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Majoran

Anbau, Ernte, Trocknen und Verwendung in Küche und Heilkunde

Gartenmajoran – Kraut und Gewürz zugleich (Origanum majorana)

Getrockneter Gartenmajoran als Gewürz in einer Schale

(Origanum majorana)

Majoran, mit vollem Namen Gartenmajoran, ist ein Kraut aus der Familie der Lippenblütler.

In der Natur wächst er als ausdauernde Staude und Halbstrauch, im Garten kultivieren wir ihn meist als einjähriges Kraut.

Majoran stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit Jahrtausenden in der Küche und in der Heilkunde verwendet. In der Küche kommt Majoran häufig als Gewürz in Suppen, Soßen, Fleischgerichte und Salate.

Als Heilkraut hat Majoran eine besondere Wirkung, er wird vor allem bei Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Menstruationskrämpfen eingesetzt. Er lässt sich auch als Mundwasser zur Desinfektion der Mundhöhle verwenden.

Wissenswertes

In der traditionellen mitteleuropäischen Küche war Majoran seit jeher eine unverzichtbare Zutat für Wurstwaren aus der Hausschlachtung (Leberwurst, Blutwurst, Grützwurst), für Kuttelsuppe, Kartoffelsuppe und Kartoffelpuffer. Wegen seiner wohltuenden Wirkung auf die Verdauung kommt er in Hülsenfruchtgerichte (Erbsen, Linsen, Bohnen, Kichererbsen), an Kohl oder auch in deftige Speisen.

Majoran anbauen: Aussaat, Gießen und Überwintern

Der Anbau von Majoran ist verhältnismäßig einfach und pflegeleicht. Majoran bevorzugt einen sonnigen Standort, verträgt aber auch Halbschatten. Wenn Sie ihn im Topf kultivieren, achten Sie darauf, dass er genügend Platz für die Wurzeln hat. Majoran liebt einen gut durchlässigen Boden und stellt keine großen Ansprüche an Nährstoffe.

Majoran aussäen und pflanzen

Majoran wird im Mai oder Juni gepflanzt, an einen sonnigen Standort und in gut durchlässigen Boden. Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, den Boden mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger anzureichern.

Gießen, Schnitt und Düngen von Majoran

Beim Anbau von Majoran ist regelmäßiges Gießen wichtig, ebenso aber, dass der Boden nicht zu nass wird. Majoran braucht außerdem das fortlaufende Entfernen verblühter Blüten, damit die weitere Blüte angeregt wird. Während des Wachstums empfiehlt es sich, alle zwei Wochen mit Kräuterdünger oder Kompost zu düngen.

Wenn Sie möchten, dass Ihr Majoran kräftig und gesund bleibt, können Sie ihn regelmäßig zurückschneiden. Das fördert nämlich nicht nur sein Wachstum, sondern liefert Ihnen zugleich frisches Kraut für die Küche.

Majoran als Staude: Überwintern im Topf

Im Winter können Sie den Majoran in einen Topf umsetzen und an einen geschützten Platz stellen, damit er vor Frost geschützt ist. So gelingt es Ihnen, das Kraut mehrjährig zu kultivieren.

Majoran in Küche und Heilkunde: Wirkung, Trocknen und Rezepte

Wann Majoran ernten und wie trocknen

Leichter Gemüsesalat mit frischem Majoran, Tomaten, Paprika und Gurke

Wenn Sie Ihre eigene Majoranernte haben, können Sie sie trocknen und aufbewahren, um sie später zu verwenden. Majoran lässt sich in Kombination mit weiteren Kräutern verwenden, etwa mit Thymian, Rosmarin oder Oregano, sodass Sie sich die perfekte Gewürzmischung für Ihre Lieblingsgerichte zusammenstellen.

Majoranbutter als Hausmittel für Säuglinge – diese Butter hilft auch kleinen Säuglingen bei Schnupfen und festsitzendem Schleim. Man lässt die Butter weich werden und rührt fein zerriebenes Majorankraut ein. Gründlich verrühren und von hinten auf den Nacken des Säuglings auftragen, um den Schleim zu lösen.

Leichter Gemüsesalat mit frischem Majoran – beliebte Gemüsesorten (Tomate, Paprika, Gurken) mischen, Salz, Pfeffer, Olivenöl und ein paar Tropfen Zitrone dazugeben. Das Ganze mit frischen Majoranblättchen verfeinern.

Kräuter und Gewürze düngen: welcher Dünger für Kräuter

Kräutern im Topf wie im Beet genügt eine maßvolle, aber regelmäßige Düngung — überdüngter Majoran wächst üppig, verliert dabei jedoch sein Aroma. Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Artikel Kräuter düngen, eine Übersicht der Dosierung dann in der Übersicht des universellen organischen Düngers.