🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Sterndolde (Astrantia): Anbau, Große Sterndolde und Samen

Zarte Staude für den Halbschatten – für den Steingarten, das Beet und als Schnittblume: Beschreibung, Höhe, Sorten und Samenernte

Sterndolde – für Steingärten, Beete und als Schnittblume: Blätter, Blüten und Höhe

Weißer Blütenstand der Sterndolde (Astrantia), umgeben von Hochblättern mit grünlichen Spitzen

Die Pflanze Sterndolde (Astrantia) ist dank ihrer zarten Blüten und attraktiven Blätter eine beliebte Blume in Gärten. 

Wie die Sterndolde aussieht

Die Sterndolde ist eine Staude, die zur Familie der Doldenblütler Apiaceae (früher Umbelliferae) gehört und aus Europa und Asien stammt. Sie hat ein charakteristisches Aussehen, das sie von anderen Blumen unterscheidet.

Blätter: Die Blätter der Sterndolde sind meist zusammengesetzt und haben eine gelappte oder handförmig gelappte Form. Sie sind tief eingeschnitten und oft von sattgrüner Farbe. Die Blätter bilden einen dichten Horst, der auch dann attraktiv ist, wenn die Pflanze nicht blüht.

Blüten: Die Blüten der Sterndolde sind durch ihre Anordnung charakteristisch. Sie stehen in zusammengesetzten Dolden, die eine Art „Kugeln“ aus Blüten bilden. Die Blüten sind fünfzählig und von weißen oder farbigen Hochblättern umgeben, die entweder gleich lang oder sogar länger als die Blütenhülle sind. Die Blüten werden von Bienen und Hummeln bestäubt, sodass die Sterndolde Bestäuber in Ihren Garten lockt.

Höhe: Sterndolden können unterschiedliche Höhen erreichen, meist liegen sie zwischen 30–60 cm.

Sterndolde anbauen: Standort, Gießen, Düngen und Vermehren

Honigbiene auf einem rosafarbenen Blütenstand der Sterndolde

Die Sterndolde (Astrantia) ist eine schöne und anspruchslose Staude, die sich leicht in Staudengärten kultivieren lässt. Wenn Sie ihr den richtigen Standort aussuchen und die passende Pflege geben, werden Sie sich sicher über attraktive Blüten freuen.

Standort:

  • Sonne oder Halbschatten: Sterndolden bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. In voller Sonne blühen sie mitunter reicher, sie kommen aber auch an Plätzen mit leichtem Schatten gut zurecht, besonders in wärmeren Klimalagen.

  • Boden: Ein gut durchlässiger und humoser Boden ist für die Sterndolde ideal. Der Boden sollte eher feucht, aber gut entwässert sein, damit es nicht zu Staunässe an den Wurzeln kommt.

Vorgehen beim Pflanzen und weitere Pflege

  1. Pflanzung: Sterndolden können Sie im Frühjahr oder im Herbst pflanzen. Suchen Sie einen geeigneten Platz im Garten nach den Ansprüchen an Sonne und Boden aus. Heben Sie ein ausreichend großes Loch aus, das den Wurzeln der Pflanze Raum zur Entwicklung lässt. Setzen Sie die Pflanze so in das Loch, dass die Wurzeln mit Erde bedeckt sind und der obere Teil der Pflanze auf Bodenhöhe liegt.

  2. Gießen: Gießen Sie nach dem Pflanzen regelmäßig, damit die Pflanze gut einwurzelt. Später können Sie nach Bedarf gießen, damit der Boden feucht, aber nicht staunass bleibt.

  3. Düngen: Der Sterndolde tut regelmäßiges Düngen gut. Verwenden Sie im Frühjahr einen stickstoffreichen Dünger, der das Wachstum der Pflanze und die Bildung von Blattmasse fördert. Während der Vegetationszeit können Sie zusätzlich einen Dünger mit höherem Kaliumgehalt geben, um die Blüte zu unterstützen.

  4. Überwinterung: In Regionen mit kaltem Klima können Sie durch Mulchen rund um die Pflanze einen Winterschutz schaffen. Das hilft, die Wurzeln vor extremem Frost zu schützen.

  5. Schnitt: Nach der Blüte können Sie verwelkte Blüten und Stängel entfernen. Das fördert meist eine zweite Blütenwelle und verbessert das Gesamtbild der Pflanze.

  6. Vermehrung: Die Sterndolde können Sie durch Teilung der Horste im Frühjahr oder im Herbst vermehren. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Boden, teilen Sie den Horst in kleinere Stücke und pflanzen Sie diese wieder ein.

Sterndolden sind eine schöne und elegante Blume für Staudengärten, Steingärten und Blumenbeete. Wenn Sie die oben genannten Grundregeln beachten, können Sie diese Pflanze viele Jahre erfolgreich kultivieren und sich an ihrer schönen Blüte erfreuen.

Große Sterndolde (Astrantia major): Höhe, Blüten und Farben

Die Große Sterndolde (Astrantia major) ist eine schöne Staude mit zarten Blüten, die bei Gärtnern beliebt ist. Sie ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Sterndolden-Art Mitteleuropas und kommt auch in Deutschland wild vor.

Wie die Große Sterndolde aussieht

Blätter: Die Blätter der Großen Sterndolde sind wechselständig, zusammengesetzt und haben eine gelappte oder handförmig gelappte Form. Sie sind dunkelgrün und bilden einen dichten Horst im bodennahen Teil der Pflanze.

Blüten: Das auffälligste Merkmal der Großen Sterndolde sind ihre Blüten. Die Blütenstände bestehen aus vielen kleinen Blüten, die in kugeligen Büscheln angeordnet sind. Diese Blütenbüschel erzeugen eine attraktive, dekorative Wirkung. Die Blüten sind oft weiß, rosa, rot oder violett. Jede kleine Blüte hat fünf Kronblätter, und die Mitte des Blütenstandes kann ein Büschel kleiner Blüten in einer anderen Farbe bilden.

Höhe: Die Große Sterndolde erreicht eine Höhe von etwa 60–90 cm, was sie zu einer attraktiven, mittelhohen Staude für den Garten macht.

Zierwert von Blüten und Blättern: Die Große Sterndolde gilt als sehr dekorative Pflanze, die häufig in Staudenbeete, auf Zierblumenbeete oder in Beete mit Wildblumen gepflanzt wird. Sie ist auch eine beliebte Blume für den Schnitt, denn ihre Blütenstände verleihen Blumenarrangements Zartheit und Romantik.

Die Große Sterndolde ist verhältnismäßig anspruchslos in der Pflege, was sie zu einer hervorragenden Wahl für Gartenanfänger macht und ebenso für alle, die eine elegante und langlebige Staude für ihren Garten suchen.

Sorten der Großen Sterndolde: Alba, Roma und Claret

Gärtnereien bieten vor allem Sorten der Großen Sterndolde (Astrantia major) an. Sie unterscheiden sich vor allem in der Farbe der Hochblätter, die am Blütenstand das Auffälligste sind:

  • ‚Alba‘: rein weiße Hochblätter mit grünlichem Hauch, der Wildart am nächsten. Für eine schattigere Ecke des Beetes, wo das Weiß die dunklen Blätter aufhellt.
  • ‚Roma‘: satt rosa, große Blütenstände und die längste Blütezeit von allen. Sie setzt schlecht Samen an und wird deshalb durch Teilung des Horstes vermehrt, nicht durch Aussaat.
  • ‚Claret‘: dunkel weinrot bis purpurn, niedrigerer Wuchs um 50–60 cm. Die Farbe kommt an einem sonnigen Standort zur Geltung, im tiefen Schatten färbt sie schwächer aus.

Aus Samen gezogene Pflanzen behalten die Farbe der Sorte nicht — wenn es Ihnen auf einen bestimmten Farbton ankommt, kaufen Sie Jungpflanzen oder vermehren Sie durch Teilung des Horstes.

Sterndolde Samen: ernten, lagern und aussäen

Samen der Sterndolde lassen sich auf mehrere Arten gewinnen, sodass Sie diese schöne Staude vermehren können. Sie können sie in geprüften Samenfachgeschäften oder im Gartenfachhandel kaufen. Sie können sie aber auch von Sterndolden gewinnen, die Sie selbst anbauen oder die Ihre Freunde oder Nachbarn anbauen. Beliebt sind auch Pflanzentauschbörsen, bei denen Sie Samen gegen andere Samen oder Jungpflanzen tauschen.

Im Folgenden nennen wir einige Schritte, wie Sie Samen der Sterndolde aus dem eigenen Garten gewinnen:

  1. Lassen Sie die Blüten verblühen: Nachdem die Blüten der Sterndolde verblüht sind, lassen Sie sie an der Pflanze, damit sich die Samen entwickeln können. Die Samen entwickeln sich in kleinen Früchten – Spaltfrüchten.

  2. Auf die Reife warten: Die Samen brauchen einige Zeit zum Reifen, was mehrere Wochen bis Monate dauern kann. In dieser Zeit können sich die Früchte verfärben und eintrocknen. Haben Sie Geduld, denn unreife Samen keimen nicht.

  3. Samen ernten: Sobald die Früchte trocken sind und aufzubrechen beginnen, können Sie mit dem Sammeln der Samen anfangen. Entfernen Sie die trockenen Früchte vorsichtig mit einer Pinzette oder den Fingern und öffnen Sie sie, um an die Samen zu gelangen. Die Samen sind klein und dunkel.

  4. Lagerung: Die Samen können Sie an einem trockenen und kühlen Ort lagern, ideal in einem Papierumschlag oder einem Stoffbeutel. Das hilft, ihre Keimfähigkeit zu erhalten.

  5. Aussaat: Im Frühjahr oder im Herbst können Sie die Samen aussäen. Bereiten Sie ein Pflanzgefäß oder ein Beet mit gut durchlässigem Boden vor. Bedecken Sie die Samen mit einer feinen Erdschicht und drücken Sie sie leicht an. Halten Sie den Boden feucht, bis die Samen keimen.

  6. Jungpflanzen umpflanzen: Sobald die Jungpflanzen herangewachsen und kräftig genug sind, können Sie sie an ihren endgültigen Standort im Garten umpflanzen. Halten Sie ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen ein, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.

Es ist gut zu wissen, dass aus Samen gewonnene Pflanzen gewisse Abweichungen in Aussehen und Blüte zeigen können, denn es handelt sich um natürliche Fortpflanzung. Gerade deshalb ist die Anzucht der Sterndolde aus Samen auch eine interessante Möglichkeit, einzigartige und vielfältige Pflanzen in den Garten zu holen.

Außen- und Zierpflanzen düngen – auch die Sterndolde

  • In einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Die Sterndolde ist eine anspruchslose Staude, die mit einer einzigen Frühjahrsgabe universellen natürlichen organischen Düngers nach dem Austrieb auskommt und gegebenenfalls mit einer zweiten vor dem Ansetzen der Knospen. Die Menge je Pflanze finden Sie in der Übersicht zur Dosierung, eine Zusammenfassung für das ganze Beet dann im Artikel über das Düngen von Außen- und Zierpflanzen. Genauso werden auch die übrigen Stauden im Beet gedüngt.

Wie man DÜNGEE rund um die Pflanzen im Beet dosiert
Vergleich nach sechs Wochen mit Gießen und Sprühen mit dem Auszug