Zimmeraralie (Fatsia japonica)
Handförmige, glänzende Blätter und ein anspruchsloses Wesen. Für die Wohnung ebenso wie für einen geschützten Platz im Garten.
Die Zimmeraralie ist ein beliebter Zierstrauch aus Japan, der jedem Innenraum ein exotisches Aussehen verleihen kann. Ihre markanten, glänzenden und handförmigen Blätter ziehen nicht nur die Blicke auf sich, sondern sind auch sehr pflegeleicht – das macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Anfänger wie für erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner. Diese Pflanze wächst rasch, was bedeutet, dass sie selbst bei minimaler Pflege stets frisch und gesund aussieht. Schauen wir uns ihre besonderen Eigenschaften und Ansprüche an den Anbau genauer an.
Die Zimmeraralie gedeiht am besten an hellen Standorten, bevorzugt dabei aber indirektes Licht, damit die Blätter keine Verbrennungen bekommen. Gegossen wird regelmäßig, wobei es sich empfiehlt, die Erde zwischen den einzelnen Wassergaben etwas abtrocknen zu lassen. Diese robuste Pflanze verträgt auch eine gewisse Trockenheit und ist dadurch weniger anfällig für Wurzelfäule. Vermehrt wird sie entweder im Frühjahr durch Stecklinge oder durch Aussaat.
Die Zimmeraralie überzeugt nicht nur durch ihren dekorativen Wert, sondern auch durch verschiedene Formen – etwa die panaschierte Zimmeraralie, die sich durch weiße Sprenkel auf den Blättern auszeichnet. Für optimales Wachstum empfiehlt es sich, dem Strauch auch eine gezielte Düngung zukommen zu lassen, über die wir in den folgenden Kapiteln mehr erfahren. Denken Sie daran, dass ein richtiger Schnitt und die richtige Pflege ihre Lebensdauer verlängern und das Gesamtbild verbessern können.
Die wichtigsten Punkte
- Die Zimmeraralie braucht indirektes Licht und regelmäßige Wassergaben.
- Es gibt mehrere Formen der Zimmeraralie mit unterschiedlichen Merkmalen.
- Sie ist leicht zu kultivieren und übersteht auch leichte Trockenheit.
Herkunft und Beschreibung der Zimmeraralie
Zimmeraralie oder Fatsia japonica? Das ist dieselbe Pflanze. Botanisch heißt sie Fatsia japonica, auf Deutsch Zimmeraralie, im Handel oft auch Japanische Aralie oder Zimmerkastanie. Ein ausführliches Pflanzenporträt samt Sorten und Ansprüchen finden Sie auch im Artikel Fatsia japonica.
Die Zimmeraralie, auch bekannt als Japanische Aralie, stammt aus Asien, genauer gesagt aus Japan. Dieser Strauch wird für seine immergrünen und dekorativen Blätter geschätzt, die sich mit den Jahreszeiten verändern können.
Grundlegende Merkmale der Zimmeraralie

Die Zimmeraralie ist ein immergrüner Strauch, der eine Höhe von bis zu 3 Metern erreicht. Ihre Blätter sind groß, grün und handförmig und werden bis zu 30 cm lang. Die Blätter haben eine dunkelgrüne Färbung mit unregelmäßigen weißen Sprenkeln.
Ihr Wuchs ist strauchig und die Triebe sind kräftig. Dieser Strauch ist außerdem für sein rasches Wachstum bekannt, was ihn für alle attraktiv macht, die schnell blickdichte Pflanzungen oder dekorative Elemente suchen.
Die Zimmeraralie bevorzugt gemäßigte Temperaturen, idealerweise zwischen 10 und 15 Grad Celsius im Frühjahr und Herbst. Bei Temperaturen über 18 Grad können ihre Blätter gelb werden oder abfallen. Im Winter hält man die Temperatur für ein optimales Wachstum am besten zwischen 7 und 10 Grad Celsius.
Sorten der Zimmeraralie

Die Japanische Aralie ist ein kräftiger, immergrüner Strauch. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 Metern. Sie hat markante handförmige Blätter, oft mit unregelmäßigen weißen Sprenkeln. Diese Form eignet sich für den Innen- wie für den Außenbereich und ist leicht zu pflegen – sie braucht vor allem ausreichend Licht und Feuchtigkeit.
Panaschierte Zimmeraralie (‚Variegata‘)
Diese Sorte zeichnet sich durch bunte Blätter aus, oft mit grünen, weißen und gelben Tönen. Sie wird bis zu 1,5 Meter hoch und gedeiht im Halbschatten oder bei diffusem Licht. Sie braucht regelmäßige Wassergaben und Schutz vor Frost.
Pflege der einzelnen Formen
- Licht: Die Zimmeraralie braucht ausreichend diffuses Licht, verträgt aber auch Halbschatten.
- Gießen: Die Erde feucht, aber nicht nass halten. Regelmäßig gießen, vor allem im Sommer.
- Temperatur: Die optimale Temperatur liegt zwischen 15 und 24 °C. Vor Frost schützen.
- Düngung: Während der Vegetationszeit einmal im Monat düngen.
Die vorgestellten Formen der Zimmeraralie eignen sich hervorragend für den Innen- und Außenbereich, sofern die grundlegenden Pflegebedingungen eingehalten werden.
Anbau und Pflege
Die Zimmeraralie (Fatsia japonica) ist eine Pflanze, die für optimales Wachstum bestimmte Bedingungen verlangt. Zu den Schlüsselfaktoren gehören die richtige Wahl von Boden und Standort, passende Lichtverhältnisse und die Temperaturansprüche.
Die Wahl des richtigen Bodens und Standorts
Die Zimmeraralie braucht einen gut durchlässigen Boden, der reich an Nährstoffen ist. Ideal ist eine Mischung aus Kompost und Gartenerde, die die Feuchtigkeit hält und zugleich Staunässe verhindert.
Die Pflanze sollte an einem geschützten Platz stehen, an dem sie genügend Raum zum Wachsen hat. Ideal ist ein Standort in Fensternähe, wo sie ausreichend Licht bekommt.
Wir schützen sie vor starkem Wind und vor direkter Sonne, die ihre Blätter schädigen könnte.
Lichtverhältnisse
Die Zimmeraralie bevorzugt helles, diffuses Licht, das ihr Wachstum und ihre Gesundheit fördert. Direkte Sonne kann dazu führen, dass die Blätter vergilben und abfallen.
Wird die Zimmeraralie im Innenraum kultiviert, sollte sie an einem Platz stehen, an dem sie genügend natürliches Licht bekommt, aber nicht direkt in der Sonne steht.
Im Freien stellt man die Pflanze am besten an einen Platz, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Temperaturansprüche der Zimmeraralie

Die ideale Temperatur für die Kultur der Zimmeraralie ändert sich mit der Jahreszeit. Im Frühjahr und Sommer sollte sie zwischen 10 und 15 °C liegen. Bei höheren Temperaturen über 18 °C können die Blätter vergilben und abfallen.
Im Winter ist es wichtig, die Temperatur zwischen 7 und 10 °C zu halten. Diese kühlere Temperatur hilft der Pflanze, zu ruhen und sich auf die neue Vegetationsperiode vorzubereiten.
Die Zimmeraralie verlangt außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Regelmäßiges Besprühen der Blätter kann helfen, die optimale Feuchtigkeit zu halten.
Zimmeraralie düngen
Die Zimmeraralie ist eine Pflanze, die eine sorgfältige Düngung braucht, um gesund und kräftig zu wachsen.
Für ein gesundes Wachstum und eine gute Versorgung der Zimmeraralie verwenden Sie den ergiebigen natürlichen organischen Dünger DÜNGEE.
Wann düngen: Die Zimmeraralie wird im Frühjahr gedüngt, wenn die Pflanze aktiv wächst und einen erhöhten Nährstoffbedarf hat. Eine weitere Gabe kann im Laufe des Sommers erfolgen, um Kraft und Vitalität der Pflanze zu unterstützen.
Wie oft düngen:
Frühjahr: 1× in der Zeit des kräftigen Wachstums
Sommer: 1× während der Vegetationszeit
Dosierung des Düngers:
DÜNGEE verwenden Sie in der auf der Verpackung empfohlenen Menge. Bei richtiger Anwendung dieser Hinweise gedeiht die Zimmeraralie gut, was sich an der schönen Farbe ihrer Blätter zeigt.
Vermehrung und Schnitt

Vermehrung und Schnitt der Zimmeraralie sind entscheidend für ein gesundes Wachstum und einen dichten, gut belaubten Aufbau dieser Sträucher. Diese Anleitung hilft Ihnen bei den Methoden der Vermehrung sowie beim richtigen Zeitpunkt und der richtigen Schnitttechnik.
Methoden der Vermehrung
Die Zimmeraralie lässt sich auf verschiedene Weise vermehren. Eine der wirksamsten Methoden ist die Stecklingsvermehrung. Dabei nimmt man einen gesunden Trieb ab, bewurzelt ihn in einem geeigneten Substrat und topft ihn anschließend um.
- Stecklinge: Wählen Sie einen gesunden, unbeschädigten Trieb und schneiden Sie ihn schräg ab. Stecken Sie ihn zur besseren Bewurzelung in eine Mischung aus Torf und Sand. Halten Sie das Substrat feucht und warm.
- Teilung: Bei dieser Methode wird eine ältere Pflanze in mehrere Teile zerlegt, wobei jeder Teil eigene Wurzeln hat. Die Teilung erfolgt am besten im Frühjahr oder im Herbst.
- Aussaat: Wenn auch weniger üblich, lässt sich die Zimmeraralie auch aus Samen vermehren. Dieser Vorgang dauert allerdings lange und verlangt Geduld.
Zeitpunkt und Technik des Schnitts
Der richtige Schnitt ist für ein gesundes Wachstum der Zimmeraralie entscheidend. Der beste Zeitpunkt dafür ist das zeitige Frühjahr, bevor der neue Austrieb einsetzt.
- Frühjahrsschnitt: Entfernen Sie alle beschädigten oder abgestorbenen Triebe. Kürzen Sie stark wachsende Triebe auf drei bis vier Augen ein. Dieser Schnitt fördert den Austrieb neuer Triebe und einen dichten Aufbau.
- Sommerschnitt: Nach der Blüte kann ein leichter Formschnitt erfolgen. Kürzen Sie die abgeblühten Triebe ein, damit die Pflanze nicht zu sehr auswächst.
- Winterschnitt: Das Auslichten älterer und schwacher Triebe im Winter hilft, die Zimmeraralie gesund und frisch zu halten.
Der Schnitt der Zimmeraralie muss mit sauberem und scharfem Werkzeug erfolgen. Jeder Schnitt sollte über einem nach außen gerichteten Auge angesetzt werden, was die Entwicklung kräftiger Triebe fördert
Häufig gestellte Fragen
Wie kultiviert man die Zimmeraralie im Freien?
Die Zimmeraralie ist recht robust. Sie verlangt einen halbschattigen bis schattigen Platz und einen gut durchlässigen Boden. In geschützter Lage verträgt sie kurzzeitig Temperaturen bis etwa −10 °C. Wichtig ist regelmäßiges Gießen, vor allem in trockenen Perioden, damit der Boden stets leicht feucht bleibt.
Wie oft und auf welche Weise sollte die Zimmeraralie geschnitten werden?
Die Zimmeraralie sollte einmal jährlich geschnitten werden (am besten im Frühjahr). Entfernt werden vor allem trockene und beschädigte Triebe. Ein regelmäßiger Schnitt fördert gesundes Wachstum und einen dichten Aufbau des Strauchs. Der Schnitt hilft außerdem, die gewünschte Form und Größe zu halten.
Welche Krankheiten und Schädlinge treten an der Zimmeraralie häufig auf und was hilft dagegen?
Die Zimmeraralie ist gegenüber den meisten Krankheiten und Schädlingen im Allgemeinen widerstandsfähig. Befallen werden kann sie jedoch von Mehltau oder von Blattläusen. Mehltau zeigt sich als weißer Belag auf den Blättern und lässt sich mit handelsüblichen Fungiziden behandeln. Bei Blattläusen hilft es, die Blätter regelmäßig abzubrausen und für eine höhere Luftfeuchtigkeit zu sorgen; im Handel gibt es außerdem schonende Mittel auf Öl- oder Seifenbasis.
Weitere Fragen zur Zimmeraralie
Ist die Zimmeraralie winterhart?
Nicht vollständig, aber sie ist robuster als erwartet – in geschützter Lage an einer Hauswand verträgt sie kurzzeitig etwa −8 bis −10 °C. In milderen Regionen überwintert sie deshalb im Freien, andernorts kultiviert man sie im Kübel und stellt sie über den Winter in einen kühlen, hellen Raum mit 8 bis 12 °C.
Warum bekommt die Zimmeraralie schwarze Blätter?
Meist wegen direkter Sonne, die die ledrigen Blätter zu schwarzen Flecken verbrennt. Eine weitere Ursache sind kalte Zugluft und Staunässe, in deren Folge die Wurzeln faulen.
Warum hat die Zimmeraralie ihre unteren Blätter verloren?
Ein allmähliches Verkahlen von unten ist bei älteren Pflanzen normal. Bleibt Ihnen nur ein nackter Stamm, schneiden Sie ihn zurück – die Zimmeraralie treibt aus dem Stummel wieder aus, meist sogar mit mehr Trieben als zuvor.
Wohin stellt man die Zimmeraralie in der Wohnung?
In den Halbschatten oder lichten Schatten, außerhalb der direkten Sonne und außer Reichweite der Heizung. Sie verträgt auch eine dunklere Ecke, in der andere Zimmerpflanzen kümmern – deshalb ist sie eine dankbare Pflanze für den Flur oder die Nordseite.
Ist die Zimmeraralie giftig?
Die Beeren sind nicht zum Verzehr geeignet – sie enthalten schwach giftige Inhaltsstoffe und lösen nach dem Verzehr größerer Mengen Übelkeit und Durchfall aus. Das Risiko ist gering, doch bei kleinen Kindern und Haustieren stellen Sie die Pflanze besser außer Reichweite.
Womit düngt man die Zimmeraralie?
Vom Frühjahr bis zum Spätsommer einmal monatlich mit einer schwachen Gabe, im Winter wird nicht gedüngt. Den natürlichen organischen Dünger DÜNGEE arbeiten Sie beim Umtopfen in das Substrat ein oder verwenden einen Auszug zum Gießen; die Dosierung finden Sie in der Dosierungstabelle.
