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Hülsenfrüchte und Hülsengemüse

Hülsenfrüchte und Hülsengemüse an einem Ort – von Bohnen über Erbsen und Linsen bis hin zu Kichererbsen und Soja. Erfahren Sie, wie Sie sie richtig anbauen und womit Sie sie für eine reiche Ernte düngen.

Hülsenfrüchte im Garten

Inhalt

Hülsenfrüchte – was dazu gehört

Hülsenfrüchte, also sowohl frisches Hülsengemüse als auch die getrockneten Samen, gehören zu den beliebtesten Gemüsearten. Zu den bekanntesten und am häufigsten angebauten zählen Erbsen, Bohnen und Soja. Diese Gemüsearten zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitaminen aus.

An Vitaminen finden sich hier zum Beispiel Vitamin A und der Vitamin-B-Komplex. Achtung jedoch: Die rohen Samen vieler Hülsenfrüchte enthalten giftige Lektine und cyanogene Glykoside, weshalb sie ausschließlich gut durchgekocht verzehrt werden (das gilt besonders für Bohnen).

Manches Hülsengemüse (Feuerbohne, Gartenbohne) wächst rankend, was Gartenfreunde auch als Zierde nutzen. Damit lässt sich ein unschöner Zaun verdecken oder eine Pergola beranken, sodass man nicht hineinsehen kann.

Hülsenfrüchte sind außerdem eine hervorragende Gründüngung – das Untergraben oder Unterpflügen des Krauts von Erbsen oder Bohnen nützt den nachfolgenden Kulturen, denn Hülsenfrüchte reichern den Boden mit Stickstoff an.

Arten von Hülsenfrüchten: Kichererbsen, Bohnen, Erbsen, Linsen und Soja

Gekochte Bohnen in Tomatensoße in einer gusseisernen Pfanne, daneben Knoblauch und frische Kräuter

Es gibt viele Arten von Hülsenfrüchten, und hier sind die bekanntesten aufgeführt:

1. Erbsen: Die Erbse ist ein kleiner, runder Samen mit feinem, süßlichem Geschmack. Sie steckt voller Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine und ist eine beliebte Zutat in Suppen, Risotto und Salaten. Sie lässt sich roh und gekocht essen.

2. Bohnen: Von Bohnen gibt es eine ganze Reihe von Arten und Sorten. Die Samen sind weiß, rot, schwarz oder braun und haben sehr unterschiedliche Formen und Größen. Sie sind sehr nahrhaft und werden in vielen Gerichten verwendet. Verzehrt werden dürfen sie allerdings ausschließlich gekocht oder anderweitig erhitzt.

3. Soja: Soja ist eine Hülsenfrucht mit kleinen Körnern, aus denen sich Sojamilch, Tofu, Miso und weitere Lebensmittel herstellen lassen. Sie ist eine hervorragende Quelle für Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine. Bei Vegetariern und Veganern ist sie beliebt, weil sie das vor allem in Fleisch enthaltene Eiweiß ersetzen kann.

4. Linsen: Linsen sind kleine, linsenförmige Samen, die verschiedene Farben haben können – neben Braun auch Grün und Orange. Sie sind eine hervorragende Quelle für Eisen und weitere wichtige Nährstoffe.

5. Kichererbsen: Kichererbsen sind kleine, runde Samen. Sie liefern viel Eiweiß, Ballaststoffe und Vitamine und werden häufig zu Hummus verarbeitet.

Hülsenfrüchte anbauen: Bohnen und Erbsen pflanzen

Drei Häufchen Linsen nebeneinander – grünlich, braun und orange – auf weißem Untergrund

Auch Hülsenfrüchte können Sie im eigenen Garten anbauen. Hier finden Sie ein paar Tipps, wie es gelingt:

1. Wählen Sie den richtigen Standort: Hülsenfrüchte brauchen einen sonnigen Standort, um sich gut zu entwickeln. Meiden Sie Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit und ohne Luftbewegung.

2. Wählen Sie den passenden Boden: Für den Anbau von Hülsenfrüchten eignen sich lehmig-sandige Böden am besten. Mit Humus oder Kompost verbessern Sie die Bodenqualität. Zu schwere, tonige Böden lassen sich mit Sand oder Perlit auflockern.

3. Samen aussäen: Die Samen können Sie direkt ins Freiland säen, am besten von Ende April bis Ende Mai. Die Tiefe richtet sich nach der Größe der jeweiligen Art – am tiefsten werden Bohnen gelegt.

4. Regelmäßig gießen: Hülsenfrüchte brauchen regelmäßige Wassergaben, vor allem in Trockenperioden sowie zur Blüte und beim Ansetzen der Hülsen.

5. Rankhilfe: Einige Arten brauchen eine Stütze für ihr Wachstum. Dafür eignen sich Stangen, Rankgerüste oder Rankgitter.

6. Unkraut entfernen: Unkraut zehrt die Nährstoffe und das Wasser auf, die Hülsenfrüchte reichlich brauchen. Regelmäßiges Jäten sichert Ihnen eine reiche Ernte.

7. Hülsen ernten: Die Hülsen werden regelmäßig geerntet, sobald sie nach und nach reif werden. Ganze Pflanzen werden erst am Ende der Vegetationszeit abgeräumt; ausgereifte Hülsen eignen sich zum Einlagern oder als Saatgut für die nächste Saison.

Jede Art von Hülsenfrüchten verlangt etwas andere Pflege, aber mit den oben genannten Schritten gelingt Ihnen der Anbau im eigenen Garten.

Nahaufnahme einer geöffneten Hülse mit drei großen, hellen Puffbohnensamen

Warum sind Bohnen so besonders, dass wir ihnen einen eigenen Abschnitt widmen? Die Bohne ist eine von vielen Hülsenfrüchten, unterscheidet sich von den übrigen aber in einigen wesentlichen Merkmalen:

  1. Form und Größe: Bohnen sind meist größer und markanter geformt als andere Hülsenfrüchte, etwa Erbsen oder Linsen.

  2. Geschmack: Bohnen haben einen charakteristischen Geschmack, der sich von anderen Hülsenfrüchten unterscheidet. Ihr Aroma ist kräftiger und meist weniger süß als etwa bei Erbsen.

  3. Struktur: Bohnen haben eine festere und faserreichere Struktur als andere Hülsenfrüchte, was sie für viele Gerichte geeignet macht, zum Beispiel für Chili oder Bohnensuppe.

  4. Nährwert: Bohnen liefern reichlich Eiweiß und Ballaststoffe und enthalten außerdem Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen und Kalium.

Gemüse düngen: der richtige Gemüsedünger

Video: Gemüse düngen
  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
  • Beim Pflanzen können Sie einen Teelöffel Düngee unter jeden Setzling geben.
  • Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug (Sie können auch ungesiebt aus der Gießkanne über die Blätter gießen).