🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Zwiebelgemüse (Lauchgemüse): Arten, Anbau und Nährwerte

Zwiebelgemüse von der Küchenzwiebel bis zum Porree: Arten, Tipps zu Anbau und Düngung und ein Überblick über die Nährstoffe. Warum die Zwiebel kein Wurzelgemüse ist.

Inhalt

Zwiebelgemüse: Eigenschaften

Manchmal wird Zwiebelgemüse zum Wurzelgemüse gezählt, im eigentlichen Sinne ist es aber keines, obwohl der unterirdische Teil verzehrt wird. Dieser Teil heißt Zwiebel und die Wurzeln wachsen erst aus ihr heraus. Die Zwiebel ist der Nährstoffspeicher der ganzen Pflanze und enthält deshalb auch für den Menschen viele wertvolle Inhaltsstoffe. 

Zwiebelgemüse ist eine Gemüsegruppe, zu der verschiedene Arten von Zwiebeln, Knoblauch, Porree und Schalotten sowie weitere verwandte Pflanzen gehören. Gemeinsam sind ihnen Geschmack und Geruch, für die vor allem Sulfide sorgen – organische Schwefelverbindungen im Gewebe. Zwiebelgemüse wird in Küchen weltweit als aromatische Zutat verwendet, etwa in Suppen, Saucen, Pfannengerichten oder Salaten.

Zwiebelgemüse: Arten und Sorten

Zwiebelgemüse – rote Zwiebelringe in einer Schale

Zum Zwiebelgemüse zählen verschiedene Pflanzenarten, am häufigsten verwendet werden diese:

Zwiebel: die am häufigsten verwendete Art des Zwiebelgemüses. Sie kann weiß, gelb oder rot sein und liegt in vielen Sorten vor. Manche schmecken weniger scharf und sind deshalb in der Küche beliebt, weil man beim Schälen nicht weinen muss. Zwiebeln enthalten reichlich schwefelhaltige Verbindungen; Zwiebelsud mit Honig hat in vielen Haushalten eine lange Tradition.

Knoblauch: hat einen scharfen Geschmack und Geruch und wird in Küchen auf der ganzen Welt verwendet. Sein typisches Aroma verdankt er dem schwefelhaltigen Allicin, das beim Zerdrücken der Zehen entsteht.

Porree: schmeckt milder als die Zwiebel und kommt oft in Suppen oder Saucen zum Einsatz.

Schalotte: bildet kleinere Zwiebeln als die Küchenzwiebel und schmeckt feiner. Schalotten werden zum Beispiel in der französischen Küche verwendet.

Zwiebelgemüse – die Küchenzwiebel

Zwiebelgemüse – gelbe Zwiebeln im Korb, daneben halbierte Zwiebeln
Zwiebelgemüse – rote und weiße Zwiebeln nebeneinander
Zwiebelgemüse – Schalotten in einem Korbschälchen

Die Zwiebel ist das häufigste Zwiebelgemüse, deshalb sehen wir sie uns genauer an:

Die Küchenzwiebel wird beim Kochen wegen ihres charakteristischen Geschmacks und Aromas verwendet. Sie hat eine kugelige Form und besteht aus vielen Schichten, die von einer dünnen, papierartigen Schale umhüllt sind.

Bei den Nährwerten gilt: Zwiebeln sind kalorienarm – sie liefern rund 40–50 Kalorien je 100 Gramm. Dafür sind sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem an Vitamin C, Kalium und Magnesium. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Kieselsäure und Schwefelverbindungen.

Es gibt viele Zwiebelsorten, darunter:

  • Gelbe Zwiebel: der häufigste Zwiebeltyp in der Küche.
  • Weiße Zwiebel: schmeckt etwas schärfer als die gelbe Zwiebel und wird gern in Salaten und auf Sandwiches verwendet.
  • Rote Zwiebel: schmeckt milder und süßer als die gelbe Zwiebel und kommt wegen ihrer auffälligen Farbe häufig in Salate und auf Sandwiches.
  • Schalotte: schmeckt fein und süßlich und wird vor allem in der Gastronomie für Saucen und Marinaden verwendet.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen karamellisierte Zwiebeln; dabei werden Zwiebeln langsam in der Pfanne gebraten, bis sie dunkel werden und einen karamelligen Geschmack annehmen. Sie kommen als Zutat in viele Gerichte, auf Pizza oder in Burger.

Insgesamt sind Zwiebeln eine schmackhafte und vielseitige Zutat, die sich in zahlreichen Sorten und Rezepten verwenden lässt. Ein Hinweis dennoch: Rohe Zwiebeln liegen nicht jedem gut – wer sie schlecht verträgt, hält sich am besten an leichte Vollkost: gedünstete oder gebratene Zwiebeln werden meist besser vertragen.

Zwiebelgemüse anbauen

Zwiebelgemüse – Knoblauchknollen und -zehen mit Petersilie auf einem Holzbrett

Zwiebelgemüse wird üblicherweise im Garten oder im Feldmaßstab angebaut, lässt sich aber auch in Gefäßen auf dem Balkon oder der Terrasse kultivieren. Das sind die grundlegenden Schritte für den Anbau von Zwiebelgemüse:

1. Standort: Wählen Sie einen Platz mit gutem, durchlässigem Boden. Zwiebelgemüse wächst am besten an einem sonnigen Standort.

 2. Bodenvorbereitung: Entfernen Sie alle Unkräuter und eventuelle Steine. Reichern Sie den Boden anschließend mit frischem Kompost oder Dünger an.

3. Auswahl der Art: Entscheiden Sie, welches Zwiebelgemüse Sie anbauen möchten. Die einzelnen Arten haben unterschiedliche Anbauansprüche.

4. Aussaat und Pflanzung: Samen können in Gefäßen vorgezogen oder direkt ins Beet gesät werden. Beim Direktsäen setzen Sie die Zwiebeln in ausreichendem Abstand – Knoblauch etwa 3 cm, Zwiebeln etwa 5 cm –, damit sie gut heranwachsen.

5. Bewässerung: Gießen Sie die gesteckten Zwiebeln sofort an und wiederholen Sie das Gießen, bis sie zu keimen beginnen. Herangewachsene Pflanzen gießen Sie nach Bedarf, vor allem an trockenen Tagen. Der Boden darf jedoch nicht dauerhaft durchnässt bleiben. Ideal ist es, an der Wurzel zu gießen und nicht über die Blätter.

6. Ernte: Sobald das Zwiebelgemüse seine endgültige Größe erreicht hat, können Sie es nach und nach ernten. Für die Gesamternte wartet man, bis das Laub welk oder vertrocknet ist. Lassen Sie das Gemüse nicht zu lange im Boden, damit es nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen wird.

7. Lagerung: Lassen Sie das Zwiebelgemüse an einem geschützten Ort im Freien in Bündeln trocknen – zum Beispiel aufgehängt. Lagern Sie es anschließend kühl und dunkel. Bei guter Lagerung hält es den ganzen Winter über.

Gemüse düngen

Video: Gemüse düngen
  • Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Beim Pflanzen können Sie einen Teelöffel DÜNGEE unter jedes Pflänzchen geben.
  • Setzen Sie DÜNGEE in Wasser an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können ihn auch ungesiebt mit der Gießkanne über die Blätter geben).