Beinwell
Beinwell (Symphytum) – raublättrige Staude für feuchte Standorte. Rau behaarte Blätter, wirksame Inhaltsstoffe in den Wurzeln, gut geeignet als Bodendecker.
Rau behaarte Stauden für feuchte Standorte; eine alte Heilpflanze
Standort: sonnig bis schattig; feuchter, frischer Boden
Wuchshöhe: 25–150 cm
Blütezeit: Mai bis August
Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Der Beinwell, der an feuchten Standorten in fast allen Ländern Europas und Asiens vorkommt, gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Typisch für diese Familie ist nicht nur die raue Behaarung, sondern auch der schneckenförmig eingerollte junge Blütenstand. Die breit lanzettlichen Blätter der sehr saftigen Pflanze stehen wechselständig und laufen am aufrechten Stängel herab. Die Farbe der kleinen glockenförmigen Blüten wechselt zwischen Violett, Blau und Rot oder geht oft ins Weißliche über. Verschiedene Arten und Sorten haben Bedeutung in der Volksheilkunde, als Futterpflanzen oder als Gartenstauden.
Rauer Beinwell (Symphytum asperum)

Diese fast stachelig oder borstig behaarte Art ist in Südwestasien heimisch, verwildert aber aus Kulturen sehr häufig und ist deshalb auch anderswo anzutreffen. Ihre Blätter sind länglich eiförmig und laufen am Stängel nicht herab. Die großen Blüten sind rot bis hellblau. Die Pflanze wird über 1 m hoch und wird als Futterpflanze angebaut.
Großblütiger Beinwell (Symphytum grandiflorum)

Diese wertvolle Wildstaude fühlt sich im Halbschatten oder im Schatten zwischen Gehölzen sehr wohl und ist ein hübscher Bodendecker. Sie hat dunkelgrüne, behaarte Blätter und cremegelbe Blüten in überhängenden Trauben. Sie wird etwa 30 cm hoch und blüht im April und Mai. Es gibt außerdem einige Sorten in verschiedenen Blautönen.
Echter Beinwell (Symphytum officinale)
Diese Staude wächst häufig an Bachufern und in Gräben, auf feuchten Wiesen und an Waldrändern; sie ist eine bedeutende Heilpflanze. Schon lange ist bekannt, dass die Pflanze vor allem in den Wurzeln Inhaltsstoffe enthält, die traditionell äußerlich bei Prellungen, Verstauchungen und schlecht heilenden Wunden verwendet wurden.
Die langen Wurzeln enthalten tatsächlich Schleim- und Gerbstoffe, ätherisches Öl, Alkaloide und vor allem Allantoin. Die Wurzel ist außen schwarzbraun, innen weiß und schleimig; der Geschmack ist süßlich und zusammenziehend. Die aufrechten Stängel werden etwa 1 m hoch, die Blüten sind rosa bis weißlich. Wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide ist von einer innerlichen Anwendung abzuraten.

