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Schöterich (Erysimum)

Erysimum ist eine anspruchslose Gattung für Steingarten und Beet. Die wichtigsten Arten im Porträt, dazu Standort, Aussaat, Pflege und Düngung.

Inhalt

Schöterich – Steingartenpflanze und Ackerunkraut

(Erysimum)

Schöterich (Erysimum) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Zur Gattung gehören rund 200 Arten, die überwiegend in Gelb-, Orange- oder Rottönen blühen; einige duften ausgeprägt. Der bekannteste Vertreter im Garten ist der Goldlack (Erysimum cheiri).

Wie ein Schöterich aussieht, hängt von Art und Sorte ab. Einige Merkmale haben aber alle gemeinsam:

  1. Blätter: Die Blätter sind schmal, wechselständig und oft graugrün. Am Boden bilden sich Blattrosetten.

  2. Blüten: Die Blüten sind typisch vierzählig und stehen in endständigen Trauben. Sie erscheinen in Gelb-, Orange- und Rottönen, bei Gartensorten auch in Violett.

  3. Früchte: Die Früchte sind zylindrische Schoten mit den Samen darin. Reif springen die Schoten auf und geben die Samen frei.

Schöterich wächst vor allem an sonnigen Standorten, häufig an felsigen Hängen, Böschungen und auf Felsen. Verbreitet ist die Gattung in Europa, Asien und Nordafrika, mit einem zweiten Schwerpunkt im westlichen Nordamerika. Die Arten wachsen auf ganz unterschiedlichen Böden, auch auf trockenen und nährstoffarmen. Bei Gärtnern beliebt ist der Schöterich wegen seiner leuchtenden Blüten und weil er auch unter kargen Bedingungen zurechtkommt.

Schöterich mit leuchtend gelben Kreuzblüten auf einer sonnigen Wiese
Angelegtes Gartenbeet mit Zwerggehölzen, Rindenmulch und Beleuchtung

Grauer Schöterich (Erysimum diffusum)

Wild wachsender Schöterich mit gelben Blüten in offener Grasflur

Der Graue Schöterich (Erysimum diffusum, auch Andrzejowskis Schöterich) ist eine Art der Steppen und Trockenrasen von Ost- und Südosteuropa bis Zentralasien. Er wächst überwiegend wild und wird nur selten gezielt gepflanzt.

Wie der Graue Schöterich aussieht

  • Der Graue Schöterich ist eine zweijährige bis ausdauernde Staude, die niedrige Polster oder ausgebreitete Halbsträucher bildet.
  • Die Blätter sind schmal, wechselständig und fein behaart; die dichte Behaarung gibt ihnen den graugrünen Ton, dem die Art ihren Namen verdankt.
  • Die Blüten sind typisch gelb bis orange und stehen in Büscheln an den Triebenden. Die Blütezeit reicht meist vom Frühjahr bis in den Sommer.

Wie diese Schöterich-Art kultiviert wird

  • Standort: Der Graue Schöterich bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze. Auf trockenen, steinigen Böden gedeiht er gut.
  • Boden: Gut durchlässig und leicht alkalisch. Mager darf er ruhig sein, Staunässe verträgt die Art dagegen nicht.
  • Gießen: Trockenheit steckt er weg, doch regelmäßige Wassergaben in langen Trockenperioden fördern Wuchs und Blüte.
  • Vermehrung: Am einfachsten über Aussaat. Die Samen lassen sich im Herbst oder im Frühjahr direkt am Standort ausbringen.
  • Weitere Pflege: Verblühtes regelmäßig auszuputzen fördert eine zweite Blüte. Gelegentlich lässt sich die Pflanze auch zurückschneiden, um Form und Größe zu halten.

Der Anbau des Grauen Schöterichs eignet sich für Gärten mit trockenerem, sonnigem Klima. Im Steingarten, in trockenen Beeten und an Böschungen ist er eine gute Ergänzung. 

Honig-Schöterich (Erysimum odoratum)

Der Honig-Schöterich (Erysimum odoratum, auch Wohlriechender Schöterich) ist eine attraktive Staude mit ausgeprägtem Duft. Genau der ist sein Hauptreiz — wenn Sie ihn im Steingarten oder im Beet ziehen möchten, gehen Sie so vor

Standort und Boden:

  • Der Honig-Schöterich bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze. In voller Sonne blüht er in der Regel reicher.
  • Der Boden sollte gut durchlässig, mäßig feucht und humos sein. Am besten eignet sich ein leicht alkalischer bis neutraler Boden.

Gießen:

  • Gegossen wird regelmäßig, vor allem während der Wachstumszeit. So trocknet der Boden nicht aus, was die Blüte stören würde.

Vermehrung:

  • Der Honig-Schöterich lässt sich über Samen vermehren, die im Frühjahr oder im Herbst ausgesät werden.
  • Ebenso gut gelingen Stecklinge. Nehmen Sie einen gesunden Trieb, entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie ihn in feuchten Sand oder in eine Mischung aus Torf und Sand. Erst wenn er Wurzeln gebildet hat, kommt er an seinen endgültigen Platz.

Weitere Pflege:

  • Verblühtes regelmäßig zu entfernen fördert eine weitere Blüte.
  • Ein Rückschnitt hält den Honig-Schöterich kompakt und regt neuen Austrieb an.

Überwinterung:

  • In rauen Lagen braucht der Honig-Schöterich Frostschutz. Eine Mulchschicht über dem Wurzelbereich hilft ihm über strenge Fröste.

Duft:

  • Der Duft ist der größte Reiz dieser Art. Die Blüten duften kräftig honigartig und machen sie zu einer angenehmen Zierde im Garten.

Der Honig-Schöterich ist eine schöne Pflanze für Beete, Beetränder und Kübel. Seine leuchtend gelben Blüten und ihr Duft ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

Acker-Schöterich (Erysimum cheiranthoides)

Gartensorte des Schöterichs mit gelb-orangen Blüten

Der Acker-Schöterich (Erysimum cheiranthoides) ist eine Art aus der Gattung Erysimum

Wie diese Pflanze aussieht

Blätter: Die Blätter des Acker-Schöterichs sind wechselständig, schmal und meist frischgrün. Sie können fein behaart sein.

Blüten: Die Blüten sind klein und vierzählig — typisch für die Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie sind meist blassgelb bis orangegelb und stehen in aufrechten Trauben an den Stängelenden. Geblüht wird von Juni bis in den Herbst.

Stängel und Wuchs: Der Acker-Schöterich bildet aufrechte Stängel, die mehrere Dezimeter hoch werden. Der Wuchs ist straff aufrecht, und die Pflanze kann dichte Bestände bilden.

Früchte: Nach der Blüte entstehen zylindrische Schoten, die die Samen enthalten.

Der Acker-Schöterich gilt als Ackerunkraut, weil er sich rasch aussamt und große Bestände bildet. Er wächst auf Äckern, an Wegrändern, auf Schuttplätzen und anderen offenen Flächen.

In Deutschland ist er dabei heimisch und kein Neophyt — als invasiv gilt er nur dort, wohin er verschleppt wurde, etwa in Teilen Nordamerikas. Im Garten ist er deshalb kein Fall für die Naturschutzfrage, sondern ein Wildkraut, das man vor der Samenreife jätet.

Freiland- und Zierpflanzen düngen

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
  • Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.