Monilia-Spitzendürre
Die Monilia-Spitzendürre lässt Blüten und junge Triebe braun werden und absterben. So erkennen, behandeln und vermeiden Sie den Pilz an Aprikosen und Kirschen.
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Monilia-Spitzendürre – der Schrecken für Aprikosen, Kirschen und Zierbäume

(Monilinia laxa)
Die Monilia-Spitzendürre, kurz auch Spitzendürre genannt, verursacht Braunwerden, Vertrocknen und Absterben der Blüten, zur Fruchtbildung kommt es gar nicht erst, nach und nach welken auch die Jungtriebe und sterben ab, an Aprikosen tritt häufig Gummifluss auf.
Am häufigsten befallen werden Aprikosen, Sauerkirschen, Süßkirschen, Apfelbäume, Mandelbäume und Pflaumen, neben Obstbäumen trifft es aber auch Ziergehölze: Forsythien, das Mandelbäumchen oder die Filzkirsche.
Der Erreger (Monilinia laxa) überdauert in befallenen Früchten und Zweigen, von denen aus er im Frühjahr in die Blüten gelangt.
Hilfreich ist das konsequente Entfernen befallener Früchte (sowohl am Baum als auch am Boden) und das konsequente Entfernen befallener Zweige. Zu Blühbeginn ist eine Behandlung mit zugelassenen Fungiziden möglich.
Monilia-Spitzendürre an Aprikosen
Am häufigsten begegnet uns die Monilia-Spitzendürre tatsächlich an Aprikosen. Schon im Frühjahr ist zu erkennen, dass die Bäume nicht gedeihen: Die Blätter vertrocknen, werden später braun, an Stamm und Zweigen tritt Gummifluss aus. Aprikosen, vor allem junge Bäume, können ganz absterben. Es empfiehlt sich, gesunde Bäume aus zuverlässigen Baumschulen zu kaufen, gezielt nach widerstandsfähigen Sorten zu fragen, alle befallenen Blätter, Blüten, Früchte und Zweige konsequent zu entfernen und bei Bedarf ein Fungizid einzusetzen.
Monilia spritzen und vorbeugen

Wenn Sie Aprikosen oder andere Obstbäume vorbeugend gegen die Monilia-Spitzendürre spritzen wollen, greifen Sie nicht zum nächstbesten Mittel: Die in Deutschland zugelassenen Präparate ändern sich laufend und viele früher übliche Wirkstoffe sind heute nicht mehr zugelassen. Den aktuellen Stand führt das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL. Achten Sie beim Kauf auf drei Punkte:
- Zulassung gegen Monilia – die Krankheit muss ausdrücklich auf der Packung stehen,
- Anwendungsbereich „Haus- und Kleingarten“ – Profimittel dürfen Sie im Garten nicht einsetzen,
- Aufwandmenge und Wartezeit – genau nach Gebrauchsanleitung, sonst tragen die Früchte Rückstände.
Die erste Behandlung führen Sie vor der Blüte durch, die zweite nach der Blüte.
Denken Sie immer daran, dass chemische Mittel für Menschen, Tiere und die umgebende Natur giftig sind.
Spritzen Sie nur bei windstillem Wetter. Tragen Sie bei der Anwendung Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille. Essen und trinken Sie während der Anwendung nicht und waschen Sie sich danach die Hände.
Wichtiger ist die Vorbeugung:
- gesundes Pflanzgut kaufen,
- Aprikosensorten wählen, die wenig anfällig für Monilia sind,
- befallene Früchte, Blüten, Blätter und Zweige konsequent entfernen,
- den Boden unter den Bäumen sauber halten – ohne Unkraut, gründlich lockern,
- auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung achten – gut versorgte Bäume treiben gleichmäßig aus und reifen besser aus.
