Rudbeckia (Gelber Sonnenhut): pflanzen, düngen und nach der Blüte schneiden
Pflegeleichte gelb blühende Staude aus den nordamerikanischen Prärien — Standort, Gießen, Rückschnitt der verblühten Blütenkörbe, Teilen des Horstes und Düngen
Rudbeckia — eine Staude mit bezaubernder Schönheit und Widerstandskraft

Wenn Sie eine Blume suchen, die Schönheit und Robustheit verbindet, brauchen Sie nicht weiter zu suchen. Die Rudbeckia bietet Ihnen beides. Diese Staude, im Handel meist als Gelber Sonnenhut geführt, ist bei Gärtnerinnen und Blumenfreunden beliebt wegen ihrer leuchtenden, farbenfrohen Blüte und ihrer Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen zu wachsen.
Die Rudbeckia gehört zur Familie der Korbblütler. Sie stammt aus Nordamerika, wo sie vor allem in Prärien und auf feuchten Wiesen wächst. Sie ist jedoch so vielseitig und widerstandsfähig, dass sie sich rasch über die ganze Welt verbreitet hat und in vielen Gärten zu einer beliebten Blume geworden ist.
Diese Blume ist bekannt für ihre großen Blütenkörbe, die typischerweise gelbe oder orange Zungenblüten mit dunkler Mitte tragen. Es gibt aber auch Sorten mit roten oder weißen Blüten. Die Rudbeckia bildet attraktive Blütenstände, die nicht nur Menschen anziehen, sondern auch Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge. Sie ist eine großartige Pflanze zur Förderung der Artenvielfalt in Ihrem Garten.
Einer der größten Vorzüge der Rudbeckia ist ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Bedingungen. Diese Blume ist bekannt dafür, dass sie auch auf magerem Boden wächst und Trockenheit verträgt. Sie eignet sich für Gärten mit eingeschränkter Bewässerung oder für Regionen mit begrenzter Wasserverfügbarkeit. Die Rudbeckia verträgt außerdem hohe Temperaturen und ist windfest, was sie zur idealen Wahl für unterschiedliche klimatische Bedingungen macht.
Gelber oder Purpur-Sonnenhut? Rudbeckia und Echinacea unterscheiden
Sonnenhut ist im Deutschen nicht gleich Sonnenhut — die Gattung Rudbeckia wird als Gelber Sonnenhut gehandelt, im Gartencenter stehen daneben aber auch Arten einer zweiten Gattung unter demselben deutschen Namen.
Verwechseln lässt sich vor allem dieses Paar. Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine eigene Gattung, auch wenn er zur selben Familie der Korbblütler gehört und im Beet ähnlich aussieht — er ist an den rosavioletten, nach hinten gebogenen Zungenblüten und der stacheligen Mitte zu erkennen. Ihm widmen wir einen eigenen Artikel über Echinacea. Die Rudbeckia hat dagegen gelbe bis orange Zungenblüten und eine braunschwarze Mitte.
Die Rudbeckia wird als Staude kultiviert — an einem Standort hält sie viele Jahre und treibt jedes Jahr neu aus dem Wurzelstock aus. Es gibt aber auch ein- und zweijährige Arten, zum Beispiel Rudbeckia hirta (Raublättriger Sonnenhut), die ähnlich ausgesät wird wie einjährige und zweijährige Pflanzen.
Rudbeckia pflanzen und pflegen: Standort, Boden und Gießen

Die Rudbeckia ist eine Blume, die sich vergleichsweise leicht kultivieren lässt und nur wenig Pflege braucht. Hier einige Tipps, wie sie in Ihrem Garten sicher gedeiht:
Standort: Die Rudbeckia bevorzugt einen sonnigen, gut belichteten Standort. Wählen Sie in Ihrem Garten eine Stelle, die mindestens 6 Stunden am Tag direkte Sonne bekommt. Sie verträgt aber auch leichten Schatten, besonders in heißen Lagen.
Boden: Die Rudbeckia bevorzugt einen gut durchlässigen Boden. Ideal ist ein sandig-lehmiger oder lehmig-sandiger Boden mit ausreichender Feuchtigkeit. Vor dem Pflanzen ist es sinnvoll, den Boden mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger anzureichern.
Gießen: In den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist es wichtig, den Boden feucht zu halten. Sobald die Pflanze gut angewachsen ist, verträgt sie auch kurze Trockenphasen. Hält die Trockenheit jedoch länger an, gießen Sie die Pflanze besser regelmäßig, vor allem in heißen Sommermonaten.
Düngen: Die Rudbeckia ist beim Düngen nicht anspruchsvoll, eine gelegentliche Gabe während der Vegetationszeit tut ihr aber gut. Verwenden Sie einen ausgewogenen Universaldünger oder einen organischen Dünger nach Herstellerempfehlung.
Schneiden: Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert bei der Rudbeckia eine reichere Blüte. Entfernen Sie nach der Blüte die welken Blütenkörbe samt Stiel, damit die Pflanze weitere Knospen ansetzt.
Vermehrung: Die Rudbeckia wird überwiegend über Samen vermehrt, die Sie im Frühjahr oder im Herbst direkt ins Beet säen können. Die Samen werden nur mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Vermehren lässt sie sich außerdem durch Teilen der Wurzelstöcke im Frühjahr oder im Herbst.
Krankheiten und Schädlinge: Die Rudbeckia ist gegenüber Krankheiten und Schädlingen allgemein robust. Trotzdem lohnt es sich, die Pflanzen regelmäßig anzusehen und bei den ersten Anzeichen eines Befalls oder einer Erkrankung rechtzeitig einzugreifen.
Die Rudbeckia ist eine großartige Wahl für alle, die schöne Blumen mit möglichst wenig Pflegeaufwand im Garten haben möchten. Mit diesen einfachen Tipps sollte Ihnen die Kultur dieser bezaubernden Blume gut gelingen.
Rudbeckia Goldsturm (Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘)

Rudbeckia Goldsturm (Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘) ist eine der beliebtesten Rudbeckia-Sorten. Diese Sorte ist bekannt für ihre gelben Blüten mit dunkler Mitte, die eine kontrastreiche und bezaubernde Farbkombination ergeben.
Rudbeckia Goldsturm ist eine ausdauernde Staude, die eine Höhe von etwa 60–90 cm erreicht und feste, kompakte Horste bildet. Sie hat eine lange Blütezeit, die gewöhnlich im Juli beginnt und bis in den Herbst reicht. Ihre Blüten sind attraktiv für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge, was zur Artenvielfalt in Ihrem Garten beiträgt.
Rudbeckia Goldsturm ist bekannt für ihre Robustheit und dafür, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen wächst. Diese Sorte bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und ist beim Boden nicht wählerisch. Sie verträgt auch mäßig feuchte Erde, wichtig ist jedoch, dass diese gut durchlässig ist. Sie ist trockenheitsverträglich und übersteht auch längere Trockenphasen.
Die Pflege der Rudbeckia Goldsturm ist vergleichsweise einfach. Nach dem Pflanzen ist regelmäßiges Gießen wichtig, besonders in der Anwachsphase. Ist sie eingewurzelt, kommt sie mit dem natürlichen Niederschlag aus und verträgt auch kurze Trockenphasen. Empfehlenswert ist außerdem eine Gabe organischen Düngers im Frühjahr und vor Beginn der Blüte.
Rudbeckia Goldsturm ist eine ausgezeichnete Wahl für Gärten, Steinbeete und gemischte Pflanzungen. Ihre schönen Blüten bringen in den Garten eine sonnige, farbenfrohe Stimmung. Als Schnittblume für die Vase ist die Pflanze ebenfalls attraktiv.
Wenn Sie eine Pflanze mit bezaubernden Blüten, Robustheit und geringem Pflegeaufwand suchen, ist Rudbeckia Goldsturm eine großartige Wahl. Lassen Sie sie in Ihrem Garten aufblühen und holen Sie sich Freude und Schönheit ins Beet.
Rudbeckia nach der Blüte: Schneiden, Teilen und Überwintern
Die Rudbeckia blüht von Juli etwa bis Ende September, und gerade die Pflege nach der Blüte entscheidet darüber, wie der Horst im nächsten Jahr aussieht. Das Vorgehen ist einfach:
- Während der Blüte entfernen Sie verblühte Blütenkörbe laufend samt Stiel bis zum ersten gesunden Blatt — die Pflanze setzt dann weitere Knospen an, statt Samen zu bilden, und blüht einige Wochen länger.
- Im Herbst können Sie einen Teil der verblühten Blütenkörbe stehen lassen. Die Samen sind über den Winter willkommenes Futter für Stieglitze und Meisen, und die erstarrten Stängel mit den dunklen Fruchtständen sehen im Raureif gut aus.
- Der Rückschnitt bodennah erfolgt entweder im Spätherbst oder erst zeitig im Frühjahr vor dem Austrieb. Die Stängel werden auf zwei bis fünf Zentimeter über dem Boden eingekürzt.
- Ein Winterschutz ist bei der ausdauernden Rudbeckia praktisch nicht nötig — sie ist winterhart. Etwas Kompost oder eine Mulchschicht rund um den Horst hilft aber frisch gesetzten Pflanzen und ist zugleich die erste Düngung im Frühjahr.
- Das Teilen des Horstes nach drei bis vier Jahren ist die sicherste Art der Vermehrung. Der Horst wird im Frühjahr oder zeitig im Herbst ausgegraben, mit dem Spaten in Stücke mit zwei bis drei Knospen geteilt und sofort wieder gepflanzt — ein verjüngter Horst blüht reicher als die überalterte Mitte, die in der Regel verkahlt.
Zeigt die Rudbeckia in der zweiten Sommerhälfte einen weißen, mehligen Belag auf den Blättern, handelt es sich um Echten Mehltau. Es hilft, die Pflanzung auszulichten, an die Wurzeln statt über die Blätter zu gießen und bei stärkerem Auftreten ein zugelassenes Mittel gegen Echten Mehltau einzusetzen.
Garten- und Zierpflanzen düngen
Die Rudbeckia gehört zwar zu den pflegeleichten Stauden, sie blüht aber drei Monate am Stück und alles, was sie dafür verbraucht, muss sie sich aus dem Boden holen. Der natürliche organische Dünger DÜNGEE lässt sich auf zwei Arten anwenden:
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Oder Sie setzen DÜNGEE als Auszug an und gießen damit rund um die Pflanzen, beziehungsweise besprühen die Pflanzen mit dem Auszug.
Beim Staudenbeet hat es sich bewährt, zum ersten Mal zeitig im Frühjahr beim Austrieb zu düngen und ein zweites Mal vor dem Knospenansatz, also etwa Mitte Juni. Dosierung und weitere Anwendung beschreiben wir beim Universaldünger, das gesamte Angebot an Packungen finden Sie im DÜNGEE-Katalog.
