Bartblume (Blaubart, Caryopteris)
Niedriger Strauch mit blauen Blüten für trockene und sonnige Standorte — Beschreibung, Höhe, Arten und Sorten der Caryopteris

Niedriger, laubabwerfender Strauch mit grauen, aromatisch duftenden Blättern.
- Standort: sonnig, warm, geschützt; lehmige, durchlässige, kalkhaltige Böden
- Höhe: 50–100 cm
- Blütezeit: September–Oktober
- Vermehrung: Stecklinge
Die Gattung Caryopteris umfasst 10 Arten, die aus Ostasien stammen. Für den Garten sind nur eine Art und eine Hybride mit mehreren Sorten von Bedeutung. Die Bartblume wird nach neuerer Gliederung zu den Lippenblütlern (Lamiaceae) gestellt; ältere Quellen führen sie bei den Eisenkrautgewächsen (Verbenaceae). Sie zeichnet sich durch ihre späte Blütezeit aus, was sie zu einer wertvollen Bienenweide macht. Sie hat die eher seltenen blauen Blüten und ist ideal für Steingärten, Heidegärten oder „Steppengärten“.
Im Deutschen wird die Gattung Caryopteris als Bartblume und auch als Blaubart bezeichnet — es handelt sich um dieselbe Pflanze. Eine ausführliche Anleitung zu Schnitt, Überwinterung und Vermehrung durch Stecklinge finden Sie im eigenen Artikel über die Bartblume.
Bartblume: Standort, Höhe und blaue Blüten im Garten

- Blüten: blau, von leuchtend bis dunkelblau, sie entspringen den Achseln der oberen Blätter.
- Verwendung: Lässt sich mit rosa und rot blühenden Stauden, Zwergnadelgehölzen, graublättrigen Gehölzen und Ziergräsern kombinieren.
- Widerstandsfähigkeit: Verträgt Trockenheit, friert aber oft bis zum Boden zurück – eine winterliche Abdeckung der Wurzeln ist zu empfehlen. Sie blüht an den Jungtrieben und braucht deshalb jedes Jahr einen kräftigen Rückschnitt.
Bartblume: Arten und Sorten (Caryopteris)
Von den zehn Arten der Gattung begegnen Ihnen in unseren Gärten praktisch nur zwei: die Gartenhybride Caryopteris × clandonensis und die weniger verbreitete Graubehaarte Bartblume. In Katalogen und Gärtnereien wird die Hybride auch als Clandon-Bartblume oder als Blaubart geführt — gemeint ist stets dieselbe Pflanze.
Clandon-Bartblume (Caryopteris × clandonensis) und die Sorten Heavenly Blue, Kew Blue und Stephi

- Höhe: 50–100 cm
- Blätter: aromatisch, dunkelgrün, auf der Unterseite graugrün.
- Blüten: leuchtend blau, schmale Trugdolden.
- ‚Heavenly Blue‘: reich blühende Sorte mit satt dunkelblauen Blüten, aufrechter Wuchs bis 1 m Höhe, sehr lange Blütezeit.
- ‚Kew Blue‘: niedrigere, dicht verzweigte Sorte mit ausgeprägt dunkelblauen Blüten.
Graubehaarte Bartblume (Caryopteris incana)

- Heimisch in Japan und im östlichen China.
- Höhe: bis 1 m
- Zweige: graufilzig.
- Blätter: dunkelgrün, unterseits graufilzig, aromatisch.
- Blüten: violettblau, dichte achselständige Trugdolden, sie blühen im September. Diese Art ist weniger verbreitet als die Hybride C. × clandonensis.
Bartblume und andere Ziersträucher düngen
Die Bartblume ist an magere, durchlässige und eher trockene Böden gewöhnt, deshalb lässt sie sich leicht überdüngen. In einem reichlich gegossenen und gedüngten Beet treibt sie weiche Jungtriebe, die schlechter überwintern, und der Strauch fällt dann auseinander. Sie kommt daher mit einer einzigen Frühjahrsgabe universellen natürlichen organischen Düngers gleich nach dem Frühjahrsschnitt aus — also in dem Moment, in dem sie die diesjährigen Triebe mit den Blütenständen aufbaut. Die Menge je Pflanze finden Sie in der Übersicht zur Dosierung, eine Zusammenfassung für das ganze Beet dann im Artikel über das Düngen von Außen- und Zierpflanzen und in der Übersicht zu den Sträuchern.
