Flockenblume (Centaurea) – Kornblume, Berg-Flockenblume und weitere Arten
Die Gattung Centaurea: einjährige und ausdauernde Arten für den Garten, für die Vase und für Bienen
Eine artenreiche Gattung ausdauernder und einjähriger Pflanzen, die sich vielseitig verwenden lassen – auch als Schnittblumen.
Standort: volle Sonne bis lichter Schatten; nährstoffreiche, humose Böden
Wuchshöhe: 50-150 cm, je nach Art
Blütezeit: Mai bis August, je nach Art
Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Die Gattung Centaurea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) umfasst mehrere Arten, die sich im Garten verwenden lassen. Die meisten stammen aus dem Kaukasus, den Pyrenäen und den Alpen. Für die gesamte Gattung sind die endständigen, verschieden gefärbten Blütenkörbe auf langen Stielen charakteristisch. Flockenblumen mögen sonnige Plätze mit nährstoffreichem Boden. Sie eignen sich als Schnittblumen und sind zugleich eine gute Bienenweide. Die meisten Arten sind ausdauernd, etwa C. macrocephala und C. montana. Eine Ausnahme ist die allgemein bekannte Kornblume, die einjährig ist und sich jedes Jahr von selbst aussät.
Ist die Flockenblume eine Staude oder einjährig?
Beides – es kommt auf die Art an. Die ausdauernden Arten bleiben jahrelang am Standort und treiben jedes Frühjahr aus demselben Horst neu aus: dazu gehören die Berg-Flockenblume, die Weißliche Flockenblume, die Großköpfige Flockenblume und die Schönste Flockenblume. Einjährig sind dagegen die Kornblume und die Bisamflockenblume, die jedes Jahr neu ausgesät werden.
Die Kornblume hilft sich dabei selbst: Lässt man ein paar verblühte Körbchen ausreifen, erneuert sie sich im Beet durch Selbstaussaat. Wer blaue Flockenblumen dauerhaft und ohne jährliche Aussaat im Garten haben möchte, greift eher zur Berg-Flockenblume – die wird nur einmal gepflanzt.
Die wichtigsten Flockenblumen-Arten und ihre Merkmale
In unseren Gärten werden sechs Flockenblumen-Arten kultiviert, die sich in Blütenfarbe, Wuchshöhe und Blütezeit unterscheiden. Die Übersicht dient der schnellen Auswahl, Einzelheiten zu den einzelnen Arten stehen unter der Tabelle.
| Art | Staude / einjährig | Wuchshöhe | Blütezeit |
|---|---|---|---|
| Kornblume (C. cyanus) | einjährig | 65–120 cm | Juli–September |
| Bisamflockenblume (C. moschata) | einjährig | bis 120 cm | Sommer |
| Weißliche Flockenblume (C. dealbata) | Staude | 80 cm | Juni–Juli |
| Berg-Flockenblume (C. montana) | Staude | 50 cm | Mai–Juni, nach dem Rückschnitt erneut August–September |
| Großköpfige Flockenblume (C. macrocephala) | Staude | bis 120 cm | Juli–Mitte August |
| Schönste Flockenblume (C. pulcherrima) | Staude | bis 40 cm | Juni–Juli |
Kornblume (Centaurea cyanus): Feld- und Gartenkornblume

Bei uns die verbreitetste Flockenblumen-Art, früher ein häufiges Ackerunkraut im Getreide. Heute kommt sie auf bewirtschafteten Feldern nur noch selten vor, weil das Saatgut gründlicher gereinigt wird. In Gärten werden gefülltblühende Formen kultiviert, die von Juli bis September blau, rosa oder weiß blühen. Die Pflanzen werden 65-120 cm hoch.
Die Kornblume wird ab April im Freiland ausgesät, oder man zieht die Jungpflanzen unter Glas vor, um die Blüte vorzuziehen. In Gegenden mit milden Wintern ist auch eine Herbstaussaat möglich. Auf einen Quadratmeter genügt 1 g Saatgut. Die aufgelaufenen Sämlinge werden auf 20-25 cm vereinzelt.
Von den Krankheiten und Schädlingen können an den Pflanzen Echter Mehltau, Spinnmilben und Blattläuse auftreten.
Bewährte Sorten: ‚Blauer Junge‘ (kräftig blau), ‚Schneemann‘ (weiß), ‚Diadem‘ (leuchtend blau) und ‚Rosa Ball‘ (rosa).
Sie wird auch Feldkornblume oder Gartenkornblume genannt – es handelt sich um dieselbe Art, wildwachsend ebenso wie in gezüchteten Gartenformen. Die Samen bleiben im Boden viele Jahre keimfähig, sodass sie auch nach mehreren Saisons wieder im Beet auftaucht.
Bisamflockenblume (Centaurea moschata)

Eine einjährige Flockenblume, sie wird bis 1,2 m hoch und ist eine sehr gute Schnittblume. Die Blüten duften intensiv. Gezogen wird sie durch Direktsaat im Freiland.
Wertvolle Sorten: ‚Suavolens‘ (gelb) und ‚Imperialis gemischt‘ (Farbmischung, große Blüten).
Weißliche Flockenblume (Centaurea dealbata)

Eine ausdauernde Flockenblume mit karminroten Blüten, die an den Enden wenig verzweigter Stiele sitzen. Sie blüht im Juni und Juli. Die Pflanze wird 80 cm hoch und trägt zahlreiche gelappte, unterseits grau filzige Blätter. Sie ist eine gute Schnittblume und eignet sich für ein Staudenbeet in voller Sonne oder für eine Pflanzung im lichten Schatten am Gehölzrand.
Am besten ist ein warmer Platz mit nährstoffreichem, humosem Boden. Nach der Blüte sieht die Pflanze nicht gerade gut aus, deshalb empfiehlt es sich, sie einzeln zu pflanzen, damit nach dem Verblühen keine größere kahle Fläche entsteht.
Gute Staudennachbarn sind Salbei, Königskerze oder Kugeldistel.
Sorten: ‚Steenbergii‘ (purpurrot, 60 cm) und ‚Joan Courts‘ (leuchtend rosa, 80 cm hoch).
Berg-Flockenblume (Centaurea montana) – die ausdauernde blaue Flockenblume

Zu Hause in den Alpen, außerdem in den Gebirgen Süd- und Mitteleuropas, wo sie bis in 2100 m Meereshöhe wächst. Häufig findet man sie in Hochstaudenfluren und auf Waldlichtungen.
Die Pflanze ist verzweigt, etwa 50 cm hoch und hat ganzrandige, graugrüne Blätter. Die blauen Blütenkörbe, die zerschlitzt wirken und ein wenig an eine Distel erinnern, erscheinen im Mai und Juni. Schneidet man die Pflanze nach der Blüte zurück, blüht sie in der Regel im August und September ein zweites Mal.
Bester Boden: nährstoffreich, frisch, humos und gut mit Kalk versorgt.
Bewährte Sorten:
- ‚Alba‘ (weiß, 50 cm)
- ‚Grandiflora‘ (blau, 50 cm)
- ‚Parham‘ (lavendelfarben, 70 cm)
- ‚Rosea‘ (rosa, 50 cm)
Bewährte Sorten der Berg-Flockenblume (Centaurea montana)
Dieselben Sorten im Überblick, mit Wuchshöhe und Blütenfarbe:
| Sorte | Höhe (cm) | Blüte |
|---|---|---|
| Alba | 50 | weiß |
| Grandiflora | 50 | blau |
| Parham | 70 | lavendelfarben |
| Rosea | 50 | rosa |
Großköpfige Flockenblume (Centaurea macrocephala)

Eine kräftige Staude, bis 1,2 m hoch. Aus braunen, dicken und schuppigen Knospen öffnen sich von Anfang Juli bis Mitte August rein gelbe Blüten.
Nach der Blüte wirkt die Pflanze unordentlich, deshalb ist eine Einzelstellung besser als eine größere Gruppe. Auch diese Flockenblume eignet sich als Schnittblume. Sie bevorzugt nährstoffreichere Böden und vollsonnige Plätze.
Gut kombinierbar mit: Schafgarbe (Achillea millefolium), Glockenblume (Knäuel-Glockenblume) oder Witwenblume.
Schönste Flockenblume (Centaurea pulcherrima)

Sie wird in Gärten seltener kultiviert als die vorangehenden Arten, obwohl sie schöne rosa Blüten hat. An jedem Stiel erscheint im Juni und Juli ein einziger, anmutig geformter Blütenkorb.
Die Pflanze wird bis 40 cm hoch, bevorzugt warme Böden und verträgt eine gelegentliche Austrocknung des Bodens.
Gut kombinierbar mit: Hundskamille (Anthemis biebersteiniana), mit botanischen Tulpen und anderen Zwiebelpflanzen.
Anbau und Pflege: wie man Flockenblumen zieht und wann sie blühen
Flockenblumen werden durch Aussaat oder Teilung vermehrt. Die einjährigen Arten werden ab April im Freiland ausgesät, in milderen Lagen auch im Herbst. Die ausdauernden Arten eignen sich für Staudenbeete und als Begleitpflanzen für Salbei, Königskerze oder Margeriten. Verblühte Pflanzen sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden.
- Wann die Flockenblume blüht: je nach Art von Mai (Berg-Flockenblume) bis September (Kornblume) – pflanzt man mehrere Arten, zieht sich die Blütezeit über den ganzen Sommer.
- Aussaat der einjährigen Arten: ab April direkt an Ort und Stelle, 1 g Saatgut je m²; die Sämlinge werden auf 20-25 cm vereinzelt.
- Nach der Blüte: dicht über der Blattrosette zurückschneiden – die Berg-Flockenblume blüht dann im August und September ein zweites Mal.
- Teilung der Stauden: nach drei bis vier Jahren im Frühjahr oder im Frühherbst, sonst verkahlt der Horst von der Mitte her.
- Für die Vase: die Stiele schneidet man, wenn sich der Blütenkorb gerade öffnet; morgens geschnitten halten sie länger.
- Standort: volle Sonne und durchlässiger Boden; im Halbschatten werden die Triebe weicher und fallen auseinander.
Düngung der Flockenblume
Flockenblumen mögen nährstoffreiche und humose Böden, für eine Überdüngung gibt es aber keinen Grund – ein Stickstoffüberschuss bringt hohe, weiche Stiele hervor, die nach Regen umfallen. Am besten bekommt ihnen eine einzige Gabe eines organischen Universaldüngers im Frühjahr, wenn die Pflanze austreibt. Die Nährstoffe werden daraus nach und nach freigesetzt, sodass die Pflanze fest wächst und länger blüht.
- Ausdauernde Arten – eine Gabe im Frühjahr beim Austrieb, gegebenenfalls eine zweite schwache nach dem ersten Rückschnitt, damit die Pflanze ein zweites Mal ausblühen kann.
- Einjährige Flockenblumen – vor der Aussaat in den Boden einarbeiten; während der Saison ist keine weitere Düngung nötig.
- Die Berg-Flockenblume braucht einen gut mit Kalk versorgten Boden – auf saureren Standorten hilft Kalzium.
- Schnittblumen – eine Pflanze, von der regelmäßig geschnitten wird, verbraucht mehr Nährstoffe als eine Flockenblume, die im Beet stehen bleibt.
Krankheiten und Schädlinge
An Flockenblumen können Echter Mehltau, Spinnmilben oder Blattläuse auftreten. Vorbeugend wirken passende Anbaubedingungen und eine sorgfältige Pflege der Pflanzen.
In der Praxis bedeutet das vor allem einen luftigen Pflanzabstand, einen sonnigen Standort und einen Boden, der nicht dauerhaft nass bleibt – in dichten und feuchten Beständen hält sich der Mehltau am hartnäckigsten. Verblühte und umgefallene Stiele entfernt man am besten rechtzeitig und lässt sie nicht über den Winter im Beet liegen.
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Weitere Stauden und Sommerblumen für sonnige Beete: Stauden, Margerite, Schafgarbe, Glockenblume, Salbei, Königskerze, Kugeldistel, Witwenblume, Hundskamille, Spornblume.
