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Engelstrompeten

Riesige hängende Blütentrichter, die abends intensiv duften. Eine stark giftige Kübelpflanze.

Engelstrompete (Brugmansia) mit orangefarbenen, hängenden Blütentrichtern

Engelstrompeten (Brugmansia) werden im Handel wie im Garten häufig mit dem Stechapfel (Datura) verwechselt. Beide zählen zu den auffälligsten Zierpflanzen mit großen trichterförmigen Blüten und intensivem Duft.

  • Standort: sonnig, warm und vor Wind geschützt
  • Höhe: 1,5 bis 3 m im Kübel, ältere Exemplare auch mehr
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Vermehrung: über Stecklinge, seltener durch Aussaat

Die Engelstrompete stammt aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Pflanzen bilden kräftige Triebe und große, weich behaarte Blätter; ihre auffälligen Blütentrichter werden bis zu 30 cm lang. Der Duft ist am Abend am stärksten. Wichtig zu wissen: Die echte Engelstrompete gehört zur Gattung Brugmansia und trägt ihre Trichter hängend – der nah verwandte Stechapfel (Datura) hält sie dagegen aufrecht.

Engelstrompeten pflanzen und im Freien pflegen

Die Engelstrompete ist wärmeliebend und bei uns nicht winterhart. Am besten gedeiht sie in durchlässiger, nährstoffreicher Erde an einem sonnigen Standort. Weil sie sehr viel Wasser braucht, muss regelmäßig gegossen werden – an heißen Tagen oft täglich. Ebenso hoch ist ihr Nährstoffbedarf; zum Nachdüngen eignen sich auch natürliche organische Dünger wie DÜNGEE, der eine reiche Blüte unterstützt.

Engelstrompeten werden fast immer als Kübelpflanzen gezogen, die im Herbst ins Winterquartier wandern. Den ganzen Sommer über stehen sie gern im Freien, unter 12 °C leiden sie jedoch spürbar.

Engelstrompeten überwintern

Da die Engelstrompete nicht frosthart ist, muss sie zum Winter in einen hellen Raum mit 10 bis 15 °C umziehen. In dieser Zeit wird deutlich weniger gegossen, damit die Wurzeln nicht faulen. Im Frühjahr treibt sie langsam wieder aus und bildet neue Blätter und Triebe.

Engelstrompeten vermehren

Engelstrompete (Brugmansia) mit lachsrosa und cremegelben Blütentrichtern vor blauem Himmel

Engelstrompeten lassen sich aus Samen ziehen, die vor der Aussaat eingeweicht werden, damit sie besser keimen. Schneller und zuverlässiger ist die Vermehrung über Stecklinge. Sie werden im Sommer von jungen, gesunden Trieben geschnitten und in feuchter Erde oder im Wasserglas bewurzelt.

Engelstrompeten giftig: die Wirkung der Alkaloide

Wie ihre nahen Verwandten aus der Gattung Datura enthält auch die Engelstrompete stark giftige Tropanalkaloide (Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin).

Alle Pflanzenteile sind giftig und können bei unvorsichtigem Umgang schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

Im Garten wie am Kübel ist deshalb Vorsicht geboten, vor allem wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind. Bei Verdacht auf eine Vergiftung hilft der Giftnotruf rund um die Uhr weiter (in Deutschland zum Beispiel Berlin unter 030 19240).

Sie möchten mehr über diese giftige Schönheit erfahren? Lesen Sie unseren Artikel über den Stechapfel.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Engelstrompete und Stechapfel?

Der Stechapfel (Datura) ist ein einjähriges Kraut mit aufrecht stehenden Trichtern, die Engelstrompete (Brugmansia) ein verholzender Kübelstrauch mit hängendenBlüten. Umgangssprachlich wird der Name „Engelstrompete“ für beide verwendet, botanisch gehört er aber zu Brugmansia. Beide Gattungen zählen zu den Nachtschattengewächsen und sind stark giftig.

Wann blüht die Engelstrompete und warum duftet sie erst abends?

Von Juli bis September. Der Duft ist am Abend und in der Nacht am stärksten, weil die Blüten von Nachtfaltern – vor allem Schwärmern – bestäubt werden. Tagsüber duftet sie deutlich schwächer.

Wie überwintert man Engelstrompeten?

Als Kübelpflanze: Im Herbst kommt sie in einen hellen Raum mit 10 bis 15 °C, und die Wassergaben werden stark reduziert. Im Freiland überwintert sie bei uns nicht, schon unter 12 °C leidet sie.

Wie gefährlich ist die Engelstrompete wirklich?

Sehr. Alle Teile enthalten Atropin, Scopolamin und Hyoscyamin, Vergiftungen sind schon tödlich verlaufen – am riskantesten sind die Samen. Gefährlich ist bereits das Hantieren ohne Handschuhe, wenn man sich danach an die Augen fasst, denn Atropin weitet die Pupillen. In einen Garten mit kleinen Kindern gehört die Engelstrompete nicht.

Warum wirft die Engelstrompete ihre Knospen ab?

Meist wegen Wasser- oder Nährstoffmangel – die Pflanze ist sehr durstig und erschöpft das Substrat im Kübel schnell. Auch ein plötzlicher Standortwechsel und Kälte unter 12 °C spielen eine Rolle.

Womit düngt man Engelstrompeten?

Reichlich, denn im Kübel ist der Nährstoffbedarf hoch. Den organischen Dünger DÜNGEE arbeiten Sie beim Pflanzen ins Substrat ein und geben im Sommer regelmäßig einen Auszug ins Gießwasser; die Mengen finden Sie in der Dosierungstabelle.