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Knoblauchfliege

Die Knoblauchfliege ist eine Fliege, die Knoblauch, Zwiebeln und Porree befällt. Wie Sie den Befall erkennen und ihm mit Frühjahrsknoblauch, Kulturschutznetz und rechtzeitiger Behandlung vorbeugen.

Inhalt

Knoblauchfliege legt Eier in die Blattscheide

(Suillia univittata, syn. Suillia lurida)

Die Knoblauchfliege gehört zu den Zweiflüglern, also zu den echten Fliegen (Familie Heleomyzidae). Sie befällt vor allem Knoblauch, schädigen kann sie aber auch Zwiebeln oder Porree. Die erwachsenen Fliegen überwintern und legen ihre Eier in die Blattscheide. Sie belegen dabei auch Pflanzen, die noch nicht aufgelaufen sind (die man an der Oberfläche also noch gar nicht sieht). Am stärksten betroffen ist Winterknoblauch (im Herbst gesteckter Knoblauch), weil im Frühjahr gesteckter Knoblauch noch nicht groß genug ist. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die das Innere der Pflanze in Richtung Spitze ausfressen. Nicht zu verwechseln ist der Schaden mit dem der Lauchminierfliege, die in den Blättern typische Miniergänge hinterlässt.

Der beste Schutz gegen die Knoblauchfliege ist der Anbau von Frühjahrsknoblauch, das Abdecken der Beete mit Vlies oder Kulturschutznetz sowie die Behandlung des aufgelaufenen Knoblauchs mit zugelassenen Mitteln, sobald die Temperatur auf 10 °C steigt.

Spritzung gegen die Knoblauchfliege

Knoblauchfliege – Knoblauch mit eingerissenen Blättern

Wenn Sie sich für eine Spritzung entscheiden, wählen Sie ein Insektizid, das gegen die Knoblauchfliege wirksam und in Knoblauch zugelassen ist – siehe unten. Bedenken Sie dabei, dass alle chemischen Spritzmittel potenziell giftig für Menschen, Tiere und die umliegende Natur sind (insbesondere für Wasserorganismen) und daher mit Bedacht und nur in begründeten Fällen eingesetzt werden sollten. Spritzen Sie außerdem bei windstillem Wetter, höchstens bei leichter Brise, und so, dass das Mittel niemandem in die Augen gelangen kann.

Verwenden Sie bei der Anwendung stets Schutzbrille, Schutzhandschuhe und Schutzkleidung, essen oder trinken Sie während der Anwendung nicht und waschen Sie sich danach sofort die Hände. Sollte Ihnen ein Mittel in die Augen gelangen, spülen Sie diese sofort mit sauberem Wasser aus und suchen Sie einen Arzt auf. Bei versehentlichem Verschlucken wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder an ein Giftinformationszentrum (Giftnotruf, z. B. Berlin 030 19240).

Knoblauch spritzen: zugelassene Mittel richtig wählen

Mit einem zugelassenen Insektizid können Sie behandeln, sobald sich die Temperatur bei 10 °C eingependelt hat, und die Behandlung nach 14 Tagen wiederholen. Welche Präparate zugelassen sind, ändert sich jedes Jahr – wählen Sie deshalb nach diesen Kriterien aus:

  • Zulassung für Knoblauch bzw. Zwiebelgemüse, ausdrücklich auf dem Etikett,
  • aktueller Eintrag im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL,
  • Wartezeit, die zu Ihrem Erntetermin passt, und
  • möglichst geringes Risiko für Bestäuber und Wasserorganismen.

Ältere Empfehlungen mit Diazinon oder Fenitrothion sind überholt – diese Wirkstoffe sind in der Europäischen Union nicht mehr zugelassen. Wenden Sie die Spritzung nach Etikett an (also bei 10 °C und dann noch einmal nach 14 Tagen), eine Gießbehandlung in der Regel nur einmal, etwa 14 Tage nachdem es sich auf mindestens 10 °C erwärmt hat.

Sehr wichtig ist auch die Vorbeugung, d. h.:

  • gesundes Pflanzgut kaufen,
  • eher Frühjahrsknoblauch als Winterknoblauch stecken,
  • Beete mit Vlies oder Kulturschutznetz abdecken,
  • mit hochwertigem organischem Dünger düngen, damit der Bestand über die ganze Saison gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt ist.

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