Estragon (Artemisia dracunculus): Küchenkraut und Gewürz
Kraut und Gewürz: pflanzen, düngen, in der Küche verwenden und Estragon-Tee
Estragon: Kraut und Gewürz
(Artemisia dracunculus)
Estragon (englisch tarragon) ist eine aromatische Pflanze und ein Gewürz zum Würzen von Speisen. Sein botanischer Name lautet Artemisia dracunculus. Estragon schmeckt fein und leicht süßlich mit einem Hauch Anis und ist eine beliebte Zutat der französischen Küche — vor allem in Soßen, Salaten, Marinaden und für Estragonessig.
Estragon hat auch heilende Eigenschaften: Traditionell wird er bei Verdauungsbeschwerden und Menstruationsschmerzen eingesetzt, gelegentlich auch als mildes Beruhigungsmittel.
Estragon auf einen Blick
- Botanisch: Artemisia dracunculus, Gattung Beifuß, Familie der Korbblütler
- Englisch: tarragon
- Geschmack: fein, leicht süßlich, mit einem Hauch Anis – sparsam verwenden
- Standort: sonnig, gut durchlässiger Boden
- Gießen: mäßig – verträgt weder Staunässe noch völliges Austrocknen
- Vermehrung: über Samen, einfacher durch Stecklinge im Frühjahr
- Staude: ja, im Winter aber die Wurzeln abdecken oder die Pflanze hereinholen
Estragon in der Gattung Beifuß
Estragon gehört zur Gattung Beifuß und trägt den botanischen Namen Artemisia dracunculus. Er zählt zur Familie der Korbblütler — wie alle übrigen Beifußarten: Wermut, Gemeiner Beifuß und Eberraute. Alle Arten der Gattung haben Heilwirkung, als Gewürz wird jedoch nur Estragon verwendet.
Estragon als Gewürz: wofür er sich eignet

Als Gewürz wird Estragon überwiegend getrocknet verwendet, frische Blätter gehen aber genauso. Hier einige Möglichkeiten, wie Sie Estragon einsetzen können:
Soßen und Marinaden: Estragon ist eine beliebte Zutat französischer Soßen und Marinaden, denen er eine feine Note gibt.
Salate: Estragon lässt sich in Gemüse- oder Obstsalate geben und hebt Geschmack und Aroma hervor.
Eierspeisen: Estragon würzt Eiergerichte wie zum Beispiel Omeletts.
Fisch und Geflügel: Estragon passt gut zu Fisch und Geflügel und verleiht ihnen eine feine Note.
Anderes Fleisch: Estragon hebt auch den Geschmack von Rind und Schwein und lässt sich gut mit Rosmarin und Thymian kombinieren.
Gemüse: Mit Estragon lässt sich Gemüse würzen, etwa Kartoffeln, Möhren oder Bohnen.
Beim Würzen sollte man nicht vergessen, dass Estragon recht kräftig schmeckt — deshalb sparsam dosieren, damit er das Gericht nicht dominiert.
Estragon pflanzen und pflegen: Standort, Gießen, Schnitt und Überwintern
Estragon ist im Anbau recht anspruchslos, braucht aber einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden. Die folgenden Tipps helfen beim Kultivieren:
Pflanzung: Am besten pflanzt man Estragon im Frühjahr oder Herbst. Wählen Sie einen sonnigen Platz im Garten oder setzen Sie ihn in einen Kübel auf die Terrasse. Der Boden sollte gut entwässert und durchlässig sein.
Gießen: Estragon braucht mäßige Wassergaben. Bei zu viel Wasser neigt er zu Wurzelfäule, bei zu wenig welkt er schnell.
Schnitt: Ein Rückschnitt bringt mehr Blattmasse. Am besten schneidet man im Frühjahr, wenn die Pflanze austreibt. Nach der Ernte lassen sich frische Blätter im Kühlschrank aufbewahren oder für später trocknen.
Vermehrung: Estragon lässt sich über Samen vermehren, deutlich einfacher sind aber Stecklinge von der Mutterpflanze. Sie werden am besten im Frühjahr geschnitten und in feuchten Sand gesteckt. Den Sand feucht halten, bis die Pflanze bewurzelt ist.
Überwintern: Estragon ist eine Staude, reagiert im Winter aber empfindlich auf Frost. Im Freiland deckt man ihn mit Torf oder anderem Mulch ab, vor allem im Wurzelbereich. Kübelpflanzen holt man besser herein und überwintert sie kühl, aber frostfrei.
Eigenes Estragon-Saatgut finden Sie in unserem Shop. Den Anbau weiterer Küchenkräuter beschreiben wir in den Artikeln Basilikum, Schnittlauch, Majoran, Bohnenkraut, Koriander und Dill; einen Überblick gibt der Artikel Kräuter.
Estragon düngen
Estragon leidet selten unter Nährstoffmangel, einmal im Jahr kann man ihn aber mit einem ausgewogenen Dünger versorgen. Ideal sind Kompost oder ein natürlicher organischer Dünger wie DÜNGEE: Er liefert die nötigen Nährstoffe, ohne die Pflanze zu verbrennen.
DÜNGEE streut man einfach in dünner Schicht rund um den Horst oder setzt daraus einen Auszug für Gießwasser und Blattspritzung an. Wie man einen Dünger für den ganzen Garten auswählt, behandelt der Artikel Universaldünger. Das Vorgehen für den ganzen Kräutergarten steht im Artikel Kräuter düngen.
Estragon in der Küche verwenden
Estragon ist ein großartiges Kraut, das sich in vielen verschiedenen Gerichten einsetzen lässt.
In Soßen: Estragon gehört zu Klassikern wie Sauce béarnaise, hollandaise oder Remoulade und gibt ihnen eine feine, leicht süßliche Note.
In Salaten: Estragon passt in viele Salate — etwa in Bohnensalat, Salate mit Hähnchen oder mit Mozzarella.
Zu gebratenem Fisch und Geflügel: Estragon eignet sich hervorragend für Fisch und Geflügel aus dem Ofen — als Füllung für Fisch- oder Hähnchenbrust oder als Würze beim Braten von Fisch und Hähnchenflügeln.
Zu Salzkartoffeln: Estragon hebt den Geschmack gekochter Kartoffeln. Es genügt, gehackte Blätter ins Kochwasser zu geben.
In Suppen: Estragon passt in viele Suppen, etwa Hühner- oder Gemüsesuppe, und gibt ihnen ein charakteristisches Aroma.
Estragon lässt sich frisch oder getrocknet verwenden. Frische Blätter eignen sich am besten für Salate und andere rohe Speisen, während getrockneter Estragon in gekochten Gerichten wie Suppen oder Soßen zum Zug kommt. Denken Sie daran: Estragon schmeckt kräftig, also sparsam dosieren und nach Geschmack nachwürzen.
Estragon-Tee

Estragon-Tee ist schnell und einfach zubereitet. So geht es:
Am besten nimmt man frische Estragonblätter, die zart und grün sind. Ist kein frischer Estragon da, geht auch getrockneter. Bringen Sie einen Topf mit klarem Wasser zum Kochen. Geben Sie die gehackten Blätter hinein, sobald das Wasser kocht — etwa 1 Esslöffel frischen oder 1 Teelöffel getrockneten Estragon pro Tasse Wasser. Lassen Sie die Blätter 3-5 Minuten kochen, bis sich der Tee grünlich färbt. Anschließend durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch in die Tasse abseihen, damit die Blätter zurückbleiben. Wer mag, süßt den Tee mit Honig, Zucker oder einem anderen Süßungsmittel.
Estragon-Tee schmeckt leicht süßlich und aromatisch. Er lässt sich warm wie kalt trinken und gilt als wohltuend für den Magen-Darm-Trakt, bei Entzündungen und für die Verdauung.
Kräuter und Gewürze düngen
- In dünner Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- DÜNGEE als Auszug ansetzen und damit rund um die Pflanzen gießen oder die Pflanzen damit besprühen.
Häufige Fragen zu Estragon
Was ist Estragon und wie schmeckt er?
Estragon (englisch tarragon, botanisch Artemisia dracunculus) ist ein aromatisches Küchenkraut und Gewürz aus der Familie der Korbblütler und gehört zur Gattung Beifuß. Er schmeckt fein und leicht süßlich mit einem Hauch Anis. Weil das Aroma recht kräftig ist, dosiert man ihn sparsam, damit er die übrigen Zutaten nicht überdeckt.
Wofür eignet sich Estragon?
Estragon ist ein Klassiker der französischen Küche – er gehört in Sauce béarnaise, hollandaise und Remoulade, in Marinaden und in Estragonessig. Ausgezeichnet passt er zu Eierspeisen, Fisch und Geflügel, zu Rind- und Schweinefleisch (zusammen mit Rosmarin und Thymian), in Gemüse- und Bohnensalate, in Suppen und zu Salzkartoffeln.
Wie pflanzt man Estragon?
Pflanzen Sie Estragon im Frühjahr oder Herbst an einen sonnigen Platz in gut entwässerten, durchlässigen Boden – ein Balkonkasten auf der Terrasse genügt ebenfalls. Gießen Sie mäßig: Bei Staunässe faulen die Wurzeln, bei Trockenheit welkt die Pflanze rasch. Geschnitten wird im Frühjahr zum Austrieb, das bringt mehr Blattmasse. Vermehrt wird über Samen, einfacher jedoch über Frühjahrsstecklinge in feuchtem Sand.
Wie überwintert man Estragon?
Estragon ist eine Staude, reagiert im Winter aber empfindlich auf Frost. Pflanzen im Freiland deckt man mit Torf oder anderem Mulch ab, vor allem im Wurzelbereich. Kübelpflanzen holt man besser herein und überwintert sie kühl, aber frostfrei.
Womit düngt man Estragon?
Estragon leidet selten unter Nährstoffmangel, einmal jährlich genügt eine Gabe ausgewogenen Düngers. Ideal sind Kompost oder ein natürlicher organischer Dünger, der Nährstoffe liefert, ohne die Wurzeln zu verbrennen. DÜNGEE streuen Sie in dünner Schicht rund um die Pflanzen oder setzen daraus einen Auszug für Gießwasser und Blattspritzung an.
Wie bereitet man Estragon-Tee zu?
Pro Tasse Wasser nimmt man etwa 1 Esslöffel frischen oder 1 Teelöffel getrockneten Estragon. Wasser aufkochen, die gehackten Blätter zugeben und 3–5 Minuten kochen, bis sich der Tee grünlich färbt. Danach durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch abseihen. Süßen kann man mit Honig, Zucker oder einem anderen Süßungsmittel; der Tee schmeckt warm wie kalt.
