Steinkraut (Aurinia): Felsen-Steinkraut, Duftsteinrich und Berg-Steinkraut
Anspruchslose Steingartenpflanze für trockene, sonnige Plätze — für den Steingarten, die Trockenmauer und den Balkonkasten.
Steinkraut als Steingartenpflanze: Aussehen und Arten

Das Steinkraut (Aurinia, früher auch Alyssum) ist eine Staude, die zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) gehört und für ihre kleinen Blüten in kräftigem Weiß, Gelb oder Rosa bekannt ist.
Das Steinkraut erkennen Sie an den folgenden Merkmalen.
- Das Steinkraut hat wechselständig angeordnete, kleine graugrüne Blätter.
- Die Blüten des Steinkrauts sind vierzählig und haben vier Kronblätter. Sie stehen in dichten Blütenständen (Rispen) und duften süß.
- Die Pflanzen erreichen eine Höhe von etwa 15-30 cm und werden ähnlich breit.
Das Steinkraut (Aurinia) ist eine ideale Pflanze für die Kultur als Steingartenpflanze. Es hat niedrigen Wuchs, ist widerstandsfähig und wächst an trockenen, sonnigen Plätzen — das sind die typischen Eigenschaften von Steingartenpflanzen. Wenn Sie einen Garten mit überwiegend steinigem Gelände haben oder ein Beet an einem sonnigen Hang, ist das Steinkraut eine ausgezeichnete Wahl. Im selben Umfeld gedeiht es neben weiteren Steingartenpflanzen und niedrigen Stauden.
Felsen-Steinkraut pflanzen im Steingarten und in der Trockenmauer (Aurinia saxatilis)

Die ideale Steinkraut-Art für den Steingarten ist das Felsen-Steinkraut (Aurinia saxatilis), das auch in Deutschland an sonnigen Felsen und Trockenhängen wild vorkommt. Damit Sie es im Steingarten erfolgreich kultivieren, empfehlen wir folgende Tipps:
Standort: Wählen Sie einen sonnigen Platz, an dem die Pflanze mindestens einige Stunden täglich direktes Sonnenlicht bekommt.
Boden: Das Steinkraut bevorzugt gut durchlässigen und mäßig trockenen Boden. Der Boden sollte nicht zu feucht sein, damit es nicht zu Wurzelfäule kommt. Ideal sind ein Steingarten, eine Trockenmauer oder das Umfeld von Steinstufen.
Gießen: Nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen wichtig, damit die junge Pflanze gut anwächst. Mit zunehmender Bewurzelung wird sie immer genügsamer, achten Sie aber weiterhin darauf, dass die Erde nicht zu stark austrocknet.
Vermehrung: Steinkraut lässt sich leicht durch Samen oder durch Teilung der Horste im Frühjahr vermehren.
Weitere Pflege: Das Steinkraut braucht keine aufwendige Pflege. Nach der Blüte können Sie die verblühten Blütenstände abschneiden und die Pflanze im Herbst leicht auslichten, damit sie ihre kompakte Form behält.
Überwinterung: Das Steinkraut ist im Allgemeinen frosthart, in extrem kalten Lagen kann es aber einen Schutz durch Mulchen im Wurzelbereich brauchen.
Das Steinkraut ist eine schöne und anspruchslose Pflanze, die mit ihren kleinen Blüten bezaubert und hervorragend in Steingärten oder in Vorgärten mit steinigem Untergrund passt.
Duftsteinrich pflanzen — das Strand-Silberkraut (Lobularia maritima)
Der Duftsteinrich oder auch Strand-Silberkraut (Lobularia maritima) ist eine niedrige, anspruchslose und reich blühende Steingartenpflanze. Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum, in Deutschland wird er in verschiedenen Sorten als Zier-Sommerblume kultiviert und verwildert stellenweise.
Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, die in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet dichte Teppiche bildet. Die Pflanze ist mit grauen, gabeligen Härchen besetzt, seltener kommt sie kahl vor. Die Stängel sind dünn, niederliegend oder aufrecht und wachsen aus einem reich verzweigten Wurzelsystem. Die kleinen weißen, rosa oder violetten Blüten duften und stehen in Trauben in doldigen Blütenständen.
Den Duftsteinrich können Sie im Steingarten, im Garten und im Vorgarten kultivieren, wenn Sie ihm die Bedingungen bieten, die ihm zusagen:
- einen sonnigen Standort,
- einen leichten, sandigen oder steinigen Boden,
- mäßige oder fast keine Düngung,
- angemessenes Gießen – der Boden darf weder ganz austrocknen noch vernässt sein.
Der Duftsteinrich vermehrt sich durch Samen, die sich selbst aussäen und im Frühjahr keimen.
Weißes Steinkraut: teppichbildende Sommerblume für den Balkonkasten
Das Weiße Steinkraut wurde aus dem Duftsteinrich gezüchtet. Im Handel finden Sie zum Beispiel die Sorte Corbeille d’Argent. Es handelt sich um eine niedrige, schnell wachsende, teppichbildende Sommerblume. Einzelne Pflanzen breiten sich bis zu 40 cm in die Breite aus und eignen sich daher für flächige Pflanzungen – in Steingärten, Gärten und Vorgärten, aber auch für Balkonkästen an sonnigen und trockenen Plätzen.
Das Weiße Steinkraut blüht seinem Namen entsprechend weiß und wird bis zu 25 cm hoch.
Wir kultivieren es genauso wie die übrigen Steinkräuter, es braucht also einen sonnigen Standort, leichten Boden und angemessenes Gießen. Nach der Blüte kürzen wir die Pflanzen um etwa ein Drittel und fördern damit die weitere Blüte.
Es ist eine Sommerblume und braucht deshalb keine Überwinterung. Manchmal sät es sich selbst aus und keimt im Frühjahr am selben Standort. Wenn nicht, können Sie Samen kaufen und sie im Gewächshaus vorziehen, um sie im Mai in den Garten zu pflanzen.
Berg-Steinkraut (Alyssum montanum)

Das Berg-Steinkraut, im Handel auch unter dem Namen Alyssum geführt (Alyssum montanum), ist eine Steinkraut-Art, die Sie auch im eigenen Garten kultivieren können. Es ist eine schöne und anspruchslose Pflanze, die in Bergregionen häufig vorkommt, sich aber auch als Zierpflanze gut kultivieren lässt.
Sie sollten jedoch die folgenden Bedingungen einhalten, damit Sie auch diesem Steinkraut die besten Voraussetzungen für Wuchs und reiche Blüte bieten:
Standort: Das Berg-Steinkraut bevorzugt einen sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten. An einem sonnigen Platz blüht es reicher.
Boden: Das Steinkraut bevorzugt gut durchlässigen Boden mit ausreichender Drainage. Ein nicht zu nährstoffreicher, eher magerer Boden ist ideal.
Gießen: Das Berg-Steinkraut ist beim Gießen genügsam. Während der Wachstumszeit ist es sinnvoll, den Boden mäßig feucht zu halten, Staunässe aber zu vermeiden.
Vermehrung: Das Berg-Steinkraut wird am häufigsten durch Samen vermehrt, die Sie im Frühjahr direkt in den Boden säen können. Die Samen keimen recht leicht, und wenn der Boden ausreichend feucht ist, sollten bald neue Pflänzchen erscheinen.
Weitere Pflege: Das Berg-Steinkraut braucht keine besondere Pflege. Nach der Blüte können Sie die verblühten Blütenstände abschneiden, um die weitere Blüte zu fördern und das schöne Aussehen der Pflanze zu erhalten.
Das Berg-Steinkraut ist eine ausgezeichnete Wahl für Ziergärten, Steingärten und Vorgärten. Seine zarten, weißen oder hellgelben Blüten bilden einen schönen Kontrast zu den dunkelgrünen Blättern und bringen attraktive, anspruchslose Pflanzen in den Garten. Auch wenn es ursprünglich aus Bergregionen stammt, wird es mit den passenden Bedingungen und etwas Pflege sicher zu einem schönen Teil Ihres Gartens.
Womit Steinkraut düngen
Das Steinkraut gehört zu den Pflanzen, die in magerem, durchlässigem Boden williger blühen als in einem überdüngten Beet — beim Duftsteinrich steht das übrigens sogar unter seinen Ansprüchen. Es genügt daher eine schwache Gabe im Frühjahr beim Austrieb und gegebenenfalls eine zweite gleich nach der Blüte, immer in feuchten Boden. In der Trockenmauer und im Steingarten kürzen Sie die Gabe lieber noch weiter, sonst treibt die Pflanze ins Laub statt in die Blüten. Dasselbe Regime passt auch den übrigen Steingartenpflanzen und niedrigen Stauden, sodass Sie den ganzen Hang mit einem einzigen Dünger versorgen. Wie Sie einen auswählen, der den ganzen Garten auf einmal abdeckt, erklären wir im Artikel Universaldünger; die Verhältnisse für das Gießwasser finden Sie unter Dosierung.
Häufige Fragen: Steinkraut
Was ist der Unterschied zwischen Steinkraut und Duftsteinrich?
Das Steinkraut (Aurinia) ist eine ausdauernde Staude, typischerweise das Felsen-Steinkraut mit gelben Blüten. Der Duftsteinrich (Lobularia maritima) ist einjährig und hat weiße, rosa oder violette, duftende Blüten. Beide gehören zur Familie der Kreuzblütler, und umgangssprachlich werden beide als Steinkraut bezeichnet.
Wann blüht das Steinkraut?
Das Felsen-Steinkraut blüht im Frühjahr, etwa von April bis Mai, und wird nach der Blüte um etwa ein Drittel zurückgeschnitten. Der Duftsteinrich blüht als Sommerblume durchgehend den ganzen Sommer über bis zu den ersten Frösten.
Wohin pflanzt man Steinkraut?
An einen sonnigen und trockenen Platz mit durchlässigem Boden — in den Steingarten, in eine Trockenmauer, an Steinstufen oder in einen Balkonkasten. Feuchter und schwerer Boden führt zu Wurzelfäule.
Wie vermehrt man Steinkraut?
Durch Samen oder durch Teilung der Horste im Frühjahr. Der Duftsteinrich und das Weiße Steinkraut säen sich oft selbst aus und keimen im Frühjahr an derselben Stelle.
Ist Steinkraut winterhart?
Das Felsen-Steinkraut und das Berg-Steinkraut vertragen Frost; in extrem kalten Lagen wird der Wurzelbereich gemulcht. Das Weiße Steinkraut und der Duftsteinrich sind Sommerblumen, sie werden nicht überwintert.
