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Bergenie (Bergenia)

Ledrige Blätter bleiben den ganzen Winter grün, geblüht wird schon im zeitigen Frühjahr — eine pflegeleichte Staude für den Halbschatten.

Bergenie — eine eingeführte Schönheit

(Bergenia)

Die Bergenie (Bergenia) ist eine Gattung aus der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae), zu der mehrere ausdauernde Stauden gehören. Sie wächst vor allem in kühleren Gebirgsregionen Asiens, im Himalaja, in Westchina, auf Taiwan, in Japan und weiteren Gebieten. In Gärten ist die Bergenie beliebt wegen ihrer auffällig großen Blätter und der hübschen Blüten — genau deshalb wurde sie von dort in die ganze Welt gebracht.

So sieht die Bergenie aus

  • Die Blätter der Bergenie sind derb, breit und meist rundlich; sie bilden ein dichtes Polster. Sie können glänzen und Farbtöne von Grün bis Dunkelviolett annehmen.
  • Die Blüten der Bergenie sind auffällig, sie können rosa, rot, violett oder weiß sein und stehen in aufrechten Blütenständen auf kräftigen Stielen. Die Blütezeit beginnt meist im zeitigen Frühjahr.

Wo die Bergenie natürlich wächst

  • Die Bergenie wächst in Gebirgs- und subalpinen Lagen Asiens, im Unterholz von Wäldern, an felsigen Hängen, auf feuchten Wiesen und an ähnlichen Standorten.
  • Bekannt ist sie dafür, dass sie in Höhenlagen vorkommt, in denen sie Kälte und Schnee ausgesetzt ist.

Beliebt ist die Bergenie im Garten nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern auch, weil sie verhältnismäßig pflegeleicht ist. Im Garten schenkt sie Ihnen schöne Blüten im Frühjahr und interessantes Laub das ganze Jahr über. An ihrem natürlichen Standort ist die Bergenie eine robuste Pflanze, die auch im Hochgebirge unter harten Bedingungen überdauert.

Bergenie Blüten
Bergenie Blätter

Bergenie pflanzen: Standort und Pflege

Blühende Bergenie

Die Bergenie im Garten zu ziehen ist recht einfach — und sie bringt interessantes Laub und schöne Blüten in Ihren Außenbereich. Wenn Sie eine Bergenie pflanzen möchten, wählen Sie ihr den folgenden Standort und geben Sie ihr zumindest die Grundpflege.

Standort: Wählen Sie für die Bergenie im Garten einen Platz mit ausreichend Sonne oder im Halbschatten. Auch im Schatten wächst sie, blüht dort aber deutlich spärlicher.

Boden: Die Bergenie bevorzugt feuchten, gut durchlässigen Boden. Sie können Kompost oder anderes organisches Material einarbeiten, damit sich die Bodenstruktur verbessert und die Feuchtigkeit besser gehalten wird.

Gießen: Die Bergenie verträgt feuchten Boden, deshalb sollten Sie regelmäßig gießen, vor allem in heißen und trockenen Perioden.

Düngen: Düngen Sie die Bergenie einmal im Jahr im Frühjahr, am besten mit einem natürlichen Dünger für Blühpflanzen (DÜNGEE ist optimal, weil er alle nötigen Nährstoffe enthält).

Vermehren: Die Bergenie lässt sich im Frühjahr durch Teilung der Horste vermehren. Trennen Sie einfach vorsichtig einen kleineren Teil ab und pflanzen Sie ihn an einer neuen Stelle wieder ein.

Überwintern: Die Bergenie ist in der Regel winterhart, Sie können sie für den Winter aber mit einer Mulchschicht rund um den Wurzelhals schützen — vor allem in Lagen mit strengem Frost.

Schneiden: Ein regelmäßiger Schnitt ist bei der Bergenie nicht nötig. Nach der Blüte können Sie verwelkte Blütenstände und beschädigte Blätter entfernen.

Schädlinge und Krankheiten: Die Bergenie leidet in der Regel weder unter Schädlingen noch unter Krankheiten, gelegentlich machen ihr aber Schnecken oder Pilzkrankheiten zu schaffen. Kontrollieren Sie die Pflanze deshalb regelmäßig und greifen Sie bei Bedarf zu geeigneten Gegenmitteln (biologisch, mechanisch, chemisch erst zuletzt).

Eine Bergenie zu pflanzen lohnt sich gleich mehrfach. Die Pflanze sieht das ganze Jahr über interessant aus und blüht im Frühjahr schön — das macht sie zu einem Gewinn für den Garten und zu einem dankbaren Element einer eigenständigen Gartengestaltung.

Bergenie: Arten und Sorten

Dickblatt-Bergenie (Bergenia crassifolia)

Es gibt mehrere Bergenien-Arten (Bergenia), die in Gärten und in der Landschaftsgestaltung gepflanzt werden. Einige davon sind:

  1. Wimper-Bergenie (Bergenia ciliata): Diese Art stammt aus dem Himalaja und fällt durch größere, behaarte Blätter und Blüten in auffälligen Ähren auf. Sie wird auch als Heilpflanze genutzt.

  2. Herzblättrige Bergenie oder Herzblatt-Bergenie (Bergenia cordifolia): Diese Art ist in Gärten wohl die häufigste. Sie hat sattgrüne, herzförmige Blätter und große rosa oder violette Blüten.

  3. Dickblatt-Bergenie, auch Altai-Bergenie (Bergenia crassifolia): Diese Art hat kleinere Blätter als die Herzblättrige Bergenie und oft rosa Blüten. Auch sie eignet sich gut für den Garten.

  4. Bergenie ‚Eroica‘: Diese Sorte hat dunkelgrüne Blätter und bringt prächtige rosa Blüten hervor.

  5. Bergenie ‚Bressingham Ruby‘: Diese Sorte hat dunkelrote Blüten und ist eine beliebte Wahl für farbige Beete.

  6. Bergenia pacifica: Diese Art stammt aus dem Fernen Osten Asiens und hat große Blüten in verschiedenen Tönen.

  7. Purpur-Bergenie (Bergenia purpurascens): Diese Art hat Blätter mit violettem Anflug und rosa Blüten.

  8. Bergenie ‚Winterglut‘ (Bergenia x): Diese Hybride vereint Eigenschaften der vorigen Arten und bringt kräftig rosa bis rote Blüten hervor.

Das sind nur einige der Arten und Sorten der Bergenie, die üblicherweise gepflanzt werden. Jede Art und Sorte hat ihre eigenen Merkmale und ihr eigenes Erscheinungsbild — damit lassen sich abwechslungsreiche Pflanzungen gestalten.

Herzblättrige Bergenie (Bergenia cordifolia)

Steingarten mit Bergenie

Die Herzblättrige Bergenie, gelegentlich auch als Herzblatt-Bergenie bezeichnet, (Bergenia cordifolia) ist eine der häufigsten Bergenien-Arten und wegen ihrer attraktiven Blätter und auffälligen Blüten beliebt. Sie eignet sich für Gärten und für Zierpflanzungen.

So sieht die Herzblättrige Bergenie aus

  • Die Blätter der Herzblättrigen Bergenie sind groß, herzförmig bis rundlich und sattgrün. Sie sind glänzend, derb und können manchmal einen violetten Schimmer haben.
  • Die Blüten erscheinen im Frühjahr an aufrechten Stielen. Sie können rosa, violett oder weiß sein und bilden auffällige Blütenstände.

So pflegen Sie die Herzblättrige Bergenie

Standort: Wählen Sie einen Platz mit ausreichend Sonne oder im Halbschatten. Die Herzblättrige Bergenie wächst auch im Schatten, kräftiger blüht sie aber an helleren Stellen.

Boden: Die Bergenie bevorzugt feuchten, gut durchlässigen Boden. Ideal ist er leicht sauer bis neutral.

Gießen: Halten Sie den Boden mäßig feucht, vor allem während Wachstum und Blüte. Bei trockenem Wetter ist regelmäßiges Gießen wichtig.

Düngen: Düngen Sie die Pflanze im Frühjahr mit einem stickstoffreichen Dünger, damit das Blattwachstum in Gang kommt. Während der Blüte können Sie einen phosphorreichen Dünger geben.

Vermehren: Die Herzblättrige Bergenie lässt sich im Frühjahr oder im Herbst durch Teilung der Horste vermehren. Trennen Sie vorsichtig einen kleineren Teil ab und pflanzen Sie ihn an einer neuen Stelle wieder ein.

Überwintern: Die Bergenie ist in der Regel winterhart, eine Mulchschicht rund um die Wurzeln gibt in kälteren Klimalagen zusätzlichen Schutz.

Die Herzblättrige Bergenie ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die in ihren Garten eine Pflanze mit attraktivem Laub und schönen Frühjahrsblüten holen wollen. Weil sie anspruchslos und robust ist, passt sie zu ganz unterschiedlichen Arten der Gartengestaltung.

Garten- und Zierpflanzen düngen

  • Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie einen Auszug aus DÜNGEE an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.