Sommerwurz (Orobanche)
- Standort: trockene und feuchtere Wiesen, Felder, Feldraine und Wegränder
- Höhe: 10–60 cm je nach Art
- Blütezeit: Mai–August
- Vermehrung: durch Aussaat von Samen, die sich durch Wind und Wasser verbreiten
Ökologie und Wirtspflanzen
Arten der Sommerwurz
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Gelbe Sommerwurz (Orobanche lutea)
Sie erreicht eine Höhe von bis zu 40 cm. Sie hat gelbe Blüten in dichten Trauben und parasitiert hauptsächlich auf Klee und anderen Hülsenfrüchtlern. Sie blüht von Mai bis Juli.
Ästige Sommerwurz (Orobanche ramosa)
Kleine Art, 10–30 cm hoch, oft verzweigt, mit violetten Blüten. Häufiges Unkraut auf Feldern, wo sie Tomaten und Tabak befällt. Blüht von Juni bis August.
Nelken-Sommerwurz (Orobanche caryophyllacea)
Wird 20–50 cm hoch, hat weißrosa Blüten und parasitiert am häufigsten auf Storchschnabelgewächsen. Erscheint in Waldrändern und Hainen von Mai bis Juli.
Purpur-Sommerwurz (Orobanche purpurea)
Seltenere Art mit auffällig purpurfarbenen Blüten. Wird 20–40 cm groß und parasitiert auf Steppenkräutern. Blüht von Juni bis August.
Vermehrung und Ausbreitung
Die Samen der Sommerwurzarten sind sehr klein und können viele Jahre im Boden überleben. Sie keimen nur bei Kontakt mit chemischen Signalen der Wirtswurzeln. Sobald sie gekeimt haben, heftet sich die Sommerwurz sofort an den Wirt und beginnt, Nährstoffe zu entziehen.
Verwendung und Bedeutung
Sommerwurz wird in der Praxis nicht kultiviert, da sie für Nutzpflanzen schädlich ist. In einigen Kulturen wird sie jedoch in der Volksmedizin verwendet, und in der Botanik dient sie als Beispiel für eine extreme Anpassung an den Parasitismus. Das Vorkommen der Sommerwurz ist ein Indikator für das ökologische Gleichgewicht und einen gesunden Lebensraum.
Eine weitere parasitische Pflanze, der Sie in der Natur begegnen können, ist der Wachtelweizen. Lesen Sie mehr im Artikel über Wachtelweizen.
