroma, das Sie in verschiedenen Rezepten nutzen können. Hier ein paar interessante und leckere Ideen für Speisen und Getränke mit Schlehen:
Schlehenmarmelade
Zutaten:
- 500 g Schlehen (gewaschen und entsteint)
- 300 g Zucker
- 1 Vanilleschote (optional)
- Saft einer halben Zitrone
Zubereitung: a) Die Schlehen gründlich waschen, von Stielen und Kernen befreien. b) In einem Topf die Schlehen mit Zucker und Zitronensaft mischen. c) Unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze kochen, bis die Schlehen zerfallen und die Masse eindickt (etwa 20–30 Minuten). d) Für eine Vanillenote die Schote aufschlitzen und das Mark in die Marmelade kratzen. e) In sterilisierte Gläser füllen und verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren.
Schlehenkuchen
Zutaten:
- 200 g Schlehen (gewaschen und entsteint)
- 200 g Weizenmehl
- 100 g Butter
- 100 g Zucker
- 2 Eier
- 1 TL Backpulver
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Salz
- Butter zum Einfetten der Form
Zubereitung: a) Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Blech oder Kuchenform mit Butter einfetten. b) In einer Schüssel Butter und Zucker glatt rühren. Eier, Vanillezucker und eine Prise Salz zugeben und verrühren. c) Mehl und Backpulver zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. d) Den Teig in die Form geben und gleichmäßig verstreichen. e) Die vorbereiteten Schlehen auf dem Teig verteilen. f) Im vorgeheizten Ofen 25–30 Minuten backen oder bis der Kuchen goldgelb ist.
Schlehenlikör (Schlehenfeuer)
Zutaten:
- 500 g Schlehen (gewaschen und entsteint)
- 300 g Zucker
- 700 ml Wodka oder ein anderer hochprozentiger Alkohol
- Ein Glas mit Verschluss (z. B. ein Einmachglas)
Zubereitung: a) Die Schlehen ins Glas geben und mit Wodka übergießen. b) Das Glas verschließen und den Ansatz an einem dunklen, kühlen Ort mindestens 2 Wochen, ideal 4–6 Wochen ziehen lassen. c) Danach abseihen und die Fruchtreste entfernen. d) In einem Topf den Zucker unter Rühren in Wasser auflösen, etwas abkühlen lassen und zum Ansatz geben. e) In Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Schlehenwein – Hausrezept Schritt für Schritt

Schlehenwein ist ein wohlschmeckendes, aromatisches alkoholisches Getränk aus Schlehen. Dieses traditionelle Getränk ist in einigen Regionen beliebt, in denen Schlehen häufig vorkommen, und eine der Möglichkeiten, die Früchte dieser Pflanze zu nutzen. Nachfolgend die Grundanleitung, wie Sie Schlehenwein zu Hause herstellen:
Zutaten:
- 1 kg Schlehen (gewaschen und entsteint)
- 1 kg Zucker (oder nach Geschmack)
- 4–5 Liter Wasser
- Weinhefe zum Vergären (optional)
Zubereitung:
Die Schlehen von Stielen und Kernen befreien. Sie können leicht bitter sein – probieren Sie ein paar Früchte, um einzuschätzen, wie viel Zucker Sie für die gewünschte Süße brauchen.
In einem Topf Wasser mit Zucker mischen und aufkochen. Etwa 5 Minuten kochen oder bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
Die vorbereiteten Schlehen in den kochenden Zuckersirup geben und bei mittlerer Hitze etwa 20–30 Minuten kochen. Die Schlehen sollten vollständig weich sein.
Den Topf mit dem Saft vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Sobald der Saft ausreichend abgekühlt ist, füllen Sie ihn in ein großes Glasgefäß, etwa einen Glasballon, und decken das Gefäß mit einem Tuch oder Mull ab.
Lassen Sie das Gefäß mit dem Saft an einem dunklen, kühlen Ort rund 2 Wochen ruhen und gären. Während der Gärung kann sich Schaum bilden – das ist ein normaler Vorgang.
Nach zwei Wochen Gärung den Saft abgießen, um die Schlehen von der Flüssigkeit zu trennen.
Wenn Sie möchten, können Sie dem abgegossenen Saft Weinhefe zusetzen, was die Gärung beschleunigt. Weinhefe bekommen Sie im Fachhandel für Weinbedarf.
Füllen Sie den Saft zurück in den Glasballon oder ein anderes großes Glasgefäß und lassen Sie ihn weitere 1–2 Wochen gären.
Ist die Gärung abgeschlossen, können Sie den Schlehenwein in Flaschen abfüllen, verschließen und kühl lagern.
Schlehenwein hat typischerweise einen fein fruchtigen Geschmack mit einer Schlehennote und lässt sich als Dessertwein oder zu süßen Desserts reichen. Genießen Sie ihn in Maßen und mit Freude!
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Der Schlehe tut im Frühjahr eine Nährstoffgabe im Boden gut. Wie Sie einen Dünger für den ganzen Garten auswählen, erklären wir im Beitrag Universaldünger. Weitere Obstarten für den Garten finden Sie in der Übersicht Obstpflanzen im Garten, die verwandte Traubenkirsche und die Pflaume haben wir in eigenen Beiträgen beschrieben.
