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Blaukissen (Aubrieta)

Pflanzen, Schneiden und Vermehren der Polsterstaude Aubrieta

rosa-violett blühende Polsterpflanze mit gelber Blütenmitte zwischen schmalen Blättern

Das Blaukissen ist eine bodendeckende Steingartenstaude, die im Frühling dichte Teppiche aus kleinen Blüten in kräftigen Farben bildet.

  • Standort: sonniger Platz, durchlässiger, eher nährstoffarmer Boden
  • Höhe: 10–15 cm
  • Blütezeit: April–Mai
  • Vermehrung: Stecklinge, Teilung der Horste, Aussaat

Das Blaukissen (Aubrieta) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Es zeichnet sich durch niedrigen, teppichartigen Wuchs und dichte Belaubung aus. Der größte Schmuck sind die kleinen vierzähligen Blüten in Violett-, Rosa-, Blau- und Weißtönen, die die Pflanze so dicht bedecken, dass sie die Blätter vollständig verbergen. Im Gartencenter wird es auch unter dem Namen Garten-Blaukissen angeboten.

Arten und Sorten des Blaukissens: Griechisches Blaukissen und Garten-Hybriden

Blaukissen Aubrieta × hybrida — violetter Blütenteppich, der über die Steine im Steingarten fällt
Aubrieta × hybrida

Im Gartenbau werden am häufigsten Hybriden mit der Bezeichnung Aubrieta × hybrida angebaut, die eine breite Palette an Farben und Wuchsformen bieten. Beliebt sind vor allem Sorten mit violetten und rosa Blüten, die sich für den Steingarten, die Trockenmauer und für Pflanztröge eignen.

Die Stammart ist das Griechische Blaukissen (Aubrieta deltoidea) mit rosavioletten Blüten — aus ihr gehen die meisten Gartensorten hervor. Farblich bleibt das Angebot bei Violett, Blau und Rosa; wenn Sie einen gelb blühenden Teppich für den Steingarten suchen, handelt es sich vermutlich um das Felsen-Steinkraut, das dem Blaukissen im Wuchs sehr ähnlich sieht und im Steingarten oft mit ihm verwechselt wird.

Blaukissen pflanzen: Standort, Schnitt und Düngung

Nahaufnahme der violetten und rosa vierzähligen Blüten des Blaukissens im Frühling

Blaukissen sind anspruchslose Pflanzen, die einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden benötigen. Am besten gedeihen sie auf eher nährstoffarmen Böden, wo sie am reichsten blühen. Sie vertragen Trockenheit und eignen sich gut für trockene Kies- und Steinbeete.

Nach der Blüte ist es sinnvoll, die Pflanzen zurückzuschneiden, was ihre kompakte Form und einen dichteren Wuchs fördert. Blaukissen sind vollkommen frosthart und brauchen keinen Winterschutz.

Mit der Nährstoffversorgung darf man es nicht übertreiben — in nährstoffreichem Boden treibt das Blaukissen ins Laub und blüht schwächer. Eine einzige schwache Düngung nach dem Frühjahrsschnitt reicht völlig aus: ein Teelöffel DÜNGEE auf 1 Liter Gießwasser oder feines Ausstreuen zwischen die Horste. Die Grundsätze der Dosierung fasst der Überblick Universaldünger zusammen.

Blaukissen vermehren: Stecklinge, Teilung der Horste und Aussaat

Vermehrt werden sie durch Teilung der Horste oder durch Stecklinge im Frühjahr und im Sommer. Eine Aussaat ist möglich, aber weniger zuverlässig, weil die Sorten oft nicht dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze hervorbringen.

Wenn Sie Blaukissen aus Samen ziehen möchten, säen Sie im Frühjahr in durchlässiges Substrat und decken die Samen nur leicht ab — sie keimen als Lichtkeimer bei etwa 18 °C. Die Jungpflanzen kommen noch im selben Jahr an ihren endgültigen Standort und blühen meist erst im zweiten Frühjahr. Das Teilen der Horste und das Pflanzen in ein Kiesbett beschreibt ausführlicher der Artikel über Anbau und Vermehrung von Steingartenpflanzen.

Verwendung im Garten

Blaukissen sind eine klassische Steingartenpflanze und gehören zu den am häufigsten gepflanzten Arten im Steingarten. Besonders schön wirken sie auf Trockenmauern und an Beeteinfassungen sowie in Pflanzgefäßen. Sie bilden farbige Teppiche, die den Garten im Frühling deutlich beleben.

In der Pflanzung vertragen sie sich gut mit anderen frühlingsblühenden Stauden mit den gleichen Ansprüchen — Steinkraut, Polster-Phlox oder Sand-Thymian. Da das Blaukissen über Kanten hinauswächst, eignet es sich für den Rand eines Hochbeets ebenso wie für die Fugen einer Trockenmauer.

Häufige Fragen: Blaukissen pflanzen und pflegen

Wann blüht das Blaukissen?

Die Hauptblüte kommt im April und Mai und dauert etwa vier bis sechs Wochen. Nach dem Rückschnitt stellt sich in einem günstigen Jahr am Ende des Sommers eine schwächere zweite Blüte ein.

Wie zieht man Blaukissen aus Samen?

Säen Sie im Frühjahr in durchlässiges Substrat und drücken Sie die Samen nur leicht an — sie keimen als Lichtkeimer bei etwa 18 °C. Sortenreine Kultivare vererben sich über Samen jedoch nicht zuverlässig, deshalb lohnen sich bei ihnen eher Stecklinge.

Wann schneidet man Blaukissen?

Gleich nach der Blüte, etwa um ein Drittel bis die Hälfte der Trieblänge. Der Horst bleibt dann dicht und fällt in der Mitte nicht auseinander.

Womit düngt man Blaukissen?

Sparsam und nur einmal pro Saison — mit einem schwachen Auszug aus Naturdünger (ein Teelöffel DÜNGEE auf 1 Liter Wasser) nach dem Frühjahrsschnitt. Auf nährstoffreichem Boden treibt das Blaukissen ins Laub und blüht weniger.