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Rosmarin

Inhalt

Echter Rosmarin

(Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis)

Echter Rosmarin ist ein immergrüner, verholzender aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler, der in seiner Heimat, dem Mittelmeerraum, durchaus eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann.

Rosmarin

Von Mai bis Juni blüht er mit kleinen violettlichen Blüten. Er ist nicht vollständig winterhart, daher wird er bei uns überwiegend als Kübelpflanze kultiviert, der es vom Frühling bis zum Herbst am besten draußen, an einem vollsonnigen Standort gefällt, dank dem seine Blättchen eine große Menge an ätherischen Ölen enthalten. Im Winter muss er jedoch an einen hellen, kühlen, aber frostfreien Ort gebracht und nur minimal gegossen werden, damit er sich erholen kann.

Heutzutage gibt es jedoch auch Kultivare, die sogar unfreundliches Winterwetter einschließlich Frost vertragen, sodass Sie diese gezüchteten Frostresistenten ganzjährig im Beet haben können. Der Boden muss jedoch gut durchlässig sein, da ihn andernfalls die winterliche Nässe abtötet. Damit er sich bei Ihnen wohlfühlt, schätzt er etwa ab März bis Ende Sommer alle zwei Wochen einen hochwertigen Kräuterdünger, idealerweise einen organischen, zum Beispiel Hnojík.

Rosmarin in der Gastronomie

Rosmarin ist einer der Hauptbestandteile der Gewürzmischung namens Herbes de Provence und findet daher vor allem in der mediterranen Küche Verwendung. Er harmoniert wunderbar mit Fleisch, besonders mit Lamm – was Sie zum Beispiel zu Ostern schätzen werden –, aber auch mit Kalb- und Fischfleisch. Gerichte, insbesondere Fleischgerichte, die Sie damit würzen, werden nicht nur schmackhafter und aromatischer, sondern auch leichter verdaulich. Der kampferartige Duft der Blättchen des Rosmarins, die eher an Nadeln erinnern, harmoniert wunderbar auch mit Kartoffelgerichten, mit Käse, funktioniert auch auf Pizza oder mit Nudeln. Von frischem Rosmarin genügt nur eine kleine Menge, sein Geschmack, sein Duft und seine Wirkung sind sehr intensiv. Er wird auch zur Aromatisierung von Essig und Ölen verwendet.

Rosmarin-ätherisches Öl

Am besten für die Verwendung in der Küche geeignet sind seine jungen, nicht verholzten Triebe. Die älteren eignen sich eher für einen heilsamen Aufguss.

Rosmarin Wirkungen

Rosmarin

Rosmarin wird während der Vegetationsperiode von Mai bis August laufend geerntet. Die Wirkstoffe, die seine Blätter enthalten, sind hauptsächlich ätherische Öle, wie zum Beispiel Kampfer oder Limonen, sowie Flavonoide, Gerbstoffe und weitere wertvolle Substanzen. Ein Aufguss aus Rosmarinblättern (frisch oder getrocknet) in Form von Tee stärkt die Nerven, das Gedächtnis, erleichtert die Konzentration und erhöht leicht den Blutdruck. Und genauso wie in Speisen hilft er auch bei Blähungen, unterstützt die normale Verdauung, die Leberfunktion und die Gallesekretion. Er wirkt auch als natürliches Antioxidans und stärkt somit die natürliche Abwehrkraft des Organismus. Schwangeren Frauen und Kindern wird er jedoch nicht empfohlen. Äußerlich dient er als stärkende Haarspülung. Er reinigt die Haut, wirkt gegen Ekzeme und stärkt den Blutkreislauf. Ein Bad hilft zudem bei Rücken-, Wirbelsäulen- und Muskelverspannungen.

Düngung von Kräutern und Gewürzen