Katleja (Cattleya)
Schöne großblütige Orchideen ohne größere Anbauproblem
- Standort: temperiert, sehr hell; Wohnung oder Gewächshaus
- Höhe: 20–90 cm
- Blütezeit: das ganze Jahr über, je nach Art
- Vermehrung: durch Teilung und Samen (sehr langwierig)
Zur Gattung Katleja (Cattleya) aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae) gehören etwa 40 natürliche Formen und einige botanische Varietäten, die alle epiphytisch auf Bäumen in Mittel- und Südamerika wachsen. Wegen ihrer großen Blüten und der einfachen Kultivierung sind Katlejas sehr beliebt. Die Größe der Pflanzen variiert von 15 cm bis zu 1 m.
Es werden zwei Gruppen von Katlejas unterschieden:
Gruppe Labiata zeichnet sich durch ein einzelnes Blatt an jedem Pseudobulbus und eine große Blüte aus. Zu dieser Gruppe gehören:
- Cattleya labiata
- Cattleya maxima
- Cattleya eldorado
- Cattleya mossiae
- Cattleya gaskelliana
- Cattleya warscewiczii
Die zweite Gruppe umfasst Arten mit 2–3 Blättern an jedem Pseudobulbus und vielen anmutigen, aber kleineren Blüten:
- Cattleya bowringiana
- Cattleya aurantiaca
- Cattleya forbesii
- Cattleya granulosa
- Cattleya guttata
- Cattleya schilleriana
- Cattleya elongata
- Cattleya amethystoglossa
Am Ende der Wachstumsperiode erscheint bei diesen Arten an der Basis der Blätter eine flache Blütenscheide, aus der dann der Blütenstand herauswächst.
Cattleya bowringiana ist eine mehrblättrige Art aus Belize und Guatemala. Sie hat sehr schlanke und bis zu 90 cm hohe Pseudobulben. Die Blätter sind hellgrün, steif, lanzettlich, 15 cm lang und 6 cm breit. Im späten Herbst oder Winter wächst inmitten der Blätter ein Blütenstand mit bis zu 20 Blüten heraus. Diese sind 6–8 cm groß, rosa-violett, geadert und bleiben etwa zwei Wochen frisch. Die Lippe ist tief violett und im Schlund goldgelb.
Kultivierung
Die Arten der Gattung Cattleya (Cattleya) benötigen während des Wachstums reichliche Bewässerung, vertragen jedoch keine dauerhaft nasse Erde an den Wurzeln. Sie benötigen Tagestemperaturen von 18–24 °C, nächtliche Temperaturen zwischen 13 und 16 °C sowie eine Luftfeuchtigkeit von 50–60 %. Ausreichend Licht direkt am Glas ist wichtig für die Blühfähigkeit.
Wenn die Scheinbulben ausgereift sind, sollte die Blütenbildung durch Reduzierung der Bewässerung gefördert werden. Die Bewässerung wird wieder verstärkt, sobald Knospen sichtbar sind. Nach der Blüte muss eine Wachstumsruhe folgen, bei der das Substrat nahezu trocken gehalten und immer erst nach 2–4 Wochen gegossen wird.
Bei Bedarf kann die Pflanze nach der Ruhephase umgetopft und auch geteilt werden. Die Scheinbulben werden neu zu je drei bis vier Stück eingepflanzt. Die Töpfe sollten so groß sein, dass die Pflanze erst nach drei Jahren umgetopft werden muss. Bewährt hat sich eine Mischung aus Rinde, Osmunda, Sphagnum und Holzkohle. Die Wurzeln müssen mit Substrat bedeckt sein. Neue Triebe sollten sich frei entwickeln können; übermäßige Feuchtigkeit ist unerwünscht.
