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Kopfsalat

Anbau und Sorten, wann Salat ins Gewächshaus und ins Beet kommt — und Rezepte fürs Dressing

Salat: wann säen, pflanzen und ernten

Salat (Kopfsalat) · VorkulturEnde Februar bis März

Säen Sie Salat in Anzuchtschalen bei milden Temperaturen um 15 °C aus.

Salat (Kopfsalat) · Aussaat im FreilandApril bis Mitte Juli

Säen Sie Salat direkt ins Beet, wiederholt alle 2–3 Wochen; im Sommer wählen Sie schossfeste Sorten.

Salat (Kopfsalat) zum Überwintern · Aussaat im FreilandMitte September

Säen Sie überwinternde Salatsorten an einen geschützten Platz.

Salat (Kopfsalat) · AuspflanzenApril bis Juli

Pflanzen Sie Salatjungpflanzen flach, das Herz darf nicht in der Erde stecken.

Salat (Kopfsalat) · ErnteMitte Mai bis September

Ernten Sie Salat, sobald die Köpfe fest sind, bevor er in die Blüte schießt.

Traditionell empfohlen als Nachbarn: Bohne, Dill, Erbse, Erdbeere, Fenchel, Gurke, Kohlrabi, Zwiebel, Tomate, Radieschen, Mais, Lauch, Rote Bete, Möhre, Spinat, Knoblauch

Traditionell nicht empfohlen neben: Petersilie

Was nach der Ernte pflanzen

Buschbohnen Juni
Säen Sie nach der Ernte des Frühjahrssalats Buschbohnen. (traditionell empfohlen)

Tomaten und Paprikas Mitte bis Ende Mai
Pflanzen Sie auf das Beet nach dem frühen Salat nach den Eisheiligen Tomaten oder Paprikas. (traditionell empfohlen)

Nach der Ernte nicht pflanzen

Salat, Endivie, Chicorée – sie gehören zur selben Pflanzenfamilie

Kopfsalat – Grundlagen: Inhaltsstoffe und Herkunft

(Lactuca sativa)

Kopfsalat ist auch unter den Namen Gartenlattich und Salatlattich bekannt. Kopfsalat ist ein sehr wichtiges Blattgemüse. Es handelt sich um eine einjährige Pflanze, die ursprünglich aus Asien stammt.

Sein Anbau ist nicht schwierig, die Vegetationszeit ist kurz, er verträgt sich mit vielen Gemüsearten und lässt sich sogar als Vor- oder Zwischenfrucht anbauen, zum Beispiel zwischen Stangenbohnen.

Außerdem enthält Kopfsalat viele lebenswichtige Stoffe – an Vitaminen sind das C, E, B, Carotin, Niacin; an Mineralstoffen dann Kalium, Kalzium, Phosphor. Er enthält außerdem Ballaststoffe, die die Verdauung regulieren, viel Wasser sowie wenig Zucker und Fett und ist damit ein hervorragender Begleiter einer Reduktionsdiät.

Wenn Sie sich von unseren Rezepten weiter unten inspirieren lassen, werden Sie dieses Gemüse lieben lernen.

Wissenswertes

Kopfsalat mit festem grünem Kopf im Beet

Wenn Sie den Salat zum Blühen bringen, sehen seine Blüten aus wie kleine Löwenzahnblüten. Für den Anbau ist das jedoch nicht erwünscht, denn geschossener Salat wird ungenießbar – er schmeckt bitter.

Geschichte des Kopfsalat-Anbaus

Kopfsalatfeld mit Pflanzen in regelmäßigen Reihen

Wie bereits erwähnt, stammt der Salat aus Asien. Wahrscheinlich gelangte er in der Antike nach Ägypten und breitete sich von dort im gesamten Mittelmeerraum aus.

Seither ist Salat in allen mediterranen Küchen zu Hause.

Im Mittelalter verbreitete er sich in ganz Europa und mit den Entdeckungsfahrten gelangte er auch nach Amerika – offenbar brachte ihn Christoph Kolumbus persönlich dorthin.

Kopfsalat-Sorten: Maikönig, Attraktion, Analena und der Eissalat Laibacher Eis

Es gibt rund 60 Kopfsalatsorten; wählen Sie am besten eine der folgenden, denn sie haben die besten Eigenschaften.

Maikönig – eine sehr frühe Buttersalatsorte für Frühbeet, Gewächshaus und Freiland. Sie eignet sich auch für die Treiberei im Winter, sodass Sie das ganze Jahr über frische Vitamine haben.

Wunder der vier Jahreszeiten – eine robuste Sorte mit rotbraun überlaufenen Blättern. Sie lässt sich im Gewächshaus wie im Freiland anbauen und verträgt kühle Witterung im Frühjahr und Herbst.

Attraktion – bildet große, feste Köpfe und liefert hohe Erträge; sie eignet sich für die Frühjahrs- und Sommeraussaat im Gewächshaus und im Freiland, überwintert im Garten aber nicht.

Kagraner Sommer – hitzeverträglich und schossfest, für die Frühjahrs- und Sommeraussaat im Freiland; fürs Gewächshaus ist sie weniger geeignet und sie überwintert nicht.

Analena – mehltautolerante Sorte, gut für die Voranzucht und den gestaffelten Anbau von April bis September.

Dynamite – vielseitige Sorte für Gewächshaus und Freiland, für den Frühjahrs- und Sommeranbau, geerntet wird bis in den Herbst.

Valdor – Winterbutterkopf, der im Beet überwintert; er wird im Herbst ausgesät, im zeitigen Frühjahr fertig kultiviert und geerntet.

Laibacher Eis – ein Vertreter des Eissalats – wird ins Gewächshaus wie ins Freiland gesät, bildet große, knackige Köpfe und überwintert nicht.

Kopfsalat anbauen: wann Salat ins Gewächshaus und ins Beet gepflanzt wird

Kopfsalat können Sie im Gewächshaus oder Frühbeet aussäen und die Jungpflanzen später ins Freiland setzen. In einem unbeheizten Gewächshaus können Sie bereits im Februar säen – vorausgesetzt, der Boden ist nicht durchgefroren.

Der Boden sollte locker und gut mit Nährstoffen versorgt sein – entweder durch Kompost oder Mist im Herbst, oder Sie arbeiten Kompost bzw. Mist noch kurz vor der Aussaat ein.

Sobald die Jungpflanzen zu wachsen beginnen, sollten Sie das Gewächshaus ausreichend lüften. Das ist auch für die Abhärtung wichtig, bevor die Pflanzen ins Beet umziehen.

HINWEIS: Bei jungen Pflanzen können sich die Blätter durch Frost rot verfärben, die Färbung verschwindet aber wieder. Weit schlimmer ist ein ungelüftetes Gewächshaus, in dem die Salatblätter von Fäulnis befallen werden können.

Die Jungpflanzen setzen wir im April in lehmig-sandigen Boden, am besten mit einem pH-Wert von 5,8 bis 6,5. Schwere und saure Böden sagen ihm nicht zu. Pflanzen Sie Salat niemals nach Salat, Endivie, Chicorée, Kohl oder Blumenkohl!

Salat wird nicht zu tief gepflanzt, die Keimblätter sollten knapp über dem Boden bleiben.

Welchen Abstand braucht Kopfsalat

Gepflanzt wird im Abstand von 20 x 20 cm. Am besten setzen Sie die Jungpflanzen versetzt in Reihen statt im Quadrat, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.

Kopfsalat – Anbau im Sommer

Wenn Sie Salat im Sommer pflanzen wollen, wählen Sie Sorten, die auch hohe Temperaturen vertragen; man nennt sie Sommersorten. Diese Salate setzen Sie lieber in einem größeren Abstand – 30 x 30 cm, damit sie Platz zum Wachsen und genügend Luft zwischen den Pflanzen haben.

Salat muss gründlich gegossen werden – vor allem bei Hitze, doch das Wasser sollte nicht auf die Blätter gelangen. Gießen Sie mit der Kanne zwischen die Pflanzen, am besten morgens, damit der Boden bis zum Abend abtrocknet und die Pflanzen nicht faulen.

Aussaat von Salat im Herbst

Geeignete Sorten säen Sie im September ins Beet. Die Saat kommt flach in den Boden, aber tief genug, damit sie nicht durchfriert. Das Beet können Sie über den Winter mit Folie oder etwa mit Nadelbaumzweigen abdecken.

Ernte des Salats

Ernten Sie den Salat nach und nach und verbrauchen Sie ihn frisch. Längere Lagerung ist nicht möglich.

TIPP: Wer neben dem Garten auch Hühner hält, kann weniger schöne Salatköpfe verfüttern.

Warum Salat schießt und wie Sie ihn den ganzen Sommer anbauen

Salat ist eine Langtagpflanze. Wenn die Tage lang sind und Hitze dazukommt, treibt er statt eines Kopfes einen Blütenstängel. Die Blätter werden dann bitter und der Salat ist nicht mehr genießbar. Am häufigsten passiert das bei Salat, der im Frühsommer gesät wurde, und Trockenheit beschleunigt das Schießen noch. Warum Gemüse schießt, erklärt ausführlich der Artikel Warum schießt Gemüse in die Blüte.

  • Wählen Sie für Sommeraussaaten schossfeste Sorten (sie sind meist als Sommersorten gekennzeichnet).
  • Säen und pflanzen Sie Salat im Sommer in den Halbschatten, zum Beispiel in den Schatten von Stangenbohnen oder Mais.
  • Gießen Sie regelmäßig, der Boden darf nicht austrocknen.
  • Ernten Sie rechtzeitig. Ein fertiger Kopf hält im Sommer im Beet nicht lange.

Gestaffelte Aussaat. Säen Sie statt einer großen Aussaat lieber kleinere Mengen im Abstand von zwei bis drei Wochen. Der Salat reift dann nach und nach und Sie müssen nicht alles auf einmal ernten.

Sommeraussaat im Juli. Bei Hitze keimt Salat schlecht, über 25 °C keimen die Samen schlechter (siehe Tabelle unten). Schattieren Sie das Saatbeet deshalb, etwa mit Vlies oder einer Strohmatte, und halten Sie es ständig feucht. Ende Juli können Sie auf die gleiche Weise auch Endivie, Zuckerhut oder Kohlrabi für die Herbsternte säen.

Salat als Zwischenkultur. Er wächst schnell und passt deshalb in freie Lücken zwischen langsamer wachsendes Gemüse, etwa zwischen Kohl, Möhren oder Sellerie. Bis die Hauptkultur herangewachsen ist, ist der Salat schon geerntet. Gut verträgt er sich mit Möhren, Radieschen, Zwiebeln, Erdbeeren und Gurken. Auf ein Beet, das nach Frühkartoffeln oder Erbsen frei geworden ist, können Sie im Sommer Salatjungpflanzen setzen.

Kopfsalat im Gewächshaus von September bis Mai

Salat ist eines der wenigen Gemüse, die sich unter Glas fast die ganze kalte Jahreshälfte anbauen lassen. Getrieben wird von Mitte September bis Mitte Mai. Die Zahlen in diesem Kapitel stammen aus dem tschechischen Fachbuch Skleník od jara do zimy („Das Gewächshaus vom Frühjahr bis zum Winter“, F. Kobza, M. Koudela).

Boden: humos, locker und luftig, mit gutem Wasserhaltevermögen. Geeignet ist ein pH-Wert von 5,8 bis 6,5.

Temperatur: Die Samen keimen bei 16 bis 22 °C, über 25 °C keimen sie schlechter. Salat wächst normalerweise bei 15 bis 25 °C und stellt um 4 °C das Wachstum ein. Abgehärtete Jungpflanzen vertragen −5 °C, Wintersorten bis −10 °C. Im Winter ist wenig Licht, deshalb muss auch die Temperatur niedriger sein: tagsüber höchstens 12 °C, nachts um 6 °C. Die Köpfe werden dann fester. Bei einer Pflanzung im Januar richtet sich die Tagestemperatur nach dem Licht und liegt zwischen 10 und 20 °C. Nachts sollte es um 6 bis 10 °C kühler sein.

WasWert
TreibzeitMitte September – Mitte Mai
Keimung16–22 °C (über 25 °C schlechter)
Winteranbautagsüber max. 12 °C, nachts um 6 °C
Pflanzung im Januartagsüber 10–20 °C je nach Licht, nachts 6–10 °C kühler
Anzucht der JungpflanzenWinter 60–70 Tage; Februar–März 50 Tage; Sommer knapp ein Monat
Pflanzabstand20–25 × 25–30 cm je nach Sorte
Von der Pflanzung bis zur ErnteAnfang Januar etwa 2,5 Monate; spätere Pflanzungen auch nur 40 Tage
pH-Wert des Bodens5,8–6,5

Jungpflanzen und Termine: Unter Glas wird Salat vor allem aus vorgezogenen Jungpflanzen angebaut. Jungpflanzen aus einer Dezember-Aussaat werden im Januar gepflanzt. Bei einer Pflanzung im September ernten Sie zu Beginn des Winters.

Gießen im Winter: Im Herbst und Winter vorsichtig gießen. Durchfeuchten Sie den Boden vor dem Pflanzen gut und gießen Sie danach zwischen die Pflanzen. Wenn es die Außentemperatur erlaubt, lüften Sie beim Gießen gleichzeitig. Wer gießt und nicht lüftet, erhöht das Krankheitsrisiko. Salat schadet sowohl Nässe als auch Trockenheit. Bei Wassermangel werden die Blätter zäh und bitter, und der Salat schießt früher. Im Frühjahr und Sommer können Sie überbrausen, aber nicht mit zu kaltem Wasser.

Nitrat: Bei schwachem Licht reichert Salat Nitrat an. Übertreiben Sie im Winter deshalb die Stickstoffdüngung nicht und halten Sie das Glas sauber, damit möglichst viel Licht hineinkommt.

Braune Blattränder: Der sogenannte Innenbrand (Randnekrose) ist keine Krankheit. Er entsteht, wenn die Pflanze bei der Kopfbildung nicht genug Calcium aufnehmen kann. Verstärkt wird er durch Überdüngung mit Stickstoff oder Kalium und durch zu wenig Wasser.

Falscher Mehltau: Er breitet sich bei Feuchtigkeit und Kälte aus. Vorbeugen lässt sich durch Lüften, angepasstes Gießen, nicht zu dichte Pflanzung und resistente Sorten. Mehr im Artikel Falscher Mehltau an Salat.

Ernte: Ernten Sie nach und nach feste, gut geschlossene Köpfe. Schneiden Sie den Kopf am Wurzelhals ab, damit er nicht auseinanderfällt.

Sorte (tschechische Züchtungen, Verfügbarkeit prüfen)Wo und wannEigenschaften
‚Jantar‘beheiztes Gewächshaus, Pflanzung im Januar aus Dezember-Aussaatfeste, geschlossene Köpfe; resistent gegen Falschen Mehltau und Randnekrose
‚Smaragd‘beheiztes Gewächshaus, Pflanzung im Januarblasige, gelbliche Blätter; 47–55 Tage ab Pflanzung
‚Karát‘beheizter und unbeheizter Schutz, Ernte März–Aprilhellgrüne, blasige Blätter; resistent gegen Falschen Mehltau und Randnekrose
‚Nefrit‘kaltes Gewächshaus, Treiberei im Herbst und Frühjahrsehr anpassungsfähig
‚Tyrkys‘unbeheizter Schutz, Aussaat im Januar–
‚Safír‘Frühjahrstreiberei, Gewächshaus und unbeheizter Folientunnelgeschlossene Köpfe; resistent gegen Falschen Mehltau und Randnekrose

Beet vorbereiten und richtige Pflanztiefe

Salat will einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz und mittelschweren, humosen Boden, der Feuchtigkeit hält. Sauren Boden verträgt er nicht. Auf leichten Sandböden müssen Sie viel gießen. Wegen der kurzen Kulturzeit ist reifer Kompost besser als Stallmist, etwa 4 kg/m², im Herbst eingearbeitet. Stickstoff geben Sie sparsam, bei Überdüngung lagert Salat ihn in den Blättern als Nitrat ein.

  • Herz über der Erde. Das Herz der Jungpflanze darf nicht unter dem Niveau des umgebenden Bodens liegen. Zu tief gepflanzter Salat bildet schlecht Köpfe und schießt früher in die Blüte.
  • Frühe Jungpflanzen werden in Schalen oder Kästen gesät und auf 5 × 5 cm pikiert. Besser ist es, sie gleich in Anzuchtplatten mit Ballen zu ziehen, nach dem Pflanzen wachsen sie schneller an. Spätere Jungpflanzen lassen sich durch dünne Aussaat auf einem Anzuchtbeet ziehen.
  • Direktsaat höchstens 1 cm tief, den Boden nach der Saat mit einem Brettchen andrücken. Die aufgegangenen Pflanzen je nach Sorte auf 25–30 cm vereinzeln.
  • Gießen und Lockern. Gießen Sie regelmäßig und reichlich, halten Sie die Bodenoberfläche locker. Bei Trockenheit wachsen die Köpfe schlecht und der Salat schießt.

Wenn Salat plötzlich welkt, heben Sie die Pflanze mit dem Spaten samt umgebender Erde heraus. Oft stecken Drahtwürmer dahinter, die die Wurzeln anfressen und sich in die Wurzel bohren; sammeln Sie die Larven sofort ab. Junge Pflanzen sind auch durch Schnecken gefährdet, wie Sie sich wehren, beschreibt der Artikel Was hilft gegen Schnecken.

Salat das ganze Jahr: Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Wintertermine

Wählen Sie für jede Jahreszeit eine Sorte, die dafür gezüchtet ist. Frühjahrssalat, der im Sommer angebaut wird, bildet keine festen Köpfe und schießt schnell. Auf der Saatgutpackung steht meist, für welchen Termin sich die Sorte eignet.

ZeitraumAussaatPflanzungAbstand und Hinweise
Frühjahrssalatin Kästen Ende Januar oder Anfang Februar, Jungpflanzen topfen; Direktsaat von Mitte März bis Mitte AprilEnde März und Anfang April, spätestens bis Ende April, immer abgehärtete Jungpflanzen25 × 20–25 cm, bei Direktsaat auf 20 cm vereinzeln; die frühesten Sorten vertragen kurzen leichten Frost
SommersalatApril bis Mai, dann laufendvon Ende April bis Mitte August, jeweils alle 14 Tage30 × 30 cm; nur schossfeste Sorten
HerbstsalatAnfang Juli (Jungpflanzen) oder direkt ins Beetspätestens Mitte AugustFrühjahrssorten verhalten sich im Herbst gut, weil die Tage kürzer werden
Wintersalatzweite AugusthälfteSeptember, spätestens Anfang Oktober, auf ein mindestens 14 Tage vorher vorbereitetes Beetnur in Lagen ohne starke Kahlfröste; Wintersorten, z. B. die tschechische Sorte ‚Altenburský‘

Eissalat bildet große, knackige Köpfe mit gekrausten Blättern. Er braucht mehr Wärme und verträgt weder feuchte Lagen noch Wasser in den Köpfen, sie faulen dann. Auf schwereren Böden pflanzen Sie ihn auf ein leicht erhöhtes Beet. Die Jungpflanzen werden im Frühjahr 2–2,5 Monate vorgezogen, im Sommer reichen 1,5 Monate.

Wintersalat darf nicht zu weit entwickelt in den Winter gehen, überwachsene Pflanzen befällt leicht Schimmel. Wenn er nicht unter Schnee liegt, schützen Sie ihn mit Reisig, Laub oder Stroh. Im Vorfrühling nehmen Sie die Abdeckung rechtzeitig ab, sonst faulen die Pflanzen. Auch eine Schlitzfolie leistet gute Dienste.

Ernte. Ernten Sie die Köpfe nach und nach, sobald sie fest und geschlossen sind, am besten morgens oder abends. Römersalat sowie Schnitt- und Pflücksalate beschreiben wir im Artikel Blattgemüse.

Die Termine gelten für mittlere Lagen. In warmen Gegenden können Sie 1–2 Wochen früher beginnen, im Gebirge später.

Früher Salat aus dem Frühbeet und unter Folie

Wer kein Gewächshaus hat, kann frühen Salat im Frühbeet, unter einem tragbaren Rahmen, unter einer Folienabdeckung oder in einem kleinen Gewächshäuschen treiben. Voraussetzung sind viel Licht, angemessene Boden- und Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur um 15 °C.

  • Pflanzen Sie im Vorfrühling gut entwickelte, am besten getopfte Jungpflanzen von Treibsorten im Abstand 20 × 20–25 cm und so nah wie möglich am Glas.
  • Bei dieser Dichte eignet sich als Zwischenkultur nur Radieschen.
  • Gießen, lockern und regelmäßig lüften. Bei Feuchtigkeit und Kälte breitet sich der Falsche Mehltau am Salat aus (mehliger Belag, Vergilben und Faulen der Blätter).
  • Gegen Schnecken unter der Abdeckung helfen regelmäßiges Absammeln und Mittel auf Basis von Eisen-III-Phosphat, immer nach Etikett.

Unter einem tragbaren Rahmen oder perforierter Folie lässt sich auch Frühjahrs- und Wintersalat im Beet antreiben. Wie man ein Frühbeet baut, beschreibt der Artikel Frühbeet.

Kopfsalat-Rezepte

Kopfsalat ist wie geschaffen für die kalte Küche. Wir haben ein paar Rezepte für Sie, damit der Salat nicht immer gleich schmeckt.

Dressing für Kopfsalat

Kopfsalat mit Dressing und Granatapfelkernen garniert

Ein klassisches Dressing für Kopfsalat entsteht aus Wasser, Salz, Pfeffer, Zucker, Essig und Zitronensaft. Mischen Sie die Zutaten in dem Verhältnis, das Ihrem Geschmack entspricht. Den Salat können Sie in ganzen Blättern lassen, in Stücke zupfen oder in Streifen schneiden. Beim Schneiden mit dem Metallmesser gehen allerdings wertvolle Vitamine verloren – zupfen Sie ihn deshalb lieber mit den Händen.

TIPP: Besonders originell wird der Salat, wenn Sie ihn mit Granatapfelkernen bestreuen.

Kopfsalat mit Sahne

Kopfsalat mit Sahne, Tomaten und Salatmischung

So wie Gurkensalat mit Sahne serviert wird, können Sie eine ähnliche Variante aus Kopfsalat zubereiten. Die Sahne verrühren wir mit Salz, Zucker, Pfeffer und Zitronensaft. Wir gießen sie über die gezupften Salatblätter (auch Eisbergsalat) und garnieren mit Schnittlauch. Zu einem vollwertigen Gericht wird er, wenn Sie weiteres Gemüse dazugeben.

Kopfsalat mit Sardellen

Kopfsalat mit Sardellendressing und Sesam

Dieses Rezept stammt aus der italienischen Küche. Sie brauchen: 1 Kopfsalat, 2 Esslöffel Öl, 1 Teelöffel Senf, 2 Sardellen (ersatzweise Sardellenpaste), Essig und Salz. Den Kopfsalat in Blätter teilen, die übrigen Zutaten zu einem Dressing verrühren – die Sardellen dabei zerdrücken. Über die Salatblätter geben und servieren.

Gemüse düngen: womit Kopfsalat gedüngt wird

  • Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Beim Pflanzen können Sie einen Teelöffel Düngee unter jede Jungpflanze geben.
  • Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen damit (Sie können ihn auch ungefiltert aus der Kanne über die Blätter gießen).

Salat hat eine kurze Vegetationszeit und bildet schnell Blätter, deshalb ist ein bereits bei der Pflanzung gut mit Nährstoffen versorgter Boden wichtig. Gute Dienste leistet ein organischer Universaldünger, der die Nährstoffe langsam abgibt. Die Grundgabe arbeiten Sie vor dem Pflanzen ins Beet ein, weitere Gaben nach Bedarf während des Wachstums.

Fehlende Nährstoffe ergänzt auch gut verrotteter Kompost. Einzelheiten zu beiden Wegen finden Sie in der Übersicht Gemüseanbau im Garten.

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Bildquellen: Foto: Zolfeqar Fatihzadeh, CC BY-SA 4.0 · Foto: DeFacto, CC BY-SA 4.0