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Crassula (Geldbaum und Dickblatt)

Arten, Pflege und Vermehrung der beliebten Zimmer-Sukkulente

Nahaufnahme der fleischigen hellgrünen Blätter eines Geldbaums (Crassula ovata) mit rot gefärbten Blatträndern

Blühende Stauden und Sträucher für die Wohnung und im Sommer für draußen

  • Standort: sehr hell, sonnig, im Sommer auch im Freien
  • Höhe: je nach Art von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern
  • Blütezeit: je nach Art im Winter oder im zeitigen Frühjahr
  • Vermehrung: durch Blatt- und Stängelstecklinge oder durch Samen

Die Gattung Crassula aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) ist nicht nur umfangreich (rund 300 Arten), sondern auch außerordentlich vielgestaltig. Sie umfasst einjährige, Sumpf- und Wasserpflanzen ebenso wie baumförmige, mehrjährige und ausgeprägt sukkulente Arten. Nur die sukkulenten Arten sind für Liebhaber von Zimmerpflanzen und für Sammler interessant. Die sukkulenten Typen stammen fast ausschließlich aus dem südlichen Afrika. Mit ihrem Wuchs und den dicken, fleischigen Blättern, die dicht behaart oder bereift sein können, sind sie eine schöne Bereicherung jeder Sukkulentensammlung. Die Blüten sind zwar meist klein, stehen aber in größeren Trugdolden und sind oft auffällig gefärbt (weiß, rosa, rot, orange, gelb). Viele Arten duften angenehm.

Geldbaum pflegen: Standort, Gießen und Substrat

Die sukkulenten Crassula-Arten sind meist anspruchslos. Sie brauchen einen sonnigen Standort und im Winter eine Temperatur, die nicht unter 10 °C fällt. Vom Sommer bis zum Herbst, wenn sie in vollem Wachstum stehen, wird reichlich gegossen, in der übrigen Zeit des Jahres nur mäßig. Bekommen die Pflanzen im Winter zu wenig Licht, verlieren sie ihr schönes Aussehen und vergeilen. Sterben ältere, dicht verzweigte Exemplare von der Mitte her ab, können sie zurückgeschnitten werden. Das Substrat soll lehmig-sandig und ausreichend nährstoffreich sein.

Die Nährstoffe aus dem begrenzten Topfvolumen verbraucht Crassula im Lauf von ein bis zwei Saisons. Geben Sie ihr deshalb vom Frühjahr bis zum Spätsommer alle paar Wochen eine schwächere Gabe eines organischen Universaldüngers an die Wurzeln; in der Winterruhe wird nicht gedüngt. Dasselbe Vorgehen passt auch zu den übrigen Zimmerpflanzen in der Wohnung.

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Geldbaum vermehren: Stecklinge, Blätter und Samen

Die Vermehrung durch Samen sowie durch Stängel- oder Blattstecklinge ist keineswegs schwierig.

Lassen Sie den abgeschnittenen Trieb oder das einzelne Blatt zwei bis drei Tage abtrocknen und stecken Sie es erst dann in ein leichtes, sandiges Substrat. Bis zur Bewurzelung wird nur minimal gegossen – frische Stecklinge faulen in Nässe leicht. Die beste Zeit ist vom Frühjahr bis zum Sommer, wenn die Pflanze in vollem Wachstum steht.

Crassula-Arten im Überblick: die interessantesten Dickblatt-Arten

Aus der großen Zahl der Arten fällt die Wahl schwer, deshalb stellen wir im Folgenden nur die interessantesten und bewährtesten vor.

Schnellübersicht: Crassula arborescens, Crassula argentea, Crassula deceptrix, Crassula falcata, Crassula multicava, Crassula sarcocaulis, Crassula schmidtii, Crassula socialis.

Crassula arborescens – Silber-Jadebaum

Silber-Jadebaum (Crassula arborescens) mit bereiften blaugrünen Blättern mit rotem Rand und Wassertropfen

wird in der Heimat 3–4 m hoch, in Kultur nicht höher als 1 m. Auf einem kräftigen Stämmchen sitzt eine verzweigte Krone. Die rundlich-ovalen Blätter sind wachsartig bereift, graugrün, am Rand rot und häufig rot gepunktet. Blassrosa Blüten erscheinen an der Pflanze nur selten.

Crassula argentea (syn. Crassula ovata) – Geldbaum, Pfennigbaum

Dicht stehende gelbgrüne Blätter des Geldbaums (Crassula argentea, syn. Crassula ovata) mit rot abgesetztem Blattrand
Crassula argentea (syn. Crassula ovata) ist ein Blattsukkulent mit rot abgesetztem Blattrand.

wächst in der Heimat als 1 m hoher Strauch mit dicken, verzweigten Stängeln. Die schief eiförmigen Blätter mit kurzer Spitze sind fleischig, dunkelgrün und am Rand rot.

Crassula deceptrix

Crassula deceptrix mit kreidig bereiften, dreieckigen Blättern in einem Topf mit Kiesabdeckung, an einen Stein erinnernd
Mimikry-Pflanze von ungewöhnlicher Form: Crassula deceptrix

passt sich an ihren natürlichen Standorten in Form und Farbe der Umgebung an und zählt damit zu den pflanzlichen Mimikry-Arten. Die Pflanze verzweigt sich schon von der Basis an und bildet größere Gruppen. Die bis 10 cm langen verzweigten Stängel tragen dicht gedrängte Blätter, die im Querschnitt dreieckig und an der Oberfläche bereift sind. Damit der wachsartige Belag nicht verschwindet, darf die Pflanze nicht über die Blätter gegossen werden.

Crassula falcata (syn. Crassula perfoliata, Rochea falcata) – Propellerpflanze

Crassula falcata mit propellerartig gestellten grau bereiften Blättern und leuchtend roten Blütendolden
Crassula falcata (syn. Crassula perfoliata, Rochea falcata) mit propellerartigen Blättern.

ist eine bekannte Zimmerpflanze. Häufiger als die Art selbst werden Hybriden kultiviert, zum Beispiel ‚Morgan’s Beauty‘. Die kompakt wachsende Pflanze bildet an einem kurzen Stängel dicht stehende fleischige Blätter, die die Form eines Propellers haben und schön grau bereift sind. Die schönen, kräftig rosa bis roten Blüten duften angenehm, halten sich im Blütenstand aber nicht lange.

Crassula multicava

Crassula multicava als niedriger Teppich mit rundlichen Blättern und zartrosa Sternblüten an rötlichen Stielen über einer Mauer

wächst strauchig bis zu einer Höhe von 30 cm und verzweigt sich stark. Die Blätter sind länglich, an der Basis fast herzförmig, graugrün und fein grubig punktiert; die Blüten sind weißlich rosa. In den Achseln des Blütenstands bilden sich junge Pflänzchen.

Crassula sarcocaulis

Crassula sarcocaulis mit gabelig verzweigten holzigen Stängeln, nadelartigen Blättern und karminroten Blütenknospen

überwintert gut bei niedrigen Temperaturen. Die fleischigen, gabelig verzweigten Stängel tragen lanzettlich zugespitzte Blätter und weiße oder rosa Blüten.

Crassula schmidtii

Crassula schmidtii als dichtes Polster im Topf mit schmalen Blättern und zahlreichen karminroten Blütenknospen

wächst kleinstrauchig. Die grünen oder rötlichen Stängel mit abstehenden Haaren werden bis zu 10 cm lang. Die Blätter sind verwachsen, an der Basis gedrängt und breiter als lang. Auf der Oberseite sind sie flach und grün, auf der Unterseite rötlich und gewölbt, am Rand weiß behaart. Die Blüten haben ein leuchtendes Karminrot.

Crassula socialis

Crassula socialis im Topf mit dicht gedrängten kleinen Blattrosetten und winzigen weißen Blüten
Crassula socialis ist mit ihren kurzen Blattrosetten und weißen Blüten besonders dekorativ.

ist eine sehr dekorative niedrige Art mit gedrängten Blattrosetten, die sich auch für die Bepflanzung von Hängegefäßen eignet. Die eiförmig-dreieckigen Blätter stehen in vier Reihen. Die 1–1,5 cm breiten Blüten bilden eine köpfchenartige Trugdolde.

Häufige Fragen: Geldbaum und Crassula

Wann blüht der Geldbaum?

Je nach Art im Winter oder im zeitigen Frühjahr. Die Knospenbildung fördert eine helle und kühlere Überwinterung bei etwa 10 °C mit sparsamem Gießen. In der warmen Wohnung und im Halbdunkel blüht die Pflanze meist nicht und vergeilt nur.

Darf der Geldbaum im Sommer nach draußen?

Ja, ein Platz im Freien tut ihm im Sommer gut. Stellen Sie ihn erst nach den letzten Nachtfrösten hinaus und gewöhnen Sie ihn langsam an die volle Sonne, sonst verbrennen die Blätter. Zurück in die Wohnung gehört er, bevor die Temperaturen unter 10 °C sinken.

Wie vermehrt man den Geldbaum aus einem Blatt?

Brechen Sie ein gesundes Blatt samt Basis ab, lassen Sie die Schnittfläche zwei bis drei Tage abtrocknen und legen Sie es auf leicht feuchtes, sandiges Substrat. Wurzeln und eine neue Rosette erscheinen innerhalb einiger Wochen.

Warum werden die Blätter weich und fallen ab?

Meistens steckt das Gießen dahinter. Schrumpelige und weiche Blätter bedeuten Trockenheit, weiche und glasige dagegen zu viel Wasser – Crassula verträgt Staunässe schlechter als Trockenheit. Blattfall nach einem Standortwechsel ist oft nur eine Reaktion auf die veränderten Lichtverhältnisse, davon erholt sich die Pflanze von selbst.

Ist der Geldbaum giftig?

Für den Menschen zählt Crassula nicht zu den gefährlichen Pflanzen. Bei Katzen und Hunden kann ein verschlucktes Blatt jedoch Erbrechen und Unwohlsein auslösen, stellen Sie die Pflanze deshalb lieber außerhalb ihrer Reichweite auf.

Womit düngt man Crassula?

Ihr bekommt eine schwächere Gabe eines langsam wirkenden organischen Düngers, die an den Wurzeln eingearbeitet wird – und das nur in der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Spätsommer. In der Winterruhe wird nicht gedüngt.

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