Osmanthus
Winzige Blüten, die man riecht, lange bevor man sie sieht — der Aprikosenduft trägt mehrere Meter weit.
Was ist Osmanthus (Duftblüte)
Osmanthus , auf Deutsch Duftblüte, gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und stammt aus Asien, vor allem aus China und Japan. Geschätzt wird die Pflanze nicht nur wegen ihrer unscheinbaren, aber betörenden Blüten, sondern auch wegen ihrer Bedeutung in der ostasiatischen Kultur.
Kennzeichnend sind die winzigen, aber zahlreichen Blüten, die an immergrünen Sträuchern oder kleinen Bäumen erscheinen. Meist sind sie weiß bis cremegelb, es gibt aber auch Sorten in Rosa- oder Orangetönen. Der Duft ist unverwechselbar – süß-blumig mit einer klaren Aprikosennote. Osmanthusblüten sind so gefragt, dass Parfümerie und Kosmetikindustrie daraus feine, warme Düfte komponieren.
In Asien wird Osmanthus seit Jahrtausenden kultiviert. In der traditionellen chinesischen Medizin galten die Blüten als beruhigend und verdauungsfördernd — das ist heute eher eine kulturhistorische Randnotiz als eine Empfehlung. Häufig wurden sie auch Tee oder Wein zugesetzt, um deren Aroma zu verstärken. In der chinesischen Kultur stehen Osmanthusblüten für Langlebigkeit und Harmonie.
In der klassischen chinesischen Literatur und Dichtung erscheinen die Blüten als Sinnbild für Schönheit und Reinheit. Osmanthus wurde außerdem zu einem beliebten Motiv in chinesischer Malerei und Bildhauerei. In Japan ist die Pflanze als „Kinmokusei“ bekannt und prägte über Jahrhunderte traditionelle japanische Gärten und Architektur.

In der asiatischen Küche dienen Osmanthusblüten zur Zubereitung süßer Desserts und Getränke. Sie kommen in Tee, Reiskuchen, Konfitüren, Honig und viele weitere Spezialitäten. Aus den Blüten wird außerdem Osmanthusöl gewonnen, das in manchen Gerichten als Aromageber eingesetzt wird.
Wegen Wuchsform und Duft ist Osmanthus in der Garten- und Landschaftsgestaltung beliebt. Man findet ihn in Gärten rund um die Welt – als Solitär, in Gruppen oder als duftende Hecke. Es ist eine Pflanze, die sich leicht kultivieren lässtund deshalb auch Gartenanfängern gelingt.
Osmanthus pflanzen und pflegen

Osmanthus lässt sich im Beet, auf der Terrasse und sogar im Kübel kultivieren. Wenn Sie damit anfangen möchten, helfen diese Punkte weiter:
Standort: Osmanthus mag sonnige bis halbschattige Plätze und verträgt auch lichten Schatten. Im Vollschatten blüht er nur spärlich, an einer aufgeheizten Südwand leiden in trockenen Sommern die Blätter.
Boden: Gut durchlässig, gleichmäßig feucht, aber nie staunass. Bewährt hat sich gute Gartenerde, gemischt mit Kompost oder einem torffreien Substrat.
Gießen: Osmanthus braucht regelmäßig Wasser, vor allem in den Sommermonaten. Der Boden soll feucht sein, nicht nass. Junge Pflanzen wollen häufiger gegossen werden als eingewachsene.
Düngen: Während der Vegetationszeit (Frühjahr und Sommer) regelmäßig düngen. Geeignet sind ausgewogene Dünger für Blütensträucher oder Kompost.
Schnitt: Osmanthus verträgt Schnitt und Formgebung gut. Schneiden Sie nach der Blüte, dann bleibt der Strauch kompakt – so entsteht auch eine dichte, immergrüne Hecke.
Winterhärte: In Mitteleuropa steht Osmanthus an der Grenze der Winterhärte. Am robustesten ist die stechpalmenblättrige Duftblüte, die an geschützter Stelle etwa −15 °C übersteht; pflanzen Sie sie deshalb windgeschützt an eine Süd- oder Ostwand, mulchen Sie den Wurzelbereich und decken Sie sie in den ersten Wintern mit Reisig ab. Osmanthus fragrans überwintert bei uns nicht im Freien und wird im Kübel gehalten, den Sie über den Winter in einen hellen, frostfreien Raum stellen.
Umpflanzen: Gekaufte Topfware kommt möglichst bald nach dem Kauf in ein größeres Gefäß oder ins Beet. Junge Pflanzen stecken das Verpflanzen besser weg als ältere.
Vermehrung: Osmanthus lässt sich über Stecklinge vermehren. Halbreife Stecklinge im August schneiden, in ein Gemisch aus Substrat und Sand stecken und mit Folie abdecken — im Wasserglas wurzelt Osmanthus nicht.
Wichtig ist, die Pflanze zu beobachten und die Pflege an die Bedingungen in Ihrem Garten oder auf Ihrer Terrasse anzupassen. Wer das tut, wird mit reichlich Blüten und dem charakteristischen Duft belohnt.
Stechpalmenblättrige Duftblüte (Osmanthus heterophyllus)


Osmanthus heterophyllus ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus Asien, vor allem aus Japan. Der Name Osmanthus aquifolium bezeichnet dieselbe Art.
Bekannt ist diese Art für ihr auffälliges Laub, dessen Form innerhalb einer Pflanze wechselt. Junge Blätter sind scharf gezähnt und erinnern an die Stechpalme (Ilex aquifolium) – daher der Beiname „Falsche Stechpalme“ –, während ältere Blätter glattrandig und ganzrandig oder nur schwach gezähnt sind. Diese Variabilität macht den Strauch das ganze Jahr über dekorativ.
Wie bei den anderen Arten sind auch die Blüten von Osmanthus heterophyllus klein und stark duftend. Sie sind weiß bis cremefarben und riechen süß-blumig mit fruchtigem Unterton. Wegen dieses Dufts schätzt man sie für die Verwendung in Parfümerie und Kosmetik.
Osmanthus heterophyllus ist in Gärten und in der Landschaftsgestaltung beliebt. Er lässt sich leicht kultivieren und eignet sich als Hecke, Solitär oder Bestandteil gemischter Pflanzungen. Mit dem dekorativen Laub und den duftenden Blüten bringt er Struktur und Duft in den Garten – das schätzt jeder Gärtner.
Burkwoods Duftblüte (Osmanthus × burkwoodii)
Burkwoods Duftblüte ist der deutsche Name für die Hybride Osmanthus × burkwoodii. Sie ist eine Kreuzung aus zwei Osmanthus-Arten – Osmanthus decorus und Osmanthus delavayi.
Osmanthus × burkwoodii ist ein immergrüner Strauch mit glänzenden, ledrigen Blättern, die an die Blätter der Stechpalme (Ilex aquifolium) oder der Chinesischen Stechpalme (Ilex cornuta) erinnern. Der Blütenduft dieser Hybride ist kräftiger als bei den meisten anderen Osmanthus-Arten. Die Blüten sind meist weiß und verströmen einen intensiven, süßen Duft – der Hauptgrund für ihre Beliebtheit in der Gartengestaltung.
Burkwoods Duftblüte wird vor allem wegen ihres dekorativen Werts und ihres Duftsgepflanzt. Sie ist leicht zu kultivieren und braucht einen ausreichend sonnigen Platz auf durchlässigem Boden. Die Blüten erscheinen im Frühjahr, gelegentlich ein zweites Mal im Herbst– das hält die Pflanzung über die Saison hinweg abwechslungsreich.

Weil sie sich gut schneiden und in Form bringen lässt , eignet sich Burkwoods Duftblüte als immergrüne Hecke oder als Strukturpflanze im Beet. Sie passt außerdem in Duftgärten oder steht als Solitär, der mit Duft und Blütenfülle für sich wirkt.
Düngung von Freiland- und Zierpflanzen
- Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Setzen Sie aus DÜNGEE einen Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder sprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug ein.
