🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Apfelblütenstecher

Interessante Informationen über den Apfelblütenstecher, seine Larven und die von ihm verursachten Schäden. Erfahren Sie, wie Sie ihn durch Leimplatten, Spritzen und Düngen verhindern können.

Inhalt

Apfelblütenstecher – ein Schädling von Apfel-, Birnen- und Quittenbäumen

Apfelblütenstecher - Anthonomus pomorum

( Anthonomus pomorum )

Der Apfelblütenstecher ( Anthonomus pomorum ) ist ein Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer. Seine Larven entwickeln sich in den Knospen von Obstbäumen – vor allem am Apfelbaum, aber auch an Birne, Quitte oder Mispel. Er zählt zu den wichtigsten Obstbaumschädlingen, wobei den größten Schaden die Larven anrichten.

Die ausgewachsenen Käfer sind etwa 3,5–4,5 mm lang. Ihre Flügeldecken sind dunkel braunrot und tragen eine hellere, V-förmige Zeichnung. Wie alle Rüsselkäfer besitzt auch der Apfelblütenstecher einen langen, nach unten gebogenen Rüssel. Die Larven sind nur wenige Millimeter lang, weißlich gelb und beinlos.

Apfelblütenstecher Larve

Apfelblütenstecher Larve

Die Larve des Apfelblütenstechers lebt im Inneren der Knospe und ernährt sich von ihr. Hauptwirtspflanze ist der Apfelbaum, befallen werden aber auch Birne, Quitte und Mispel. Die überwinterten Käfer werden im Frühjahr aktiv, sobald die Temperatur auf mindestens 10 °C steigt, und wandern in die Apfelbäume ein. Zu dieser Zeit haben die Bäume bereits Knospen angesetzt, von denen sich die Käfer ernähren. Die begatteten Weibchen legen anschließend 30 bis 80 Eier einzeln in die noch geschlossenen Blütenknospen.

Die Larven schlüpfen schon nach etwa einer Woche, entwickeln sich in der Knospe und fressen alles, was sie darin finden: Fruchtknoten, Staubblätter und Blütenblätter. Deshalb öffnen sich befallene Blüten nicht mehr, sondern vertrocknen. In den vertrockneten Knospen verpuppen sich die Larven, ab Mitte Mai schlüpft die neue Käfergeneration. Der Apfelblütenstecher bildet nur eine Generation pro Jahr, kann aber trotzdem erheblichen Schaden anrichten. Die jungen Käfer fressen noch eine Weile an den Blättern und ziehen sich im Herbst in den Boden oder unter die Rinde zurück, wo sie überwintern.

Apfelblütenstecher interessante Informationen

Apfelblütenstecher interessante Informationen

Interessant ist: Solange nur wenige Apfelblütenstecher unterwegs sind und der Baum reichlich Blüten angesetzt hat, kann der Käfer im Garten sogar von Nutzen sein – er reguliert den Blütenbehang und damit den Fruchtansatz auf ganz natürliche Weise. Sie müssen die jungen Früchte dann nicht mehr von Hand ausdünnen, damit der Apfelbaum sie alle tragen und versorgen kann.

Überlegen Sie sich eine Spritzung deshalb vor allem im Jahr nach einer großen Ernte oder dann, wenn im Vorjahr auffällig viele Apfelblütenstecher aufgetreten sind.

Schäden durch Apfelblütenstecher

Schäden durch Apfelblütenstecher

Der Apfelblütenstecher schädigt vor allem die Knospen und Blüten. Befallene Blütenknospen entwickeln sich nicht weiter, werden braun und vertrocknen – Früchte können daraus natürlich nicht mehr entstehen. Im Inneren sitzen gelblich weiße Larven mit brauner Kopfkapsel, die sich von Stempel, Staubblättern und den inneren Blütenblättern ernähren.

Sind die Knospen erst einmal befallen, ist ihnen nicht mehr zu helfen. Eine eventuelle Spritzung muss deshalb schon zum Knospenaustrieb erfolgen, also im sogenannten Mäuseohr-Stadium. Ideal ist ein Tag, an dem die Außentemperatur 17 °C erreicht; die Behandlung sollte man wiederholen.

Klebeplatten gegen Apfelblütenstecher

Den Apfelblütenstecher können Sie – wie viele andere Schädlinge auch – mit Klebeplatten in Schach halten. Hängen Sie die Klebeplatten in die befallenen Bäume. Die Käfer bleiben daran kleben und kommen nicht mehr an die Knospen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Käfer auf eine Plane oder Folie abzuschütteln und sie anschließend abzusammeln und zu vernichten. Sie einfach über den Zaun zu tragen, genügt nicht – dann sind sie schnell wieder bei Ihnen. Die natürlichen Gegenspieler der Larven sind übrigens Schlupfwespen.

Spray gegen Apfelblütenstecher

Gegen den Apfelblütenstecher lässt sich auch mit zugelassenen Insektiziden (Calypso 480 SC, Decis Mega, Decis Protech, Karate Zeon 5 CS) vorgehen. Ausgebracht werden müssen sie gleich zu Beginn des Knospenaustriebs, also ab dem sogenannten Mäuseohr-Stadium. Am besten wirkt die Spritzung, wenn die Außentemperatur am Nachmittag gegen 14 Uhr über 17 °C liegt. Da die Käfer aber auch bei niedrigeren Temperaturen in die Bäume wandern, sollten Sie die Behandlung mindestens einmal wiederholen. Beachten Sie dabei immer die Zulassung und die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Präparats.

Apfelblütenstecher vorbeugen

Eine hervorragende und völlig natürliche Ergänzung ist der Einsatz von organischem Dünger, der die Pflanzen nicht nur nährt, sondern auch ihre Vitalität unterstützt. Probieren Sie zum Beispiel Düngee, den perfekten Naturdünger aus tschechischer Herstellung. Wenn Sie Düngee vom Saisonbeginn an regelmäßig anwenden, gehen Ihre Obstbäume kräftig und gut versorgt in die Blüte – und kräftige Bäume stecken einen Rückschlag deutlich besser weg.

Düngee mit Wurmhüllen enthält zusätzlich Chitin, das die natürliche Widerstandsfähigkeit der Pflanzen unterstützt. Weichen Sie den Düngee mit Wurmhüllen dazu in Wasser ein, damit sich die Nährstoffe lösen, und gießen oder besprühen Sie anschließend Apfelbäume sowie andere Bäume und Sträucher mit dieser Lösung. So gelangen die Stoffe am schnellsten über Blätter und Wurzeln in die Pflanze. In der Regel genügen drei Gießgänge innerhalb einer Woche, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Häufige Fragen: Apfelblütenstecher

Was ist der Apfelblütenstecher?

Ein Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer (Anthonomus pomorum), etwa 3,5–4,5 mm lang, mit dunkel braunroten Flügeldecken und einer helleren V-förmigen Zeichnung. Seine Larven entwickeln sich in den Knospen von Obstbäumen — vor allem am Apfelbaum, aber auch an Birne, Quitte und Mispel.

Welche Schäden verursacht der Apfelblütenstecher?

Den größten Schaden richten die Larven an: Sie leben im Inneren der Blütenknospe und fressen sie von innen auf. Befallene Knospen vertrocknen und öffnen sich nicht, was den Fruchtansatz deutlich verringern kann.

Wann ist der Apfelblütenstecher aktiv?

Die überwinterten Käfer werden im zeitigen Frühjahr aktiv, sobald die Knospen der Obstbäume anschwellen. In dieser Zeit legen die Weibchen ihre Eier in die Knospen.

Helfen Leimplatten gegen den Apfelblütenstecher?

Ja, Leim- bzw. Klebeplatten am Stamm gehören zu den einfachen mechanischen Maßnahmen: Sie fangen einen Teil der Käfer ab, die im Frühjahr in die Krone wandern. Sie sollten früh in der Saison angebracht und regelmäßig kontrolliert werden.

Wie kann man einem Befall vorbeugen?

Kontrollieren Sie die Bäume im zeitigen Frühjahr regelmäßig und fördern Sie natürliche Feinde wie Vögel im Garten. Je früher ein Befall erkannt wird, desto besser lässt er sich eindämmen.

Wie halte ich meinen Obstbaum kräftig?

Gut mit Nährstoffen versorgte Bäume wachsen kräftiger und gleichen Verluste besser aus. Düngee ist ein natürlicher organischer Dünger — als Aufguss (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) gießen oder als leichte Streugabe rund um den Baum ausbringen.

Die genaue Dosierung für einzelne Pflanzen finden Sie auf der Seite Dosierung von Düngee.

Weitere interessante Artikel