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Obsah
Kohl – Grundinformationen
(Brassica oleracea)
Kohl ist eine Bezeichnung für Kreuzblütler-/Kohlgemüse. Es gibt mehrere Arten, insbesondere: Kopfkohl, Rosenkohl, aber auch Weißkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl usw. gehören zu dieser Gruppe.
Kopfkohl bildet Köpfe, ähnlich wie Weißkohl. Diese Köpfe sind jedoch nicht so kompakt wie beim Weißkohl und sind kraus.
Rosenkohl bildet kleine Kohlröschen, die sehr zart sind und sich gut zum Dünsten oder für Suppen eignen.
Alle Kohlarten sind sehr gesund, da sie Vitamine der Gruppe B, C, E und K sowie Spurenelemente wie Kalzium, Magnesium, Selen, Kalium, Schwefel, Magnesium und Natrium enthalten.
Wissenswertes
Neben den oben genannten Arten gibt es auch den sogenannten Zierkohl, der gekräuselte Blätter hat, die ganz oder in der Mitte gefärbt sind. Er kann rote, violette oder weiße Farbe haben, kann aber auch mehrfarbig sein. Die meisten Zierkohle sind essbar. Die Farben zeigen sich jedoch erst nach dem ersten Frost, und dann empfehlen wir den Verzehr nicht mehr – es wäre auch schade, denn der Zierkohl macht sich im Garten bis in den Winter hinein wunderschön.
Geschichte des Anbaus
Grünkohl ist eine alte Kulturpflanze, die bereits seit der Antike angebaut wird. Nachweislich wurde er von den alten Ägyptern, wahrscheinlich auch von den Griechen und Römern kultiviert. All diese Völker bauten Grünkohl an, der den heutigen Sorten am ehesten dem Kopfkohl ähnelt.
Im Mittelalter verbreitete sich der Grünkohl in ganz Europa und gelangte mit den Kolonisationsexpeditionen auch nach Asien und Amerika. Obwohl er heute nahezu auf der ganzen Welt angebaut wird, spielt Europa zweifellos eine führende Rolle – nicht nur im Anbau, sondern auch in der Züchtung neuer Kultivare.
Wie man Grünkohl anbaut
Grünkohl kann in Ihrem Garten von jedem angebaut werden – er ist sehr robust und verträgt Frost bis zu -15 °C.
Grünkohl Setzlinge
Grünkohl wird eher aus Setzlingen als aus eigenem Saatgut gezogen. Kaufen Sie gesunde Setzlinge mit sattgrünen Blättern und ohne Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingen.
Grünkohl wird üblicherweise ab der zweiten Märzhälfte gepflanzt, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass Sie abgehärtete Setzlinge haben. Pflanzen Sie diese in lehmig-sandigen, durchlässigen Boden, denn auf schweren Böden wächst er zwar auch, es dauert jedoch länger.
Setzen Sie die Setzlinge im Abstand von 40 x 40 cm. Gießen Sie gründlich und Sie können auch gleich die erste Düngergabe verabreichen.
Späte Sorten des Grünkohls können noch im Juni gepflanzt werden, verwenden Sie dabei jedoch lieber einen Abstand von 50 x 50 cm.
Weitere Pflege
Grünkohl muss vor allem im Juni gegossen werden, wenn er sich am stärksten entwickelt. Das Beet darf niemals vollständig austrocknen. Außerdem ist eine Düngung erforderlich.
Die Beete mit Grünkohl müssen auch gehackt und gejätet werden, vor allem damit das Unkraut dem Grünkohl keine notwendigen Nährstoffe entzieht; das Hacken ist wiederum wichtig, damit Regenwasser in den Boden eindringen kann. Wenn Sie den Grünkohl bei länger anhaltender Trockenheit gießen müssen, lohnt es sich übrigens, Regenwasser zu sammeln und damit zu gießen.
Ernte des Grünkohls
Grünkohl lässt sich am besten im September/Oktober ernten, bevor der erste Frost einsetzt. Auch wenn er Frost verträgt, würde er sich danach schlecht lagern lassen. Wir ernten vorsichtig und graben den Grünkohl samt Wurzel aus, die wir nur grob säubern. Wenn wir den Grünkohl im Keller lagern möchten, entfernen wir die Wurzel nicht, um durch Verletzungen keine Krankheitserreger in den Kopf einzubringen.
Lagerung des Grünkohls
Grünkohl wird dunkel und kühl gelagert – ideal sind Keller, Garage o. ä. In diesem Fall belassen wir die Wurzeln. Kleinere Mengen Grünkohl können im Kühlschrank gelagert werden; in diesem Fall werden die Wurzeln aus Platzmangel entfernt.
Grünkohl kann für den Winter auch eingefroren werden – siehe unten.
Krankheiten und Schädlinge des Grünkohls
Kohl ist wie alle Kohlgewächse anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Bei den Krankheiten ist es vor allem die Kohlhernie, bei den Schädlingen der Kohlweißling, der Kohlerdfloh, die Kohllaus oder die Kohleule.
Kohlhernie ist eine Krankheit, die die Wurzeln befällt. Die Wurzeln sind infolge der Krankheit schwach, der Kohl wird schlecht ernährt und verkümmert. Die beste Vorbeugung besteht darin, gesundes Pflanzgut zu kaufen, die Abstände zwischen den Pflanzen einzuhalten und der Erde Kalk beizumischen, wenn nicht genügend Kalzium vorhanden ist.
Kohlweißling – befällt alle Kohlgewächse, das Weibchen legt Hunderte von Eiern auf den Unterseiten der Blätter ab. Wenn Sie auf das Besprühen verzichten möchten, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Pflanzen gründlich zu kontrollieren und die Eier mechanisch zu vernichten. Es hilft auch, insektenfressende Vögel in den Garten zu locken.
Kohlerdfloh – ist ein kleiner Käfer von 2,5 mm Größe, die Käfer selbst sind harmlos, aber das Weibchen legt Eier auf die Unterseiten der Blätter, die Larven fressen die Blätter und hinterlassen Fensterfraß. Auch hier gilt wie beim Kohlweißling: mechanische Vernichtung der Eier, Anlockung insektenfressender Vögel in den Garten. Besprühungen sind möglich (Karate Zeon u. a.), aber Sie müssen darauf achten, dass sie anderen Lebewesen nicht schaden.
Kohllaus – ebenfalls ein kleines Insekt, 2 bis 2,5 mm, die Weibchen fressen die Blätter, auf den Unterseiten der Blätter finden sich Kolonien von Läusen. Von Blattläusen ernähren sich beispielsweise der Siebenpunkt-Marienkäfer und andere Insekten, daher ist es gut, im Garten ein Insektenhotel aufzustellen.
Kohleule – die Eule selbst ist harmlos und recht hübsch (grau mit einem markanten W auf den Flügeln), legt jedoch ihre Eier in Kohlgewächse und die Raupen fressen dann Löcher und hinterlassen Kot. Befallene Pflanzen lassen sich kaum noch verwerten. Das Besprühen gegen eine so große Eule ist nahezu sinnlos, besser ist es, Vögel und insektenfressende Insekten in den Garten zu locken oder die Eier von Hand zu sammeln.
Verwendung von Kohl in der Küche
Zunächst erfahren Sie, wie man Kohl einfriert, da dies eine der Möglichkeiten ist, ihn vitaminreich für den Winter aufzubewahren. Kohl wird nie frisch und roh eingefroren. Er muss kurz gekocht werden, damit er sein Volumen reduziert. Keine Angst vor dem Vitaminverlust – ein paar Minuten Kochen reichen aus. Anschließend lassen Sie den Kohl abtropfen und abkühlen, füllen ihn in Gefrierbeutel oder -behälter, sodass Sie die benötigte Portion griffbereit haben, wenn Sie ihn auftauen und weiterverarbeiten möchten.
Rezepte aus Kohl
Kohl-Frikadellen – Sie benötigen: 1 Kohl, 400 g Hackfleisch, 2 Eier, Salz, Pfeffer, Herbes de Provence, Zwiebel, Semmelbrösel, 3 Knoblauchzehen und Öl zum Braten. Zubereitung: Den Kohl in größere Stücke schneiden und kochen. Dann abgießen, durch den Fleischwolf drehen oder fein hacken. Hackfleisch, fein gehackte Zwiebel, gepressten Knoblauch, Salz, Pfeffer, Herbes de Provence, Eier und zum Binden Semmelbrösel hinzufügen. Einen Teig kneten, der zusammenhält. Aus dem Teig kleine Kugeln oder Fladen formen und in einer ausreichenden Menge Öl braten. Mit Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree servieren, aber auch ein Salat passt dazu.
Gedünsteter Kohl – Sie benötigen: 1 Kohlkopf, 6 Kartoffeln, 1 Zwiebel, 4 Knoblauchzehen, 2 Würste, Salz, Pfeffer, Öl, Brühe (ca. 500 ml). Die Zwiebel fein hacken, in Öl anschwitzen, den in Streifen geschnittenen Kohl hinzufügen, mit Brühe ablöschen und ca. 10 Minuten dünsten. Dann die geschnittenen Kartoffeln hinzufügen und kochen, bis sie weich sind. Zum Schluss die in Würfel geschnittene Wurst, den gepressten Knoblauch hinzufügen, salzen und pfeffern. Fertig garen lassen. Mit frischem Gebäck servieren.
Schweinefleisch im Kohl – Sie benötigen: 500 g Schweinefleisch, 1 Kohl, 1 Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, Schmalz, Salz, 150 g Speck, Weizenmehl, Wasser. Das Fleisch in Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken, im Schmalz anschwitzen, das Fleisch hinzufügen, anbraten, mit Wasser ablöschen und weich dünsten. In der Zwischenzeit in einem anderen Topf den in Stücke geschnittenen Kohl kochen, abgießen und zum Fleisch geben. Mit gepresstem Knoblauch abschmecken. In etwas Wasser das Weizenmehl anrühren und in den Topf gießen, um das Gericht anzudicken. Aufkochen lassen. In der Pfanne den geschnittenen Speck auslassen und zum Schluss zum Gericht geben. Mit Salzkartoffeln, garniert mit frischer Petersilie, servieren.
Düngung von Gemüse
- Sie können rund um die Pflanzen in einer dünnen Schicht streuen.
- Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel Hnojík unter jedes Setzling geben.
- Weichen Sie Hnojík ein und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können auch ungefiltert über die Blätter aus der Gießkanne gießen).
Quellen:
- Böhmig, Franz – Peleška, Stanislav: 2000 Ratschläge für Gartenfreunde, Ottovo nakladatelství, Praha 2001.
- Vlachová, Libuše: Italienische Gerichte auf dem tschechischen Tisch, Svoboda, Praha 1994.
- www.wikipedia.org
- www.nasezahrada.com
- www.agromanual.cz
- www.ireceptar.cz
- www.toprecepty.cz
- www.vareni.cz
