Teichrose (Nuphar): gelbe Wasserpflanze für den Gartenteich
Die heimische Verwandte der Seerose — vier Arten für den Gartenteich, Pflanztiefe, Blüte, Vermehrung und Pflege
Gelb blühende Wasserpflanze
Für kleine und große Gartenteiche.
- Standort: vollsonnig und warm
- Blütezeit: Sommer
- Vermehrung: durch Teilung
Die Teichrose erreicht zwar nicht die Farbenvielfalt und auch nicht die Größe und Schönheit der Blüten der Seerosen, doch aus dem Naturteich lässt sich diese heimische Pflanze nicht verdrängen.
Auf der Nordhalbkugel sind rund 25 Arten dieser Gattung aus der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae) bekannt, für die Bepflanzung eines Wassergartens kommen jedoch nur 4 infrage:
Amerikanische Teichrose (Nuphar advena)
Die robusteste der vier. Sie stammt aus dem Osten Nordamerikas und ist an den Blättern zu erkennen, die nicht auf der Wasseroberfläche liegen bleiben — die große herzförmige Blattspreite hebt sich an einem festen Blattstiel mehrere Zentimeter über das Wasser, sodass der Bestand eher wie eine Gruppe von Sumpfpflanzen wirkt. Die Blüte ist kugelig, sattgelb und ragt wie bei den übrigen Arten über die Wasseroberfläche.
Sie eignet sich für größere und tiefere Teiche, in denen das Rhizom genug Platz hat; sie verlangt eine Tiefe von etwa 40 bis 100 cm. In einem flachen Becken breitet sie sich rasch aus und überwächst die übrigen Pflanzen, deshalb wird sie ausschließlich in einen Pflanzkorb gesetzt, der ihren Wuchs im Zaum hält.
Japanische Teichrose (Nuphar japonica)

Eine asiatische Art aus Japan und Korea, die zarteste der vier. Die Schwimmblätter sind länglich pfeilförmig und kleiner als bei der Gelben Teichrose, unter Wasser bildet die Pflanze zusätzlich durchscheinende, gewellte Unterwasserblätter, die wie grüner Salat aussehen und in klarem Wasser gut zu sehen sind. Die Blüten messen etwa vier Zentimeter im Durchmesser und öffnen sich von Juni bis September.
Dank des zierlicheren Wuchses verträgt sie auch ein kleines Becken — ihr genügt eine Tiefe von 30 bis 60 cm. Sie ist frostempfindlicher als die heimische Gelbe Teichrose, deshalb wird der Pflanzkorb in flachen Teichen, die bis zum Grund durchfrieren, über den Winter an die tiefste Stelle gerückt.
Gelbe Teichrose (Nuphar lutea): die häufigste Teichrose unserer Gewässer

Die heimische Art, die bei uns in Altwässern, toten Flussarmen und langsam fließenden Flüssen wächst — und genau sie wird im Gartenteich am häufigsten kultiviert. Die ledrigen Schwimmblätter werden bis zu 30 cm groß, die Blüte misst 4 bis 6 cm im Durchmesser, sitzt auf einem festen Stiel einige Zentimeter über der Wasseroberfläche und duftet. Der englische Name brandy bottle bezieht sich auf die Form der grünen Frucht, die an ein Fläschchen erinnert.
Sie ist von allen vieren die härteste und anpassungsfähigste: Sie verträgt Tiefen von 50 cm bis zu zwei Metern und kommt mit leichter Strömung ebenso zurecht wie mit Wasser, das nicht ganz klar ist — also mit Bedingungen, unter denen die Seerose nur noch widerwillig blüht. In der freien Natur geht die Gelbe Teichrose zurück, deshalb kauft man Pflanzen für den Teich in der Wassergärtnerei und gräbt sie nicht in der Natur aus.
Kleine Teichrose (Nuphar pumila)

Eine verkleinerte Ausgabe der Gelben Teichrose: Die Blätter werden etwa 15 cm groß, die Blüten messen nur 2 bis 3 cm im Durchmesser. Es ist eine nordische Gebirgsart kühler Moorgewässer und bei uns eine der seltensten Wasserpflanzen überhaupt.
Im Garten ist sie umgekehrt die einzige Teichrose, die auch in ein Fass, einen Bottich oder einen kleinen Fertigteich passt — ihr genügt eine Tiefe von 20 bis 50 cm. Sie wächst langsam, muss also nicht jedes Jahr geteilt werden und überwächst die Nachbarpflanzen nicht.
Teichrose oder Seerose? Den Unterschied erkennen Sie auf den ersten Blick
Beide Pflanzen gehören zur selben Familie der Seerosengewächse und haben ähnliche Schwimmblätter, deshalb werden sie verwechselt. Entscheidend ist aber die Blüte:
- Die Teichrose hat eine kleine kugelige Blüte von 4 bis 6 cm Durchmesser, die sich nie ganz öffnet und auf einem festen Stiel einige Zentimeter über der Wasseroberfläche sitzt. Die gelbe „Blütenhülle“ besteht in Wirklichkeit aus Kelchblättern.
- Die Seerose hat eine weit geöffnete flache Blüte von 10 bis 20 cm Durchmesser, die auf der Wasseroberfläche liegt; sie ist weiß, rosa oder rot.
Das zweite Erkennungsmerkmal liegt unter Wasser: Die Teichrose bildet neben den ledrigen Schwimmblättern auch dünne, durchscheinende Unterwasserblätter, die Seerose nicht. Und zum Dritten ein praktischer Unterschied — die Teichrose verträgt tieferes, trüberes und leicht fließendes Wasser sowie Halbschatten, während die Seerose eine ruhige Wasseroberfläche und volle Sonne braucht. Einen Überblick über weitere Arten für das Becken finden Sie im Artikel über Wasserpflanzen für den Gartenteich.
Teichrose im Gartenteich pflanzen: Wassertiefe, Standort und Substrat
Standort. Die Teichrose will volle Sonne und warmes, ruhiges Wasser; sie verträgt auch einige Stunden Halbschatten am Tag, blüht dann aber weniger. Sie wird nicht unter den Strahl eines Wasserfalls und nicht an den Auslass einer Pumpe gesetzt — bewegtes Wasser bekommt ihr nicht.
Wassertiefe. Sie richtet sich nach der Art: Der Kleinen Teichrose genügen 20 bis 50 cm, der Japanischen 30 bis 60 cm, der Gelben und der Amerikanischen Teichrose 50 bis 100 cm. Gemessen wird von der Substratoberfläche im Pflanzkorb bis zur Wasseroberfläche. Junge Pflanzen senken Sie schrittweise ab — zuerst in die Flachwasserzone, damit die Blätter die Oberfläche erreichen, und nach einigen Wochen auf die endgültige Tiefe.
Gefäß und Substrat. Immer in einen gelochten Teich-Pflanzkorb, der mit Jute ausgelegt ist, sonst wächst das Rhizom durch den Boden des ganzen Beckens. Das Substrat soll schwer und nährstoffarm sein: lehmige Gartenerde oder spezielle Wasserpflanzenerde. Torf und übliche Substrate mit zugesetzten Nährstoffen gehören nicht in den Teich — sie werden ins Wasser ausgeschwemmt und füttern die Algen. Die Oberfläche des Korbes wird mit einer zwei bis drei Zentimeter dicken Schicht gewaschenen Kieses abgedeckt, damit die Fische die Erde nicht aufwühlen.
Blüte und Pflege im Jahresverlauf. Die Teichrose blüht von Juni bis September. Verblühte Blüten und vergilbte Blätter werden laufend am Blattstiel entfernt, damit sie im Wasser nicht faulen. Die Pflanze ist völlig frosthart und überwintert am Teichgrund; nur in Gefäßen, die vollständig durchfrieren, wird der Pflanzkorb über den Winter tiefer gestellt oder in einen kühlen, aber frostfreien Raum gebracht. Umgesetzt wird sie alle drei bis vier Jahre, wenn der Korb nicht mehr ausreicht.
Teichrose durch Teilung des Rhizoms vermehren
Aus Samen lässt sich die Teichrose nur schwer vermehren, in der Praxis teilt man das Rhizom. Die beste Zeit ist das Frühjahr, von April bis Anfang Juni, wenn die Pflanze gerade austreibt.
- Ziehen Sie den Pflanzkorb aus dem Wasser und spülen Sie das Rhizom ab, damit Sie die Knospen sehen.
- Trennen Sie mit einem scharfen Messer mindestens 10 cm lange Stücke ab — jedes muss eine eigene Wachstumsknospe und ein Stück Wurzeln haben.
- Lassen Sie die Schnittflächen eine halbe Stunde abtrocknen, damit sie im Wasser nicht faulen.
- Legen Sie das Teilstück waagerecht in den Pflanzkorb und drücken Sie es nur leicht an; die Knospe muss über der Substratoberfläche bleiben.
- Mit Kies abdecken und das Gefäß zuerst in die Flachwasserzone stellen, erst nach dem Austrieb neuer Blätter auf die endgültige Tiefe.
Attraktive Seerosen-Sorten im Überblick
Wenn Sie die Teichrose um farbige, auf der Wasseroberfläche liegende Blüten ergänzen möchten, greifen Sie zu Sorten der Seerose. Entscheidend ist die Auswahl nach der Wassertiefe — eine Sorte für zwei Meter erstickt im flachen Teich an den eigenen Blättern und umgekehrt.
| Sorte | Wassertiefe (cm) | Blütenfarbe |
|---|---|---|
| Alba | 60–200 | weiß |
| Marliacea Albida | 60–80 | weiß |
| Marliacea Chromatella | 60–80 | schwefelgelb |
| Sunrise | 40–60 | leuchtend gelb |
| Attraction | 40–80 | granatrot |
| Escarboucle | 40–60 | rubinrot |
| James Brydon | 40–60 | kirschrot |
| Laydekeri Fulgens | 20–40 | weinrot |
Teichrose und andere Wasserpflanzen düngen
Im Wassergarten gilt die umgekehrte Regel wie im Beet: Nährstoffe kommen nie ins Wasser, sondern in das Substrat im Pflanzkorb. Alles, was sich im Teich auflöst, verbrauchen zuerst die Algen, und das Wasser wird grün.
Der natürliche organische Dünger DÜNGEE wird bei Wasserpflanzen deshalb so eingesetzt:
- Arbeiten Sie den Dünger beim Pflanzen oder Umsetzen in die lehmige Erde im Pflanzkorb ein, etwa 1 % des Volumens.
- Decken Sie die Oberfläche mit einer Schicht gewaschenen Kieses ab, damit die Nährstoffe nicht ins Wasser ausgeschwemmt werden.
- Einmal beim Umsetzen im Frühjahr genügt — die Teichrose ist in dieser Hinsicht anspruchslos und wächst überdüngt eher üppig auf Kosten der Blüte.
Dosierung und Zusammensetzung finden Sie beim Universaldünger, das gesamte Gebindeangebot im DÜNGEE-Katalog.
