Bohnen (Phaseolus): anbauen, Bohnensorten und Rezepte
Wann Bohnen pflanzen, wie man sie erntet, Mungbohnen und bewährte Rezepte
Bohne: wann säen und ernten
Säen Sie Buschbohnen in erwärmten Boden; mit gestaffelten Aussaaten verlängern Sie die Ernte.
Säen Sie Stangenbohnen an vorbereitete Stützen in erwärmten Boden.
Ernten Sie die Hülsen jung, bevor sich die Samen darin abzeichnen.
Ernten Sie die Hülsen der Stangenbohnen laufend, solange sie jung und zart sind.
Durch Forschung belegte gute Nachbarn: Mais
Traditionell empfohlen als Nachbarn: Tomate, Sellerie, Radieschen, Salat, Mangold, Gurke, Kohlrabi, Kohl und Kohlgemüse, Kartoffeln, Erdbeere, Kürbis, Spinat, Zucchini, Bohnenkraut, Petersilie
Traditionell nicht empfohlen neben: Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Fenchel
Bohnen – was wir über sie wissen: Inhaltsstoffe, Eiweiß und warum Bohnen roh giftig sind
(Phaseolus)
Die Bohne ist eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Es sind rankende Kräuter, die weiß, gelb oder scharlachrot blühen. Bei uns werden vor allem die Gartenbohne und die Feuerbohne angebaut, aus denen zahlreiche Zuchtsorten hervorgegangen sind.
Bohnen enthalten allgemein viele gesundheitsfördernde Stoffe – die Vitamine A und B, viele Ballaststoffe, Kohlenhydrate und wenig Fett. Aber Achtung: rohe Bohnen sind giftig – sie enthalten vor allem Lektine und einige Arten auch cyanogene Glykoside. Diese Stoffe können Vergiftungen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen. Durch das Kochen (Erhitzen) werden alle giftigen Stoffe jedoch unschädlich gemacht.
TIPP: Manche fürchten auch die blähende Wirkung von Bohnen oder Hülsenfrüchten allgemein. Dem lässt sich vorbeugen: 1. die Bohnen über Nacht einweichen und das Wasser abgießen, 2. beim Kochen den Schaum abschöpfen, 3. Kräuter zugeben, zum Beispiel Kümmel, Lorbeerblatt, Majoran oder Bohnenkraut.
Wissenswert: die Feuerbohne als Zierpflanze

Die Feuerbohne können Sie als rankende Zierpflanze ziehen. Sie klettert zum Beispiel sehr gut an einer Pergola empor und Sie haben doppelten Nutzen – Schatten für die Pergola und Bohnensamen.
Samen der rankenden Feuerbohne finden Sie auch in unserem Sortiment — Feuerbohne – rankend.
Geschichte des Bohnenanbaus

Die Bohne stammt aus den tropischen Teilen Nord- und Südamerikas – sie gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt, die ältesten Funde in Mexiko sind über 7000 Jahre alt, mit der Zeit der Kolonisatoren gelangte sie jedoch fast in die ganze Welt.
Nach Europa kam die Bohne im 16. Jahrhundert und hundert Jahre später wurde sie bereits recht verbreitet angebaut. Das liegt auch daran, dass nicht nur die Samen selbst gegessen werden, sondern dass sich die Samen zu Mehl mahlen lassen (bei Getreidemissernten war das besonders wichtig) und dass sich außerdem die grünen Hülsen unreifer Bohnen erhitzen lassen (grüne Bohnen).
Bohnensorten: Gartenbohne, Buschbohnen und Stangenbohnen

Nach der botanischen Einteilung sind dies die häufigsten Bohnenarten:
Gartenbohne – die häufigste Bohnenart, sie wird weltweit angebaut; Sie erkennen sie an den weißen oder andersfarbigen Blüten und den braunen Samen. Die jungen, unreifen Hülsen sind essbar, aber immer nur erhitzt.
Feuerbohne – eine rankende Liane, die rot blüht. Sie wird als Zierpflanze verwendet, aber auch für Samen und Hülsen.
Buschbohnen – Buschbohnen sind durch Züchtung aus der Gartenbohne hervorgegangen. Sie wachsen als niedrige Büsche, die nicht ranken und daher keine Rankhilfe brauchen. Sie können sie im Garten oder in Gefäßen ziehen. Angebaut werden Buschbohnen vor allem wegen der Hülsen, denn diese haben keine zähen Fäden und lassen sich gut zubereiten.
Stangenbohnen – Stangenbohnen sind alle übrigen rankenden Bohnen, die Sie in den folgenden Sorten kaufen können. Sie werden eher für die Samen angebaut, manche haben aber auch schmackhafte Hülsen, und ihren Rankwuchs können Sie als Sichtschutz, Beschattung und Ähnliches nutzen. Ihrem Namen entsprechend brauchen sie eine Rankhilfe – das muss nicht unbedingt eine Stange sein, es geht auch eine Wand, ein Zaun, eine Pergola oder ein Drahtgeflecht…
Bohnensorten im Überblick
BONA – Buschbohne, grünhülsige Sorte mit 84 Tagen Vegetationszeit, Hülsen 12 bis 14 cm, sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten.
MARIKA – Buschbohne, grünhülsige Sorte mit 82 Tagen Vegetationszeit, die Hülsen sind 12 bis 15 cm lang, ertragreiche Sorte, die Hülsen lassen sich einkochen.
LUNA – Buschbohne, gelbhülsige Sorte mit 85 Tagen Vegetationszeit, die Hülsen sind 12 bis 15 cm lang, sehr hohe Hülsenqualität.
BELMONTE – Stangenbohne, grünhülsige Sorte, die Hülsen werden 23 cm lang und sind fadenlos, also gut als grüne Bohnen geeignet.
GOLDMARIE – Stangenbohne, gelbhülsige Sorte mit schönen goldgelben Hülsen, daher auch als Zierpflanze geeignet, die Hülsen werden bis 20 cm lang, die Vegetationszeit liegt bei etwa 80 Tagen.
Bohnen pflanzen: wann Bohnen säen, Rankhilfe und Pflege
Der Bohnenanbau stellt unterschiedliche Ansprüche, vor allem je nachdem, welche Bohnen Sie wählen. Stangenbohnen brauchen eine Rankhilfe, Buschbohnen nicht. Stangenbohnen lassen sich auch im Gewächshaus ziehen.
Bohnen säen und pflanzen
Bohnen säen wir immer in Horste, also 4 bis 6 Samen in ein Pflanzloch, etwa 3 cm tief. Die Horste sollten bei Buschbohnen 40 cm und bei Stangenbohnen 80 cm Abstand haben. Geeignet ist ein mäßig kalkhaltiger, humoser, lehmiger Boden. Günstig ist ein wärmerer Standort. Ein frisch mit Stallmist gedüngtes Beet bekommt Bohnen nicht: In stickstoffreichem Boden binden die Knöllchenbakterien kaum Stickstoff, und die Bohnen wachsen vor allem ins Laub. Besser gedeihen sie auf einem Beet, das ein Jahr vorher gedüngt wurde.
Der Aussaatzeitpunkt im Freiland muss unbedingt nach den Eisheiligen liegen (nach dem 15. Mai), denn Bohnen keimen nur in warmem, durchwärmtem Boden. Sie können der Keimung nachhelfen, indem Sie ein Vlies über das eingesäte Beet spannen.
Stangenbohnen brauchen eine windgeschützte Lage und eine Rankhilfe – Stangen oder eine andere Kletterhilfe sollten Sie schon vor der Aussaat bzw. Pflanzung im Beet anbringen. Schlagen Sie die Stangen dabei etwa 40 cm tief ein, denn Bohnen werden wirklich hoch und könnten die Rankhilfe sonst umbrechen.
TIPP: Setzen Sie Bohnen, vor allem die rankenden, so, dass Sie keinen Schatten auf Pflanzen werfen, die das nicht brauchen. Umgekehrt können diese Bohnen ein guter „Windschutz“ für Gurken sein.
Zwischen Stangenbohnen können Sie, wenn Sie die Fläche nutzen wollen, Kohlrabi oder Kopfsalat säen bzw. pflanzen.
Bohnen pflegen
Während des Wachstums brauchen Bohnen vor allem Wasser, und das gilt besonders, sobald sie Blüten ansetzen. Düngen Sie sparsam, denn einen Teil des Stickstoffs besorgen sich Bohnen selbst – siehe den Abschnitt zur Düngung weiter unten.
Bohnen ernten
Bohnen ernten wir laufend, auch danach, ob wir die Hülsen oder die Samen verwenden wollen. Die endgültige Ernte sollte im September erfolgen, denn in kalten Nächten wachsen die Hülsen nicht mehr. Wir empfehlen dringend, die Bohnen so zu ernten, dass Sie die Pflanzen dicht über dem Boden abschneiden und nicht herausreißen, damit Sie die Wurzeln, die dem Boden Stickstoff liefern, einarbeiten können.
Die Hülsen lassen sich trocknen, indem Sie die ganzen Pflanzen (ohne Wurzeln) an einem geschützten Ort aufhängen und trocknen lassen. Danach palen Sie die Hülsen aus und bewahren die Samen für den Winterbedarf auf. Die besten können Sie für die Aussaat im nächsten Jahr behalten
Ansprüche der Bohnen und Folgesaat von Buschbohnen
Bohnen sind wärmeliebend. Am besten wachsen sie bei 20–30 °C, um 0 °C sterben sie ab. Grüne Bohnen mögen feuchtere Luft, in trockenen und heißen Sommern bringen sie niedrige Erträge. Bohnen für Trockenkörner brauchen dagegen am Sommerende wärmeres und trockeneres Wetter, damit die Hülsen ausreifen.
- Boden: mittelschwer bis leichter, mit Humus- und Feuchtigkeitsvorrat. Schwere und vernässte Böden vertragen sie nicht. Im Halbschatten wachsen sie auch, bringen aber weniger Hülsen.
- Einordnung: in die zweite oder dritte Tracht, auf ein Beet ohne Stallmist. Eine kleine Stickstoffgabe zu Beginn hilft, bis sich an den Wurzeln Knöllchen gebildet haben.
- Folgesaat: Buschbohnen lassen sich von Mitte Mai bis Mitte Juli säen, jeweils im Abstand von 2–4 Wochen. Grüne Bohnen ernten Sie dann den ganzen Sommer.
- Aussaat in Reihen: Reihen 40–50 cm voneinander, Rillen 3–5 cm tief, Samen 4–5 cm voneinander. Stärker wachsende Sorten werden in Horste 40 × 40 cm gesät, zu je fünf Samen.
- Knöllchenbakterien: Auf ein Beet, auf dem noch keine Bohnen wuchsen, mischen Sie etwas Erde von einem früheren Bohnenbeet in die Reihen oder verwenden ein Impfmittel für Hülsenfrüchte.
- Pflege: hacken und dabei Erde an die Pflanzen anhäufeln.
Grüne Hülsen ernten Sie nach und nach, jung und glatt. Für Trockenkörner eignen sich nur frühe Aussaaten. In kühleren Lagen lassen sich Buschbohnen unter Folie oder in einem kalten Frühbeet ziehen, dessen Fenster im Sommer abgenommen werden.
Die Termine gelten für mittlere Lagen. In warmen Gegenden können Sie 1–2 Wochen früher beginnen, im Gebirge später.
Stangenbohnen: Stangen, Abstand und Aussaat
Stangenbohnen haben eine längere Vegetationszeit und werden nur in der zweiten Maihälfte gesät. Sie brauchen etwa 2,5 m hohe, tief eingeschlagene Stangen oder ein Gerüst. Wegen des Windes werden die Stangen oben zu Pyramiden oder zu einem Dach zusammengebunden.
- Stangenreihen 80 cm voneinander, in der Reihe Stangen alle 60 cm.
- An die Außenseite jeder Stange säen Sie 5–7 Samen.
- Wenn die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind, häufeln Sie Erde an, damit sie die Stangen leichter fassen. Zu Beginn geben Sie eine kleine Stickstoffgabe.
- Für Saatgut lassen Sie die zuerst gebildeten Hülsen ausreifen. Die übrigen ernten Sie grün.
Krankheiten und Schädlinge der Bohnen
- Brennfleckenkrankheit (Anthraknose) breitet sich bei Feuchtigkeit und Kälte aus. Auf Hülsen, Blättern und Stängeln verursacht sie braune, dunkel umrandete Flecken und wird mit dem Saatgut übertragen. Säen Sie gesundes Saatgut, wählen Sie in feuchteren Lagen einen weiteren Abstand und entfernen Sie befallene Pflanzen nach der Ernte vom Beet.
- Speisebohnenkäfer erkennen Sie an durchscheinenden Stellen an den Samen. Behandeln Sie die Samen gleich nach der Ernte mit Wärme oder Kälte.
- Spinnmilben saugen an der Blattunterseite, die Blätter werden gelb. Sie schaden vor allem bei Trockenheit und Hitze, deshalb hilft richtiges Gießen.
- Viruskrankheiten zeigen sich durch hellgrüne Flecken, Kräuselung und Verformung der Blätter. Säen Sie gesundes Saatgut und entfernen Sie kranke Pflanzen. Viren übertragen auch Blattläuse.
Stangenbohnen im Gewächshaus
Im Gewächshaus baut man Bohnen vor allem wegen früherer und späterer grüner Hülsen an. Geeignet ist der rankende Typ (Stangenbohne), der die Höhe des Gewächshauses ausnutzt. Rechnen Sie damit, dass die Bohne das Beet lange belegt und für die Folgekultur weniger Platz bleibt. Dem Boden tut sie aber gut.
| Was | Im Gewächshaus |
|---|---|
| Aussaat | März bis April |
| Aussaat als Folgekultur | Juli bis August, Hülsen bis Weihnachten |
| Optimale Temperatur | 20–25 °C |
| Mindesttemperatur | nicht unter 10 °C fallen lassen |
| Lüften | immer über 30 °C |
| Rankhilfe | Schnüre an einem Draht in etwa 2 m Höhe |
Rankhilfe. Spannen Sie über der Reihe einen waagerechten Draht in etwa 2 m Höhe und lassen Sie zu jeder Pflanze eine Schnur herab, an der sich die Bohne hochwindet. Wenn die Spitzen den Draht erreicht haben, kappen Sie sie, damit die Pflanzen nicht unter dem Gewächshausdach wuchern.
Späte Aussaat. Eine Sommeraussaat im Juli und August liefert noch im Dezember Hülsen. Bedenken Sie aber, dass die Temperatur im Gewächshaus nicht unter 10 °C sinken darf, im Winter muss also geheizt werden.
Gießen. Gießen Sie an die Wurzeln, nicht über die Blätter, und nicht zu oft. In dauernd nassem Boden faulen die Wurzelhälse.
Krankheiten. Die Brennfleckenkrankheit der Bohne (runde braune Flecken auf Blättern und Hülsen) wird über das Saatgut übertragen. Säen Sie deshalb gesundes, gebeiztes Saatgut und behalten Sie keine Samen von befallenen Pflanzen für das nächste Jahr. Viruskrankheiten werden von Blattläusen übertragen.
Ebenso lassen sich im Gewächshaus auch Dicke Bohnen und die Spargelbohne mit sehr langen Hülsen (Vigna unguiculata ssp. sesquipedalis) ziehen. Die Termine für weiteres Gemüse finden Sie im Gewächshauskalender.
Mungbohnen: anbauen und keimen lassen

Die Mungbohne, auch Mungobohne genannt, ist botanisch Vigna radiata, ein Hülsenfrüchtler; verwechseln Sie sie nicht mit der verwandten Art Vigna mungo. Bei uns ist sie vor allem für die Anzucht von Keimlingen bekannt. Ansonsten stammt sie aus Indien, Thailand und China, wo sie recht reichlich und auch für den Export angebaut wird. Anbauen lässt sie sich auch bei uns, da sie aber wärmeliebend ist, braucht sie einen sehr warmen Standort (Oberrheingraben, Weinbaulagen) oder ein Gewächshaus, einen Folientunnel und Ähnliches. Sie wächst wie eine Buschbohne, hat aber eine längere Vegetationszeit. Ihr genügt ein durchlässiger Boden mit wenig Nährstoffen.
Zum Keimen – hervorragend gegen die Frühjahrsmüdigkeit – brauchen Sie ganze, ungeschälte Samen, die Sie einen Tag lang in Wasser einweichen und danach 2 bis 3 Tage keimen lassen, wobei Sie sie mindestens 2× täglich spülen. Sobald die Keimlinge etwa 2 cm lang sind, können Sie sie essen. Sie sollten die Wurzeln nicht austreiben lassen, denn dabei verlieren die Keimlinge Nährstoffe. Die Sprossen passen in alle asiatischen Gerichte.
Bohnen-Rezepte: Bohnen kochen und zubereiten
Bohnen richtig kochen
Bevor Sie Bohnen-Rezepte ausprobieren, sollten Sie wissen, wie man Bohnen kocht. Um Blähungen vorzubeugen, weicht man die Bohnen am besten über Nacht in kaltem Wasser ein; wenn Sie das Wasser während des Einweichens noch abgießen und wechseln, ist es umso besser. Gießen Sie das Wasser ein letztes Mal vor dem Kochen ab, setzen Sie die Bohnen in kaltem Wasser auf und bringen Sie sie zum Kochen. Schöpfen Sie während des Kochens den Schaum ab. In die Bohnen können Sie Kümmel oder auch Bohnenkraut geben.
Bohnen in Sahnesauce

Die Bohnen kochen wir nach der vorigen Anleitung, gegen Ende der Garzeit salzen und pfeffern wir sie. Daneben bereiten wir eine helle Mehlschwitze mit Zwiebeln zu – in Öl oder Butter dünsten wir die fein gewürfelte Zwiebel an, rühren glattes Mehl ein und machen eine Mehlschwitze. Die Mehlschwitze rühren wir unter die gekochten Bohnen. Wir lassen alles durchkochen, geben Sahne dazu und kochen es nur kurz auf. Wer kein Vegetarier ist, streut sich fein gewürfelten, ausgelassenen Speck über die Bohnen.
Saure grüne Bohnen

Für dieses Mittagessen brauchen wir: ca. 400 g grüne Bohnen, 2 Salzgurken, 1 Zwiebel, etwas Butter, 3 Esslöffel glattes Mehl, 100 ml Sahne, 250 ml Milch, Piment, ganzen Pfeffer, Lorbeerblatt, Zucker, Salz.
Zubereitung: Die Bohnen in kleinere Stücke schneiden und weich kochen. Abgießen und in kaltem Wasser aufbewahren. Den Sud nicht wegschütten, wir brauchen ihn noch. In Butter die fein gewürfelte Zwiebel glasig dünsten, die geriebenen Gurken und die Gewürze zugeben, nach einer Weile den Zucker, nach dessen Auflösen das Mehl, kurz anrösten und den Bohnensud angießen. Mit Milch verdünnen, etwa 15 Minuten kochen, bis wir eine dickere Sauce haben. Die Gewürze herausnehmen, mit dem Stabmixer pürieren. Die Bohnen in die Sauce geben, Sahne zufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wir servieren das Gericht mit gekochten Kartoffeln und einem gekochten oder pochierten Ei.
Bohnen in der Mischkultur: Nachbarn und Düngung
Gute Nachbarn. Bohnen vertragen sich mit den meisten Gemüsearten. Klassischer Partner ist das Bohnenkraut, das auch in der Küche zu Bohnen gehört. Buschbohnen eignen sich als Zwischenkultur in Erdbeeren und zwischen Frühkartoffeln, Kohl, Sellerie oder Gurken. Sie brauchen wenig Platz und hinterlassen nach der Ernte Stickstoff aus den Wurzelknöllchen im Boden.
Schlechte Nachbarn. Zwiebeln, Knoblauch und Lauch pflanzen Sie weiter weg von den Bohnen, im Beet vertragen sie sich nicht.
Mais und Sonnenblumen als Rankhilfe. Stangenbohnen und Feuerbohnen können an Zuckermais oder Sonnenblumen hochranken. Säen Sie die Bohnen aber mit einigen Wochen Abstand, wenn die Stütze schon etwas gewachsen ist. Sonst überwachsen und erdrücken sie sie.
Düngung. Knöllchenbakterien an den Bohnenwurzeln binden Stickstoff aus der Luft, sodass sich Bohnen teilweise selbst versorgen. Starke Stickstoffdüngung bremst diese Fähigkeit: Die Bakterien hören auf, Stickstoff zu binden, und die Pflanze nimmt fertigen Stickstoff aus dem Boden. Bohnen genügen daher ein humoser Boden und eine mäßige Nachdüngung, die Mengen für organischen Dünger finden Sie unter Dosierung. Am besten gedeihen sie auf einem Beet, auf dem im Vorjahr mit Kompost gedüngtes Gemüse stand.
Gießen. Gießen Sie Bohnen an die Wurzeln, nasse Blätter bekommen ihnen nicht. Gießen Sie morgens oder abends, nicht in der Mittagshitze mit kaltem Wasser. Wenn Bohnen nachmittags die Blätter hängen lassen, muss das kein Durst sein, so verringern sie die Verdunstung. Fühlen Sie vor dem Gießen in den Boden: Ist er in Wurzeltiefe feucht, ist noch kein Wasser nötig.
Gemüse düngen und Bohnen düngen

So verwenden Sie Düngee bei Gemüse
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Sie können beim Pflanzen einen Teelöffel Düngee unter jeden Setzling geben.
- Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können ihn auch ungesiebt aus der Gießkanne über die Blätter geben).
- Die genauen Mischungsverhältnisse für den Auszug finden Sie in der Dosieranleitung, die Zusammenhänge der Nährstoffe erklärt der Artikel über NPK-Dünger.
- Als Hülsenfrüchtler stellen Bohnen einen Teil des Stickstoffs selbst her — mehr zur Wahl des Düngers finden Sie im Artikel über Universaldünger, zur Verfügung steht auch der perfekte Naturdünger Düngee.
Häufige Fragen zu Bohnen
Wann sollte man Bohnen pflanzen?
Im Freien erst nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai — Bohnen keimen nur in warmem, durchwärmtem Boden. Im Gewächshaus werden Stangenbohnen schon im März bis April ausgesät. Gesät wird in Horste zu 4 bis 6 Samen, etwa 3 cm tief, Buschbohnen mit 40 cm, Stangenbohnen mit 80 cm Abstand. Ein über das Beet gespanntes Vlies beschleunigt die Keimung.
Wann erntet man Bohnen?
Laufend, je nachdem, ob Sie die Hülsen oder die Samen möchten. Die endgültige Ernte gehört in den September, denn in kalten Nächten wachsen die Hülsen nicht mehr. Schneiden Sie die Pflanzen dicht über dem Boden ab und reißen Sie sie nicht heraus — die Wurzeln mit den Knöllchen liefern dem Boden Stickstoff und sollten eingearbeitet werden.
Warum darf man rohe Bohnen nicht essen?
Rohe Bohnen enthalten Lektine und einige Arten auch cyanogene Glykoside, die Vergiftungen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen können. Durch Kochen werden alle diese Stoffe unschädlich gemacht.
Wie beugt man Blähungen nach Bohnen vor?
Weichen Sie die Bohnen über Nacht ein und gießen Sie das Wasser ab, schöpfen Sie beim Kochen den Schaum ab und geben Sie Kräuter zu — Kümmel, Lorbeerblatt, Majoran oder Bohnenkraut.
Was sind Mungbohnen?
Die Mungbohne (Vigna radiata) ist ein wärmeliebender Hülsenfrüchtler aus Indien, Thailand und China. Bei uns wird sie vor allem wegen der Keimlinge gezogen: Die Samen werden einen Tag lang in Wasser eingeweicht und keimen dann 2 bis 3 Tage, wobei sie mindestens 2× täglich gespült werden. Sobald die Keimlinge etwa 2 cm lang sind, sind sie essfertig.
Bildquellen: Foto: Juan Carlos Fonseca Mata, CC BY-SA 4.0
