Pilea (Pilea peperomioides)
Ufopflanze – Arten, Pflege, Düngen und Vermehren

Pilea peperomioides, auch als Ufopflanze oder Chinesischer Geldbaum bekannt, ist eine interessante Pflanze, die aus China stammt. Ihre Beliebtheit ist dank ihres einzigartigen Aussehens und der einfachen Pflege gewachsen, was sie zu einer beliebten Zimmerpflanze auf der ganzen Welt macht.
Herkunft: Pilea peperomioides stammt aus dem Südosten Chinas, wo sie in Bergwäldern wächst. Ihre Karriere als Zimmerpflanze begann in Europa und breitete sich nach und nach in verschiedene Teile der Welt aus.
Aussehen: Diese Pflanze ist bekannt für ihre runden, glänzend grünen Blätter, die an langen, dünnen Stielen wachsen und einen fast schopfartigen Effekt erzeugen. Die Blätter können bis zu 10 cm Durchmesser erreichen und erinnern durch ihre Form an Münzen – daher auch die Spitznamen „Glückstaler“ und „Chinesischer Geldbaum“.
Beliebtheit: Die Beliebtheit der Pilea peperomioides ist dank ihres attraktiven Aussehens und der einfachen Pflege gestiegen. Sie ist ideal für alle, die etwas Grün in ihr Zuhause bringen möchten, aber nicht viel Zeit für aufwendige Pflanzenpflege haben. Für ihre Popularität sorgt auch, dass sie sich mühelos vermehren lässt – so kann man die Pflanze leicht mit Freunden und Familie teilen.
Pilea Pflege: Licht, Temperatur, Gießen und Substrat
Licht: Die Pilea bevorzugt einen hellen Platz mit diffusem Licht. Vermeiden Sie direkte Sonne, die zu Blattverbrennungen führen kann. Ideal sind Halbschatten oder ein Platz mit hellem, aber indirektem Licht.
Standort: Der Pflanze bekommt eine gleichmäßige Temperatur ohne Zugluft. Die Pilea ist eine subtropische Pflanze, Sie können sie also ganzjährig bei Zimmertemperatur kultivieren. Auch eine kühlere Überwinterung verträgt sie gut, solange die Temperatur nicht zu weit absinkt.
Gießen: Gegossen wird mäßig. Geben Sie einmal pro Woche eine kleine Menge Wasser und schränken Sie das Gießen im Winter ein. Zwischen zwei Wassergaben sollte das Substrat antrocknen, damit keine Staunässe und in der Folge Wurzelfäule entsteht. Die Pflanze darf niemals im Wasser stehen.
Luftfeuchtigkeit: Die Pilea mag eine höhere Luftfeuchtigkeit, kommt aber auch mit der üblichen Raumluft zurecht. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können Sie zum Beispiel eine Schale mit Wasser und Kieselsteinen unter den Topf stellen.
Substrat: Der Pilea bekommt ein lockeres, gut durchlässiges Substrat für Zimmerpflanzen, dem eine Beimischung aus Perlit oder grobem Sand guttut. Der Topf muss ein Abzugsloch haben, und im Frühjahr wird die Pflanze in einen etwas größeren, aber nicht übermäßig voluminösen Topf umgetopft.
Pilea düngen: womit und wie oft die Pilea gedüngt wird
Pilea peperomioides sollte regelmäßig, aber vorsichtig gedüngt werden:
Düngerhythmus: Empfohlen wird, die Pilea von März bis Oktober zu düngen – das entspricht der Wachstumszeit der Pflanze. In dieser Zeit verwertet sie die zugeführten Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung am besten.
Herangehensweise beim Düngen: Wichtig ist, es mit der Düngermenge nicht zu übertreiben. Zu viel Dünger kann der Pflanze schaden. Lieber eine kleinere Menge Dünger geben, als die Pflanze zu überdüngen.
Art des Düngers: Sie können einen Standarddünger für Zimmerpflanzen verwenden. Manche Pflanzenfreunde empfehlen gelegentliches Düngen mit Düngestäbchen, das ist einfach und praktisch. Super unkompliziert ist die Anwendung von DÜNGEE als Gießwasser.
Winterzeit: In den Wintermonaten, wenn die Pflanze weniger aktiv ist, wird empfohlen, gar nicht zu düngen.
DÜNGEE ist ein organischer Universaldünger, aus dem ein Auszug angesetzt wird, mit dem die Pflanze einfach gegossen wird – die Verhältnisse finden Sie in der Dosierungsanleitung. Bei Pileas in kleinen Töpfen lohnt sich eher eine schwächere Lösung, dafür häufiger, als eine einzelne starke Gabe.




Pilea vermehren: durch Ableger und Stecklinge
Am einfachsten vermehrt sich Pilea peperomioides über Ableger. Aus den Wurzeln und dem unteren Teil des Stängels treiben eigenständige kleine Pflänzchen aus – sobald sie etwa 5–8 cm groß sind und eigene Blätter haben, schneiden Sie sie vorsichtig mitsamt einem Stück Wurzel ab und setzen sie in feuchtes Substrat.
Einen Ableger ohne Wurzeln können Sie zunächst im Wasserglas bewurzeln; die Wurzeln zeigen sich meist innerhalb von zwei bis drei Wochen.
Kleinblättrige Arten wie Pilea microphylla oder Pilea depressa vermehrt man über Kopfstecklinge – diese steckt man einfach in feuchtes Substrat und lässt sie warm unter Folie oder in einem geschlossenen Gefäß stehen, bis sie bewurzelt sind.
Die beste Zeit zum Vermehren sind Frühjahr und Frühsommer, wenn die Pflanze am schnellsten wächst. Frisch bewurzelte Pflänzchen werden noch nicht gedüngt; man wartet etwa einen Monat, bis sie kräftiger sind.
Pilea Arten: die beliebtesten Pilea-Arten im Überblick
Die Gattung Pilea ist umfangreich und umfasst mehr als 600 Arten, die sich in Größe, Blattform und Wuchs unterscheiden. Zu den beliebten Arten gehören:
Pilea peperomioides – auch als Ufopflanze, Chinesischer Geldbaum oder Bauchnabelpflanze bekannt; sie ist wohl die bekannteste Art, stammt aus der chinesischen Provinz Yunnan und wird für ihre runden Blätter geschätzt.
Pilea mollis – bekannt als Moon Valley Pilea, hat tief strukturierte Blätter, die wie eine Mondlandschaft aussehen.
Pilea cadierei – oder Aluminiumpflanze, die für ihre einzigartigen silbrigen Flecken auf den Blättern beliebt ist.
Pilea microphylla – manchmal als Kanonierblume bezeichnet, ist kleinblättrig mit dichtem, üppigem Wuchs.
Pilea involucrata – beziehungsweise Freundschaftspflanze, hat samtige Blätter mit kupfernem Schimmer.
Neben diesen beliebten Arten gibt es viele weitere, die von sehr klein bis groß reichen und sich für die Kultur zu Hause eignen. Jede Art hat ihre eigenen Pflegeansprüche, die meisten Pileas bevorzugen jedoch helles, indirektes Licht und einen gut durchlässigen Boden.
Pilea depressa: hängende Pilea für die Blumenampel
Pilea depressa ist eine attraktive und pflegeleichte Zimmerpflanze, die für ihre winzigen, dichten Blätter in sattem Grün geschätzt wird. Sie wächst kriechend beziehungsweise überhängend, was sie zur ausgezeichneten Wahl für Blumenampeln macht oder als Ergänzung auf Regalen, wo ihre Triebe frei herabfallen können. Pilea depressa passt sich diffusem Licht gut an, direkte Sonne sollte man ihr aber ersparen. Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben immer gut antrocknen, damit das Wurzelsystem keinen Schaden nimmt. Dank ihrer Anspruchslosigkeit und ihres dekorativen Aussehens bringt sie ohne großen Pflegeaufwand Grün und Frische in jeden Raum.
Pilea microphylla: Kanonierblume mit winzigen Blättern
Pilea microphylla, auch als Kanonierblume bekannt, ist eine reizvolle Zimmerpflanze, die für ihre winzigen Blätter und ihren leichten, üppigen Wuchs beliebt ist. Diese Pflanze eignet sich für wärmere Klimazonen und für Innenräume, wo sie eine feuchte Umgebung mit Halbschatten oder indirektem Sonnenlicht bevorzugt. Pilea microphylla mag einen feuchten, aber gut durchlässigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,1 und 7,5 und sollte idealerweise bei Temperaturen zwischen 15 und 26 Grad Celsius gehalten werden. Sie lässt sich leicht über Stecklinge vermehren, meist im Frühjahr. Es ist eine pflegeleichte Pflanze, die für ihre unkomplizierte und schnelle Vermehrung geschätzt wird.
Pilea muscosa: kompakte Art für den Halbschatten
Pilea muscosa, die meist als Synonym der Art Pilea microphylla geführt wird, ist eine kleine, attraktive Zimmerpflanze aus der Familie der Brennnesselgewächse, lateinisch Urticaceae. Sie wächst kompakt und ist für ihre winzigen, dicht stehenden Blätter beliebt, die an Moos erinnern. Diese Pilea bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte, Temperaturen zwischen 7 und 35 Grad Celsius und braucht einen feuchten Boden, allerdings ohne stehendes Wasser, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen und nicht faulen. Pilea muscosa eignet sich für größere Gefäße, in denen sie bis zu 60 cm Breite erreichen kann. Wichtig ist, den Boden zwischen den Wassergaben abtrocknen zu lassen und die Pflanze in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit zu halten, damit Probleme wie braune Blattspitzen oder zu viel Nässe mit anschließender Fäulnis gar nicht erst auftreten.



Pilea Moon Valley (Pilea mollis): Pflege und Standort
Pilea Moon Valley, auch bekannt als Pilea mollis, ist eine populäre Zimmerpflanze mit auffälligen, strukturierten Blättern, die an Krater und Täler auf der Mondoberfläche erinnern – daher ihr Name. Die Pflanze mag einen feuchten, aber gut durchlässigen Boden, und es empfiehlt sich, sie mit Regenwasser zu gießen, sobald die obere Substratschicht abzutrocknen beginnt. Pilea Moon Valley bevorzugt warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb oft ein Platz im Terrarium empfohlen wird. Sie sollte an einem Ort mit Halbschatten oder indirektem Licht stehen; direktes Sonnenlicht kann zu intensiv sein und die Blätter verbrennen. Bei richtiger Pflege ist Pilea Moon Valley eine schöne grüne Dekoration und eine großartige Ergänzung für die Zimmerpflanzensammlung.
Häufige Fragen zur Pilea
Ist die Pilea giftig?
Pilea peperomioides zählt zu den Zimmerpflanzen, die als ungiftig für Menschen sowie für Katzen und Hunde gelten. Die Blätter gehören trotzdem nicht auf den Teller, und bei empfindlicher Haut kann der Saft aus einem angebrochenen Stängel reizen.
Wann blüht die Pilea?
Pilea peperomioides blüht auch im Zimmer, meist zum Ende des Winters und im Frühjahr. Die Blüten sind klein, weißgrün bis zart rosa und wachsen an dünnen Stielen aus den Blattachseln. Die Blüte ist unscheinbar – die Pflanze wird vor allem wegen ihrer Blätter kultiviert.
Wie oft gießt man die Pilea?
Etwa einmal pro Woche mit einer kleinen Menge Wasser, und zwischen den Wassergaben lässt man die obere Substratschicht antrocknen. Im Winter wird das Gießen eingeschränkt. Die Pilea darf niemals im Wasser stehen – Staunässe führt zu Wurzelfäule.
Warum hat die Pilea hängende oder vergilbende Blätter?
Meist steckt das Gießen dahinter: Hängende Blätter zeigt die Pilea sowohl bei Trockenheit als auch bei Staunässe, das Vergilben der unteren Blätter ist in der Regel ein Zeichen für dauerhaft nasses Substrat. Es hilft, in eine durchlässige Mischung umzutopfen und erst zu gießen, wenn die obere Schicht abgetrocknet ist.
