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Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens), die Areca-Palme als Zimmerpalme

Horstbildende Palme aus Madagaskar, die im Wohnzimmer ebenso zurechtkommt wie im Wintergarten — wie Sie Licht, Luftfeuchtigkeit und Gießen einstellen und womit Sie sie düngen

Goldfruchtpalme: Pflanzenbeschreibung und Herkunft

Samen der Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens), aus denen die Palme vermehrt wird

Horstbildende Zimmerpalme

  • Standort: warm und hell, aber ohne direkte Sonne, bei höherer Luftfeuchtigkeit
  • Höhe: im Topf bis 2 m (in den Tropen bis 10 m)
  • Vermehrung: durch Samen oder Ausläufer

Diese Palme aus der Familie der Palmengewächse (Arecaceae) stammt aus Madagaskar und erreicht in tropischen Parks und Gärten eine Höhe von bis zu 10 Metern. Sie bildet unterirdische Rhizome, aus denen glatte Stämmchen mit anmutig überhängenden Fiederblättern wachsen. Gerade aus diesen Rhizomen wächst der ganze Horst auf einmal, sodass schon eine junge Pflanze dicht wirkt und nicht zu mehreren in einen Topf gesetzt werden muss. Sie ist einhäusig – zwischen zwei männlichen Blüten befindet sich eine weibliche Blüte.

Der Handelsname Areca-Palme leitet sich von der inzwischen ungültigen botanischen Zuordnung dieser Palme zur Gattung Areca ab. Bei guter Pflege lässt sich die Goldfruchtpalme dauerhaft in der Wohnung oder in einem warmen Wintergarten kultivieren.

Chrysalidocarpus oder Dypsis lutescens? Die gültigen Namen der Goldfruchtpalme

Junge Goldfruchtpalme in einem modernen Übertopf als Zimmerpflanze im Innenraum

Eine Pflanze, drei Namen — und alle sind bis heute in Gebrauch. Im Gartenbau und in der Literatur finden Sie die Palme unter dem Namen Chrysalidocarpus lutescens, in neueren botanischen Übersichten als Dypsis lutescens und im Handel meist einfach als Areca-Palme oder Arekapalme. Englisch heißt sie areca palm oder golden cane palm, im Deutschen ist außerdem der Name Goldfruchtpalme gebräuchlich — nach den gelborangen Blattstielen und Früchten.

Wenn Sie die Pflanze also unter dem Namen Dypsis lutescens kaufen, bekommen Sie genau dieselbe Palme, die in diesem Artikel beschrieben wird. Mit der Gattung Areca — zu der die Betelnusspalme (Areca catechu) mit den Betelnüssen gehört — hat sie außer dem alten Namen nichts gemeinsam, und als Zimmerpflanze wird nur diese eine Art kultiviert.

Areca-Palme pflegen: Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit und Umtopfen

Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens) mit überhängenden Fiederblättern, als Zimmerpalme kultiviert
  • Temperatur: ganzjährig mindestens 16 °C
  • Licht: diffus, keine direkte Sonne
  • Luftfeuchtigkeit: höher, das Substrat darf nicht austrocknen
  • Düngen: mit schwachen Düngerlösungen von März bis Anfang August, regelmäßig jede Woche
  • Umtopfen: alle drei Jahre in frische Einheitserde

📌 Achtung: Bei zu trockener Luft vergilben die Blätter und bekommen braune Flecken.

Gegossen wird mit weichem, abgestandenem Wasser, sodass der Wurzelballen stets leicht feucht, aber nie durchnässt ist — im Untersetzer stehendes Wasser ist bei der Goldfruchtpalme die häufigste Ursache für faulende Wurzeln. Im Winter, wenn die Pflanze langsamer wächst, wird weniger gegossen; die Temperatur sollte aber auch dann nicht unter 16 °C fallen.

Beim Umtopfen wird die Goldfruchtpalme nicht in einzelne Stämmchen zerteilt, sofern Sie die Pflanze nicht gezielt vermehren wollen: Der Horst sieht geschlossen besser aus, und eine Teilung bremst ihn für mehrere Jahre. Der neue Topf braucht nur zwei bis drei Zentimeter mehr Durchmesser, in einem größeren Volumen bleibt das Substrat lange nass. Wie alle Zimmerpflanzen freut sich auch die Goldfruchtpalme im Sommer über eine Blattdusche, die zugleich den Staub abwäscht.

Palmendünger: womit und wie oft Sie die Goldfruchtpalme düngen

Die Goldfruchtpalme wächst in einem verhältnismäßig kleinen Substratvolumen, aus dem sie im Frühjahr und Sommer die Nährstoffe schnell aufbraucht. Deshalb wird regelmäßig und schwach gedüngt — lieber eine kleinere Gabe jede Woche als eine starke einmal im Monat. Ab August wird das Düngen schrittweise reduziert und über den Winter ganz ausgesetzt.

Gut geeignet ist ein langsam wirkender organischer Universaldünger, der die Nährstoffe allmählich freisetzt und das Substrat nicht so versalzt wie wiederholte Gaben schnell löslicher Mineralsalze. Die genaue Vorgehensweise und Dosierung für Topfpflanzen finden Sie im Artikel über das Düngen von Zimmerpflanzen.

Ein weißer Belag auf der Erdoberfläche und braun werdende Blattränder sind meist ein Zeichen von Versalzung durch Überdüngung oder hartes Wasser. Es hilft, den Wurzelballen mit weichem Wasser durchzuspülen, die oberste Substratschicht abzutragen und einige Wochen mit dem Düngen zu pausieren.

Braune Blattspitzen und gelbe Blätter: was die Goldfruchtpalme signalisiert

Braune Blattspitzen sind bei der Goldfruchtpalme das häufigste Problem und fast immer eine Folge trockener Luft — vor allem in der Heizsaison neben dem Heizkörper. Es hilft, die Pflanze aus dem Warmluftstrom zu rücken, sie zu besprühen, eine Schale mit feuchten Kieseln aufzustellen oder einen Luftbefeuchter zu nutzen. Vertrocknete Spitzen lassen sich abschneiden, allerdings nur im trockenen Bereich; ins lebende Gewebe wird nicht geschnitten.

Das Vergilben ganzer Blätter von unten nach oben gehört bei den ältesten Blättern zum natürlichen Altern. Vergilben mehrere Blätter gleichzeitig, liegt es meist an zu viel Wasser und an Luftmangel im Wurzelraum, seltener an Nährstoffmangel nach langer Zeit ohne Düngung oder an zu viel Sonne, die die Blätter grau ausbleichen lässt.

Direkte Sommersonne verträgt die Goldfruchtpalme nicht — am Südfenster verbrennen die Blätter braun. Ideal ist ein heller Platz einige Meter vom Fenster entfernt oder eine Ost- und Nordlage. In einer dunklen Ecke treibt die Pflanze dagegen spärliche lange Blätter und stellt den Zuwachs ein.

Häufige Fragen zur Goldfruchtpalme

Sind Goldfruchtpalme und Dypsis lutescens dasselbe?

Ja. Die als Areca-Palme oder Chrysalidocarpus lutescens verkaufte Palme wird in der neueren botanischen Literatur als Dypsis lutescens geführt. Es handelt sich um ein und dieselbe Pflanze, nur um einen anderen gültigen Namen.

Warum bekommt die Goldfruchtpalme braune Blattspitzen?

Meist wegen trockener Luft, besonders in der Heizsaison. Ursache sind außerdem eine Versalzung des Substrats durch hartes Wasser oder Überdüngung sowie ein austrocknender Wurzelballen. Schneiden Sie vertrocknete Enden im trockenen Bereich zurück und erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit.

Wie oft gießt man die Goldfruchtpalme?

So, dass das Substrat stets leicht feucht, aber nie durchnässt bleibt — im Sommer in der Regel zweimal pro Woche, im Winter deutlich seltener. Wasser, das im Untersetzer stehen bleibt, gießen Sie nach einer halben Stunde ab.

Womit düngt man die Goldfruchtpalme?

Von März bis Anfang August mit schwachen Gaben jede Woche. Geeignet ist ein langsam wirkender organischer Universaldünger; über den Winter wird gar nicht gedüngt.

Wie viel Licht braucht die Goldfruchtpalme?

Ein heller Standort mit diffusem Licht, keine direkte Mittagssonne. Sie verträgt auch leichten Halbschatten, in einer dunklen Ecke treibt sie jedoch spärliche Blätter und stellt das Wachstum ein.

Wie wird die Goldfruchtpalme vermehrt?

Durch Samen, die allerdings langsam keimen und gleichmäßige Wärme um 25 °C brauchen, oder durch Abtrennen der Ausläufer von den unterirdischen Rhizomen beim Umtopfen. Eine Teilung des Horstes bremst die Pflanze für mehrere Jahre, deshalb erfolgt sie nur bei gezielter Vermehrung.