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Hundsrose (Rosa canina): Hagebutten, Hagebuttentee und Heckenrose

Der Heckenrosenstrauch von der Pflanzung bis zur Ernte — Anbau, Schnitt, Hagebutten trocknen, Tee voller Vitamin C und Marmelade

Heckenrose – Rosa canina: die Wildrose aus der Familie der Rosengewächse

Hundsrose (Rosa canina) — blühende Heckenrose mit hellrosa fünfzähligen Blüten

Die Hundsrose oder Heckenrose (Rosa canina) ist eine Rosenart, die für ihre roten, orangefarbenen oder gelben Früchte bekannt ist — die Hagebutten. Sie wächst als Strauch, ist in der freien Natur häufig anzutreffen und wird auch als Zierpflanze in Gärten kultiviert.

Die Hundsrose stammt aus Europa, Nordwestafrika und Westasien; nach Nordamerika wurde sie eingeschleppt und ist dort verwildert. Ihre Früchte, die Hagebutten, sind reich an Vitamin C. Traditionell werden sie zu Tees, Sirupen, Konfitüren und weiteren Lebensmitteln verarbeitet.

Neben ihren Früchten sind Hundsrosen auch für ihre zarten Blüten bekannt. Sie sind meist rosa oder weiß und in Blumengärten wie in Sträußen sehr beliebt. Es gibt viele verschiedene Arten und Sorten von Wildrosen, die sich in Größe, Form und Blütenfarbe unterscheiden.

Botanisch gehört die Hundsrose zu den Rosengewächsen (Rosaceae), also in dieselbe Familie wie Apfelbaum, Birnbaum oder die Brombeere. Umgangssprachlich heißt sie Wildrose, Heckenrose oder schlicht Hagebuttenstrauch — alles Bezeichnungen derselben Pflanze. Von den gezüchteten Gartenrosen unterscheidet sie sich durch ihre einfachen, fünfzähligen Blüten und dadurch, dass sie nach der Blüte zuverlässig Früchte ansetzt.

Hagebutte: die Frucht der Hundsrose — ist die Hagebutte ein Obst?

Die Hagebutte ist die Frucht der Hundsrose, die nach der Blüte entsteht. Es ist eine kleine runde oder ovale Frucht mit glatter oder leicht behaarter Oberfläche. Hagebutten können unterschiedliche Farben haben, am häufigsten sind sie rot, orange oder gelb.

Hagebutten sind eine reiche Quelle an Vitamin C; sie enthalten außerdem weitere wichtige Stoffe wie Vitamin A, E, K, Flavonoide, Carotinoide und Mineralstoffe. Traditionell wurden sie auch in der Volksheilkunde verwendet.

Hagebutten werden häufig verarbeitet zu Tees, Sirupen, Konfitüren, Tinkturen und Nahrungsergänzungsmitteln.

Ist die Hagebutte ein Obst? Aus küchentechnischer Sicht ja — die Hagebutte ist eine essbare Frucht, die wie Beerenobst verarbeitet wird, also zu Tee, Sirup, Marmelade oder Wein. Botanisch ist sie jedoch eine sogenannte Scheinfrucht: Der rote fleischige Teil ist der verdickte Blütenbecher, die eigentlichen Früchte sind erst die harten Nüsschen im Inneren.

Haufen reifer roter Hagebutten mit Kelchresten, formatfüllende Nahaufnahme

Wichtig ist, vor dem Verzehr von Hagebutten die Kerne zu entfernen, denn sie tragen Härchen, die den Verdauungstrakt reizen können. Getrocknet und richtig gelagert halten Hagebutten sehr lange.

Getrocknete Hagebutten: Hagebutten trocknen und wann man sie erntet

Getrocknete Hagebutten auf einer Handfläche und in einem Glasgefäß, im Hintergrund frisches Gemüse und Obst

Wann Hagebutten ernten: Die Haupternte reicht von Ende September bis zu den ersten Frösten. Zum Trocknen eignen sich am besten kräftig gefärbte, aber noch feste Früchte — überfrorene Hagebutten werden zwar süßer, dafür weich und trocknen schlechter; sie eignen sich eher gleich für Sirup oder Marmelade.

Getrocknete Hagebutten sind eine der Möglichkeiten, die Früchte der Hundsrose zu nutzen. Man bekommt sie als ganze getrocknete Früchte ebenso wie als losen Hagebuttentee. Hier einige Informationen zu getrockneten Hagebutten:

  1. Vitamin C und Nährstoffe: Getrocknete Hagebutten sind nach wie vor reich an Vitamin C und weiteren Nährstoffen. Ein Teil des Vitamin C geht beim Trocknen allerdings verloren, und zwar umso mehr, je höher die Temperatur ist und je länger die Hagebutten im Licht liegen.

  2. Tee aus getrockneten Hagebutten: Getrocknete Hagebutten werden häufig für die Zubereitung von Hagebuttentee verwendet. Es genügt, sie mit heißem Wasser zu übergießen und einige Minuten ziehen zu lassen. Hagebuttentee ist wegen seines vollen und erfrischenden Geschmacks beliebt. Gern getrunken wird er auch als warmes Getränk in den kalten Monaten.

  3. Verwendung in Speisen: Getrocknete Hagebutten lassen sich auch als Zutat in Speisen verwenden. Man kann sie in Müsli, Cerealien, Joghurt, Desserts oder Gebäck geben, um dem Essen Nährstoffe und Geschmack zu verleihen.

  4. Lagerung: Getrocknete Hagebutten sind länger haltbar als frische Früchte der Hundsrose. Wichtig ist, sie trocken und kühl zu lagern, damit sie keine Nährstoffe verlieren und Geschmack wie Qualität behalten.

Wenn Sie Hagebutten trocknen möchten, können Sie so vorgehen:

  1. Spülen Sie die Hagebutten kurz mit Wasser ab, um eventuellen Schmutz zu entfernen.

  2. Entfernen Sie Stiele und Blütenreste.

  3. Die Hagebutten können Sie halbieren oder ganz lassen, je nachdem, was Ihnen lieber ist.

  4. Verteilen Sie sie auf Backpapier oder einem Gitterrost, sodass sich die einzelnen Stücke nicht berühren.

  5. Lassen Sie die Hagebutten an einem warmen und trockenen Ort an der Luft trocknen. Sie können sie zum Beispiel auf eine Fensterbank ohne direkte Sonne, in einen Dörrautomaten oder in den Backofen mit eingeschaltetem Ventilator (ohne Hitze) geben. Empfehlenswert ist die niedrigste Temperatur, die Ihr Gerät bietet, damit möglichst wenig Nährstoffe verloren gehen.

  6. Kontrollieren Sie die Hagebutten regelmäßig, bis sie vollständig trocken sind. Der gesamte Trocknungsvorgang kann je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Größe der Früchte mehrere Tage bis Wochen dauern.

  7. Sind die Hagebutten vollständig trocken, sollten sie hart sein und beim Schütteln klappern. Bewahren Sie sie in einem luftdichten Behälter oder Glas an einem dunklen und trockenen Ort auf.

Denken Sie daran, dass Sie Hagebutten niemals bei hoher Temperatur trocknen sollten. Schnelles Trocknen im heißen Backofen verkürzt zwar die Zeit, senkt aber unnötig den Vitamin-C-Gehalt; die Früchte werden dann dunkel und verlieren ihr Aroma.

Hagebutte pflanzen und Hundsrose pflegen: Pflanzung, Düngen und Schnitt

Frühjahrsschnitt der Heckenrose mit einer Gartenschere an unbelaubten Trieben

Der Anbau der Hundsrose ist verhältnismäßig einfach und gelingt auch in Eigenregie. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen zum Anbau:

  1. Standortwahl: Die Hundsrose mag sonnige Lagen, verträgt aber auch Halbschatten. Wählen Sie einen Platz mit gut durchlässigem Boden, denn Staunässe bekommt ihr nicht. Bei der Pflanzung ist außerdem genügend Platz zum Ausbreiten des Strauchs wichtig — er wird bis zu 3 Meter hoch und bis zu 2 Meter breit.

  2. Boden: Die Hundsrose ist gegenüber verschiedenen Bodenarten tolerant, bevorzugt aber leicht sauren bis neutralen Boden. Vor der Pflanzung können Sie den Boden mit Kompost oder gut verrottetem Stallmist anreichern.

  3. Pflanzung: Die beste Pflanzzeit ist der Herbst oder das Frühjahr vor dem Austrieb. Heben Sie ein ausreichend großes Loch aus, damit sich die Wurzeln ausbreiten können, und setzen Sie die Pflanze so tief, wie sie zuvor im Container stand. Nach der Pflanzung gut angießen.

  4. Gießen: Besonders im ersten Jahr nach der Pflanzung ist es wichtig, den Boden feucht, aber nicht nass zu halten. Gießen Sie regelmäßig, vor allem in Trockenperioden.

  5. Düngen: Die Hundsrose ist nicht anspruchsvoll, Sie können sie aber mit Kompost oder Dünger mit höherem Phosphor- und Kaliumgehalt versorgen, was gesundes Wachstum und reiche Blüte fördert. Ein geeigneter natürlicher Dünger ist Düngee, den Sie mit dem Gießwasser ausbringen oder gleichmäßig rund um die Pflanze streuen können.

  6. Schnitt: Die Hundsrose verträgt den Schnitt gut und lässt sich nach Ihren Vorstellungen formen. Schneiden Sie den Strauch im Frühjahr, entfernen Sie trockene und beschädigte Triebe und halten Sie Größe und Form im Rahmen.

  7. Krankheiten und Schädlinge: Die Hundsrose ist insgesamt robust, es können sich aber Blattläuse, Spinnmilben oder Pilzkrankheiten einstellen. Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig und greifen Sie bei Bedarf zu einem schonenden Pflanzenschutzmittel.

  8. Reife und Ernte der Früchte: Hagebutten reifen üblicherweise im Herbst. Lassen Sie die Früchte am Strauch, bis sie eine kräftige Farbe angenommen haben und auf Druck weich sind. Danach können Sie sie von Hand ernten.

Heckenrose aus Samen und als Unterlage für Rosen

Die Hundsrose ist die gebräuchlichste Unterlage für Gartenrosen. Die wilden Triebe, die manchmal am Fuß einer Edelrose erscheinen, sind in Wirklichkeit genau diese Wildrose.

  • Wann säen. Entweder im Herbst Samen aus Hagebutten, die sich gerade rot färben, oder zeitig im Frühjahr Samen aus reifen Hagebutten, die über den Winter in feuchtem Sand kühl gelagert wurden (Stratifikation).
  • Wie säen. In ein gut vorbereitetes Beet, in Rillen mit 20 cm Abstand und 3–4 cm Tiefe. Die Reihen mit Stäben markieren, damit sie beim Jäten nicht beschädigt werden.
  • Geduld. Ein Teil der Samen keimt im ersten Jahr, die meisten erst im zweiten.
  • Verpflanzen. Einjährige Sämlinge werden im Frühjahr in Reihen mit 60 cm Abstand und 25 cm in der Reihe gesetzt. Der Wurzelhals soll knapp über der Oberfläche liegen und wird mit Erde angehäufelt, damit die Rinde nicht verhärtet.
  • Okulieren. Auf so herangezogene Unterlagen werden im Sommer Edelsorten okuliert. Das Vorgehen beschreibt der Artikel Rosenanbau.

Hagebutte und Vitamin C: was in Hagebutten steckt

Hagebuttenöl in einem Glasfläschchen mit Korkverschluss, ringsum frische Hagebutten auf einem Holzbrett

Geschätzt werden Hagebutten vor allem wegen ihres Gehalts an Vitamin C und weiteren Stoffen:

  1. Hoher Vitamin-C-Gehalt: Hagebutten gehören zu den reichsten heimischen Vitamin-C-Quellen. Der Gehalt sinkt durch Trocknen in der Sonne, lange Lagerung und Kochen.

  2. Weitere Stoffe: Hagebutten enthalten außerdem Flavonoide, Carotinoide und Pektin.

  3. Ballaststoffe: Das Fruchtfleisch der Hagebutten enthält Ballaststoffe.

In der Volksheilkunde werden Hagebutten seit jeher verwendet. Hagebuttentee ist aber vor allem ein schmackhaftes Früchtegetränk und ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Hagebutten in der Küche: worauf zu achten ist

Blechbecher mit Hagebuttentee und schwimmenden Hagebutten, in der Hand am Lagerfeuer gehalten

Hagebutten sind ein gewöhnliches Lebensmittel. Bei der Verarbeitung und beim Verzehr sollten Sie aber an einige Dinge denken:

  1. Härchen der Kerne: Entfernen Sie die Kerne mit den Härchen vor der Verwendung oder seihen Sie Tee und Sirup sorgfältig ab, denn die Härchen reizen den Verdauungstrakt und die Schleimhäute.

  2. Zugesetzter Zucker: Gekaufte Sirupe, Konfitüren und Säfte enthalten oft viel zugesetzten Zucker. Selbst gemacht süßen Sie nach eigenem Geschmack.

  3. Mögliche Allergie: Manche Menschen reagieren allergisch auf Hagebutten. Wenn Sie schon einmal allergisch auf Rosen oder Hagebutten reagiert haben, meiden Sie Hagebutten.

Hagebuttentee: so bereiten Sie ihn zu

Hagebuttentee in einem Glasbecher, dahinter eine Glaskanne und eine Schale mit frischen Hagebutten

Hagebutten sind eine beliebte Zutat für die Zubereitung von Hagebuttentee. Ihre Früchte enthalten Vitamin C, und der Tee daraus schmeckt angenehm säuerlich-fruchtig. Hier eine einfache Anleitung, wie Sie Hagebuttentee zubereiten:

  1. Besorgen Sie getrocknete Hagebutten: Getrocknete Hagebutten können Sie im Handel kaufen oder selbst herstellen, indem Sie reife Früchte trocknen.

  2. Wasser vorbereiten: Erhitzen Sie das Wasser. Für eine übliche Portion Tee genügen meist 1–2 Tassen Wasser.

  3. Getrocknete Hagebutten zugeben: Geben Sie 1–2 Teelöffel getrocknete Hagebutten pro Tasse ins Wasser.

  4. Den Tee ziehen lassen: Decken Sie das Gefäß ab und lassen Sie den Tee 5–10 Minuten ziehen. Längeres Ziehen führt zu einem kräftigeren Geschmack.

  5. Den Tee abseihen: Seihen Sie den Tee durch ein feines Sieb oder ein Teesieb ab, um die getrockneten Hagebutten und die reizenden Härchen zu entfernen und ein klares Getränk zu erhalten.

  6. Bei Bedarf abschmecken: Wenn Sie den Tee süß mögen, können Sie nach Geschmack Honig, Ahornsirup oder ein anderes natürliches Süßungsmittel zugeben. Auch Zitronensaft passt gut und sorgt für eine erfrischend säuerliche Note.

  7. Servieren und genießen: Den fertigen Hagebuttentee können Sie heiß servieren oder abkühlen lassen und mit Eis als kaltes Getränk reichen.

Hagebuttentee können Sie zu jeder Tageszeit trinken und dabei seinen vollen, fruchtigen Geschmack genießen. Sie können ihn auch mit anderen Kräutern kombinieren oder weitere Aromen zugeben und sich so Ihre eigenen einzigartigen Teemischungen zusammenstellen.

Wie oft sollte man Hagebuttentee trinken? Üblich sind zwei bis drei Tassen täglich; es handelt sich um ein gewöhnliches Fruchtgetränk, nicht um ein konzentriertes Präparat. Damit möglichst viel Vitamin C erhalten bleibt, übergießt man die Hagebutten besser nicht mit sprudelnd kochendem, sondern mit etwa achtzig Grad heißem Wasser und lässt sie dafür länger ziehen.

Hagebuttenmarmelade und Hagebuttensirup

Neben Tee werden Hagebutten am häufigsten zu Marmelade und Sirup verarbeitet. Für beides eignen sich Früchte, die erst nach den ersten Frösten geerntet wurden — sie sind süßer und weicher und lassen sich daher leichter passieren.

Hagebuttenmarmelade: Die Hagebutten putzen, halbieren und von den Kernen mit den Härchen befreien, oder sie ganz weich kochen und heiß durch ein feines Sieb oder eine Passiermühle streichen. Das Mark abwiegen, etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Gewichts an Zucker sowie Zitronensaft zugeben und bis zum Andicken einkochen. Die heiße Marmelade in saubere Gläser füllen und verschlossen auf dem Kopf stehend abkühlen lassen.

Hagebuttensirup: Zerkleinerte Hagebutten mit Wasser übergießen, aufkochen und über Nacht ausziehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Tuch abseihen, damit keine reizenden Härchen im Sirup zurückbleiben, Zucker zugeben und kurz aufkochen. Den Sirup kühl aufbewahren und zum Verdünnen mit Wasser oder zum Abschmecken von Tee verwenden.

Was auch immer Sie wählen, es gilt dieselbe Regel wie beim Trocknen: die Härchen der Kerne müssen zuverlässig entfernt werden, denn sie reizen den Verdauungstrakt und die Schleimhäute.

Garten- und Zierpflanzen düngen: womit man Rosen und die Heckenrose düngt

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie einen Auszug aus Düngee an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Der Heckenrosenstrauch und Gartenrosen kommen mit einer Düngung im Frühjahr vor dem Austrieb und einer zweiten zu Sommerbeginn aus, wenn der Strauch Früchte ansetzt. Mischungsverhältnisse und Mengen für die einzelnen Pflanzen finden Sie unter Dosierung, das Prinzip erklärt die Seite über den organischen Universaldünger.

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Bildquellen: Foto: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0