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Ochsenzunge (Anchusa)

Kräftig blaue Blüten, die Bienen in den Garten holen. Ein Überblick über die Arten der Ochsenzunge, ihren Anbau — und warum man daraus keinen Tee kochen sollte.

Die Ochsenzunge als Gartenpflanze

Die Ochsenzunge ist eine Staude oder zweijährige Pflanze mit kräftig blauen Blüten, die Sie im Garten vor allem aus zwei Gründen schätzen werden: Sie blüht lange und gehört zu den besten Pflanzen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die Gattung Anchusa umfasst rund vierzig Arten; im Garten stehen vor allem die Italienische Ochsenzunge, die Gemeine Ochsenzunge und die einjährig gezogene Kap-Ochsenzunge.

Verwechseln Sie die Ochsenzunge nicht mit dem Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla), das früher tatsächlich zur Gattung Anchusa gezählt wurde und im Handel gelegentlich noch unter diesem Namen läuft. Das Kaukasusvergissmeinnicht bleibt niedriger, blüht zeitig im Frühjahr mit winzigen, unvergesslich blauen Blüten und ist eine Pflanze für den Schatten — die echte Ochsenzunge will dagegen Sonne.

Die Ochsenzunge (Anchusa) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und umfasst mehrere Arten mit auffälligen Blüten, die meist blau oder violett gefärbt sind.

So sieht die Ochsenzunge aus

  • Blätter: Die Blätter der Ochsenzunge stehen wechselständig, sind rau behaart und meist elliptisch bis länglich geformt. Sie sind grün, oft mit einem gräulichen oder silbrigen Schimmer.

  • Blüten: Die Blüten der Ochsenzunge sind klein und typisch blau, violett oder rosa gefärbt. Sie stehen in Wickeln — einseitig eingerollten Blütenständen, die sich während der Blüte nach und nach strecken. Ähren bildet die Ochsenzunge entgegen mancher Angabe nicht; das ist der Blütenstand der Gräser.

Verbreitung: Ochsenzungen sind in verschiedenen Teilen der Welt verbreitet, vor allem in Europa und Asien. Manche Arten gelten als Unkraut, andere werden als Zierpflanzen im Gartenkultiviert. Sie wachsen auf ganz unterschiedlichen Standorten: auf Äckern, Wiesen, in Gebüschen, an Waldrändern und in felsigem Gelände.

Anbau: Ochsenzungen sind mit ihren auffälligen Blüten eine hervorragende Ergänzung für Garten und Blumenbeet. Der Anbau ist meist recht einfach, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten:

  • Standort: Ochsenzungen bevorzugen sonnige bis halbschattige Lagen.

  • Boden: Die Pflanzen mögen einen gut durchlässigen Boden, der ruhig nährstoffreich sein darf. Ochsenzungen kommen mit vielen Bodentypen zurecht.

  • Gießen: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, vor allem in Trockenperioden.

  • Vermehrung: Durch Samen oder Wurzelschnittlinge — bei der Ochsenzunge vermehrt man nicht über Stecklinge vom Trieb, sondern über Stücke der kräftigen Wurzel.

Italienische Ochsenzunge (Anchusa azurea)
Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis)

Gemeine Ochsenzunge

Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis)

Die Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis) ist ein Kraut aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sie ist bei uns heimisch, wächst auch wild an Feldrainen und Böschungen und trägt wunderschöne blaue, nektarreiche Blüten.

So sieht die Gemeine Ochsenzunge aus

  • Blätter: Die Blätter der Gemeinen Ochsenzunge stehen wechselständig, sind breit und rau behaart. Sie werden etwa 10–15 cm lang, sind dunkelgrün und haben eine typisch raue Oberfläche.

  • Blüten: Die Blüten sind der eigentliche Blickfang. Sie haben ein schönes Blau oder Violett und stehen in Wickeln, die sich nach und nach strecken. Für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge sind sie eine wertvolle Nektarquelle.

  • Wuchs: Die Gemeine Ochsenzunge wird 60–120 cm hoch und passt damit eher in den hinteren Teil des Gartens, an den Steingarten oder in das Kräuterbeet.

Anbau: Die Gemeine Ochsenzunge ist wegen ihrer Blüten eine beliebte Ergänzung für Blumenbeete und Gärten. Der Anbau ist meist unkompliziert, halten Sie sich einfach an folgende Hinweise:

Die Gemeine Ochsenzunge bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen. In der vollen Sonne blüht sie besonders reich. Die Pflanze mag einen gut durchlässigen Boden mit ausreichend Nährstoffen. Der Boden sollte neutral bis leicht basisch sein. Gießen Sie regelmäßig, damit der Boden gleichmäßig feucht bleibt, besonders in Trockenperioden. Vermehrt wird die Gemeine Ochsenzunge über Samen oder Wurzelschnittlinge. Die Samen lassen sich im Frühjahr aussäen, häufig sät sich die Pflanze im Herbst aber selbst aus, und im Frühjahr kommen neue Sämlinge. Wurzelschnittlinge nimmt man im Herbst oder im zeitigen Frühjahr, also in der Ruhezeit: Graben Sie eine kräftigere Wurzel aus, schneiden Sie sie in fünf Zentimeter lange Stücke und stecken Sie diese in sandiges Substrat.

Warum die Ochsenzunge nicht innerlich angewendet werden darf: Der Artname „officinalis“ ist ein Erbe alter Kräuterbücher — in der Volksheilkunde wurden aus Blättern und Wurzeln tatsächlich Tees und Absude gekocht. Heute wissen wir, dass das eine schlechte Idee war. Wie alle Raublattgewächse enthält die Ochsenzunge Pyrrolizidinalkaloide, die bei wiederholter Aufnahme das Lebergewebe schädigen und als Stoffe mit krebserzeugendem Potenzial bewertet werden. Die Europäische Union hat für diese Alkaloide in Lebensmitteln und Tees deshalb sehr niedrige Höchstgehalte festgelegt, und von der innerlichen Anwendung der Raublattgewächse wird generell abgeraten.

Praktisch heißt das: Kochen Sie aus der Ochsenzunge weder Tee noch Absud und geben Sie sie nicht ins Essen. Im Garten ist sie eine hervorragende Zier- und Bienenpflanze — und genau dafür sollten Sie sie pflanzen.

Italienische Ochsenzunge

Die Italienische Ochsenzunge (Anchusa azurea, früher geführt als Anchusa italica) ist die am häufigsten kultivierte Zierart der Gattung Anchusaaus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sie hat markante blaue Blüten und ist ein beliebtes Schmuckelement im Garten. 

So sieht die Italienische Ochsenzunge aus

  • Blätter: Die Blätter der Italienischen Ochsenzunge stehen wechselständig, sind breit, rau behaart und oft von weißen Haaren bedeckt, was der Pflanze ihr typisches Aussehen gibt. Die Blätter sind dunkelgrün.

  • Blüten: Die Blüten fallen stark auf und haben ein intensives Blau. Sie stehen in Wickeln, also einseitig eingerollten Blütenständen. Auch sie sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bestäuber.

  • Wuchs: Die Italienische Ochsenzunge wird üblicherweise 100–150 cmhoch und ist damit die höchste der Garten-Ochsenzungen. Sie gehört eindeutig in den hinteren Beetbereich oder an eine Wand oder einen Zaun — in den Steingarten passt sie nicht. Die hohen Stängel legen sich nach Regen gern um, halten Sie also eine Stütze bereit.

Anbau: Die Italienische Ochsenzunge gilt als leicht zu kultivierende Pflanze, die Schönheit in die Gartengestaltung bringt. Ein paar Hinweise sollten Sie aber beachten:

  • Standort: Die Italienische Ochsenzunge bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen. In der vollen Sonne blüht sie gut.

  • Boden: Die Pflanze mag einen gut durchlässigen Boden mit ausreichend Nährstoffen. Der Boden sollte neutral bis leicht basisch sein.

  • Gießen: Die Italienische Ochsenzunge sollte regelmäßig gegossen werden, damit der Boden feucht bleibt. Staunässe sollten Sie aber vermeiden.

  • Vermehrung: Über Samen oder über Wurzelschnittlinge, die in der Ruhezeit entnommen werden.

  • Selbstaussaat: Wie viele andere Ochsenzungen kann sich auch die Italienische Ochsenzunge selbst aussäen — das passiert im Herbst, wenn Sie die Blüten zu Früchten und Samen ausreifen lassen.

Kap-Ochsenzunge

Kap-Ochsenzunge (Anchusa capensis)

Die Kap-Ochsenzunge (Anchusa capensis) stammt aus Südafrika und ist wegen ihrer attraktiven Blüten und des einfachen Anbaus eine beliebte Wahl für Gärtner. 

So sieht die Kap-Ochsenzunge aus

  • Blätter: Die Blätter der Kap-Ochsenzunge stehen wechselständig, sind breit und zugespitzt. Sie sind hellgrün und meist von rauen Haaren bedeckt.

  • Blüten: Die Blüten sind groß und haben verschiedene Farben — Blau, Violett, Rosa und Weiß. Sie stehen in Wickeln und bilden auffällige Blütenstände.

  • Wuchs: Die Kap-Ochsenzunge bleibt niedrig — meist 30–50 cm, Gartensorten wie ‚Blue Angel‘ nur um die 20 cm. Sie ist die niedrigste der Ochsenzungen und deshalb die einzige, die wirklich in den Steingarten, in den Balkonkasten oder an den Beetrand passt.

Anbau: Die Kap-Ochsenzunge lässt sich leicht und ähnlich wie die übrigen Arten kultivieren, beachten Sie einfach folgende Hinweise:

Die Kap-Ochsenzunge bevorzugt sonnige Lagenmit ausreichend Sonnenlicht. Hervorragend gedeiht sie an sonnigen Gartenplätzen, zum Beispiel an solchen, die nach Süden ausgerichtet sind. Die Pflanze mag einen gut durchlässigen Boden, der leicht sauer bis neutral sein darf. Gießen Sie die Ochsenzunge regelmäßig, vor allem in trockeneren Phasen. Halten Sie den Boden leicht feucht, gießen Sie aber nicht zu viel, damit keine Staunässe entsteht. Die Kap-Ochsenzunge lässt sich über Samen vermehren. Die Samen können Sie im Frühjahr direkt ins Beet säen, sobald keine Fröste mehr drohen. Wie viele andere Ochsenzungen bildet auch die Kap-Ochsenzunge neue Pflanzen durch Selbstaussaat.

Die Kap-Ochsenzunge passt gut in Blumenbeete, Steingärten oder gemischte Pflanzungen. Ihre bunten Blüten sind zudem attraktiv für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge, die sie in Ihren Garten lockt. Das blaue Blütenmeer bereitet also gleich doppelt Freude.

Ochsenzunge im Jahresverlauf pflegen

Bei der Ochsenzunge lohnt sich vor allem eines: der Rückschnitt nach der Blüte. Ohne ihn bekommen Sie eine reiche Blüte im Juni, danach einen auseinandergefallenen Horst und einen Haufen Samen. Mit ihm blüht die Ochsenzunge im Spätsommer ein zweites Mal.

  • Schneiden Sie die ganze Pflanze nach der ersten Blüte auf etwa ein Drittel zurück. Das sieht unbarmherzig aus, aber die Ochsenzunge treibt aus der Basis mit neuen Blättern nach und blüht im August oder September erneut.
  • Geben Sie hohen Arten eine Stütze. Die Italienische Ochsenzunge mit ihrem anderthalb Meter hohen Stängel legt sich nach kräftigem Regen um und richtet sich ohne Stütze nicht wieder auf.
  • Behalten Sie die Selbstaussaat im Blick. Wenn Sie keine Ochsenzungen im ganzen Beet wollen, schneiden Sie die verblühten Blütenstände ab, solange die Samen noch grün sind.
  • Lassen Sie den Horst im Herbst stehen. Die trockenen Stängel sind ein Winterquartier für nützliche Arten und decken die Pflanze über den Winter ab. Schneiden Sie sie erst im Vorfrühling zurück.
  • Teilen Sie die Horste nur ausnahmsweise. Die Ochsenzunge hat eine kräftige Pfahlwurzel und verträgt das Teilen schlecht — über Wurzelschnittlinge vermehren Sie sie leichter.

Ochsenzunge düngen

Die Ochsenzunge stammt von trockenen, steinigen und eher mageren Standorten, deshalb schadet ihr das Düngen mehr, als es nützt, wenn Sie es übertreiben. Eine kräftige Stickstoffgabe macht aus ihr eine Pflanze, die ganz im Laub steht, deren Stängel nicht halten und die wenig Blüten bringt.

  • Im Frühjahr eine Gabe, sobald die Pflanze austreibt — mehr braucht die Ochsenzunge nicht.
  • Nach dem Rückschnitt im Juni eine zweite Gabe, damit sie neue Triebe für die zweite Blüte aufbauen kann.
  • Setzen Sie auf organischen Dünger in maßvoller Menge. Er gibt die Nährstoffe nach und nach frei, sodass die Pflanze keinen einmaligen Stickstoffüberschuss bekommt, der zum Umkippen führt.
  • Halten Sie den Boden neutral bis leicht basisch. Auf saurem Boden kümmert die Ochsenzunge auch gut gedüngt — dort hilft statt Dünger eher eine Kalkung (über die Rolle von Kalzium im Leben der Pflanzen haben wir einen eigenen Artikel).
  • Düngen Sie nie in ausgetrockneten Boden. Die Ochsenzunge verträgt einen trockenen Standort gut, aber konzentrierter Dünger verbrennt in der Trockenheit die Wurzeln.

Ist die Ochsenzunge giftig?

Die Ochsenzunge wird nicht zu den klassischen Giftpflanzen gezählt — niemand vergiftet sich daran, dass er sie berührt oder eine Blüte pflückt. Das Problem liegt woanders und betrifft die innerliche Anwendung.

Wie alle Raublattgewächse enthält die Ochsenzunge Pyrrolizidinalkaloide. Diese wirken nicht wie ein akutes Gift, sondern langfristig: Bei wiederholter Aufnahme schädigen sie das Lebergewebe, und ein krebserzeugendes Potenzial ist nachgewiesen. Genau deshalb hat die Europäische Union für diese Alkaloide in Tees und Nahrungsergänzungsmitteln sehr niedrige Höchstgehalte eingeführt, und deshalb wird heute auch von der innerlichen Anwendung von Borretsch, Beinwell und anderen Pflanzen derselben Familie abgeraten.

  • Bereiten Sie aus der Ochsenzunge weder Tee noch Absud oder Tinktur zu — auch nicht „nur gelegentlich“.
  • Verwenden Sie weder Blätter noch Blüten im Essen, auch wenn die blauen Blüten auf dem Salat gut aussehen.
  • Wenn Sie größere Mengen Ochsenzunge ausreißen, tragen Sie Handschuhe — nicht wegen des Gifts, sondern wegen der rauen Haare, die die Haut reizen.
  • Weidetiere meiden die Ochsenzunge auf der Weide von selbst; zum Problem wird sie nur im Heu, wo sie nicht mehr zu erkennen ist. Wächst sie in größerer Menge auf der Weide, mähen Sie sie deshalb lieber ab.

Wohin die Ochsenzunge im Garten gehört

Wählen Sie nach Art aus, denn der Höhenunterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten Ochsenzunge ist fünffach:

  • Italienische Ochsenzunge (100–150 cm) — in den hinteren Teil des Staudenbeets, an den Zaun oder an eine Wand. Gut steht ihr die Gesellschaft von Margeriten, Schafgarben und Ziergräsern, die ihre umkippenden Stängel stützen.
  • Gemeine Ochsenzunge (60–120 cm) — in den naturnahen Teil des Gartens, an den Feldrain, in die Wiese oder als Bienenpflanze ins Kräuterbeet.
  • Kap-Ochsenzunge (30–50 cm) — die einzige, die in den Steingarten, in den Balkonkasten und an den Beetrand passt. In Mitteleuropa wird sie einjährig gezogen und lässt sich deshalb jedes Jahr anders platzieren.
  • In den Bienengarten gehören alle. Die Ochsenzunge blüht lange, gibt reichlich Nektar, und die blaue Farbe ist für Hummeln und Wildbienen besonders attraktiv.

Häufige Fragen

Ist die Ochsenzunge giftig?

Akut giftig ist sie nicht, aber sie darf nicht innerlich angewendet werden. Sie enthält Pyrrolizidinalkaloide, die bei wiederholter Aufnahme das Lebergewebe schädigen und ein krebserzeugendes Potenzial haben. Kochen Sie daraus keinen Tee und keinen Absud und geben Sie sie nicht ins Essen — auch wenn der Artname „officinalis“ etwas anderes nahelegt.

Warum heißt sie dann Anchusa officinalis?

Der Artname ist ein Erbe alter Kräuterbücher — in der Volksheilkunde wurde die Ochsenzunge tatsächlich verwendet. Der botanische Name ändert sich aber nicht, wenn sich das Wissen über die Sicherheit einer Pflanze weiterentwickelt. Genauso überlebte der Name beim Beinwell und bei etlichen anderen Kräutern, von deren innerlicher Anwendung wir heute abraten.

Ist die Ochsenzunge eine Staude oder einjährig?

Je nach Art. Die Italienische Ochsenzunge ist eine ausdauernde Staude, die viele Jahre am selben Platz bleibt. Die Gemeine Ochsenzunge verhält sich wie eine zweijährige bis kurzlebige Staude, sät sich aber selbst aus und hält sich so dauerhaft. Die Kap-Ochsenzunge überwintert in Mitteleuropa nicht und wird einjährig aus Aussaat gezogen.

Blüht die Ochsenzunge zweimal im Jahr?

Ja, wenn Sie sie nach der ersten Blüte auf etwa ein Drittel zurückschneiden. Die Pflanze treibt dann aus der Basis nach und blüht im August oder September ein zweites Mal. Ohne Rückschnitt fällt der Horst nach der Blüte auseinander und steckt seine Energie in die Samen.

Wie vermehrt man die Ochsenzunge?

Über Wurzelschnittlinge — das ist bei der Ochsenzunge zuverlässiger als das Teilen des Horstes, weil sie eine kräftige Pfahlwurzel hat und das Teilen schlecht verträgt. Graben Sie im Vorfrühling oder im Herbst eine kräftigere Wurzel aus, schneiden Sie sie in fünf Zentimeter lange Stücke und stecken Sie diese in sandiges Substrat. Die zweite Möglichkeit ist die Aussaat, bei der Kap-Ochsenzunge die einzige.

Verträgt die Ochsenzunge einen trockenen, sonnigen Platz?

Sie verträgt ihn hervorragend — das ist einer ihrer größten Vorzüge. Sie stammt von trockenen, steinigen Standorten und blüht in der vollen Sonne am reichsten. Nicht vertragen kann sie dagegen schweren, dauerhaft nassen Boden, in dem ihr die Pfahlwurzel fault. In den Schatten sollten Sie sie nicht pflanzen.

Breitet sich die Ochsenzunge im ganzen Garten aus?

Über Selbstaussaat kann sie sich ausbreiten, bei der Gemeinen Ochsenzunge sogar bereitwillig. Die Lösung ist einfach: Schneiden Sie die verblühten Blütenstände ab, solange die Samen noch grün sind. Über Ausläufer breitet sich die Ochsenzunge nicht aus, die verblühten Stängel sind also der einzige Weg, auf dem sie weiterkommt.

Ist die Ochsenzunge gut für Bienen?

Sie gehört zu den besten Stauden, die Sie dafür pflanzen können. Sie blüht lange, gibt reichlich Nektar, und die blaue Farbe ist für Hummeln und Wildbienen außerordentlich attraktiv. Wenn Sie sie nach der Blüte zurückschneiden und sie ein zweites Mal blüht, füllt sie genau die Zeit im Spätsommer, in der es im Garten weniger blühende Pflanzen gibt.