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Soja (Glycine max) – die Sojabohne

Sojabohne – eiweißreiche Hülsenfrucht, die auch bei uns gedeiht

Die Sojabohne – eine Hülsenfrucht, die den Weg auf unseren Tisch gefunden hat

(Glycine max)

Soja ist eine Pflanze aus Ostasien. Sie ist auch als Sojabohne bekannt, ihr wissenschaftlicher Name lautet Glycine max. Soja gehört zu den bedeutendsten Kulturpflanzen der Welt und wird in der Lebensmittelindustrie vielfältig verwendet.

Die Früchte der Sojapflanze ähneln denen der Bohne und sind eine reiche Quelle pflanzlichen Eiweißes. Sojabohnen werden häufig zu Sojaprotein, Sojamilch, Sojaöl und weiteren Sojaprodukten verarbeitet. Soja ist außerdem ein wichtiger Bestandteil vieler traditioneller asiatischer Gerichte wie Tofu, Miso, Tempeh und Sojasauce.

Soja ist für seine Nährwerte und seine gesundheitlichen Vorzüge bekannt. Es enthält das vollständige Spektrum essenzieller Aminosäuren, dazu Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Soja ist außerdem reich an sekundären Pflanzenstoffen wie den Isoflavonen, denen günstige Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben werden, vor allem auf das Herz-Kreislauf-System. Studien deuten darauf hin, dass der Verzehr von Sojaprodukten das Risiko für Herzkrankheiten, Osteoporose und einige Krebsarten senken kann.

Wie sieht Soja aus: Pflanze, Blüte und Hülse

Sojabohnenpflanze auf dem Feld mit grünen, behaarten Hülsen vor der Reife
Sojabohnen auf dem Feld. Hülsen und Stängel sind dicht mit rostbraunen Härchen besetzt.

Die Sojabohne ist ein einjähriges Kraut, das je nach Sorte und Standort etwa 40 bis 100 cm hoch wird. Sie wächst aufrecht und buschig, der Stängel ist fest und zusammen mit Blättern und Hülsen dicht mit kurzen, rostbraunen Härchen besetzt — genau daran erkennt man Soja auf den ersten Blick unter den übrigen Hülsenfrüchten.

Die Blätter sind dreizählig, also aus drei eiförmigen Teilblättern zusammengesetzt, ähnlich wie bei der Bohne. Die Blüten sind klein, kaum einen Zentimeter groß, weiß oder hellviolett, schmetterlingsförmig und stehen zu mehreren in den Blattachseln; Soja ist selbstbestäubend und blüht daher unauffällig und ohne die Hilfe von Bestäubern. Bei uns blüht Soja in der Regel von Juni bis August.

Die Frucht ist eine kurze, behaarte Hülse von 3 bis 8 cm Länge, in der zwei bis vier Samen heranreifen. Unreife Hülsen sind grün (in dieser Form werden sie als Edamame geerntet), nach der Reife werden sie braun und trocknen ab. Reife Sojabohnen sind klein, rund bis leicht abgeflacht und meist gelb; es gibt aber auch Sorten mit grünen, braunen oder schwarzen Samen.

Sojabohnen

Sojabohnen sind die Samen der Sojapflanze (Glycine max). Es sind kleine, gelbe und runde Früchte, die Eiweiß, Fett, Ballaststoffe und weitere Nährstoffe enthalten. Sojabohnen werden in der Lebensmittelherstellung und in der Landwirtschaft als Futtermittel genutzt.

In der Lebensmittelindustrie werden Sojabohnen zu unterschiedlichen Formen und Erzeugnissen verarbeitet:

  1. Sojaprotein: Sojabohnen lassen sich zu Sojaprotein verarbeiten, das sehr eiweißreich ist. Sojaprotein wird als Zutat in vegetarischen und veganen Lebensmitteln eingesetzt, etwa in Fleischersatz, Energieriegeln, Backwaren, Suppen und Proteingetränken.

  2. Sojamilch: Sojabohnen werden eingeweicht, gemahlen und mit Wasser vermischt — so entsteht Sojamilch. Sojamilch ist eine Alternative für Menschen mit Laktoseintoleranz sowie für Veganer und Vegetarier. Sie lässt sich pur trinken oder für Kaffee, Tee, Brei und andere Speisen verwenden.

  3. Tofu: Tofu entsteht durch das Gerinnen von Sojamilch. Es ist ein Eiweißprodukt mit feiner, weicher Textur. Tofu wird als Fleischersatz verwendet oder Gerichten wie Suppen, Salaten und verschiedenen Saucen zugegeben.

  4. Miso: Miso ist eine fermentierte Paste aus Sojabohnen und weiteren Zutaten wie Reis oder Gerste. Miso dient der Zubereitung der traditionellen japanischen Misosuppe sowie von Saucen, Marinaden und anderen Gerichten und rundet deren Geschmack ab.

  5. Tempeh: Tempeh ist ein weiteres fermentiertes Erzeugnis aus Sojabohnen. Es ist ein kompakter Block aus ganzen Sojabohnen und sehr eiweißreich. Tempeh wird als Fleischersatz verwendet, gebraten, gegrillt oder in Sandwiches, Salate und Pfannengerichte gegeben.

  6. Sojaöl: Reife Sojabohnen enthalten verhältnismäßig viel Fett, deshalb wird aus ihnen Sojaöl gewonnen.

Sojasprossen

Gekeimte Sojabohnen mit hellen Trieben, bereit für die Küche

Sojasprossen sind die jungen Triebe der Sojasamen. Es sind dünne, hell gefärbte Triebe, die aus eingeweichten Sojabohnen wachsen. Sprossen sind ein beliebter Bestandteil der asiatischen Küche und bringen eine Reihe von Nähr- und Geschmackseigenschaften mit.

Um Sojasprossen zu gewinnen, werden die Sojabohnen in Wasser eingeweicht und anschließend in feuchter Umgebung gezogen. Innerhalb weniger Tage wachsen die Sprossen heran und bekommen ihre charakteristische aromatische, knackige Textur. Danach sind die Sojasprossen fertig für die Küche.

Sojasprossen haben eine Reihe von Vorzügen. Sie sind kalorienarm und reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitaminen wie Vitamin C und Vitamin K. Sie sind außerdem eine Quelle für Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium.

In der Küche werden Sojasprossen in ganz unterschiedlichen Gerichten verwendet. Sie lassen sich roh oder gegart essen. Getrocknete Sojasprossen kommen häufig in Salate, Saucen, Suppen und Sandwiches, um Textur und Nährwert zu erhöhen. Sojasprossen lassen sich auch braten, kochen, dünsten oder grillen und als Beilage zu Reis, Nudeln oder Gemüse reichen.

Sojasprossen sind eine beliebte Zutat der asiatischen Küche, vor allem in China, Japan und Korea, und sie sind auch in der vegetarischen und veganen Ernährung als Fleischalternative beliebt.

Sojabohnen anbauen – im Garten und unter deutschen Bedingungen

Der Anbau von Soja verlangt die richtigen Bedingungen und etwas Pflege, im eigenen Garten ist er aber durchaus möglich. Es genügt, folgendes Vorgehen einzuhalten:

Standort und Boden: Soja braucht einen sonnigen Platz mit ausreichend Licht. Der Boden sollte gut durchlässig, leicht sauer und reich an organischer Substanz sein. Eine Bodenuntersuchung ist zu empfehlen, um den pH-Wert und gegebenenfalls weitere Werte zu kennen.

Sortenwahl: Es gibt viele Sojasorten, und es ist wichtig, eine für Ihr Klima und Ihren Standort passende Sorte zu wählen. Fragen Sie am besten bei regionalen Anbauberatungen nach oder erkundigen Sie sich bei Landwirten in Ihrer Umgebung, welche Sorten sich vor Ort bewähren.

In Deutschland gedeiht Soja am besten in den wärmeren Lagen — in der Oberrheinebene, in Rheinhessen, in Franken und im bayerischen Donauraum. Ausgesät wird von Mitte April bis Anfang Mai, sobald sich der Boden auf über 10 °C erwärmt hat; geerntet wird von September bis Oktober, wenn die Hülsen braun sind und die Samen darin rascheln. In kühlere Lagen gehören frühe Sorten mit kurzer Vegetationszeit.

Soja düngen

Während des Wachstums kann eine Stickstoffgabe sinnvoll sein, die den Aufbau der grünen Masse unterstützt. Wichtig ist jedoch, die empfohlenen Mengen einzuhalten und es nicht zu übertreiben, denn Soja bindet wie die übrigen Hülsenfrüchte selbst Stickstoff und gibt ihn in den Boden ab.

Bodenvorbereitung: Vor der Aussaat ist es wichtig, den Boden vorzubereiten. Entfernen Sie Unkraut und Steine. Zu empfehlen ist eine Gabe organischen Düngers oder Kompost, damit sich die Bodenstruktur verbessert und Nährstoffe in den Boden gelangen. Idealerweise erledigen Sie das schon im Herbst.

Aussaat: Sojabohnen werden meist direkt ins Freiland gesät. Die Aussaat kann von Hand oder maschinell erfolgen, die Samen kommen etwa 2–5 cm tief in den Boden. Achten Sie darauf, dass zwischen den Pflanzen genug Platz bleibt, damit sie sich gut entwickeln.

Gießen: Soja braucht regelmäßige Wassergaben, vor allem während des Wachstums. Sorgen Sie dafür, dass der Boden gleichmäßig feucht bleibt, aber nicht staunass wird. Wie viel gegossen werden muss, hängt von Klima und Niederschlag ab.

Krankheiten und Schädlinge: Soja kann für verschiedene Schädlinge und Krankheiten anfällig sein, etwa für Blattläuse oder Pilzkrankheiten. Wichtig ist, die Pflanzen regelmäßig zu beobachten und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Gegen Blattläuse haben sich verschiedene natürliche Verfahren bewährt; gegen Pilzkrankheiten ist Vorbeugung am besten – die Pflanzen weit genug auseinandersetzen und widerstandsfähige Sorten wählen.

Weil sich Soja einen großen Teil des Stickstoffs mithilfe der Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst beschafft, genügt ihr eine ausgewogene Gabe organischer Substanz zu Saisonbeginn. Welche Nährstoffe Pflanzen brauchen und warum, haben wir im Artikel über Pflanzenernährung zusammengefasst.

Sojafleisch: Sojagranulat und Sojaschnetzel

Getrocknetes Sojafleisch, Schnetzel und Granulat auf einem Holzbrett

Sojafleisch, auch bekannt als Sojagranulat oder Sojaschnetzel, ist ein Erzeugnis aus extrudierten Sojabohnen. Im Grunde handelt es sich um getrocknete Sojabohnen, die zu einer feinen, fleischähnlichen Struktur vermahlen wurden. Sojafleisch wird als Fleischersatz in vegetarischen und veganen Gerichten verwendet.

Für die Verwendung muss Sojafleisch meist in Wasser oder Brühe eingeweicht werden, damit es die richtige Textur bekommt. Nach dem Einweichen quillt es auf und erhält eine Struktur, die an gekochtes oder geräuchertes Fleisch erinnert. Anschließend lässt es sich in die verschiedensten Gerichte geben, etwa in Saucen, Suppen, Ragouts, Gemüsepfannen und mexikanische Speisen.

Die Vorzüge von Sojafleisch liegen in seinem hohen Eiweiß- und niedrigen Fettgehalt. Es ist zudem glutenfrei und enthält viele Nährstoffe wie Eisen, Kalzium, Vitamin B und Ballaststoffe. Sojafleisch ist außerdem umweltschonend, denn der Anbau von Sojabohnen verbraucht weniger Wasser und hat einen kleineren CO₂-Fußabdruck als die Fleischerzeugung.

Sojafleisch wird in vielen Rezepten verwendet, in denen sonst Hackfleisch zum Einsatz kommt. Es eignet sich als Füllung für Tacos, Burritos, Burger, Lasagne, Pfannkuchen, Frikadellen und weitere Gerichte. Sojafleisch ist bei Vegetariern und Veganern eine beliebte Eiweißquelle und Alternative zu Fleischprodukten.

Sojanudeln

Gekochte Sojanudeln mit Garnelen und Gemüse in der Pfanne

Sojanudeln werden aus Sojamehl hergestellt, das aus gemahlenen Sojabohnen gewonnen wird. Das Mehl wird mit Wasser und weiteren Zutaten vermischt, anschließend wird der Teig zu dünnen Platten ausgerollt und getrocknet. Diese getrockneten Platten werden dann in Nudeln geschnitten.

Sojanudeln haben den Vorteil, dass sie glutenfrei und eiweißreich sind. Sie sind in der asiatischen Küche sehr beliebt, vor allem in China, Japan und Korea. Sie garen schnell und haben eine leichte, feine Textur.

Sojanudeln kommen häufig in Gerichten wie Suppen, Salaten und Pfannengerichten vor. Vor der Verwendung werden sie meist in Wasser eingeweicht, damit sie weicher und geschmeidiger werden. Danach lassen sie sich in verschiedene Saucen, Marinaden oder Mischungen aus Gemüse und Fleisch geben.

Dabei ist zu bedenken, dass Sojanudeln eine andere Konsistenz und einen anderen Geschmack haben als Sojafleisch. Sojanudeln sind eher Nudeln als Fleischersatz, aber eine gute Alternative für alle, die fleischlos essen oder ihr Gericht mit Sojaeiweiß anreichern möchten.

Soja-Spaghetti

Soja-Spaghetti mit Sauce in der Pfanne

Soja-Spaghetti sind Spaghetti aus Sojabohnen oder Sojamehl. Sie sind glutenfrei und haben im Vergleich zu herkömmlichen Weizenspaghetti mehr Eiweiß und weniger Kohlenhydrate.

Für die Herstellung werden Sojabohnen oder Sojamehl fein vermahlen. Anschließend werden sie mit Wasser vermischt und zu einem Teig verarbeitet. Der Teig wird zu dünnen Spaghettiformen ausgewalzt und getrocknet.

Soja-Spaghetti haben einen leichten, feinen Geschmack. Sie nehmen Aromen und Saucen hervorragend auf. Beliebt sind sie bei Menschen mit glutenfreier Ernährung, bei Veganern und Vegetariern sowie bei allen, die eine Alternative zu herkömmlichen Weizenspaghetti suchen.

Soja-Spaghetti werden wie gewöhnliche Nudeln zubereitet. Sie kochen in sprudelndem Wasser nach Packungsangabe, bis sie al dente sind (also noch leichten Biss haben). Danach werden sie abgegossen und lassen sich in den verschiedensten Gerichten verwenden, etwa mit Nudelsaucen, in Gemüsemischungen, Salaten und weiteren Rezepten, in denen sonst Spaghetti vorkommen.

Soja-Spaghetti sind eine gute Eiweißquelle und können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Sie sind zudem kalorienarm und haben einen niedrigeren glykämischen Index als Weizenspaghetti, was für die Kontrolle des Blutzuckerspiegels von Vorteil sein kann.

Häufige Fragen zu Soja

Was ist Soja?

Die Sojabohne (Glycine max) ist eine einjährige Hülsenfrucht aus Ostasien, die wegen ihrer eiweiß- und ölreichen Samen angebaut wird. Die Samen heißen Sojabohnen; aus ihnen werden Tofu, Tempeh, Miso, Sojamilch, Sojaöl und Sojafleisch hergestellt.

Ist Soja eine Hülsenfrucht?

Ja. Soja gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler, genau wie Erbsen, Bohnen, Linsen oder Kichererbsen. Von den übrigen Hülsenfrüchten unterscheidet sie sich durch den höheren Fett- und Eiweißgehalt.

Wie sieht die Sojapflanze aus?

Es ist eine buschig wachsende Einjährige von etwa 40 bis 100 cm Höhe mit dreizähligen Blättern und auffallend rostbraunem Flaum an Stängel und Hülsen. Die Blüten sind klein, weiß oder hellviolett, die Frucht ist eine behaarte Hülse mit zwei bis vier Samen.

Wann blüht Soja und wann wird geerntet?

Bei uns blüht Soja von Juni bis August und wird von September bis Oktober geerntet, sobald die Hülsen braun sind und die Samen darin rascheln. Grün als Edamame werden die Hülsen schon im Spätsommer gepflückt, solange sie grün und weich sind.

Womit düngt man Soja?

Soja beschafft sich den größten Teil des Stickstoffs mithilfe der Knöllchenbakterien an den Wurzeln selbst und braucht deshalb keine hohen Stickstoffgaben. Bewährt hat es sich, organischen Dünger oder reifen Kompost schon im Herbst vor der Aussaat einzuarbeiten — das verbessert die Bodenstruktur und liefert Phosphor, Kalium und Spurenelemente.

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Für die Vorbereitung des Beetes vor der Sojaaussaat und für das Nachdüngen anderer Hülsenfrüchte im Garten eignet sich der organische Universaldünger DÜNGEE. Die Dosierung für die einzelnen Kulturen finden Sie in der Übersicht unten.

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