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Cymbidie (Cymbidium) – Pflege, Standort und Düngen

Cymbidie – so gelingen Standort, Gießen, Düngen und Umtopfen. Ein Leitfaden für Einsteiger und Hobbygärtner.

Die Cymbidie, botanisch Cymbidium, ist eine eindrucksvolle Orchidee, die jeder Pflanzenfreund für ihre großen, lang haltbaren Blüten schätzt. Einer der wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche Kultur ist der richtige Standort. Die Pflanze bevorzugt hell, aber ohne direkte Sonne, und dankt einen deutlichen Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur.

Sie stammt aus den tropischen und subtropischen Regionen Asiens, ihre Blüten reichen von Weiß über Gelbgrün bis Rotbraun. Die Kultur ist nicht schwierig, wenn man einige Grundregeln beachtet: maßvoll gießen, damit keine Staunässe entsteht, und Schnittstellen nach dem Teilen mit Holzkohlepulver abdecken.

Vermehrt wird durch Teilen älterer Pflanzen, die mindestens drei ausgereifte Bulben behalten sollten. Gießen und Düngen folgen einem eigenen Rhythmus, der über die Blüte entscheidet. Damit die Cymbidie im Winter blüht, braucht sie im Sommer kühle Nächte und im Herbst einen kühlen Standort.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Cymbidie braucht viel Licht ohne direkte Sonne und einen Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur.
  • Gegossen wird maßvoll, damit keine Staunässe entsteht.
  • Vermehrt wird durch Teilen älterer Pflanzen mit mindestens drei Bulben.

Herkunft und Systematik

Die Cymbidie, botanisch Cymbidium, ist bei Orchideenliebhabern wegen ihrer prächtigen, wochenlang haltbaren Blüten beliebt. Sie stammt aus den tropischen und subtropischen Gebieten Asiens und Australiens und gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae).

Die Gattung Cymbidium

Cymbidium-Blüten in Purpurrosa mit weiß-rot gesprenkelter Lippe

Die Gattung Cymbidium umfasst rund 50 Orchideenarten, die sowohl terrestrisch als auch epiphytisch wachsen können. Die Einordnung sieht so aus:

  • Ordnung: Asparagales (Spargelartige)
  • Familie: Orchidaceae (Orchideen)
  • Klasse: Liliopsida (Einkeimblättrige)

Diese Orchideen sind sehr unterschiedlich in Form und Größe, gemeinsam sind ihnen die wachsartigen Blüten in Weiß, Gelb, Grün und Rotbraun.

Cymbidium-Hybriden sind sehr beliebt und im Handel leicht zu bekommen. Sie unterscheiden sich vor allem in Blütenfarbe und Blütengröße. Hybriden entstehen aus der Kreuzung verschiedener Arten, um die Pflanzen widerstandsfähiger und attraktiver zu machen.

Charakteristisch für die Cymbidie ist die dreilappige Lippe der Blüte, die für viele Gattungen dieser Familie typisch ist.

Die im Handel angebotenen Pflanzen sind fast immer Hybriden; reine Arten führen vor allem Spezialgärtnereien für Orchideen.

Cymbidium-Arten im Überblick

ArtLichtTemperaturGießen
Cymbidium ensifoliumheller Standortmäßig warmmittel
Cymbidium goeringiilichter Schattenkühlgering
Cymbidium sinenseHalbschattenkühle Wintergleichmäßig
Cymbidium eburneumhellwarmregelmäßig

Grundlagen des Cymbidium-Anbaus

Rosa blühende Orchidee mit geöffneten Blüten und Knospen

Die Kultur der Cymbidie stellt eigene Ansprüche an Substrat, Topf, Gießen, Luftfeuchtigkeit und Licht. Wer diese Punkte beachtet, bekommt gesundes Wachstum und reiche Blüte.

Substrat und Topf auswählen

Für die Cymbidie ist ein gut durchlässiges, luftiges Substrat ideal. Bewährt hat sich eine Mischung aus Rinde, Torf und Perlit im Verhältnis 2:1:1. Sie sorgt für Luft an den Wurzeln und beugt Wurzelfäule vor.

Der Topf sollte großzügig bemessen sein, damit Wurzeln und Substrat Platz haben. Tontöpfe sind ideal, weil sie standfest sind und überschüssige Feuchtigkeit verdunsten lassen. Wichtig sind Abzugslöcher, durch die überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Gießen und Luftfeuchtigkeit

Die Cymbidie will regelmäßig gegossen werden, zwischen den Gaben soll das Substrat aber leicht abtrocknen. Am besten eignet sich weiches Wasser oder Regenwasser, damit das Substrat nicht versalzt.

Auch die Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Ideal sind 50–60 Prozent. In trockenen Phasen hilft regelmäßiges Besprühen oder eine mit Wasser gefüllte Schale neben dem Topf.

Lichtverhältnisse

Cymbidien brauchen einen hellen Platz, vertragen aber keine pralle Sonne. Ideal ist ein halbschattiger Standort mit viel diffusem Licht. Direkte Sonne verbrennt die Blätter, zu wenig Licht kostet die Blüte.

In den Wintermonaten kann eine Pflanzenlampe nötig werden. Rund zwölf Stunden Licht am Tag unterstützen die natürlichen Wachstums- und Blührhythmen.

So bleibt die Cymbidie das ganze Jahr über gesund und blühfreudig

Cymbidium düngen

Die Cymbidie braucht regelmäßige Nährstoffgaben, damit sie kräftig wächst und zuverlässig blüht. 

Wann gedüngt wird:

Frühjahr: Im Frühjahr, wenn die Pflanze in den kräftigen Wuchs geht, wird einmal gedüngt.
Sommer: Eine zweite Gabe empfiehlt sich im Sommer, wenn die Cymbidie noch in der Vegetationszeit steht und weitere Nährstoffe braucht.
Wie oft gedüngt wird:

Frühjahr: 1× zu Beginn des kräftigen Wachstums.
Sommer: 1× im Verlauf der Vegetationszeit.
Dosierung: Halten Sie sich an die Angaben auf der Verpackung des Düngers.

Richtig versorgt dankt die Cymbidie mit kräftigem Wuchs und reicher Blüte. Die allgemeinen Regeln zum Düngen von Orchideen finden Sie in unserem großen Ratgeber.

Ansprüche im Jahresverlauf

Die Cymbidie (Cymbidium) ist eine schöne, aber eigenwillige Orchidee: Sie verlangt konsequent eingehaltene Temperaturen und eine Pflege, die sich nach der Jahreszeit richtet. Entscheidend sind die richtigen Temperaturen zu den richtigen Zeiten und eine ausgewogene Versorgung über die Saison.

Temperaturansprüche

Die Cymbidie braucht warme Tage und kühle Nächte , um optimal zu wachsen. Tagsüber sollten es 20–25 °C sein, nachts sollte die Temperatur auf 10–15 °Cfallen. Ein Sommer im Freien tut der Pflanze sehr gut, deshalb stellt man sie in den Sommermonaten am besten nach draußen. Im Herbst muss sie aber wieder ins Haus, an einen Platz mit stabilen 15–20 °C. Konsequent eingehaltene Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fördern den Blütenansatz.

Pflege im Jahreszyklus

Cymbidium-Orchidee mit rosa Blüten und weiß-rot gesprenkelter Lippe

Die Pflege der Cymbidie richtet sich nach der JahreszeitIm Frühjahr beginnt das Wachstum, jetzt sind ausreichend Wasser und Nährstoffe wichtig. Während des Sommers im Freien sorgen Sie für regelmäßiges Gießen und einen Schutz vor zu praller Sonne. Im Herbst reduzieren Sie die Wassergaben und stellen die Pflanze kühler. Die Überwinterung entscheidet über den Blütenansatz: kühl stellen und sparsam gießen. Die Pflanze blüht dann den ganzen Winter über bis ins Frühjahr.

Achten Sie auf das richtige Düngen während der Wachstumsphase und auf ausreichende Luftfeuchtigkeit. Mit den passenden Bedingungen über das ganze Jahr behält die Cymbidie ihre Schönheit und Vitalität.

Vermehren und Umtopfen

Cymbidium-Orchidee mit gelbgrünen Blüten und dunkelroter Lippe

Die Cymbidie ist wegen ihrer prächtigen Blüten und der überschaubaren Pflege beliebt. Vermehrung und richtiges Umtopfen entscheiden über gesundes Wachstum und reiche Blüte.

Vermehrungsmethoden

Vermehrt wird die Cymbidie meist durch Teilen. Nehmen Sie ein scharfes, sauberes Messer und teilen Sie die Pflanze so, dass jedes Teilstück mindestens drei gesunde Bulben behält. Die Schnittflächen deckt man mit Holzkohlepulver ab, damit keine Infektionen entstehen.

Möglich ist auch die Aussaat, sie ist wegen des Aufwands und der langen Dauer aber selten. Die Samen werden unter kontrollierten Bedingungen mit ausreichender Feuchtigkeit und Wärme ausgesät.

Beim Teilen ist wichtig, dass die neuen Teilstücke genügend Wurzeln behalten – nur dann wachsen sie zügig weiter. Richtig vermehrt, bildet die Cymbidie bald neue Knospen und Blüten.

Umtopfen und Teilen

Umgetopft wird die Cymbidie alle zwei bis drei Jahre oder dann, wenn die Wurzeln über den Topf hinauswachsen. Legen Sie sich ein passendes Orchideensubstrat und einen neuen Topf zurecht. Der Topfboden braucht Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut.

Nehmen Sie die Pflanze aus dem alten Topf und lösen Sie das alte Substrat vorsichtig von den Wurzeln. Teilen Sie die Pflanze, wenn der Ballen zu dicht geworden ist. Achten Sie darauf, dass jedes neue Teilstück genügend Wurzeln und gesunde Bulben behält.

Die frisch umgetopfte Pflanze wird angegossen und hell, aber ohne direkte Sonne aufgestellt. In den ersten drei bis vier Wochen gießt man zurückhaltend, damit die neuen Wurzeln gut anwachsen.

Probleme und Schädlinge

An der Cymbidie (Cymbidium) treten immer wieder Schädlinge und Pflegefehler auf, die Gesundheit und Blühfreude beeinträchtigen. Gute Pflege und ein früh erkanntes Problem sind der halbe Weg zur gesunden Pflanze.

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse: Blattläuse saugen Pflanzensaft und schwächen die Pflanze. Sie sitzen bevorzugt an jungen Trieben und Blütenstielen. Hilfreich sind das Abduschen der Pflanze, eine Behandlung mit Schmierseifenlösung und Nützlinge wie Marienkäfer.

Schmier- und Wollläuse: Sie zeigen sich als weiße, watteartige Gebilde an Blättern und Trieben und können die Pflanze schwächen sowie Blattverformungen auslösen. Nötig sind das mechanische Entfernen, etwa mit einem in Spiritus getränkten Wattestäbchen, und anschließend ein für Zierpflanzen im Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel.

Pilzkrankheiten: Die Cymbidie kann an Echtem Mehltau oder Grauschimmel erkranken. Beides zeigt sich als Flecken auf Blättern und Blüten. Vorbeugend wirken maßvolles Gießen und gute Luftzirkulation. Bei Befall greift man zu einem für Zierpflanzen zugelassenen Fungizid – welche Mittel zugelassen sind, führt das Verzeichnis des BVL.

Staunässe: Zu reichliches Gießen führt zu Wurzelfäule. Die Pflanze schwächelt und die Blätter vergilben. Deshalb maßvoll gießen und für guten Wasserabzug sorgen.

Spinnmilben: Die winzigen Spinnentiere sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, verraten sich aber durch feine Gespinste und helle Sprenkel auf den Blättern. Es hilft eine Schmierseifenlösung, bei starkem Befall ein zugelassenes Mittel gegen Spinnmilben. Eine höhere Luftfeuchtigkeit beugt der Ausbreitung vor

Häufig gestellte Fragen

Welche Bedingungen braucht die Cymbidie?

Die Cymbidie mag es kühler, besonders im Winter. Ideal sind 10–15 °C. Die Blüte fördern kühle Sommernächte und ein heller Platz ohne direkte Sonne.

Welches Substrat ist für die Cymbidie ideal?

Empfohlen wird ein Substrat, das Wasser gut ableitet. Eine Mischung aus Rinde, Torfmoos und Perlit sorgt für die nötige Feuchtigkeit und Durchlüftung.

Welche Pflege hält die Cymbidie gesund?

Die Cymbidie wird regelmäßig gegossen, Staunässe muss aber vermieden werden. Während der Wachstumsphase versorgt man sie mit einem Orchideendünger. Wichtig ist außerdem, trockene und kranke Pflanzenteile regelmäßig zu entfernen.

Wie oft muss die Cymbidie umgetopft werden?

Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre, am besten nach der Blüte. Dabei entfernt man das alte Substrat und abgestorbene Wurzeln.

Welche Krankheiten treten am häufigsten auf und was hilft?

Häufig sind Pilzinfektionen und Wurzelfäule. Man entfernt die befallenen Teile und deckt die Schnittstellen ab. Um Fäule vorzubeugen, ist ein gut abziehendes Substrat entscheidend.