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Knoblauch-Gallmilbe (Aceria tulipae)

Die Knoblauch-Gallmilbe (Aceria tulipae) ist eine mikroskopisch kleine Milbe (0,1–0,2 mm), die Knoblauch und Zwiebeln befällt. So erkennen Sie den Befall, so breitet er sich aus, so beugen Sie vor.

Inhalt

Gallmilben am Knoblauch erkennen

Frisch geernteter Knoblauch mit Wurzeln und Laub auf einem Holztisch

Steckbrief: Aceria tulipae, Familie der Gallmilben (Eriophyidae)

Gallmilben an Zwiebelgewächsen bleiben unter der Nachweisgrenze des bloßen Auges – auffällig ist immer erst der Schaden, nie der Verursacher.

Die Knoblauch-Gallmilbe ist eine mikroskopisch kleine Milbenart (0,1 bis 0,2 mm), die sich auf Zwiebeln und Knoblauch spezialisiert hat. Sie befällt die Pflanzen vor allem im frühen Wachstum und kann den Ertrag dieser Gemüsearten erheblich mindern.

Die Knoblauch-Gallmilbe saugt an den Blättern und Zehen des Knoblauchs und verursacht Verdrehungen, Streifen und einen Verlust an Festigkeit. Befallene Pflanzen bleiben im Wachstum zurück und verlieren an Qualität – die Zehen verfärben sich braun, schrumpfen ein und schmecken fade. Bei starkem Befall folgt Fäulnis im Lager, und der Ernteverlust kann den ganzen Bestand betreffen.

Gegen die Knoblauch-Gallmilbe wirken vor allem vorbeugende Maßnahmen: gesundes Pflanzgut, eine weite Fruchtfolge und konsequente Bestandshygiene. Dazu gehören der Zukauf von zertifiziertem Pflanzgut, regelmäßige Kontrollen des Bestands und das gründliche Entfernen befallener Pflanzenteile und Ernterückstände.

Gallmilben und Stängelälchen unterscheiden

Braun verfärbte, eingeschrumpfte Knoblauchzehe

Die Gallmilbe und das Stängelälchen (Ditylenchus dipsaci) sind die häufigsten Schädlinge am Knoblauch. Beide sind mit bloßem Auge nicht zu sehen und richten trotzdem großen Schaden an. Das Stängelälchen ist der hartnäckigere der beiden, denn es überdauert mehrere Jahre im Boden, während die Gallmilbe vor allem in befallenen Zehen und Ernterückständen überlebt. Gegen das Stängelälchen hilft im Hausgarten kein Beizmittel, sondern nur eine Anbaupause von mindestens vier Jahren auf der betroffenen Fläche. Gegen die Gallmilbe wird Pflanzgut traditionell mit schwefelhaltigen Mitteln gebeizt.

Beiden Schädlingen entgehen Sie am ehesten, wenn Sie die Fruchtfolge konsequent einhalten, gesundes Pflanzgut kaufen, den Bestand während der gesamten Vegetationszeit kontrollieren, befallene Pflanzen sofort entfernen und die Ernte trocken und kühl bei 0 bis 5 °C lagern.

Knoblauch beizen und Spritzmittel

Versuchen Sie es zuerst mit einer Beizung des Pflanzguts in einem schwefelhaltigen Mittel. Halten Sie sich an die Gebrauchsanweisung auf der Verpackung und tragen Sie Schutzausrüstung – genau wie beim Spritzen.

Stellen Sie während der Saison einen Befall fest, kommt ein Akarizid (Mittel gegen Milben) infrage. Verwenden Sie ausschließlich Präparate, die für den Haus- und Kleingarten und für die Kultur Knoblauch zugelassen sind; welche Wirkstoffe das aktuell sind, listet das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL. Gehen Sie erneut nach der Gebrauchsanweisung vor.

Denken Sie immer daran, dass chemische Spritzmittel potenziell giftig für Menschen, Tiere und die umgebende Natur sind.

Bringen Sie Spritzmittel nur bei windstillem Wetter oder bei leichter Brise aus. Nicht bei Regen ausbringen.

Tragen Sie stets Schutzausrüstung – Handschuhe, Schutzbrille, Schutzanzug –, essen und trinken Sie während der Anwendung nicht und waschen Sie sich danach gründlich die Hände.

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