Strahlengriffel
Strahlengriffel (Actinidia) sind dekorative, meist winterharte Kletterpflanzen mit essbaren Früchten. Zu den bekanntesten Arten zählen die Kiwibeere, der Kolomikta-Strahlengriffel und die Chinesische Kiwi.
Lianen mit großen laubabwerfenden Blättern
- Standort: sonnig, normale bis saure Gartenböden
- Höhe: 3–10 m
- Blütezeit: Mai–Juni
- Vermehrung: durch Aussaat und Stecklinge
Rund 40 Arten der Gattung Strahlengriffel (Actinidia) aus der Familie der Strahlengriffelgewächse (Actinidiaceae) sind in Ostasien verbreitet. Es sind laubabwerfende, linkswindende Lianen mit glatten oder filzig behaarten Trieben. Die Blätter stehen wechselständig, sind einfach, gesägt oder gezähnt; die Blüten sind zwittrig, polygam oder eingeschlechtig, weiß, gelb oder rötlich und stehen oft in achselständigen Trugdolden, mit zahlreichen Staubblättern und Griffeln, die schon zur Blütezeit auf dicken Fruchtknoten sitzen.

Die kultivierten Arten sind starkwüchsige, dekorative Kletterpflanzen mit auffälligem Laub. Sie brauchen ein kräftiges Rankgerüst und können Hausfassaden, Mauern, Pergolen und Lauben begrünen. Der Chinesische Strahlengriffel (Actinidia chinensis) lässt sich in Weinbaulagen für die Ernte der Früchte anbauen. Strahlengriffel brauchen tiefgründige, lockere und ausreichend frische Böden sowie sonnige bis halbschattige Standorte. Bis auf den empfindlicheren Chinesischen Strahlengriffel (Actinidia chinensis) sind bei uns alle Arten ausreichend winterhart.
Arten der Strahlengriffel:
Kiwibeere (Actinidia arguta)

In ihrer Heimat wird die Liane bis zu 20 m lang, bei uns 8–10 m. Die Blätter sind breit eiförmig, 8–12 cm lang, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits mit kurzen Haaren auf den Blattadern und am Rand scharf gesägt. Die Blüten sind 2 cm breit, rein weiß oder mit gelblichem Fleck am Grund, und sie duften. Die Früchte sind 2–2,5 cm lang, eiförmig, gelbgrün, der Stachelbeere ähnlich, süßsäuerlich und essbar. Die Kiwibeere ist wüchsig und anspruchslos; im Handel wird sie auch als Mini-Kiwi oder Bayernkiwi angeboten.
Kolomikta-Strahlengriffel (Actinidia kolomikta)

Er blüht im Mai, die übrigen Arten im Juni. Die Früchte sind essbare Beeren mit vielen Samen, rund oder länglich, glatt oder behaart. Er wächst eher strauchig und wird etwa 3 m hoch. Die Blätter sind breit eiförmig-länglich, 10 bis 15 cm lang, lang zugespitzt, unregelmäßig gesägt, dünn und weich, beidseits mattgrün. Die obere Blatthälfte ist weiß, später rosa; bei männlichen Pflanzen ist diese Färbung deutlicher als bei weiblichen. Die Blüten sind 10–15 mm breit, weiß und duftend. Die Früchte sind gelbgrün, bis 2 cm lang und wohlschmeckend.
Silber-Strahlengriffel (Actinidia polygama)

Die Pflanze klettert bis in 5 m Höhe. Die Blätter sind breit bis länglich eiförmig, 5–15 cm lang, lang zugespitzt, am Rand fein gezähnt und in der oberen Hälfte oft silbrig weiß gefärbt, vor allem bei männlichen Pflanzen. Die Blüten sind 1,5 cm breit, weiß und duftend. Die Früchte sind 2–3 cm lang, eiförmig und bitter. Ansprüche und Verwendung entsprechen denen der Kiwibeere (Actinidia arguta).
Chinesischer Strahlengriffel (Actinidia chinensis, Kiwi)

Er ist auch als Ziergehölz interessant; als Obstgehölz wird er hier beschrieben:
