🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Inhalt

Spinnmilben – die häufigsten Schädlinge an Obstgehölzen

(Bryobia)

Spinnmilben sind kleine tierische Schädlinge, die sich von Pflanzensäften ernähren. Sie sind sehr klein, werden etwa 0,5 bis 1 mm groß und können weiß, braun oder gelb gefärbt sein. Spinnmilben finden Sie häufig auf der Unterseite von Blättern, Ästen und Früchten der Pflanzen, wo sie durch das Saugen von Säften Schäden an der Pflanze verursachen.
Spinnmilben können an vielen Pflanzenarten auftreten, darunter Blumen, Kräuter, Gemüse und Obstbäume. Zu den Spinnmilbenarten gehören beispielsweise die gemeine Spinnmilbe, die Zweispinnmilbe, die Hopfenspinnmilbe, die Obstbaumspinnmilbe und die Tabakspinnmilbe.
Weibliche Spinnmilben legen Eier, aus denen sich Adulttiere entwickeln. Eine Spinnmilbe kann 4 bis 6 Generationen pro Jahr haben, und die Eier überwintern auch in strengen Wintern. Spinnmilben können auch Krankheiten von einer Pflanze auf eine andere übertragen.
Gegen Spinnmilben muss man sofort von Anfang an vorgehen, da Sie sonst eine Schädigung der Pflanzen und eine karge Ernte riskieren. Einen genaueren Schutz besprechen wir weiter unten, dazu gehören die Anwendung von Insektiziden, der Einsatz biologischer Mittel (Insekten) sowie das physische Entfernen von Pflanzen und befallenen Pflanzenteilen.
Hopfenspinnmilbe

Obstbaumspinnmilbe

Die Obstbaumspinnmilbe ist eine von 140 Spinnmilbenarten, die hauptsächlich an Obstbäumen parasitiert. Sie ist an Apfelbäumen, Birnbäumen, Pflaumenbäumen und Weinreben zu finden. Adulte Individuen werden 0,5 bis 0,5 mm groß und sind rot gefärbt. Auch diese Spinnmilbe hat mindestens 4 Generationen pro Jahr.

Wintereier sind rot gefärbt und werden auf der Unterseite der Blätter abgelegt. Frühjahrs- und Herbsteier sind gelblich-grün bis rot gefärbt und werden ebenfalls auf der Unterseite der Blätter abgelegt. Spinnmilben gedeihen bei trockenem und warmem Wetter. Ihre natürlichen Feinde sind Raubmilben der Gattung Typhlodromus pyri.

Hopfenspinnmilbe

Eine weitere sehr verbreitete Spinnmilbe ist die Gemeine Spinnmilbe – lassen Sie sich nicht täuschen, dass sie nur an Hopfen parasitiert. Die Gemeine Spinnmilbe findet man nämlich auch an Früchten, zum Beispiel an Erdbeerpflanzen.

Die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) lebte ursprünglich nur in Europa und Asien, ist heute jedoch auf der ganzen Welt verbreitet. Die Gemeine Spinnmilbe schädigt Hopfen, Gurken, Himbeeren, Weinreben, Kartoffeln und andere Kulturpflanzen. Sie parasitiert auf Blättern, die sie befrisst, und hält sich meistens auf der Unterseite der Blätter versteckt.

Spinnmilben x Weiße Fliegen

Weiße Fliegen

Weiße Fliegen parasitieren genau wie Spinnmilben auf den Blättern von Pflanzen und saugen deren Saft. Während Spinnmilben zu den Milben (Familie) und Spinnentieren (Unterordnung) gehören, zählen Weiße Fliegen zu den Pflanzenläusen und Halbflüglern. Das wäre für sich allein genommen für Gartenfreunde jedoch nicht so interessant – viel wichtiger ist, dass Spinnmilben trockene und warme Umgebungen bevorzugen, während Weiße Fliegen durchnässte Böden lieben. Gehen Sie davon aus, wenn Sie diese Schädlinge loswerden möchten.

Spinnmilben an Zimmerpflanzen

Spinnmilben befallen neben Freilandpflanzen auch Zimmerpflanzen, insbesondere in trockenen Wohnungen, da ihnen dieses Umfeld zusagt. Sie erkennen den Befall daran, dass die Blätter auf der Unterseite fein gefleckt sind und allmählich silbrig oder bronzefarben werden. Stärker befallene Blätter verfärben sich braun, vertrocknen und fallen ab. Die Pflanze kann unter dem Ansturm der Spinnmilben sogar völlig absterben.

Auch zu Hause ist es notwendig, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren, befallene Blätter zu entfernen, Spinnmilben mechanisch zu bekämpfen, mit Insektizid zu besprühen oder eine Raubmilbe anzuschaffen. Aber auch unter häuslichen Bedingungen können Sie Hnojík und eine daraus hergestellte Lösung verwenden.

Spinnmilben auf Zimmerpflanzen - regelmäßige Kontrolle

Spinnmilben an Gurken

Spinnmilben treten häufig an Gurken auf, wiederum auf der Unterseite der Blätter. Daher empfehlen wir, Gurken an Rahmen oder Netzen zu ziehen, damit sie nicht auf dem Boden kriechen. Den größten Schaden an Gurken verursacht die Gemeine Spinnmilbe, die grün gefärbt ist. Sie ist zwar mit dem bloßen Auge sichtbar, misst jedoch etwa 0,5 mm. Die Blätter werden sowohl von Larven als auch von erwachsenen Tieren geschädigt. Dieselbe Spinnmilbe kann in Ihrem Garten auch auf Tomaten, Paprika oder Bohnen übergehen.

Gurkenanbau am Netz

Interessante Links

Spinnmilbe – Wiki

Obstbaumspinnmilbe – Agromanual