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Virusbronzekrankheit der Tomate

Inhalt

Virusbronzekrankheit der Tomate - befällt Tomaten und Paprika

(Tomato spottet wilt virus)

Die Virusbronzekrankheit der Tomate, auch bekannt als TSWV (Tomato spotted wilt virus), ist eine Viruserkrankung, die Tomaten und andere Pflanzen befällt. TSWV gehört zur Gruppe der Viren, die als Thrips-übertragene Tospoviren bezeichnet werden, was bedeutet, dass sie durch Milben (Thrips) übertragen werden.

Die Symptome der Virusbronzekrankheit der Tomate umfassen bronzefarbene oder braune Flecken auf den Blättern, gelbliche Streifen oder Flecken auf den Früchten sowie Kümmerwuchs der Pflanze. Von TSWV befallene Pflanzen können zudem Welke und Vitalitätsverlust aufweisen. Diese Krankheit kann schwerwiegende Folgen für den Tomatenertrag haben, da sie Qualität und Menge der Ernte verringern kann.

TSWV wird durch kleine Milben, Blattläuse und Thripse übertragen, die sich von Pflanzensäften ernähren. TSWV kann auch durch Tomatensamen, bestimmte Unkräuter und mechanische Beschädigung der Pflanzen übertragen werden.

Die Vorbeugung und Bekämpfung der Virusbronzekrankheit der Tomate umfasst den Einsatz resistenter Tomatensorten, die gegenüber TSWV widerstandsfähig sind, sowie die Reduzierung der Milbenpopulation mithilfe von Insektiziden. Es ist außerdem wichtig, geeignete landwirtschaftliche Pflegemaßnahmen durchzuführen, wie etwa das Entfernen infizierter Pflanzen und Unkräuter, um die Ausbreitung des Virus zu minimieren.

Virusbronzekrankheit der Tomate - Symptome an den Früchten

Tomatenbronzekrankheitsvirus an Paprika

Das Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV) kann sich auch auf Paprika manifestieren, da es in der Lage ist, eine breite Palette von Pflanzen zu infizieren. Die Symptome von TSWV auf Paprika sind ähnlich wie bei Tomaten und können Folgendes umfassen:

  1. Bronze- oder braune Flecken auf den Blättern: Infizierte Paprikablätter zeigen braun oder bronzefarben verfärbte Flecken. Die Flecken können unterschiedliche Größen und Formen haben und breiten sich häufig über die Blattoberfläche aus.

  2. Gelbe Streifen oder Flecken auf den Früchten: Reife Paprikafrüchte zeigen dann gelbe Streifen oder Flecken. Diese Verfärbungen können unregelmäßig sein und sowohl auf der Oberfläche der Frucht als auch unter der Schale auftreten.

  3. Verkümmertes Pflanzenwachstum: Ähnlich wie bei Tomaten kann TSWV auch bei Paprika das Wachstum und die Entwicklung beeinflussen, was zu verkümmertem Wachstum führen kann. Infizierte Pflanzen sind dann kleiner und weniger lebensfähig als gesunde Pflanzen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome von TSWV auf Paprika je nach Paprikasorte und dem spezifischen Virusstamm variieren können. Es gibt auch eine Reihe anderer Viruserkrankungen, die Paprika befallen und ähnliche Symptome hervorrufen können. Für eine korrekte Diagnose ist es immer am besten, einen Pflanzenexperten zu konsultieren oder Proben der betroffenen Pflanzen zur Analyse an ein Labor einzusenden.

Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, geeignete landwirtschaftliche Pflegepraktiken einzuhalten, wie das Entfernen befallener Pflanzen und Unkräuter, um die Ausbreitung des Virus zu minimieren. Die Verwendung resistenter Paprikasorten kann ebenfalls dazu beitragen, das Infektionsrisiko durch diese Krankheit zu verringern.

Tomatenbronzefleckenvirus auf Paprika

Tomatenbronzefleckenvirus - Chrysantheme

Interessanterweise kann dieses Virus auch Zierpflanzen wie Chrysanthemen, Dahlien, Fleißige Lieschen und andere befallen.

Das Virus befindet sich anschließend in allen Teilen der Pflanzen, obwohl die Verteilung innerhalb der Pflanze selbst sehr unregelmäßig ist, was die Erkennung des jeweiligen Virus in der Regel erschwert. Die Symptome von TSWV sind zudem ähnlich wie die des Impatiens-Nekrotikfleckenvirus (INSV); diese beiden Viren lassen sich allein anhand der Symptome nicht unterscheiden. Darüber hinaus treten häufig auch Mischinfektionen auf, die in vielen Fällen zu einer Verstärkung der Symptome führen.
TSWV wird durch viele Thripsarten übertragen. Seine Übertragung erfolgt persistent und propagativ, was bedeutet, dass nach der Virusaufnahme zunächst eine Latenzperiode eintritt, in der sich das Virus im Körper des Überträgers vermehrt, bevor der Überträger das Virus weitergeben kann. Die Übertragung ist durch Larven des zweiten Stadiums sowie durch Adulte möglich.
Die Symptome sind je nach Virusstamm, aber auch je nach Anbaubedingungen, Pflanzenart oder Alter der Wirtspflanze unterschiedlich. Zu den Symptomen gehören in der Regel: nekrotische und chlorotische Flecken, Zeichnungen und Ringe auf den Blättern, Nekrosen der Stängel, Rötung, Bräunung und Bronzierung der Stängel und Blätter, Verformungen der Stängel und Blätter, Nekrosen der Wachstumsspitzen, Verformungen und Farbveränderungen der Blüten, ungleichmäßige Fruchtreife, an gefärbten Früchten treten rote, gelbe und weiße Ringe auf. Es kommen jedoch auch symptomlose Infektionen vor.
Achten Sie außerdem auf die Verwechslung mit einem Virusbefall. Ähnliche Symptome wie TSWV können nämlich viele andere Viren verursachen, und neben dem bereits erwähnten Virus der nekrotischen Fleckigkeit des Springkrauts können das sein: Bohnenwelkvirus (BBWV), Gurkenmosaikvirus (CMV) – siehe separater Artikel, Tabakmosaikvirus (TMV) oder Tabakringfleckenvirus (TRSV). Manchmal kann das Virus sogar mit pilzlichen oder bakteriellen Krankheiten verwechselt werden, die ebenfalls Nekrosesymptome verursachen.
Das Tomatenbronzevirus kann auch Chrysanthemen befallen

Quellen:

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