🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Falscher Mehltau an Knoblauch und Zwiebeln

Falscher Mehltau der Zwiebelgewächse (Peronospora destructor) befällt Knoblauch, Zwiebeln und Porree. Erkennbar ist er an grauweißen Belägen auf den Blättern. So beugen Sie vor und so behandeln Sie befallene Pflanzen.

Inhalt

Falscher Mehltau an Knoblauch, Zwiebeln und Porree

Zwiebelbestand mit abgestorbenen, umgeknickten Blättern nach Befall mit Falschem Mehltau

(Peronospora destructor)

Weißfäule und der Falsche Mehltau der Zwiebelgewächse (Peronospora destructor) werden im Garten leicht verwechselt. Der Falsche Mehltau ist eine Pilzkrankheit und befällt Lauchgewächse, darunter Knoblauch und Zwiebeln

Erreger der Krankheit ist ein mikroskopisch kleiner Organismus namens Peronospora destructor. Genau genommen ist es kein echter Pilz, sondern ein parasitischer Eipilz (Oomycet) aus der Familie der Peronosporaceae. Die Krankheit tritt vor allem bei warmer, feuchter Witterung auf – die schafft ideale Bedingungen für ihre Entwicklung.

Symptome des Falschen Mehltaus sind:

  1. Auf der Blattunterseite bilden sich grauweiße bis violette, filzige Beläge, das sind die Sporenträger des Erregers.
  2. Auf der Blattoberseite erscheinen gelbe bis hellgrüne Flecken.
  3. Befallene Blätter vergilben, trocknen ein und sterben ab.
  4. Insgesamt sinken Ertrag und Qualität der Knoblauch- oder Zwiebelernte.

Zyklus und Überwinterung des Erregers

Trockene Zwiebeln – Falscher Mehltau überwintert symptomlos in der Zwiebel

Der Entwicklungszyklus von Peronospora destructor ist typisch für die Familie der Peronosporaceae. Er umfasst zwei Phasen und läuft an Knoblauch, Zwiebeln und anderen Lauchgewächsen ab.

  1. Ungeschlechtliche Phase:
  • Infektiöse Sporangiosporen bilden sich auf befallenen Pflanzen, meist auf der Blattunterseite, als kleine Bläschen.
  • Diese Sporangiosporen werden freigesetzt, vor allem bei feuchter Witterung, etwa bei Regen oder Tau.
  • Sporangiosporen werden durch Wind oder Wassertröpfchen verbreitet, so gelangen sie auf benachbarte Pflanzen.
  1. Geschlechtliche Phase:
  • Auf neuen Wirtspflanzen bilden sich Gametangien, also die Geschlechtsorgane des Erregers. In ihnen entstehen Geschlechtssporen.
  • Durch die Verschmelzung der Geschlechtssporen entstehen Oosporen, eine widerstandsfähige Dauerform, die im Boden oder auf Pflanzenresten überwintert.
  • Oosporen sind entscheidend für das Überleben bei ungünstigen Bedingungen wie Winter oder Trockenheit.
  • Im Frühjahr oder in feuchten Perioden keimen die Oosporen und setzen neue infektiöse Sporangiosporen frei – damit schließt sich der Zyklus.

Zusammengefasst: Der Falsche Mehltau übersteht ungünstige Perioden als Oospore, während er bei günstiger Witterung infektiöse Sporangiosporen bildet, die die Krankheit weitertragen. Eine durchdachte Fruchtfolge und weitere ackerbauliche Maßnahmen unterbrechen diesen Zyklus.

Der Erreger überwintert symptomlos in Zwiebeln, Steckzwiebeln und Schalotten. Sobald das Wetter passt (feucht und relativ warm), verbreitet er sich über sehr große Entfernungen. Wer Zwiebeln lagern will, sortiert deshalb schon bei der Ernte jede weiche oder fleckige Zwiebel aus.

Falschen Mehltau bekämpfen: Vorbeugen und Spritzen

Bevor Sie zum Spritzmittel greifen, nutzen Sie vorbeugende Maßnahmen:

  1. Eine gut geplante Fruchtfolge, damit die Krankheit nicht Jahr für Jahr auf derselben Fläche auftritt. Wer Knoblauch anbauen will, kehrt frühestens nach drei bis vier Jahren auf dasselbe Beet zurück.
  2. Staunässe an Boden und Blättern vermeiden, denn feuchte Bedingungen begünstigen die Ausbreitung.
  3. Saat- und Pflanzgut mit möglichst geringem Infektionsgrad verwenden.
  4. Gegebenenfalls Fungizide anwenden, wobei die vorgeschriebene Dosierung einzuhalten ist und beim Spritzen auf Sicherheit und Umwelt zu achten ist.

Beobachten Sie den Zustand der Pflanzen und holen Sie beim ersten Verdacht Rat beim Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes ein – dort bekommen Sie Empfehlungen für Ihre konkrete Situation.

Wird Ihnen ein Fungizid empfohlen, achten Sie auf den Wirkstoff:

Kupferoktanoat, Kupferhydroxid oder Kupferoxychlorid – welche Präparate davon für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, steht im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL.

Denken Sie beim Spritzen immer daran, dass die Mittel für Menschen, Tiere und die Natur ringsum gefährlich sein können.

Tragen Sie stets Schutzausrüstung, also Schutzbrille, Schutzhandschuhe oder Schutzkleidung.

Beim Ausbringen nicht essen, nicht trinken und nicht rauchen. Waschen Sie sich danach gründlich die Hände.

Spritzen Sie nur bei windstillem Wetter.

Knoblauch — Fotos unserer Gärtner

Echte Fotos — Knoblauch von Düngee-Kunden:

Knoblauch – Kundenfoto
Knoblauch – Kundenfoto
Knoblauch – Kundenfoto
Knoblauch – Kundenfoto
Knoblauch – Kundenfoto
Knoblauch – Kundenfoto: Pflanze: Knoblauch
Sorte: Bjetin, Lukan, Vekan für das Jahr 2026
Wo ich anbaue: Beet, Vorbereitung mit Düngee, Biokohle, Kalzium und Magnesium, Perlit
Wie ich dünge: Ich dünge bei der Pflanzung und dann ab dem Frühjahr 1x pro Monat.
Pflanze: Knoblauch Sorte: Bjetin, Lukan, Vekan für das Jahr 2026 Wo ich anbaue: Beet, Vorbereitung mit Düngee, Biokohle, Kalzium und Magnesium, Perlit Wie ich dünge: Ich dünge bei der Pflanzung und dann ab dem Frühjahr 1x pro Monat.
Knoblauch – Kundenfoto: Pflanze: Knoblauch
Sorte: Bjetin und Dukát
Wo ich anbaue: Beet
Wie ich dünge: Ich dünge bei der Pflanzung und dann 1x pro Monat, mit einem Ende einige Wochen vor der Ernte.
Pflanze: Knoblauch Sorte: Bjetin und Dukát Wo ich anbaue: Beet Wie ich dünge: Ich dünge bei der Pflanzung und dann 1x pro Monat, mit einem Ende einige Wochen vor der Ernte.
Knoblauch – Kundenfoto: Pflanze: Knoblauch
Sorte: Bjetin und Dukát
Wo ich anbaue: Beet
Wie ich dünge: Ich dünge bei der Pflanzung und dann 1x pro Monat.
Pflanze: Knoblauch Sorte: Bjetin und Dukát Wo ich anbaue: Beet Wie ich dünge: Ich dünge bei der Pflanzung und dann 1x pro Monat.

Mehr Fotos von Gärtnern →