Amaranth (Fuchsschwanz)
Pflanze, Anbau, Düngen, Keimen, Wirkung und Rezepte
Amaranth oder Fuchsschwanz (Amaranthus)

- Standort: volle Sonne, windgeschützt
- Höhe: 1–2 m
- Boden: durchlässig, nährstoffreich, leicht sauer bis neutral
- Aussaat: etwa 1 cm tief, direkt oder aus der Voranzucht
- Bis zur Ernte: 90–120 Tage
Amaranth ist eine Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Er ist ein- oder mehrjährig und wird wegen seiner Samen und Blätter angebaut, die vor allem in Lebensmitteln als Quelle von Eiweiß und Mineralstoffen genutzt werden.
Amaranth unterscheidet sich je nach Art, ist aber meist eine 1 bis 2 Meter hohe Pflanze mit großen Blättern und Blüten in Farben von Grün über Rosa bis Rot. Die Samen sind klein und rund, oft dunkelbraun oder schwarz. Amaranth wird für seine Nährwerte geschätzt, vor allem wegen des hohen Gehalts an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen, und ebenso für seine Fähigkeit, unter sehr unterschiedlichen Klima- und Bodenbedingungen zu wachsen.
Amaranth wird in vielen Küchen weltweit verwendet, besonders in Südamerika, Asien und Afrika, wo er zur täglichen Ernährung und zu traditionellen Gerichten gehört. In den letzten Jahren wird Amaranth auch im Westen immer beliebter, wo er häufig als Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Weizen und andere Getreidearten) dient. Amaranth ist außerdem eine wertvolle Quelle von Antioxidantien und Polyphenolen.
Auf Deutsch heißt die Gattung Amaranthus auch Fuchsschwanz. In den Garten kommen Zier- und Körnerarten – am häufigsten der Rispen-Fuchsschwanz (Amaranthus hypochondriacus) und der Garten-Fuchsschwanz (Amaranthus caudatus). Aussehen und Ansprüche erinnern eher an Ziersommerblumen als an Getreide, deshalb verträgt er sich gut neben Tagetes, Färberdistel oder Mais.
Amaranth anbauen

Amaranth lässt sich auf sehr unterschiedlichen Bodentypen und unter verschiedenen Klimabedingungen anbauen. Hier die allgemeinen Hinweise für den Amaranth-Anbau:
- Wählen Sie den richtigen Platz – Amaranth braucht viel Sonne, um wachsen und sich entwickeln zu können. Suchen Sie deshalb einen gut belichteten Platz. Außerdem ist ein windgeschützter Standort günstig, damit starker Wind die Pflanzen nicht beschädigt.
- Bereiten Sie den Boden vor – Amaranth mag gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert. Es lohnt sich daher, den pH-Wert zu messen und den Boden gegebenenfalls mit Torf anzupassen.
- Säen Sie die Samen aus – Amaranth können Sie direkt ins Beet säen oder in Gefäßen vorziehen. Säen Sie die Samen etwa 1 cm tief.
- Gießen Sie regelmäßig – Während Amaranth wächst, muss er regelmäßig gegossen werden, besonders in trockenen Phasen. Achten Sie aber darauf, dass der Boden nicht zu nass wird, denn das kann zu schlechtem Wachstum oder sogar zu Wurzelfäule führen.
- Stütze – Bei niedrigeren Sorten können Sie vorgehen wie bei Himbeeren oder Erdbeeren. Bei höheren Sorten sollten Sie eine Stütze in Form eines Pfahls oder eines Drahtzauns verwenden.
- Unkraut jäten – Amaranth reagiert empfindlich auf zu viel Unkraut; es muss konsequent gejätet und der Boden rund um die Pflanze ausreichend gelockert werden.
- Ernten Sie die Fruchtstände – Amaranth braucht rund 90–120 Tage bis zur vollen Reife. Die Fruchtstände können geerntet werden, sobald sie ausgereift sind. Man kann sie auch durchfrieren lassen, weil sie viel Wasser enthalten – durch den Frost gehen die wertvollen Samen nicht verloren.
- Trocknen Sie die Fruchtstände – Lassen Sie die Fruchtstände nach der Ernte in der Sonne oder an einem gut belüfteten Ort trocknen. Danach können Sie die Samen von Hand herauslösen oder rösten.
Amaranth düngen
Amaranth lässt sich mit gut verrottetem Kompost, mit einem perfekten Naturdünger wie DÜNGEE oder auch mit Gründüngung düngen, die Sie im Herbst in den Boden einarbeiten.

So düngen Sie Amaranth nach
- Vor der Aussaat arbeiten Sie ins Beet den perfekten Naturdünger DÜNGEE oder reifen Kompost ein – Amaranth bildet viel oberirdische Masse und zehrt die Nährstoffe auf.
- Während des Wachstums genügt es, etwa alle zwei bis drei Wochen mit dem Auszug zu gießen; die Menge finden Sie in der Dosierungsanleitung.
- Nicht zu viel Stickstoff – üppige Pflanzen knicken leichter um und die Samen reifen später. Das Nährstoffverhältnis erklärt der Artikel über NPK-Dünger.
- Im Herbst eignen sich Gründüngung oder Kompost; das Vorgehen beschreibt der Artikel über die Herbstdüngung.
Allgemeine Regeln, wie viel und wann gedüngt wird, finden Sie im Ratgeber zum Universaldünger, in der Düngetabelle und im Artikel über das Düngen von Gartenpflanzen.
Zurückgebogener Amarant – Amaranth als Unkraut
Neben den angebauten Arten wächst bei uns auch häufig der Zurückgebogene Amarant (Amaranthus retroflexus) – ein einjähriges Unkraut, das auf Beeten, Stoppelfeldern und im Mais auftaucht. Sie erkennen ihn am aufrechten, rötlichen Stängel mit kurzen Härchen, an den rautenförmigen Blättern und an den grünen, festen ährenartigen Blütenständen ohne auffällige Farbe.
- Eine einzige Pflanze bildet Zehntausende winziger Samen, die im Boden viele Jahre keimfähig bleiben – deshalb lohnt es sich, sie herauszuziehen, bevor sie abblüht.
- Sie wächst schnell und wurzelt flach, aus feuchtem Boden lässt sie sich also samt Wurzel herausziehen; in lockerem Boden genügt Hacken.
- Herausgezogene Pflanzen mit Fruchtständen gehören nicht auf den Kompost – ausgereifte Samen überstehen die Kompostierung.
- Im Beet wird sie zuverlässig durch Mulch oder einen dichten Kulturbestand unterdrückt, der ihr das Licht nimmt.
Häufig tritt sie an denselben Stellen zusammen mit dem Gänsefußauf. Eine Übersicht weiterer häufiger Unkräuter und wie man mit ihnen umgeht, finden Sie im Artikel über Unkräuter im Rasen.
Amaranth keimen lassen

Gekeimter Amaranth ist – wie andere gekeimte Lebensmittel auch – eine reiche Quelle wichtiger Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien.
- Gekeimter Amaranth ist außerdem eine reiche Quelle von Eiweiß, Ballaststoffen, Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor.
- Er ist von Natur aus glutenfreiund eignet sich deshalb für Menschen mit jeder Form von Glutenunverträglichkeit oder Glutenallergie.
- Gekeimte Samen haben einen niedrigen glykämischen Index. Das ist vor allem für Menschen mit Insulinresistenz oder Diabetes und für alle wichtig, die eine Reduktionsdiät einhalten.
Gekeimte Amaranth-Samen zuzubereiten ist einfach: Die Samen 8–10 Stunden in Wasser einweichen, dann das Wasser abgießen, die Körner abspülen und 3–6 Tage in einer Keimschale oder auf Zellstoffwatte keimen lassen. Während des Keimens spült man die Samen ein- bis zweimal täglich ab. Die gekeimten Samen kommen dann in Suppen, Salate, Aufstriche, als Hauptgericht oder in Smoothies usw.
Amaranth Wirkung: warum er so gesund ist
Amaranth hat viele positive Wirkungen auf die Gesundheit. Dank des hohen Gehalts an Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen ist er eine ideale Ergänzung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Hier einige seiner wichtigsten Wirkungen:
- Enthält sehr viel Eiweiß – Amaranthsamen sind eine der wenigen pflanzlichen Quellen von komplettem Eiweiß mit allen essenziellen Aminosäuren. Eiweiß ist wichtig für Wachstum und Regeneration der Muskeln und ein Schlüsselfaktor für einen gesunden Stoffwechsel.
- Unterstützt die Herzgesundheit – Amaranth enthält viel Magnesium und Kalium, also Stoffe, die für die Herzgesundheit entscheidend sind. Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei, Magnesium ist am normalen Energiestoffwechsel beteiligt.
- Enthält Antioxidantien – Amaranth enthält eine Menge Antioxidantien und Polyphenole.
- Hat einen hohen Ballaststoffgehalt – Amaranth enthält sehr viele Ballaststoffe, was hilft, die Verdauung in Schwung zu halten.
- Enthält kaum Gluten – Amaranth ist eine hervorragende Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit beziehungsweise Zöliakie. Glutenunverträglichkeit wird immer häufiger, und traditionelle Lebensmittel durch Amaranth zu ersetzen ist eine sichere und schmackhafte Lösung.
Amaranth passt auf dem Speiseplan auch gut zu anderen pflanzlichen Eiweißquellen wie der Kichererbse, und geschmacklich harmoniert er mit Kräutern.
Amaranth Rezepte
Aus Amaranth lassen sich verschiedene Gerichte zubereiten, und außer dem oben beschriebenen gekeimten Amaranth können Sie zum Beispiel diese ausprobieren.
- Amaranth-Bällchen: Mischen Sie 1 Tasse gekochten Amaranth, 1 Tasse gekochten braunen Reis, 1/2 Tasse in Butter gebratene Champignons, 1/2 Tasse Mais, 1/2 Tasse geriebenen Käse und 1 Ei. Formen Sie aus der Masse Bällchen und wälzen Sie sie in Semmelbröseln oder in getrocknetem Amaranth. Backen Sie sie 20 Minuten bei 190 °C oder bis die Bällchen goldbraun sind.
- Amaranth-Brei: Mischen Sie 1 Tasse gekochten Amaranth, 1/2 Tasse Milch, 1/4 Tasse Rosinen, 1 Teelöffel Honig oder Ahornsirup und 1/2 Teelöffel Zimt. Geben Sie die Mischung in einen Topf und kochen Sie sie etwa 5 Minuten, bis ein Brei entsteht. Nach Geschmack mehr Milch oder Wasser zugeben.
- Amaranth-Couscous: Mischen Sie Amaranth mit gemahlenem Zimt, Salz und Zucker. Kochen Sie den Amaranth nach Packungsanleitung mit Wasser. Wenn er fertig ist, geben Sie Rosinen, frische Obstscheiben, Nüsse und Honig nach Geschmack dazu. Warm servieren, garniert nach Wunsch mit Kräutern.
- Amaranth-Kekse: Mischen Sie 1 Tasse Amaranthmehl mit 1/4 Tasse Kokosöl, 1/4 Tasse Olivenöl, 1/4 Tasse Honig, 2 Eiern, 1/2 Teelöffel Salz und 1/2 Teelöffel Backpulver. Formen Sie aus dem Teig Kugeln und verteilen Sie sie auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech. Backen Sie die Kekse etwa 15 Minuten bei 190 °C, bis sie goldgelb sind.
Gepuffter Amaranth: Rezept

Gepuffter Amaranth ist thermisch behandelter Amaranth, der häufig als Bestandteil von Cerealien, Müsli, Proteinriegeln oder Energiesnacks verwendet wird.
Gepuffter Amaranth entsteht so: Die Amaranthsamen kommen in eine heiße Pfanne ohne Fett und werden erhitzt, bis sie zu platzen beginnen (ähnlich wie Mais zu Popcorn). Wenn die Samen aufplatzen und aufquellen, sind sie sehr leicht und knusprig.
Gepuffter Amaranth hat eine ähnliche Konsistenz wie Puffreis, aber deutlich bessere Nährwerte. Er ist eine einfache und schmackhafte Möglichkeit, Gerichten Eiweiß, Ballaststoffe, Eisen und weitere Vitamine hinzuzufügen. Man kann ihn pur als Cerealie essen oder in Smoothies, Joghurt und Müsli geben oder in Gebäck und Desserts verwenden.
Häufige Fragen
Was ist Amaranth?
Amaranth ist eine Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse, auf Deutsch heißt die Gattung Fuchsschwanz (Amaranthus). Er ist ein- oder mehrjährig, wird 1–2 Meter hoch und hat auffällige grüne, rosa bis rote Blütenstände. Angebaut wird er wegen der winzigen Samen und wegen der Blätter – die Samen sind eine Quelle von Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen und von Natur aus glutenfrei. Im Garten macht er sich auch als Ziersommerblume gut.
Was ist der Unterschied zwischen Amaranth und Fuchsschwanz?
Keiner – es sind zwei Namen derselben Pflanze. „Fuchsschwanz“ ist der deutsche Name der Gattung Amaranthus, „Amaranth“ ist der internationale Name, der sich vor allem für die als Lebensmittel verkauften Samen eingebürgert hat. Im Gartenbau sind beide Wörter gebräuchlich.
Wann und wie sät man Amaranth aus?
Säen Sie die Samen etwa 1 cm tief, entweder direkt ins Beet, sobald sich der Boden erwärmt hat, oder ziehen Sie sie in Gefäßen vor. Wählen Sie volle Sonne und einen windgeschützten Platz – hohe Pflanzen knicken sonst um. Der Boden soll durchlässig, nährstoffreich und leicht sauer bis neutral sein. Von der Aussaat bis zur vollen Reife rechnen Sie mit 90 bis 120 Tagen.
Womit düngt man Amaranth?
Arbeiten Sie vor der Aussaat den perfekten Naturdünger DÜNGEE oder reifen Kompost ins Beet ein. Während des Wachstums genügt es, etwa alle zwei bis drei Wochen nach Dosierungsanleitung mit dem Auszug zu gießen. Übertreiben Sie es nicht mit Stickstoff – überdüngte Pflanzen knicken leichter um und die Samen reifen später. Im Herbst bewähren sich Gründüngung oder Kompost.
Wie wird man den Zurückgebogenen Amarant im Beet los?
Am wirksamsten ist es, die Pflanzen herauszuziehen, bevor sie Samen bilden – eine einzige Pflanze bildet Zehntausende davon, und im Boden bleiben sie viele Jahre keimfähig. Der Amarant wurzelt flach, aus feuchtem Boden lässt er sich also samt Wurzel herausziehen, in lockerem Boden genügt Hacken. Herausgezogene Pflanzen mit Fruchtständen gehören nicht auf den Kompost. Vorbeugend helfen Mulch oder ein dichter Bestand, der dem Unkraut das Licht nimmt.
Wie lässt man Amaranth keimen?
Weichen Sie die Samen 8–10 Stunden in Wasser ein, gießen Sie dann das Wasser ab, spülen Sie die Körner und lassen Sie sie 3–6 Tage in einer Keimschale oder auf Zellstoffwatte keimen. Spülen Sie die Samen ein- bis zweimal täglich ab. Gekeimten Amaranth geben Sie in Suppen, Salate, Aufstriche oder Smoothies.
Wie macht man gepufften Amaranth?
Die Amaranthsamen kommen in eine heiße Pfanne ohne Fett und werden erhitzt, bis sie zu platzen beginnen – ähnlich wie Mais zu Popcorn. Die Körner platzen auf und quellen, dadurch werden sie leicht und knusprig. In der Konsistenz erinnern sie an Puffreis. Man isst sie pur als Cerealie oder gibt sie in Müsli, Joghurt, Smoothies, Gebäck und Desserts.
