Blaue Rasselblume
Mediterrane Staude mit blauen, kornblumenartigen Blütenköpfen. Sie blüht im Juli und August an trockenen, sonnigen Plätzen.

Natürliche Staude für lockere Pflanzungen an trockenen und warmen Plätzen
Standort: sonnig; warme und durchlässige Böden
Höhe: 60 cm
Blütezeit: Juli–August
Vermehrung: durch Teilung und Aussaat
Catananche gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und ist im Mittelmeerraum zu Hause. Sie wird nicht sehr alt. Mit ihren lavendelblauen Blüten auf langen Stielen, die mitten im Sommer erscheinen, erinnert sie an die Flockenblume. Verwenden lässt sie sich im Steingarten, in einer Trockenmauer und im Staudenbeet.
Gute Partner sind neben anderen Stauden Zwiebelblumen, etwa Zierlauch und botanische Tulpen. Die Pflanze eignet sich auch als Schnittblume. Kultiviert werden die Sorten ‚Alba‘ (weiße Blütenköpfe) und ‚Bicolor‘ (weiße Blüten mit violettblauem oder rosarotem Grund).
Am besten zieht man die Pflanzen aus Samen, die im März ins Frühbeet gesät werden.
Rasselblume pflanzen: Standort und Pflege
- Standort: volle Sonne und Wärme. Im Halbschatten wird sie lang und kippt um.
- Boden: durchlässig, eher mager, gern kalkhaltig und steinig. Schwerer, im Winter durchnässter Boden schadet ihr zuverlässiger als Frost und zieht zusätzlich Schnecken an.
- Gießen: minimal. Die Rasselblume stammt aus dem Mittelmeerraum, Trockenheit macht ihr nichts aus.
- Winterschutz: es geht nicht um Frost, sondern um Nässe. An einem durchlässigen Platz überwintert sie ohne Abdeckung; auf schwerem Boden hilft ihr eine Schicht groben Sands oder Splitts unter dem Wurzelhals.
- Verblühtes: putzen Sie es aus, dann setzt die Pflanze neue Blüten an. Wer Samen ernten will, lässt die letzten Blütenköpfe ausreifen.
- Aussaat: im März ins Frühbeet. Sämlinge blühen schon im ersten oder zweiten Jahr.
Sie ist keine langlebige Staude. Die Rasselblume hält meist nur zwei bis vier Jahre durch und geht dann ein — vor allem auf feuchterem Boden. Es lohnt sich deshalb, jedes Jahr ein paar Samen ausreifen zu lassen und junge Pflanzen in Reserve zu haben. Sie sät sich auch selbst bereitwillig in Kies und in Mauerfugen aus.
Blaue Rasselblume düngen
Die Rasselblume gehört zu den Pflanzen, denen Düngen eher schadet. In nährstoffreichem Boden wächst sie üppig, wird lang, kippt um und geht schneller ein. An einem trockenen, mageren Standort hält sie dagegen am längsten durch und blüht am besten.
Eine einzige schwache Gabe organischen Düngers ist nur nach dem Pflanzen sinnvoll, damit die Pflanze schneller anwächst. Danach lassen Sie sie in Ruhe. Wie viel auf eine Pflanze kommt, finden Sie in der Dosierungstabelle.
Häufige Fragen
Warum ist meine Rasselblume nach ein paar Jahren eingegangen?
Sie ist nicht langlebig — meist hält sie zwei bis vier Jahre. Auf feuchterem und nährstoffreicherem Boden geht sie früher ein. Lassen Sie deshalb jedes Jahr ein paar Samen ausreifen, damit Sie Ersatz haben.
Wann ist die Blütezeit der Rasselblume?
Im Juli und August. Die lavendelblauen Blütenköpfe auf langen Stielen erinnern an Flockenblumen und setzen neue an, wenn Sie Verblühtes ausputzen.
Eignet sich die Rasselblume als Schnittblume?
Ja, die langen festen Stiele eignen sich gut für die Vase. Die trockenen Blütenköpfe lassen sich außerdem für Wintersträuße verwenden.
Ist die Blaue Rasselblume winterhart?
Den Frost selbst verträgt sie. Das Problem ist die Winternässe auf schwerem Boden — deshalb braucht sie einen durchlässigen Standort, den Steingarten oder eine Trockenmauer.
Welche Sorten der Rasselblume werden kultiviert?
Neben der blauen Stammform ‚Alba‘ mit weißen Blütenköpfen und ‚Bicolor‘ mit weißen Blüten auf violettblauem oder rosarotem Grund.
Womit düngt man die Rasselblume?
Fast gar nicht. Eine schwache Gabe nach dem Pflanzen reicht, danach schadet Düngen eher — in nährstoffreichem Boden wird sie lang und geht schneller ein.
