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Erdbeermilbe

Die Erdbeermilbe misst nur 0,1 bis 0,25 mm und sitzt tief im Herz der Erdbeerpflanze. Woran Sie den Befall erkennen, wie der Lebenszyklus verläuft und was in der Vorbeuge hilft.

Inhalt

Erdbeermilbe im Bild – eine Geißel für Erdbeerpflanzen

Erdbeermilbe – Schäden an Blättern und Blüten der Erdbeerpflanze

( Phytonemus pallidus fragariae )

Die Erdbeermilbe ist eine cremegelbe bis bräunliche, mikroskopisch kleine Milbe von 0,1 bis 0,25 mm Größe – mit bloßem Auge lässt sie sich deshalb nicht erkennen. Sie sitzt vor allem im Herz der Erdbeerpflanze, auf der Blattunterseite, an den Blattstielen und gelegentlich auch an den Blüten. Bei starkem Befall oder in der Nacht wandert sie auch auf die Blattoberseite. Die Erdbeermilbe vermehrt sich bei Temperaturen um 21 bis 28 °C. Sie meidet Licht und braucht zum Leben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Verwechseln Sie sie nicht mit Spinnmilben: die spinnen feine Gespinste an der Blattunterseite, die Erdbeermilbe dagegen bleibt unsichtbar im Herz der Pflanze. Die Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Tier dauert 14 bis 21 Tage.

Erdbeermilbe – Lebenszyklus

Ausgewachsene Erdbeermilben sind gelblich weiß und glänzend, tragen mehrere Querrillen und werden etwa 0,1 mm lang.

Die Eier, die die Weibchen ablegen, sind weiß bis weißlich.

Die Larven schlüpfen nach wenigen Tagen und ähneln bereits den ausgewachsenen Milben.

Ausgewachsene Weibchen überwintern im Herz der Erdbeerpflanze – in den zusammengefalteten Herzblättern. Sie ernähren sich, indem sie den Saft aus den Falten der noch unentwickelten Herzblätter saugen. Mit der Eiablage beginnen sie im März und April. In einem Jahr entwickeln sich bis zu sieben Generationen! Und Vorsicht: Am stärksten verbreitet sich der Schädling über das Pflanzgut – kaufen Sie deshalb nur gesunde Jungpflanzen und vermehren Sie im eigenen Garten ausschließlich gesunde Erdbeeren über Ausläufer.

Erdbeermilbe spritzen – Spritzmittel und Hausmittel

Von Frühjahr bis Sommer können Sie gegen die Erdbeermilbe spritzen – aber ausschließlich mit Mitteln, die aktuell für den Haus- und Kleingarten und für Erdbeeren zugelassen sind. Maßgeblich ist das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL; ältere Empfehlungen aus dem Netz nennen häufig längst widerrufene Präparate. Infrage kommen:

  • zugelassene Akarizide für Erdbeeren – Dosierung und Wartezeit immer nach Etikett,
  • Präparate auf Basis von Paraffinöl oder Kaliseife – die schonendere Wahl im Hausgarten,
  • Präparate auf Schwefelbasis, die gegen Milben seit Langem eingesetzt werden.

Spritzen Sie aus kurzer Distanz und mit höherem Druck, am besten direkt ins Herz der Pflanze – anderswo erreichen Sie die Milben nicht.

Ein Hausmittel gegen Milben mischen Sie aus

  • 0,5 l warmem Wasser,
  • 50 ml Öl,
  • 50 ml Essig,
  • 1 Esslöffel Spülmittel.

Füllen Sie alles in eine Haushaltssprühflasche und behandeln Sie jede befallene Pflanze aus kurzer Distanz bis tief ins Herz hinein.

Neben der chemischen Behandlung bietet sich der biologische Weg an: Raubmilben (etwa der Gattung Amblyseius) werden im Frühjahr in den Bestand ausgebracht.

Das Wichtigste ist jedoch die Vorbeugung, also:

  • nur gesunde Jungpflanzen kaufen,
  • nur gesunde Erdbeeren weitervermehren,
  • befallene Pflanzen konsequent entfernen und entsorgen,
  • Erdbeeren im empfohlenen Abstand pflanzen,
  • hochwertige, vor allem organische Dünger verwenden – eine gut versorgte Pflanze verkraftet Belastungen besser.

Erdbeermilben vorbeugen

Gesunder Gartenboden in den Händen eines Gärtners

Was Sie in der Vorbeuge selbst in der Hand haben, ist die Ernährung der Pflanze. Probieren Sie dafür den perfekten Naturdünger Düngee. Setzen Sie ihn vom Saisonbeginn an ein, dann sind Ihre Erdbeeren von Anfang an gut versorgt, wachsen kräftig und bleiben vital.

Düngee enthält neben den Nährstoffen auch natürliches Chitin. Chitin ist ein Biopolymer, das in der Natur weit verbreitet ist – unter anderem in den Zellwänden vieler Pilze. Es ist sehr widerstandsfähig und baut sich im Boden nur langsam ab.

Für Erdbeeren zählt vor allem eine gleichmäßige Nährstoffversorgung über die ganze Saison: Stickstoff für das Blattwerk, Phosphor für die Wurzeln und Kalium für Fruchtansatz und Aroma. Ein organischer Dünger gibt die Nährstoffe nach und nach ab, statt sie auf einen Schlag freizusetzen.

Ein weiterer Weg: Chitin fördert das Wachstum nützlicher Mikroorganismen im Boden, etwa chitinolytischer Bakterien. Diese zerlegen das Chitin in einfachere Verbindungen, die den Pflanzen als Nährstoffquelle dienen.

Darüber hinaus verbessert Chitin die Bodenstruktur, indem es die Bildung stabiler Bodenaggregate fördert. Das erhöht die Durchlässigkeit des Bodens für Wasser und Luft und seine Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern.

Damit die Nährstoffe schnell in die Pflanze gelangen, weichen Sie den Düngee in Wasser ein, bis sich die Nährstoffe gelöst haben, und gießen oder besprühen Sie die Erdbeeren anschließend mit dieser Lösung. Über Blätter und Wurzeln nehmen die Pflanzen sie am schnellsten auf. Wie viel Sie ansetzen, steht in der Dosierungsanleitung.

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