Maranta (Gebetspflanze, Maranta leuconeura): Pflege und Standort
Die Gebetspflanze faltet ihre Blätter nachts wie Hände zum Gebet. Wie viel Licht, Wasser und Luftfeuchtigkeit sie braucht und warum sich ihre Blätter einrollen.
Die Maranta, auch Gebetspflanze genannt, gehört zu den attraktivsten Zimmerpflanzen, die Anfänger wie erfahrene Pflanzenfreunde ansprechen. Sie besticht durch ihre schönen ovalen Blätter mit ausgeprägter Aderung in ganz verschiedenen Farben. Maranten brauchen eine sorgfältige Pflege mit regelmäßigen Wassergaben und den richtigen Lichtverhältnissen, um zu gedeihen. Wichtig ist, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, die die Blätter verbrennen kann, und für ausreichend feuchte Luft zu sorgen.
Maranta-Pflanzen bevorzugen diffuses Licht und eine feuchte Umgebung, so wie an ihrem natürlichen Standort im Schatten tropischer Wälder. Gegossen wird maßvoll und der Jahreszeit angepasst, in den Wintermonaten deutlich sparsamer. Vermehren lässt sich die Pflanze durch Teilung beim Umtopfen oder über Stecklinge. In den folgenden Kapiteln gehen wir ausführlicher auf das Düngen und die Nährstoffversorgung der Maranten ein, damit sie in bester Verfassung bleiben.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Maranta ist eine attraktive Zimmerpflanze mit ovalen Blättern und braucht diffuses Licht sowie regelmäßige Wassergaben.
- Sie bevorzugt eine feuchte Umgebung ohne direkte Sonne und Wassergaben, die der Jahreszeit angepasst sind.
- Vermehren lässt sich die Maranta durch Teilung beim Umtopfen oder durch Stecklinge.
Die Marante (Maranta leuconeura): So sieht die Gebetspflanze aus

Maranten sind attraktive Pflanzen, die für ihre auffällig gezeichneten Blätter mit markanten Adern bekannt und als pflegeleichte Zimmerpflanzen.
Botanische Beschreibung
Maranta leuconeura, auch als Gebetspflanze bekannt, ist eine Staude aus der Familie der Marantaceae. Die Gattung umfasst verschiedene Arten und Sorten, darunter beliebte Kultivare wie die rote Marante (Maranta leuconeura var. erythroneura), auch rote Gebetspflanze genannt, und die schwarze Marante (Sorte ‚Black Prayer Plant‘). Unter Zimmerpflanzenfreunden sind außerdem die herringbone plant und weitere Sorten bekannt.
- Blätter: Sie sind an ihrer ovalen bis elliptischen Form und der bunten Färbung zu erkennen. Die Besonderheit ist, dass die Blätter sich bewegen können und sich nachts aufrichten, was an zum Gebet gefaltete Hände erinnert.
- Höhe und Breite: Wird in der Regel etwa 30 cm hoch und ähnlich breit.
- Blüten: Bildet weiße Blüten, die neben dem auffälligen Laub klein und unscheinbar bleiben.
Herkunft und natürlicher Standort
Maranten stammen aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas, vor allem aus Brasilien. In ihrer natürlichen Umgebung bevorzugen sie schattige bis halbschattige Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit.
- Bedingungen: Als schattenverträgliche Pflanzen gedeihen sie gut in wärmeren Räumen und im Wohnbereich.
- Pflegeleicht: Maranta leuconeura und ihre Varietäten sind für ihre Anspruchslosigkeit beliebt und dank ihrer Ungiftigkeit auch in Haushalten mit Haustieren sicher.
- Arten: Bei Pflanzenfreunden besonders beliebt sind M. leuconeura ‚Marisela‘, M. leuconeura ‚Kim‘ und M. leuconeura ‚Kerchoveana‘, die sich in Farbe und Blattform unterscheiden.
Maranta pflegen: Licht, Gießen und Luftfeuchtigkeit
Die Maranta stammt aus dem Unterwuchs des tropischen Waldes und erwartet genau das auch von ihrem Standort in der Wohnung: diffuses Licht, Wärme und Luft, die nicht von der Heizung ausgetrocknet ist. Wenn Sie ihr diese drei Dinge gönnen, ist sie eine pflegeleichte Pflanze, die jahrelang wächst.
- Licht: ein heller Platz ohne direkte Sonne, ideal ein paar Meter vom Ost- oder Nordfenster entfernt. Am Südfenster bleichen die Blätter aus und verbrennen. Im tiefen Schatten verliert sie dagegen ihre Zeichnung und die Blattstiele vergeilen.
- Temperatur: 18–26 °C das ganze Jahr über. Unter 15 °C leidet die Maranta, am meisten schadet ihr im Winter kalte Zugluft vom Fenster.
- Gießen: halten Sie das Substrat feucht, aber nie nass. Im Sommer meist zweimal pro Woche, im Winter alle sieben bis zehn Tage. Lassen Sie das Wasser abstehen, denn die Maranta verträgt Kalk und Chlor aus frischem Leitungswasser schlecht.
- Luftfeuchtigkeit: der wichtigste und am häufigsten unterschätzte Punkt. Ideal sind über 60 %. Es hilft eine Schale mit feuchtem Blähton unter dem Topf, Besprühen mit abgestandenem Wasser oder die Gesellschaft weiterer Pflanzen.
- Substrat: locker, durchlässig und leicht sauer, also ein Torfsubstrat für Zimmerpflanzen, aufgelockert mit Perlit oder Kokosfaser. Auf den Topfboden gehört eine Drainage.
- Umtopfen: alle zwei Jahre im Frühjahr, in einen breiten und flachen Topf. Die Maranta hat ein flaches Wurzelsystem, in einem tiefen Topf bleibt das Substrat unten nass.
Dass sich die Blätter nachts aufrichten, ist normal und kein Anzeichen für Probleme. Die Pflanze reguliert so die Verdunstung. Bleiben die Blätter allerdings auch tagsüber gefaltet, ist es meist zu trocken, im Substrat oder in der Luft.
Maranta-Arten: Weißadrige Marante, Echte Pfeilwurz und weitere Vertreter der Gattung
In der Gattung Maranta finden sich zahlreiche attraktive Arten, die für ihre dekorativen Blätter geschätzt werden. Die Besonderheiten der einzelnen Arten eröffnen unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten im Innenraum.
Maranta
Die Maranta ist eine Pflanzengattung aus den tropischen Gebieten Amerikas mit rund 25 Arten. Sie gehört zur Familie der Marantaceae und trägt den Beinamen „Gebetspflanze“, weil manche Arten ihre Blätter abends aufrichten, als würden sie beten.
Weißadrige Marante
Maranta leuconeura, bekannt als Weißadrige Marante, ist das Paradebeispiel der Gattung mit ihren charakteristischen dunkelgrünen Blättern und hellen bis weißen Adern. Sie bleibt mittelgroß und eignet sich gut als Zimmerpflanze, denn in der Pflege ist sie nicht besonders anspruchsvoll.
Echte Pfeilwurz
Eine weitere attraktive Art ist Maranta arundinacea, aus deren Rhizomen die Stärke Arrowroot, also Pfeilwurzelmehl, gewonnen wird. Sie stammt aus dem tropischen Amerika, wird deutlich höher und wird für ihre großen, dunkelgrünen Blätter und ihre Anpassungsfähigkeit an die örtlichen Bedingungen geschätzt.
Maranta-Sorten: Fascinator, Lemon Lime, Kerchoveana und Tricolor

Fast alle Maranten, die Sie in Deutschland kaufen, sind Sorten der Art Maranta leuconeura. Sie unterscheiden sich in der Farbe der Adern und in der Blattzeichnung, die Pflege ist bei allen gleich.
- Fascinator (auch Tricolor oder rote Marante) – dunkelgrünes Blatt mit leuchtend roten Adern und einem hellgrünen Streifen entlang der Mittelrippe. Die meistverkaufte und auffälligste Sorte.
- Lemon Lime – frische limettengrüne Aderung auf dunklem Grund, ganz ohne Rot. Wirkt heller und passt in dunklere Zimmerecken.
- Kerchoveana – hellgrünes Blatt mit zwei Reihen dunkler Flecken, die „Kaninchenspuren“ genannt werden. Die älteste Kultursorte und die einfachste für den Anfang.
- Marisela – kompakte Sorte mit silbrigem Streifen entlang der Mittelrippe, gut für kleinere Töpfe.
- Kim – grünes Blatt mit violetten Flecken und weißer Marmorierung, unter den Sorten die ungewöhnlichste.
Die Sorten lassen sich am Etikett im Blumenladen nicht zuverlässig unterscheiden, im Handel werden sie oft nur als „Maranta“ verkauft. Entscheiden Sie nach der Blattzeichnung.
Maranta oder Korbmarante (Calathea)? So unterscheiden Sie sie
Die Maranta und die Korbmarante (Calathea) gehören zur selben Familie der Marantaceae, beide richten ihre Blätter nachts auf und werden im Handel häufig verwechselt. Der Unterschied ist auf den ersten Blick zu sehen, wenn man weiß, worauf man achten muss.
- Wuchs: die Maranta wächst in die Breite und legt sich, die Triebe kriechen über den Topfrand. Die Korbmarante wächst aufrecht, ihre Blätter kommen an langen Stielen aus dem Horst.
- Höhe: die Maranta bleibt bei etwa 30 cm, die Korbmarante wird über einen Meter hoch.
- Blattunterseite: bei der Maranta meist hellgrün oder bläulich, bei vielen Korbmaranten kräftig violett.
- Ansprüche: die Korbmarante ist deutlich empfindlicher gegenüber der Wasserqualität und trockener Luft. Wenn Ihnen die Maranta gedeiht, muss das für die Korbmarante nicht gelten.
Beide Pflanzen vertragen Schatten, ebenso wie Glücksfeder, Grünlilie oder Aglaonema – und alle lassen sich gleich düngen, siehe Zimmerpflanzen düngen.
Maranta düngen: womit und wie oft die Gebetspflanze gedüngt wird
Die Maranta braucht die richtige Nährstoffversorgung für kräftiges Wachstum und gute Gesundheit. Richtiges Düngen fördert ihren Wuchs und ihre allgemeine Verfassung.
Anbau und Pflege
Für optimales Wachstum ist es wichtig, die Maranta regelmäßig und ausgewogen zu düngen. Während der Vegetationszeit empfiehlt sich eine Düngergabe alle vierzehn Tage. In den Wintermonaten, wenn die Pflanze in die Ruhephase geht, genügt eine Gabe im Monat. Zum Düngen der Maranta lassen sich verschiedene Düngertypen verwenden, von flüssigen über granulierte bis hin zu organischen.
Besonders gut geeignet ist für die Maranta ein Produkt aus natürlichen Rohstoffen, das Sie im Shop von DÜNGEE finden. Dieser Dünger gibt seine Nährstoffe nach und nach ab, sodass die Maranta im Topf keine stoßartige Salzfracht an die Wurzeln bekommt.
Besondere Verwendung und Wissenswertes
Über die übliche Anwendung als Dünger hinaus wird ein Produkt wie DÜNGEE aus natürlichen Rohstoffen wegen seiner natürlichen Zusammensetzung zunehmend zur bevorzugten Wahl umweltbewusster Pflanzenfreunde. Die Anwendung ist einfach, und die Pflanze bekommt ihre Nährstoffe nach und nach, so wie sie sie in ihrer natürlichen Umgebung aufzunehmen gewohnt ist.
Praktisch heißt das: von März bis September alle vierzehn Tage düngen, von Oktober bis Februar einmal im Monat oder gar nicht. Bei der Maranta im Topf gilt, dass eine schwächere Gabe häufiger immer besser ist als eine starke Gabe hin und wieder, denn die flachen Wurzeln verbrennen bei einem Salzüberschuss leicht. Die genauen Mengen finden Sie in der Übersicht Dosierung, die allgemeinen Regeln für Zimmerpflanzen stehen im Artikel Zimmerpflanzen düngen. Das Sortiment finden Sie im Katalog.
Maranta vermehren durch Teilung und Stecklinge
Die Maranta lässt sich sehr leicht vermehren, und die beste Zeit dafür ist das Frühjahr beim Umtopfen, wenn die Pflanze gerade zu wachsen beginnt.
- Teilung des Horstes: nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig und teilen Sie ihn in zwei bis drei Stücke, sodass jedes eigene Wurzeln und mehrere Blätter hat. Pflanzen Sie jedes Teilstück einzeln ein und gießen Sie eine Woche lang zurückhaltender.
- Stecklinge: schneiden Sie einen Trieb mit drei bis vier Blättern dicht unter einem Blattknoten ab, also an der Stelle, an der das Blatt aus dem Stängel wächst. Der Steckling wurzelt im Wasser in zwei bis drei Wochen oder gleich im feuchten Substrat unter einer durchsichtigen Tüte.
- Absenker: legen Sie einen kriechenden Trieb auf die Substratoberfläche im Nachbartopf und stecken Sie ihn fest. Er wurzelt von allein, und erst danach trennen Sie ihn von der Mutterpflanze ab.
Bewurzelte Jungpflanzen die ersten zwei Monate nicht düngen, damit sie ein eigenes Wurzelsystem bilden.
Warum die Maranta Blätter einrollt, gelbe Blätter bekommt oder braune Blattspitzen hat
Die Maranta zeigt Probleme schnell und deutlich an. Fast immer stecken Wasser oder Luft dahinter, keine Krankheit.
- Die Blätter rollen sich ein und drehen sich nach innen – die Pflanze spart Wasser. Entweder ist das Substrat ausgetrocknet oder die Luft zu trocken. Gießen Sie und erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit.
- Braune, trockene Spitzen und Blattränder – meist trockene Heizungsluft, seltener Kalk und Chlor aus dem Leitungswasser. Verwenden Sie abgestandenes oder Regenwasser.
- Ganze Blätter werden gelb – zu viel Wasser. Prüfen Sie, ob im Übertopf Wasser steht, und lassen Sie die Substratoberfläche zwischen den Wassergaben abtrocknen.
- Verblasste Zeichnung, die Blätter verlieren die Farbe – zu viel direkte Sonne. Rücken Sie die Pflanze weiter vom Fenster weg.
- Die Blattstiele vergeilen und die Pflanze wird licht – umgekehrt zu wenig Licht.
- Feine Gespinste auf der Blattunterseite – ein typisches Zeichen für zu trockene Luft in der Wohnung. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und brausen Sie die Blätter mit lauwarmem Wasser ab. Was Zimmerpflanzen in der Wohnung sonst noch zu schaffen macht, fasst die Übersicht der kleinen Tierchen an Zimmerpflanzen zusammen, einen eigenen Artikel haben wir auch über Blattläuse.
Häufige Fragen zur Maranta (Gebetspflanze)
Die Maranta, oft als Gebetspflanze bezeichnet, wird für ihre attraktiven Blätter und die einfache Pflege geschätzt. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Vermehrung und Anbau, zur Sicherheit für Haustiere und zu Blättern, die sich einrollen.
Wie lässt sich die Maranta vermehren?
Die Maranta lässt sich durch Abtrennen von Wurzelrhizomen oder durch Teilung des Horstes beim Umtopfen vermehren. Am besten gelingt das im Frühjahr oder Sommer, wenn die Pflanze in der Wachstumsphase ist.
Was ist beim Anbau der Maranta Lemon Lime zu beachten?
Die Maranta Lemon Lime braucht helles, aber diffuses Licht und Wassergaben, die das Substrat feucht halten, ohne es zu vernässen. Wichtig ist außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit, für die zum Beispiel regelmäßiges Besprühen der Blätter sorgt.
Ist die Maranta giftig für Katzen und Hunde?
Nein. Die Maranta gilt als ungiftig und ist deshalb auch in Haushalten mit Haustieren sicher. Sie enthält keine Giftstoffe, die der Gesundheit von Katzen, Hunden oder anderen üblichen Haustieren schaden könnten.
Warum rollt die Maranta ihre Blätter ein?
Das Einrollen der Blätter nach innen ist meist ein Zeichen von Stress durch zu wenig Wasser oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Damit sie sich wieder strecken, sorgen Sie für ausreichend Feuchtigkeit im Substrat und in der Luft und stellen die Pflanze an einen weniger sonnigen Platz.
Wie oft muss man die Maranta gießen?
Im Sommer meist zweimal pro Woche, im Winter alle sieben bis zehn Tage. Richten Sie sich nach dem Substrat, nicht nach dem Kalender: Gießen Sie, wenn der obere Zentimeter bis zwei sich trocken anfühlen. Lassen Sie das Wasser abstehen, denn die Maranta verträgt Kalk und Chlor schlecht.
Blüht die Maranta?
Ja, in der Wohnung blüht sie ganz normal. Die Blüten sind klein, weiß oder hellviolett und neben den Blättern völlig unscheinbar. Für das Aussehen der Pflanze haben sie keine Bedeutung, und verblühte Blütenstände können Sie abschneiden.
Wie viel Licht braucht die Maranta und verträgt sie Schatten?
Halbschatten sagt ihr am besten zu. Direkte Mittagssonne verbrennt die Blätter und lässt die Zeichnung verblassen, im tiefen Schatten verliert sie dagegen die Farben und vergeilt. Ideal sind ein paar Meter Abstand vom Ost- oder Nordfenster.
Warum faltet die Maranta ihre Blätter nachts zusammen?
Das ist ein natürlicher Tagesrhythmus, der Nyktinastie heißt. Abends richtet die Pflanze ihre Blätter auf und verringert so die Wasserverdunstung, morgens öffnet sie sie wieder. Genau daher kommt der deutsche Name Gebetspflanze und das englische prayer plant. Bleiben die Blätter allerdings auch tagsüber gefaltet, ist der Pflanze zu trocken.
Welche Erde braucht die Maranta?
Ein lockeres, durchlässiges und leicht saures Zimmerpflanzensubstrat, aufgelockert mit Perlit oder Kokosfaser. Wählen Sie einen eher breiten und flachen Topf, denn die Maranta wurzelt flach, und denken Sie an eine Drainage.
