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Fingerkraut (Potentilla)

Fingerkraut-Arten, Pflege, Schnitt und Wirkung

Fingerkraut – ein Juwel unter den Pflanzen mit Heilkraft und bezaubernder Schönheit

Blutwurz – Potentilla erecta

Potentilla, auch bekannt als Fingerkraut, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Diese Gattung umfasst etwa 500 Arten, die weltweit vorkommen, vor allem in der gemäßigten und subarktischen Zone der Nordhalbkugel. Fingerkräuter sind bei Gärtnern und Landschaftsplanern beliebt – dank ihrer hübschen Blüten und der anspruchslosen Pflege.

Fingerkräuter sind ausdauernde Stauden mit kriechenden oder aufrechten Stängeln. Ihre Blätter sind zusammengesetzt und haben eine charakteristische Form, die oft mit den Blättern der Erdbeere verglichen wird. Die Blüten des Fingerkrauts sind klein und fünfzählig. Sie können weiß, gelb, orange, rosa oder rot sein und blühen meist im Sommer.

Fingerkräuter werden auch in der traditionellen Volksheilkunde verwendet. Ein Auszug aus Fingerkraut wurde volkstümlich bei Beschwerden wie Durchfall, Magenbeschwerden und Entzündungen eingesetzt. Sie enthalten außerdem Antioxidantien und weitere bioaktive Stoffe. Es handelt sich um traditionelle Anwendungen, nicht um belegte Heilwirkungen.

Was den Anbau angeht, sind diese Pflanzen im Allgemeinen anspruchslos und lassen sich leicht durch Samen oder Teilung der Rhizome vermehren. Sie brauchen einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden. Pflanzen lassen sie sich in Beete, in Steingärten oder sogar in große Gefäße. Fingerkräuter sind kälteresistent und vertragen auch leichte Fröste.

Wegen ihrer Schönheit und Genügsamkeit sind Fingerkräuter bei Gärtnern und Landschaftsplanern weltweit beliebt. Sie eignen sich ideal für die Anlage von Staudenbeeten, für Pflanzungen entlang von Wegen, für Zierbeete und viele weitere Gartengestaltungen. Mit ihren Blüten locken sie außerdem Schmetterlinge und andere Bestäuber an und tragen so zur Artenvielfalt und zum ökologischen Gleichgewicht bei.

Fingerkraut pflegen und anbauen

Fingerkraut – Anbau und Pflege

Fingerkraut lässt sich in der Regel leicht kultivieren, die Pflanze passt sich verschiedenen Bedingungen gut an. Hier einige allgemeine Hinweise zum Anbau:

  1. Standortwahl: Die meisten Fingerkraut-Arten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Sorgen Sie dafür, dass die Pflanze genügend Sonne bekommt, mindestens 6 Stunden täglich. Einige Arten vertragen jedoch auch Schatten.

  2. Boden: Fingerkraut gedeiht gut auf durchlässigem Boden. Vor dem Pflanzen lohnt es sich, den Boden vorzubereiten, Unkraut zu entfernen und gegebenenfalls Kompost oder anderes organisches Material zur Verbesserung der Bodenstruktur einzuarbeiten. Manche Arten bevorzugen bestimmte Bodentypen, etwa kalkhaltige oder saure Böden – informieren Sie sich daher über die Ansprüche der jeweiligen Art.

  3. Gießen: Die meisten Arten mögen regelmäßige, aber mäßige Wassergaben. Wichtig ist, den Boden feucht, aber nicht staunass zu halten, besonders nach der Pflanzung und in Trockenperioden. Durchdringendes Gießen und anschließendes Abtrocknen des Bodens zwischen den Wassergaben fördert ein gesundes Wachstum.

  4. Düngen: Fingerkraut braucht in der Regel nicht viel Dünger. Ist der Boden nährstoffreich, genügt oft das bei der Bodenvorbereitung eingearbeitete organische Material. Wenn Sie düngen möchten, verwenden Sie einen ausgewogenen Dünger für Blühpflanzen und halten Sie die empfohlene Dosierung ein.

  5. Vermehrung: Fingerkraut lässt sich auf verschiedene Weise vermehren: durch Aussaat, Teilung der Horste oder Stecklinge. Jede Art kann ein eigenes Vorgehen verlangen, deshalb sollten Sie sich an den Hinweisen für die jeweilige Art orientieren.

  6. Pflege: Das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten und trockener Pflanzenteile hält das Fingerkraut in Form und fördert die weitere Blüte. Manche Arten brauchen zudem am Ende der Vegetationsperiode einen Rückschnitt, damit sie gesund weiterwachsen.

Fingerkraut-Arten

Die Gattung Potentilla ist riesig, und die einzelnen Arten unterscheiden sich in Wuchs und Ansprüchen – vom strauchigen Strauch-Fingerkraut über das bodendeckende Kriechende Fingerkraut bis zum Sumpf-Blutauge für feuchte Plätze. Die folgende Übersicht fasst neun Arten zusammen, die am häufigsten anzutreffen sind.

Gänse-Fingerkraut – Potentilla anserina: Wirkung und Verwendung

Gänse-Fingerkraut – Potentilla anserina

Das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina) ist eine Art aus der Gattung Potentilla in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel verbreitet, unter anderem in Europa, Nordamerika und Asien. Das Gänse-Fingerkraut ist eine ausdauernde Staude mit kriechenden Stängeln und wechselständigen, zusammengesetzten Blättern.

Charakteristisch für das Gänse-Fingerkraut sind seine Blüten und Blätter. Die Blüten sind verhältnismäßig groß und meist gelb oder ins Orange übergehend und fünfzählig. Sie erscheinen im Sommer und sind für Bienen und Schmetterlinge attraktiv. Die Blätter des Gänse-Fingerkrauts haben eine silbrig grüne Farbe und ähneln in der Form Gänsefüßen, was auch den Namen der Pflanze erklärt.

Das Gänse-Fingerkraut kann auf verschiedenen Bodentypen wachsen, auch auf trockenen und mageren. Es hält selbst recht rauen Bedingungen stand, was es für Gärtner und Landschaftsplaner attraktiv macht. Sein kriechender Wuchs und die Fähigkeit, dichte Bestände zu bilden, machen es zur Bodendeckung und zum Erosionsschutz geeignet.

Das Gänse-Fingerkraut wird auch in der Volksheilkunde verwendet. Blätter und Wurzeln enthalten eine Reihe bioaktiver Stoffe wie Gerbstoffe, Flavonoide und Vitamin C. Diesen Stoffen werden entzündungshemmende, antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben. Traditionell wurde das Gänse-Fingerkraut bei Durchfall, Magenbeschwerden und Entzündungen eingesetzt. Es handelt sich um eine volkstümliche Anwendung, nicht um eine belegte Heilwirkung.

Strauch-Fingerkraut – Potentilla fruticosa: Pflege und Schnitt des Strauchs

Das Strauch-Fingerkraut (Potentilla fruticosa), auch Fingerstrauch genannt, ist ein laubabwerfender Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), der sich durch reichen Blütenflor und kompakten Wuchs auszeichnet. Er stammt aus den nördlichen Gebieten Europas, Asiens und Nordamerikas. Bei Gärtnern und Landschaftsplanern ist er wegen seiner langen Blütezeit und seiner Robustheit beliebt.

Das Strauch-Fingerkraut wird meist 0,5–1,5 Meter hoch. Es hat einen dichten, verzweigten Wuchs und kleine, aus 3 bis 7 Fiederblättchen zusammengesetzte Blätter, die dunkelgrün oder graugrün sein können. Die Blüten sind einfach, fünfzählig und erscheinen von Frühjahr bis Herbst. Sie können gelb, orange, rot oder rosa sein und sind für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber sehr attraktiv.

Strauch-Fingerkraut (Potentilla fruticosa) – Nahaufnahme der gelben Blüten im Garten

Das Strauch-Fingerkraut ist eine robuste Pflanze, die sich leicht kultivieren lässt. Es wächst auf verschiedenen Bodentypen, bevorzugt aber durchlässigen, mäßig feuchten Boden. Es verlangt einen sonnigen oder halbschattigen Standort, verträgt aber auch leichten Schatten. Sträucher des Fingerstrauchs sind eine ausgezeichnete Wahl für blühende Hecken, Randbeete oder Gruppenpflanzungen. Sie lassen sich auch in großen Kübeln auf Terrassen und Balkonen kultivieren.

Beim Anbau des Strauch-Fingerkrauts empfiehlt es sich, die Sträucher regelmäßig zu schneiden, damit sie ihre kompakte Form behalten und reicher blühen. Verblühte Triebe können nach der Blüte entfernt werden, um eine weitere Blüte anzuregen. Beim Gießen ist wichtig, Staunässe zu vermeiden – sie kann zu Wurzelfäule führen.

Das Strauch-Fingerkraut ist für Pflanzungen in öffentlichen Parks, Gärten und Landschaftsprojekten gefragt – dank seinem attraktiven Aussehen und der einfachen Pflege. Seine Blüten bringen Lebendigkeit und Farbe in die Gartengestaltung. Dank seiner Robustheit und Anpassungsfähigkeit ist das Strauch-Fingerkraut die ideale Wahl für Gartenanfänger oder für alle, die eine anspruchslose Pflanze mit langer Blütezeit suchen.

Das Strauch-Fingerkraut ist nicht giftig und eignet sich daher auch für Gärten, in denen Kinder spielen oder Haustiere unterwegs sind.

Kriechendes Fingerkraut – Potentilla reptans: Wirkung und Giftigkeit

Kriechendes Fingerkraut – Potentilla reptans

Das Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet ist. Bekannt ist sie für ihre kriechenden Ausläufer und die kleinen gelben Blüten, die im Sommer erscheinen.

Das Kriechende Fingerkraut ist eine niedrige Pflanze, die dichte Polster aus kriechenden Trieben bildet. Seine Blätter sind zusammengesetzt und haben eine Form, die an ein Dreieck erinnert. Die Blüten sind gelb und fünfzählig. Sie stehen an den Triebenden und werden häufig von Bienen und Schmetterlingen besucht.

Die Pflanze wächst auf verschiedenen Bodentypen, bevorzugt jedoch mäßig feuchte, gut durchlässige Böden. Sie ist trockenheitsverträglich und verträgt auch kühleres Klima. Das Kriechende Fingerkraut wird oft als Bodendecker gepflanzt, der Flächen rasch schließt. Es eignet sich für Beete, Steingärten, Böschungen oder Wegränder.

Das Kriechende Fingerkraut lässt sich in der Regel leicht kultivieren. Die Pflanze vermehrt sich durch Samen, Teilung der Rhizome oder Ausläufer. Wenn Sie einen größeren Bestand möchten, können Sie die Pflanzen mit geringem Abstand setzen. Nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen wichtig, besonders in Trockenperioden. Ein regelmäßiger Rückschnitt hält die Pflanze in Form und fördert dichteren Wuchs.

Im Garten ist das Kriechende Fingerkraut beliebt, weil es Flächen schnell schließt und einen dichten grünen Teppich bildet. Genutzt wird es auch, um Bodenerosion zu bremsen. Die Blüten locken Bestäuber an und tragen zur Artenvielfalt im Garten bei.

In der Volksheilkunde wurde das Kriechende Fingerkraut wegen seiner Inhaltsstoffe genutzt. Es enthält Gerbstoffe, Flavonoide und weitere bioaktive Stoffe, denen entzündungshemmende und zusammenziehende Eigenschaften zugeschrieben werden. Ein Auszug daraus wurde volkstümlich als Kräutermittel bei Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen verwendet.

Das Kriechende Fingerkraut ist nicht giftig – Kraut und Rhizom wurden in der Volksheilkunde traditionell gesammelt. Durch seine Ausläufer durchwächst es ein Beet allerdings rasch, auf kleiner Fläche lohnt es sich daher, es ab und zu zu bremsen.

Blutwurz – Potentilla erecta: Wirkung und Verwendung

Blutwurz – Potentilla erecta

Die Blutwurz (Potentilla erecta), auch Aufrechtes Fingerkraut oder Tormentill genannt, ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. Die Blutwurz wird sowohl in der Kräuterkunde als auch in der traditionellen Volksheilkunde wegen ihrer Inhaltsstoffe genutzt.

Die Blutwurz hat einen aufrechten Stängel, der bis zu 50 cm hoch wird. Die Blätter sind zusammengesetzt und gezähnt. Die Blüten sind klein und gelb und haben – anders als die übrigen Fingerkräuter – meist vier Kronblätter. Sie blüht im Sommer und bildet lockere, traubige Blütenstände. Die Früchte sind kleine Nüsschen mit den Samen.

In der Volksheilkunde wird der Blutwurz eine zusammenziehende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Sie enthält eine Reihe bioaktiver Stoffe wie Tannine, Flavonoide und Salicylsäure. Traditionell wurde die Pflanze bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Schleimhautentzündungen und Hautproblemen eingesetzt. In manchen Fällen galt die Blutwurz volkstümlich auch als harntreibendes Mittel.

Unter passenden Bedingungen lässt sich die Blutwurz kultivieren. Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen oder leicht schattigen Standort und gut durchlässigen Boden. Die Samen lassen sich im Herbst oder im Frühjahr aussäen. Die Blutwurz ist anspruchslos und lässt sich leicht durch Samen oder Teilung der Rhizome vermehren.

Derzeit wird die Blutwurz auch auf ihre möglichen pharmakologischen Eigenschaften und eine Nutzung in der modernen Medizin hin untersucht. Laboruntersuchungen befassen sich vor allem mit ihren Inhaltsstoffen – es handelt sich dabei jedoch um eine frühe Phase der Forschung, nicht um eine belegte Heilwirkung.

Silber-Fingerkraut – Potentilla argentea: Wirkung und Pflege

Silber-Fingerkraut – Potentilla argentea

Das Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea) ist eine zierliche Staude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), verbreitet in Europa, Asien und Nordamerika. Bekannt ist sie für ihre silbrig grauen Blätter, die ihr das charakteristische Aussehen geben.

Das Silber-Fingerkraut wächst kriechend und bildet polsterartige Bestände. Die Blätter sind wechselständig, zusammengesetzt und silbrig getönt – verursacht durch die dichte Behaarung der Oberfläche. Die Blüten sind klein, gelb und fünfzählig. Sie blüht im Sommer und bildet kleine Blütenstände an den Triebenden.

Das Silber-Fingerkraut passt sich verschiedenen Bedingungen gut an. Am besten wächst es an sonnigen bis halbschattigen Standorten und braucht gut durchlässigen Boden. Es ist trockenheitsverträglich und kommt auch mit kühlerem Klima zurecht. Gepflanzt wird das Silber-Fingerkraut häufig in trockene Steingärten, in Steinbeete oder als Bodendecker zum Schließen freier Flächen.

Frühlings-Fingerkraut – Potentilla verna

Das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna, auch Potentilla neumanniana) ist eine kleine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Es gilt als eines der am frühesten blühenden Fingerkräuter und ist in Europa verbreitet. 

Das Frühlings-Fingerkraut wächst polsterförmig und wird meist etwa 10 cm hoch. Die Blätter sind zusammengesetzt, wechselständig und graugrün. Die Blüten sind klein und leuchtend gelb, mit fünf Kronblättern. Sie erscheinen in dichten Büscheln an den Triebenden.

Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und gut durchlässigen Boden. Sie ist kälteresistent und verträgt auch leichte Fröste. Gepflanzt wird das Frühlings-Fingerkraut häufig in Steingärten, in Staudenbeete, auf Felsen oder in Trockengärten. Es eignet sich auch für die Kultur in Steintrögen und Blumenarrangements.

Frühlings-Fingerkraut – Potentilla verna

Das Frühlings-Fingerkraut ist bei Gärtnern und Landschaftsplanern beliebt – dank seiner frühen und auffälligen Blüte. Es ist ein willkommenes erstes Frühlingszeichen im Garten. Sein niedriger Wuchs und die Polsterform setzen einen reizvollen optischen Akzent. Neben dem ästhetischen Wert bietet das Frühlings-Fingerkraut auch Unterschlupf für Bestäuber und andere Kleintiere und trägt zur Artenvielfalt bei.

Sand-Fingerkraut – Potentilla incana

Sand-Fingerkraut – Potentilla incana

Das Sand-Fingerkraut (Potentilla incana) ist eine ausdauernde Staude aus der Gattung Potentilla in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Natürlich verbreitet ist sie in trockenen, sandigen Gebieten Europas und Asiens. Beliebt ist das Sand-Fingerkraut für sein silbriges Erscheinungsbild und seine Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu wachsen.

Das Sand-Fingerkraut ist eine niedrige Pflanze und wird meist 20–30 cm hoch. Kennzeichnend sind seine silbrigen, filzigen Blätter, die es vor hohen Temperaturen und Feuchtigkeitsverlust schützen. Die Blätter sind zusammengesetzt und tragen kleine, schmale Fiederblättchen. Die Blüten sind gelb und fünfzählig. Es blüht im Sommer und lockt Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.

Das Sand-Fingerkraut ist eine anpassungsfähige Pflanze, die mit trockenen, sandigen Böden zurechtkommt. Sie mag einen sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten. Sie ist trockenheitsverträglich und kommt mit kühlerem Klima zurecht. Gepflanzt wird sie häufig in Trockengärten, in Steingärten, an Böschungen oder in Pflanzgefäßen im Freien, wo sie einen dekorativen Akzent mit interessanter Struktur setzt.

Weißes Fingerkraut – Potentilla alba

Das Weiße Fingerkraut (Potentilla alba) ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), verbreitet in Europa, Asien und Nordamerika. Bekannt ist sie für ihre weißen Blüten und grünen Blätter.

Das Weiße Fingerkraut wird meist 20–50 cm hoch. Die Stängel tragen wechselständige Blätter aus mehreren kleinen Fiederblättchen. Die Blüten sind einfach, weiß und fünfzählig. Es blüht im Sommer, die Blüten stehen an den Triebenden und bilden Blütenstände in Form einer Trugdolde. Die Blüten werden häufig von Bestäubern wie Bienen und Schmetterlingen besucht.

Das Weiße Fingerkraut ist anspruchslos und wächst am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Es bevorzugt gut durchlässigen Boden, ist aber recht tolerant gegenüber verschiedenen Bodentypen, auch lehmigen oder sandigen. Es ist widerstandsfähig gegen Trockenheit und verträgt auch kühleres Klima.

Das Weiße Fingerkraut lässt sich verhältnismäßig leicht kultivieren. Die Pflanze vermehrt sich durch Samen, die im Frühjahr oder im Herbst ausgesät werden können. Beim Pflanzen ist wichtig, genügend Abstand zwischen den Pflanzen für ihr Wachstum zu lassen. Das Weiße Fingerkraut eignet sich ideal für Beete, Steingärten oder Beetränder. Es lässt sich auch in Pflanzgefäßen im Freien kultivieren.

Weißes Fingerkraut – Potentilla alba

Das Weiße Fingerkraut ist wegen seiner frischen weißen Blüten beliebt, die dem Garten ein helles, klares Bild geben. In Ziergärten wird es oft wegen seines ästhetischen Werts gepflanzt. Sein kompakter Wuchs und der geringe Pflegeaufwand machen es für Gärtner mit ganz unterschiedlicher Erfahrung geeignet.

In der Volksheilkunde wurde das Weiße Fingerkraut bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, darunter Verdauungsprobleme, Entzündungen und Fieber. Es enthält bioaktive Stoffe wie Gerbstoffe und Flavonoide, denen entzündungshemmende und zusammenziehende Eigenschaften zugeschrieben werden. Es handelt sich um eine traditionelle Anwendung, nicht um eine belegte Heilwirkung.

Sumpf-Blutauge – Potentilla palustris

Sumpf-Blutauge – Potentilla palustris

Das Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris, auch Comarum palustre) ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), bekannt für seine auffälligen Blüten und seine Vorliebe für feuchte Standorte. Natürlich verbreitet ist es in Europa, Asien und Nordamerika, wo es häufig an Seeufern, in Feuchtgebieten, an Teichen und ähnlichen Stellen vorkommt.

Das Sumpf-Blutauge hat aufrechte Stängel und wird meist 30–60 cm hoch. Seine Blätter sind wechselständig, aus mehreren Fiederblättchen zusammengesetzt und grün. Die Blüten sind verhältnismäßig groß und meist orange bis dunkelrot, mit fünf Kronblättern. Es blüht im Sommer, die Blüten stehen in Trugdolden an den Triebenden.

Das Sumpf-Blutauge ist an feuchte Bedingungen angepasst und verträgt sogar zeitweise überstauten Boden. Am besten steht es an sonnigen bis halbschattigen, feuchten Plätzen. Die Pflanze eignet sich für Gartenteiche, für Randbeete an Wasserflächen, für Moorbeete oder feuchte Gärten.

Unter passenden Bedingungen lässt sich das Sumpf-Blutauge leicht kultivieren. Die Pflanze vermehrt sich durch Samen oder Teilung der Horste. Die Samen lassen sich im Frühjahr oder im Herbst aussäen. Beim Pflanzen ist auf ausreichende Wasserversorgung zu achten, der Boden sollte gleichmäßig feucht bleiben. In Trockenperioden muss regelmäßig gegossen werden.

Das Sumpf-Blutauge ist wegen seiner auffälligen Blüten gefragt, die Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anlocken. Es bringt ästhetischen Wert in den Garten und trägt zur Artenvielfalt bei. Darüber hinaus hat es Bedeutung für den Uferschutz gegen Erosion und für die Wasserreinigung, denn es nimmt überschüssige Nährstoffe auf und filtert das Wasser.

Das Sumpf-Blutauge ist nicht für Heilwirkungen bekannt, hat aber in vielen Regionen kulturelle Bedeutung, vor allem dort, wo Pflanzen traditionell für die Zubereitung von Kräuteraufgüssen und Hausmitteln genutzt werden.

Garten- und Zierpflanzen düngen

Fingerkraut gehört zu den anspruchslosen Pflanzen, auf magerem oder sandigem Boden freut es sich aber über eine regelmäßige Nährstoffgabe. DÜNGEE ist der perfekte Naturdünger, der dem Boden neben Nährstoffen auch organische Substanz liefert. Dosierung und Anwendung bei weiteren Pflanzengruppen finden Sie in der Übersicht Universaldünger.

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
Sträucher mit DÜNGEE düngen
Bäume und Sträucher nach sechs Wochen