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Rosmarin

Rosmarin (Rosmarinus officinalis): pflanzen, schneiden, vermehren, überwintern und düngen — im Garten und im Topf

Rosmarin — das Kraut zum Fleisch

Rosmarinzweig mit nadelförmigen grünen Blättern

(Rosmarinus officinalis)

Rosmarin ist eine aromatische Pflanze, die aus dem Mittelmeerraum stammt und sowohl wegen ihres Geschmacks in der Küche als auch wegen ihrer Heilwirkung beliebt ist. Es gibt mehrere Rosmarinarten, am häufigsten werden jedoch zwei verwendet: der Echte Rosmarin und der Kriechende Rosmarin.

Der Echte Rosmarin (Rosmarinus officinalis) hat nadelförmige, grüne Blätter und wird am häufigsten in der Küche verwendet.

Der Kriechende Rosmarin (Rosmarinus officinalis ‚Prostratus‘) wächst breit und überhängend und ist nicht so aromatisch wie der Echte Rosmarin. Sie können ihn in der Küche verwenden, als Bonsai ziehen oder als Strauch im Freien an einem geschützten Platz pflanzen.

Rosmarin-Arten und -Sorten

Es gibt mehr als 20 Rosmarinarten, am häufigsten wird aber — wie oben bereits erwähnt — die Art Rosmarinus officinaliskultiviert. Diese Art hat viele Sorten mit unterschiedlichen Blüten- und Blattfarben. Zu den beliebten Sorten gehören zum Beispiel ‚Prostratus‘ (kriechender Rosmarin), ‚Arp‘ (winterharter Rosmarin) und ‚Tuscan Blue‘ (Sorte mit dunkelblauen Blüten).

Rosmarin — Wirkung und Nebenwirkungen

Rosmarin hat viele heilsame Wirkungen, darunter die Förderung der Verdauung und die Verbesserung des Gedächtnisses. Einige Wirkungen sind jedoch unerwünscht: Eine hohe Konzentration von Rosmarinöl kann etwa Übelkeit und Erbrechen auslösen. Rosmarin sollte außerdem in der Schwangerschaft vorsichtigverwendet werden, weil er die Gebärmutter stimulieren kann.

Rosmarin pflanzen und pflegen

Beim Anbau von Rosmarin ist es wichtig, ihm einen gut durchlässigen Boden und einen sonnigen Standort zu bieten, damit die Bedingungen denen im Mittelmeerraum ähneln. Rosmarin lässt sich auch in der Wohnung kultivieren, besser ist jedoch ein sonniges Fenster oder ein Balkon.

Das Pflanzen in den Garten gelingt am besten im Frühjahr, ist aber während der gesamten Vegetationsperiode möglich, bis zu den ersten Frösten.

Rosmarin vermehren — durch Stecklinge und Absenker

Rosmarin können Sie entweder über Stecklingeoder über Absenker vermehren. Stecklinge schneiden Sie im Sommer oder im Herbst, das Absenken gelingt am besten im Sommer. Stecklinge wurzeln am zuverlässigsten in Sand, der gleichmäßig feucht gehalten wird. Zum Absenken legen Sie das Ende eines Triebes auf den Boden und bedecken es mit Erde. Nach der Bewurzelung können Sie den Trieb abtrennen und in einen eigenen Topf oder in den Garten pflanzen.

Rosmarin schneiden — wann und wie

Rosmarin können Sie im Frühjahr schneiden, damit er buschiger wird. Entfernen Sie dabei alle trockenen und erfrorenen Triebe und kürzen Sie die ganze Pflanze auf 2/3 ihrer Größe ein.

Während der Vegetationsperiode schneiden Sie Rosmarin nach Bedarf — vor allem für die Küche.

Vor dem Winter schneiden Sie Rosmarin lieber nicht, damit er genug Kraft hat, die Fröste zu überstehen. Außerdem könnten über die Schnittwunden Infektionen eindringen, die die Pflanze schwächen.

Rosmarin im Topf — Kultur in der Wohnung

Rosmarin können Sie auch in der Wohnung ziehen. Für eine erfolgreiche Kultur im Zimmer sind ausreichend Licht, Wasser und ein hochwertiges Substrat entscheidend.

Rosmarin braucht viel Licht, stellen Sie ihn also an einen sonnigen Platz oder nutzen Sie eine künstliche Beleuchtung. Wenn Sie nicht genug Sonnenlicht haben, können Sie eine spezielle Pflanzenlampe einsetzen.

Das Substrat für Rosmarin muss gut durchlässig sein. Gießen Sie die Pflanze regelmäßig, lassen Sie den Boden zwischen den Wassergaben aber abtrocknen.

Rosmarin lässt sich auch als Strauch oder als Bonsai ziehen. Bei dieser Kulturform ist es wichtig, die Pflanze regelmäßig zu schneiden, damit sie ihre Form behält und schön dicht wird. Entfernen Sie beim Schnitt alle trockenen und beschädigten Triebe.

Rosmarin in der Wohnung zu ziehen ist eine angenehme Art, immer frische aromatische Kräuterzur Hand zu haben, die Sie beim Kochen oder zum Beduften des Raumes verwenden können.

Rosmarin in der Küche verwenden

Selbst angesetztes Rosmarinöl in einer Glasflasche mit einem Rosmarinzweig

Wegen seines kräftigen Duftes und seines Geschmacks wird Rosmarin in der Küche gern als Gewürz und aromatisches Kraut verwendet. Vor allem in Kombination mit Salbei ergibt er eine beliebte Mischung zum Würzen von Fleischgerichten.

Rosmarin, Thymian und Estragon sind ebenfalls eine hervorragende Kräuterkombination zu Braten und Gegrilltem. Mit einem Rosmarinzweig können Sie die Gerichte anschließend garnieren.

Rosmarinöl stellen Sie ganz einfach her: Lassen Sie ein paar Rosmarinzweige mindestens 3 Wochen in Olivenöl ziehen. Nehmen Sie die Zweige danach heraus oder lassen Sie sie zur Zierde darin. Das Rosmarinöl verwenden Sie zum Abschmecken von Salaten und Aufstrichen, es eignet sich aber auch zur äußerlichen Anwendung — etwa für Massagen.

Kräuter und Gewürzpflanzen düngen

Rosmarin ist ein anspruchsloses mediterranes Kraut, dem ein durchlässiger Boden und Nährstoffe in kleinen Gaben genügen. DÜNGEE lässt sich bei Kräutern auf zwei Arten anwenden:

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Eine ausführliche Dosieranleitung finden Sie beim Universaldünger, das konkrete Vorgehen für Gewürz- und Aromapflanzen dann im Artikel Kräuterdüngung.

Häufige Fragen: Rosmarin

Wann schneidet man Rosmarin?

Der Hauptschnitt gehört ins Frühjahr — trockene und erfrorene Triebe werden entfernt und die ganze Pflanze wird auf 2/3 ihrer Größe eingekürzt, damit sie buschiger wird. Während der Vegetationsperiode schneidet man nach Bedarf, vor allem für die Küche. Vor dem Winter schneiden Sie Rosmarin lieber nicht, damit er genug Kraft hat, die Fröste zu überstehen; über die Schnittwunden könnten zudem Infektionen eindringen, die die Pflanze schwächen.

Wie vermehrt man Rosmarin?

Entweder über Stecklingeoder über Absenker. Stecklinge werden im Sommer oder Herbst geschnitten und wurzeln am besten in Sand, der feucht gehalten wird. Das Absenken erfolgt im Sommer: Das Ende eines Triebes wird auf den Boden gelegt und mit Erde bedeckt. Nach der Bewurzelung wird der Trieb abgetrennt und in einen eigenen Topf oder ins Beet gepflanzt.

Wie zieht man Rosmarin im Topf?

Rosmarin im Topf braucht vor allem viel Licht — ein sonniges Fenster, einen Balkon oder gegebenenfalls eine Pflanzenlampe. Das Substrat muss gut durchlässig sein. Gießen Sie regelmäßig, lassen Sie den Boden zwischen den Wassergaben aber abtrocknen. Durch einen regelmäßigen Schnitt behält die Pflanze ihre Form und wird schön dicht.

Womit düngt man Rosmarin und andere Kräuter?

DÜNGEE streuen Sie bei Kräutern entweder in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen aus, oder Sie setzen ihn als Auszug an und gießen damit rund um die Pflanzen beziehungsweise besprühen die Pflanzen damit. Dosierung und Häufigkeit finden Sie beim Universaldünger.

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