Erdbeeren düngen nach der Ernte – für eine reiche Ernte im nächsten Jahr
Womit düngen, wann schneiden und was Erdbeerpflanzen nach der Ernte sonst noch brauchen
Das Düngen von Erdbeeren nach der Ernte ist der entscheidende Schritt zu gesunden Pflanzen und einer reichen Ernte im nächsten Jahr. Gerade die Wochen nach dem Ausreifen der Früchte entscheiden darüber, wie kräftig und ertragreich die Erdbeerpflanzen in der kommenden Saison sind.
Warum ist das Düngen von Erdbeeren nach der Ernte wichtig?

Nach der Ernte sind Erdbeerpflanzen stark erschöpft, denn sie haben ihre gesamte Energie in die Früchte gesteckt. Bekommen sie jetzt die nötigen Nährstoffe, regenerieren sie schneller, bilden neue Blätter und legen die Blütenknospen für das nächste Jahr an. Eine gute Versorgung in dieser Zeit sorgt nicht nur für vitale Pflanzen, sondern auch für mehr Widerstandskraft gegen Krankheiten und Frost.
Wann Erdbeeren nach der Ernte düngen
Der beste Zeitpunkt zum Düngen von Erdbeeren ist unmittelbar nach der Ernte, also im Juli und August. Die Pflanzen legen dann die Knospen für die nächste Saison an und brauchen genau jetzt ausreichend Nährstoffe. Wer das Düngen aufschiebt, dessen Erdbeeren können die Nährstoffe nicht mehr wirksam nutzen.
Kurze AntwortJuli bis Mitte August. Spätestens bis Ende August, damit die Pflanzen die Nährstoffe vor dem Winter noch verarbeiten können.
Welchen Dünger verwenden – womit Erdbeeren nach der Ernte düngen

Bei der Wahl des Düngers kommt es auf ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium an.
- Stickstoff fördert den Austrieb neuer Blätter und die Regeneration der Pflanzen.
- Phosphor sorgt für die Bildung der Blütenknospen und eine gute Wurzelentwicklung.
- Kalium erhöht die Widerstandskraft gegen Krankheiten und Frost.
Für den biologischen Anbau eignet sich am besten der organische Dünger DÜNGEE, der Chitin und natürliche Nährstoffe enthält und damit die Gesundheit des Bodens wie auch der Pflanzen selbst unterstützt.
Greifen kann man auch zu dem, was Gärtner ohnehin zur Hand haben – reifer Kompost, Holzasche als Kaliumquelle oder gut abgelagerter Hühnermist. Ausführlicher behandelt das der Artikel über das Düngen von Erdbeeren.
Möchten Sie Erdbeeren aus Samen selbst heranziehen?Die bewährte kleinfrüchtige Monatserdbeere Fragaria RUJANA trägt von Juni bis zum Frost.
Düngen in der Praxis – Schritt für Schritt
- Entfernen Sie nach der Ernte zuerst die alten Blätter und etwaige Ausläufer, damit sich die Pflanze besser regenerieren kann.
- Arbeiten Sie den Dünger rund um die Pflanzen in den Boden ein, aber nicht direkt auf das Herz, damit es nicht beschädigt wird.
- Anschließend gießen Sie das Beet gründlich, damit die Nährstoffe zu den Wurzeln gelangen.
- Für eine bessere Wirkung können Sie das Düngen noch mit dem Mulchen ergänzen, das die Feuchtigkeit hält und Unkraut zurückdrängt.
Was Erdbeeren nach der Ernte außer dem Düngen brauchen
Düngen ist nur ein Teil der Pflege. Damit die Erdbeerpflanzen bis zum Herbst kräftig werden, gehören noch vier Dinge dazu:
- Schneiden Sie die alten Blätter zurück. Entfernen Sie vertrocknete, fleckige und niederliegende Blätter etwa zwei bis drei Wochen nach der Ernte, spätestens bis Mitte August. Schneiden Sie 8–10 cm über dem Boden, damit das Herz und die jungen, gerade austreibenden Blätter unbeschädigt bleiben.
- Entscheiden Sie über die Ausläufer. Ausläufer zehren an der Pflanze. Lassen Sie sie nur dort stehen, wo Sie vermehren wollen, sonst schneiden Sie sie laufend möglichst nah an der Mutterpflanze ab.
- Jäten und lockern Sie den Boden. Flaches Lockern zwischen den Reihen durchlüftet den Boden und hilft dem Dünger, zu den Wurzeln zu gelangen.
- Mulchen und gießen Sie. Stroh oder Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit; in einem trockenen August tut den Erdbeeren einmal wöchentlich eine durchdringende Wassergabe gut.
Schauen Sie sich bei dieser Gelegenheit den Bestand genau an. Rechtzeitig entdeckt, lassen sich Echter Mehltau der Erdbeere, Erdbeermilbe oder Erdbeerblütenstecher viel leichter in den Griff bekommen als ein im Frühjahr vernachlässigter Bestand.
Ein Bestand, der älter als vier Jahre ist, trägt meist ohnehin nicht mehr – ganz gleich, wie Sie ihn düngen. Dann ist die Zeit nach der Ernte der beste Moment, um an einer anderen Stelle ein neues Beet aus jungen Ablegern anzulegen.
Häufige Fehler beim Düngen von Erdbeeren
- Überdüngung mit Stickstoff – führt zu üppigem Blattwachstum, aber schwachem Blütenansatz.
- Zu spätes Düngen – die Pflanze kann die Nährstoffe nicht mehr nutzen und ist über den Winter weniger widerstandsfähig.
- Falsche Düngerwahl – Mineraldünger ohne ausreichend Kalium und Phosphor können die Bildung der Blütenknospen schwächen.
Häufige Fragen
Womit Erdbeeren nach der Ernte düngen?
Mit einem ausgewogenen Dünger mit viel Kalium und Phosphor und nur mäßigem Stickstoffanteil. Unter den organischen Quellen bewährt hat sich DÜNGEE, außerdem reifer Kompost oder gut abgelagerter Hühnermist; Kalium liefert Holzasche.
Wann Erdbeeren nach der Ernte schneiden?
Zwei bis drei Wochen nach dem Abernten, spätestens bis Mitte August. Entfernt werden nur alte und beschädigte Blätter, der Schnitt erfolgt 8–10 cm über dem Boden. Herz und junge Blätter müssen unversehrt bleiben, sonst treibt die Pflanze bis zum Winter nicht mehr aus.
Soll man Erdbeeren nach der Ernte mähen?
Flächiges Mähen mit dem Rasenmäher eignet sich nur für große, gesunde Bestände, und zwar unmittelbar nach der Ernte. Im kleinen Hausgarten ist der Rückschnitt von Hand mit der Schere sicherer – der Mäher erwischt auch die Herzen, und die Pflanzen regenerieren dann viel langsamer.
Kann man Erdbeeren mit Hühnermist düngen?
Ja, aber nur gut abgelagert und in kleiner Menge. Frischer Hühnermist enthält viel Stickstoff und würde die Wurzeln verbrennen. Verwendet wird er kompostiert und flach zwischen den Reihen in den Boden eingearbeitet, nicht auf das Herz der Pflanze.
Kann ich Erdbeeren mit Asche düngen?
Asche aus reinem Holz ist eine gute Quelle für Kalium und Kalzium – es genügt etwa eine Handvoll pro Quadratmeter, leicht in den Boden eingearbeitet. Sie hebt allerdings den pH-Wert, wird deshalb nicht jedes Jahr gegeben und nie mit frischem Mist gemischt.
Was tun mit den Ausläufern der Erdbeeren?
Am Fuß der Mutterpflanze abschneiden, wenn Sie nicht vermehren wollen. Ableger entziehen der Pflanze Nährstoffe, die sonst in die Bildung der Blütenknospen gingen. Zum Vermehren lassen Sie nur den ersten, kräftigsten Ableger je Pflanze stehen und bewurzeln ihn bis Ende August.
